Question: Warum schreibt man unter Pseudonym?

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Das Ziel ist es meistens, die Privatsphäre zu schützen oder das eigene Image nicht zu beschädigen, wenn der eigene Roman an gesellschaftlichen Werten kratzt. Daher stammt auch die Bezeichnung nom de plume, was wörtlich übersetzt Schreibfeder-Name bedeutet. Viele Autoren haben ein Pseudonym oder verwenden es noch.

Verschwörungstheorien haben seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Sowohl in den Medien als auch in unserem Alltag begegnen wir immer häufiger den unterschiedlichsten diffusen Geschichten. Verschwörungstheorien gab es schon immer — die aktuelle Renaissance führt der Tübinger Amerikanist Michael Butter darauf zurück, dass es einerseits weltweit ein Erstarken von populistischen Bewegungen gibt und andererseits das Internet eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von Verschwörungstheorien spielt.

Während in der Teilöffentlichkeit, die wir als Mainstream bezeichnen, Verschwörungstheorien immer noch sehr stark stigmatisiert werden, sind sie in anderen Teilöffentlichkeiten als legitimes Mittel akzeptiert. Aus Michael Butters Sicht ist das Aufeinanderprallen dieser Öffentlichkeiten und ihrer unterschiedlichen Wahrheitsbegriffe das, was die derzeitige Debatte über Verschwörungstheorien so brisant macht.

Fast die Hälfte der Deutschen glaubt, dass Politiker nur Marionetten anderer Mächte sind. So meinen beispielsweise 46 Prozent der Befragten, es gäbe geheime Organisationen, die Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Fast ein Viertel der Befragten meint, Medien und Politik steckten unter einer Decke, und jede zweite befragte Person gibt an, den eigenen Gefühlen mehr zu vertrauen als Expertinnen oder Experten.

Problematische Konsequenzen können aber auch Verschwörungstheorien haben, die sich gegen Eliten richten. Sie können die Krisen der demokratischen Systeme, wie sie derzeit in Staaten westlich-liberaler Prägung zu beobachten sind, verschärfen.

Quelle: Unter einer Verschwörung versteht man zunächst ein geheimes Unternehmen, das sich gegen eine spezifische Personengruppe oder gegen Institutionen richtet. Die Verschwörungstheorie ist dem Wortsinn nach die Vermutung einer Verschwörung.

Am Anfang jeder Verschwörungstheorie steht immer das Misstrauen zwischen zwei gesellschaftlichen Gruppen. Bei den Verschwörern kann es sich um beliebige Personen handeln. Im Regelfall ist es aber immer eine mächtige Gruppe, die verdeckt in bösen Absichten handelt. Ein Beispiel sind etwa Geheimdienste, da deren Warum schreibt man unter Pseudonym? kaum durchsichtig ist. Das bedeutet, dass bestimmte komplexe soziale Phänomene oder historische Ereignisse auf Verschwörungen zurückgeführt werden.

Hinter allen Entwicklungen der Welt stecke ein geheimer Plan: Nichts geschieht demnach zufällig und alles scheint irgendwie miteinander verbunden zu sein.

Die meisten Verschwörungstheorien haben den grundsätzlichen Glauben gemeinsam, dass als machtvoll wahrgenommene Einzelpersonen oder Gruppen wichtige Ereignisse steuern, die Bevölkerung aber über ihre Ziele im Dunklen lassen würden.

Verschwörungstheorien treten auch eher bei Ereignissen auf, die als kollektiv bedrohlich gelten. Es lässt sich auch beobachten, dass nach jedem großen bedrohlichen Ereignis Verschwörungsheorien wild wuchern.

Zudem sind Verschwörungstheorien oftmals keine Theorien im wissenschaftlichen Sinne. Eine Verschwörungshypothese unterstellt eine Verschwörung zu einem bestimmten Ereignis.

Verschwörungshypothesen sind Verschwörungstheorien im wissenschaftstheoretischen Sinn des Wortes. Sie sind durch empirische Methoden überprüfbar und offen für Korrekturen. Falls es nicht genug Beweislast Warum schreibt man unter Pseudonym? die Theorie gibt, wird sie verworfen.

Wird aber trotz empirischer Gegenbelege immer noch an die Verschwörungstheorie geglaubt, spricht man von einer Verschwörungsideologie. Menschen, die an Verschwörungsideologien glauben, werden daher auch als Verschwörungsgläubige bezeichnet. Ähnlich wie totalitäre politische Ideologien vertreten auch Verschwörungsideologien einen absoluten Wahrheitsanspruch mit einem klar benennbaren Feindbild.

Der Verschwörungsmythos ist eine Übersteigerung der Verschwörungsideologie. Er unterscheidet sich hinsichtlich der Gruppe der Verschwörer, die benannt wird.

Während Verschwörungsideologien real existierende Gruppen für eine Verschwörung verantwortlich machen, wenden sich Verschwörungsmythen gegen fiktive Gruppen.

In Krisenzeiten haben Verschwörungstheoretiker Hochkonjunktur. In der Pandemie bekommen Anhänger von Verschwörungsmythen viel Aufmerksamkeit. Das neuartige Coronavirus sei beispielsweise nicht gefährlicher als übliche Grippeerreger. Als vermeintlicher Beleg dient die Zahl von 25.

Wir stecken nach zwei Jahren immer noch mitten in der Pandemie. Verharmlosungen der Coronakrise sind in den sozialen Medien die Grundlage für wütende Kommentare gegen die etablierte Wissenschaft und das Warum schreibt man unter Pseudonym?

System. Und wieder stecke hinter der Wissenschaft und dem Handeln der Politik eine dunkle Macht, die im Geheimen Böses tue. Es könnte aber, so die Verschwörungstheoretiker, auch der Multimilliardär Bill Gates gewesen sein: Sein Engagement für das Gesundheitswesen wird ihm als Plan ausgelegt, mit dem er die Welt regieren will.

Die Gates-Stiftung soll angeblich die Entwicklung des neuen Coronavirus finanziert haben — inklusive Patent. Und Gates wolle im Kampf gegen den Erreger den Menschen Mikrochips einpflanzen lassen, um dadurch die totale Kontrolle über sie zu erlangen.

Das sei gefährlich, es würden Genexperimente am Menschen durchgeführt, Frauen würden unfruchtbar oder sterben sogar. Die Corona-Pandemie ist ein idealer Nährboden, da die Situation sehr komplex und teilweise auch unübersichtlich ist. Zudem ändert sich die Lage fast täglich. Die aktuelle Pandemie löst mit all ihren politischen, ökonomischen und persönlichen Folgen bei vielen Menschen Ängste aus, wie wir Warum schreibt man unter Pseudonym?

in den westlichen Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben. Besonders stark wird eine abstruse Erzählung verbreitet: Politiker handelten mit Minderjährigen, um aus deren Blut ein lebensverlängerndes Serum Adrenochrom zu gewinnen. Präsident Donald Trump wolle diese Verschwörung beenden und ihre Opfer befreien. Diese Anschuldigungen gelten als wirr und unbelegt.

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Die wohl am häufigsten geäußerte These lautet, dass die Technik der 1960er-Jahre noch nicht fortgeschritten genug war, um die Landung auf dem Mond zu ermöglichen.

Stattdessen wurde in der Militärbasis Area 51 angeblich ein Filmstudio aufgebaut, um dort die Mondszenen anzufertigen.

Warum schreibt man unter Pseudonym?

Als Elvis Presley am 16. Verschwörungstheoretiker spekulierten über ein mögliches Weiterleben der Ikone. Angeblich soll Elvis seinen Tod vorgetäuscht haben, um sich fernab aller Medien und Aufmerksamkeit zur Ruhe zu setzen. Seit seinem Tod Warum schreibt man unter Pseudonym? hunderte Augenzeugen, sie hätten ihn in vielen Städten auf der ganzen Welt gesehen.

November 1963 erschossen hat, vermuten bis heute Verschwörungstheoretiker Warum schreibt man unter Pseudonym? Komplott hinter Warum schreibt man unter Pseudonym?

Attentat. Befeuert wurden die Spekulationen durch das schnelle Ableben des Tatverdächtigen und Pannen, Versäumnisse und Fehler der Ermittlungsbehörden, Ärzte und Untersuchungskommissionen. Dossier: Um die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien, die daran zweifeln, dass Islamisten die Drahtzieher waren. Angeblich soll sie die Twin Towers gesprengt haben oder den Anschlag zumindest zugelassen haben, um militärische Interventionen zu rechtfertigen.

Die meisten Verschwörungstheoretiker gehen davon aus, dass die Welt von einer autoritären und supranationalen Weltregierung kontrolliert wird. Ihnen ist noch nicht aufgefallen, dass in Ihrem Personalausweis und in Ihrem Reisepass gar keine Staatsangehörigkeit angegeben ist? Die Bundesrepublik Deutschland sei daher auch kein richtiges und souveränes Land, sondern eine GmbH und immer noch von den Alliierten besetzt.

Schützt uns Impfen wirklich vor Krankheiten? Oder ist es ganz im Gegenteil sogar gefährlich für uns? Impfen ist das am kontrovers diskutierte Thema in der Medizin und in Teilen der Öffentlichkeit. Manche Impfgegner glauben, dass eine Warum schreibt man unter Pseudonym? Kinderkrankheit den Organismus eines Kindes stärken würde.

Das Impfen dient nach Ansicht der Impfgegner nicht dem Schutz vor Krankheiten, sondern könne diese erst auslösen. Als Beweis führen sie an, man könne trotz Impfung erkranken. Einige Infektionen wie Kinderlähmung kommen seit vielen Jahren in Deutschland nicht mehr vor oder sind, wie Diphtherie, hierzulande eine Rarität geworden, allerdings nur dank der Impfprogramme. Nach der Meinung der Anhänger der Chemtrail-Theorie werden giftige Chemikalien, die dem Treibstoff von Flugzeugen beigemischt werden, am Himmel ausgesprüht, um die Bevölkerung zu vergiften.

Je nach Auffassung soll wieder eine globale Verschwörung mit finsteren Absichten oder gar eine geheime Weltregierung dahinter stehen. Deren Ziel sei es, die Bevölkerung der Erde zu beeinflussen, zu kontrollieren oder durch Krankheiten zu reduzieren. Erst durch das Internet scheint diese Verschwörungstheorie zu ihrer Popularität gekommen zu sein. Das Programm werde auch dazu genutzt, die Gedanken der Menschen zu kontrollieren. Haustiere werden gechipt, um sie später per Lesegerät identifizieren zu können.

Jede Person kann so durch elektromagnetische Wellen auf der Welt geortet werden. Besonders politisch unliebsame Personen sollen bevorzugtes Ziel dieser Überwachung sein. Manche Vertreter dieser Theorie vermuten sogar, dass der Chip die Fruchtbarkeit durch die Strahlung einschränkt, die Gedanken kontrolliert oder sogar Warum schreibt man unter Pseudonym? Tötung auf Knopfdruck ermöglichen kann. Die Kugelform stelle dagegen nur die Macht- und Geltungssucht einer globalen Elite dar.

Sie soll das Bild einer kugelförmigen Erde vorgeben, um die Menschen vor Gott fernzuhalten. Die Wahrheit aus der Bibel solle verschleiert werden.

Ignoriert wird, dass selbst im gesamten christlichen Mittelalter die Kugelgestalt der Erde unumstritten war. Nach der Ankunft rammte die Besatzung des Schiffs an der Küste Pfähle mit Hakenkreuzfahnen in den Boden. Davon gibt es sogar Fotos. Bis Kriegsende hätte ein Geheimkommando dort Höhlen ausgehoben, einen autarken Außenposten errichtet und Vorräte eingebunkert.

Angeblich sollen sich hochrangige Nationalsozialisten im Jahr 1945 dort zurückgezogen haben. An diesem Ort soll bis heute das Deutsche Reich weiterbestehen. Warum schreibt man unter Pseudonym?

sich schon immer gefragt hat, warum auf der Erde so viel falsch läuft, für den gibt es jetzt die Antwort: Die Reptiloiden regieren im Geheimen die Menschheit. Bei den Reptiloiden handelt es sich um Wesen, die aus einer Kreuzung zwischen Mensch und außerirdischer Reptilienrasse entstanden sein sollen. Auch deren Ziel ist die Weltherrschaft.

Dass man sie dabei nur selten zu Gesicht bekommt, liegt daran, dass sie in einem verzweigten Höhlensystem unter der Erde leben. Wer unter anderem dazugehören soll: Mitglieder des englischen Königshauses, George W. Bush, Barack Obama oder auch Lady Gaga. Im Internet kursieren zahlreiche Fotos, die die Existenz Warum schreibt man unter Pseudonym? Reptiloiden beweisen sollen, meist werden dabei Bilder von Prominenten verwendet. Ein Jahr später wurde die Verschwörungstheorie erstmals öffentlich im deutschsprachigen Usenet verbreitet, wo sie Kultstatus erreichen konnte.

Warum glauben Menschen an Verschwörungstheorien? Grundsätzlich weisen Menschen, die an Verschwörungstheorien glauben, ein starkes Misstrauen in den Staat und seine Institutionen auf. Hinzu kommt ein großer Vertrauensverlust in die etablierten Medien, der in den letzten Jahren stärker zugenommen hat. Das grundsätzliche Gefühl, etwas stimme nicht, prägt die Wahrnehmung und Argumentation des Verschwörungstheoretikers Quelle:.

Psychologisch gesehen kommen Anhänger von Verschwörungstheorien schlecht mit Ambivalenzen und Unsicherheiten zurecht, sie halten oft auch Ängste nicht gut aus. Es ist eine Mischung aus Macht- und Kontrollverlust im eigenen Leben, die Menschen dazu neigen lässt, Verschwörungstheorien zu glauben.

Oft haben manche dieser Theorien zwar einen wahren Kern, die Anhänger von Verschwörungserzählungen verknüpfen dann aber Dinge falsch und sehen Muster, wo Warum schreibt man unter Pseudonym? sind. Quelle: Pia Lamberty: Fake Facts Egal ob Politik, Wissenschaft oder Finanzwelt — die Welt ist nach dem Ende des Kalten Kriegs und dem nachfolgenden Prozess der Globalisierung immer komplexer geworden.

Viele Menschen tun sich schwer damit, alle Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen und fühlen sich überfordert. Vor allem in Krisenzeiten haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur.

Die Hintergründe und Ursachen von Ereignissen wie den Terroranschlägen am 11. September 2001, der Finanzkrise 2008, dem Ukraine-Krieg seit 2014 oder der weltweiten Flüchtlingskrise sind vielschichtig, komplex und oft nur schwer vermittelbar. Grundsätzlich gilt also: Je undurchschaubarer das Weltgeschehen und je stärker die gefühlte Bedrohung von außen ist, desto stärker sind Verschwörungstheorien in der Gesellschaft verbreitet.

Durch einfache Erklärungsmodelle können unklare Situationen aufgelöst und auf bekannte Phänomene zurückgeführt werden. So mag eine bestimmte Situation zwar immer noch bedrohlich sein, aber dank der Verschwörungstheorie scheint sie zumindest nicht mehr unerklärlich zu sein. Eine ähnliche Funktion haben in der Menschheitsgeschichte auch Religionen eingenommen.

Anstatt durch einen Gott werden die Geschehnisse des Alltags durch eine Superverschwörung bestimmt. So paradox es auch klingen mag: Verschwörungstheorien können so eine Funktion bei Menschen einnehmen, um den Alltag zu bewältigen. Die Verschwörungstheorien dienen oft auch dazu, eigene Ängste abzuspalten, sie haben damit für diese Menschen auch eine gewisse Schutzfunktion.

Vor allem in Bezug auf das Corona-Virus sind die Geschichten, die sich darum ranken, oft eine Warum schreibt man unter Pseudonym? von starken Ängsten: Wer nicht an die Krankheit glaubt, denkt auch nicht, dass er in Gefahr ist. Quelle: Verschwörungstheorien als Identitätsstiftung Menschen glauben also nur Warum schreibt man unter Pseudonym? Chemtrails und Echsenmenschen, um ihre Machtlosigkeit zu kompensieren?

Nicht nur, wie einige Studien herausgefunden haben. Eine andere Funktion von Verschwörungstheorien liegt in der persönlichen Identitätsstiftung. Verschwörungstheorien werden von Menschen nicht nur vertreten, um Ereignissen einen Sinn zu geben. Ein Forscherteam aus Frankreich hat 2017 nachgewiesen, dass der Glaube an Verschwörungstheorien auch mit einem menschlichen Bedürfnis nach Individualismus zusammenhängt.

Wer an Verschwörungstheorien glaubt, grenzt sich automatisch von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung ab. Gerade die, die ihre Popularität oder Berühmtheit nutzen, um Verschwörungstheorien zu verbreiten, tun dies häufig mit der Strategie, sie seien nun die einzigen, die über dieses vermeintlich, geheime Wissen verfügen. Sie vermitteln dadurch ihren Anhängern ebenfalls ein Gefühl der eigenen Überhöhung — weil sie mit eingeweiht werden.

Die Verbreiter dieser Verschwörungstheorien haben aber schlicht auch ein anderes Ziel: Sie wollen zwar im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, aber auch um mit Klicks und ihren Videos Geld zu verdienen. Quelle: Pia Lamberty: Fake Facts. Quelle: Wer an Verschwörungstheorien glaubt, will etwas Besonderes sein Anthony Lantian u.

In einem Experiment starrte eine Person 60 Sekunden lang in den Himmel — obwohl sich dort nichts befand. Nur sehr wenige Passanten blieben stehen und machten mit. Je mehr Menschen sich aber in der Gruppe befanden, desto mehr Personen schlossen sich der Gruppe an und richteten ihren Blick in den Himmel. Der soziale Beleg einer Theorie ist weitaus effektiver als ein Beleg, der rein auf Fakten basiert. Menschen tendieren dazu, nur Daten zu glauben, Warum schreibt man unter Pseudonym?

von vielen Personen geteilt werden und ihre eigene Weltsicht bestätigen. Fakten, die dagegen sprechen, werden hingegen ignoriert. Dies trifft zwar nicht nur auf Verschwörungsgläubige zu, kann aber erklären, warum Anhänger von Verschwörungstheorien oftmals nur schwer mit Fakten zu erreichen sind. Quelle: Gibt es Warum schreibt man unter Pseudonym? typischen Verschwörungstheoretiker? Es ist aber einleuchtend, dass dieses klischeebehaftete Bild nicht ganz der Wirklichkeit entsprechen kann, wenn man bedenkt, wie weit verbreitet Verschwörungstheorien in der Gesellschaft sind.

Wenn man sich die Forschung anschaut, muss man allerdings feststellen, dass ihre Antworten nicht einheitlich sind. Verschwörungsmentalität Unter Psychologen gilt die Neigung zum Verschwörungsglauben tatsächlich als stabiles Persönlichkeitsmerkmal. Menschen, die einer Verschwörungstheorie anhängen, neigen auch dazu, anderen Verschwörungstheorien eher Glauben zu schenken. Für die Personen selbst ist es dann auch zum Beispiel überhaupt nicht irritierend, wenn die Verschwörungstheorien, an die sie glauben, sich untereinander ausschließen.

Kennzeichnend für eine Verschwörungsmentalität ist ein grundlegendes Misstrauen gegen Machtstrukturen. Dazu gehören Behörden oder Personen mit hohem gesellschaftlichen Status.

Zwar gibt es tatsächlich viele gesellschaftliche Missstände, aber eine Differenzierung findet bei den Verschwörungstheoretikern nicht mehr statt. Die Kompensationshypothese nimmt an, dass Menschen insbesondere dann an Verschwörungstheorien glauben, wenn sie das Gefühl haben, keine Kontrolle über ihr Leben mehr zu besitzen.

Dieser Kontrollverlust kann unterschiedliche Gründe haben: vom plötzlichen Verlassenwerden nach einer langjährigen Warum schreibt man unter Pseudonym? über eine Verschuldung bis hin zu gesamtgesellschaftlichen Umbrüchen. Wer das Gefühl hat, die eigene Umwelt nicht mehr beeinflussen zu können, versucht, auf psychologischer Ebene diesen Verlust zu kompensieren. Eine Form dieser Kompensation wird dadurch erreicht, dass Menschen Muster sehen, wo keine sind.

Ausgrenzung und soziale Unsicherheit Ein weiterer Erklärungsansatz der Soziologie ist die Marginalisierung und soziale Unsicherheit von Menschen. Sie nehmen dadurch nur noch wenig am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Warum schreibt man unter Pseudonym?

der Mehrheitsgesellschaft teil. Der Soziologe Ted Goertzel stellte 1994 zum Beispiel in seiner Studie fest, dass ethnische Minderheiten häufiger an Verschwörungstheorien glaubten als andere Gruppen. Der Grund war, dass sie in ärmeren Verhältnissen leben mussten und mit ihrer Lebenssituation unzufriedener waren.

Von der Politik fühlten sie sich allein gelassen. Soziale Unsicherheit kann für viele Menschen ein Grund für Verschwörungsglauben sein. Wer sich in seiner sozialen Position bedroht sieht oder allgemein mit einem ungewissen Blick in die Zukunft schaut, ist tendenziell anfälliger für Verschwörungstheorien.

Verschwörungsgläubige empfinden oft mangelnden Erfolg oder fehlende Anerkennung, leben in materieller Armut oder mussten persönliche Schicksalsschläge erleiden. Beispielsweise zerbrachen Beziehungen, Familienmitglieder starben oder wendeten sich ab, oder der Arbeitsplatz wurde gekündigt, bevor man sich der Verschwörerszene zuwandte.

Durch den Glauben an Verschwörungstheorien können Minderwertigkeitskomplexe kompensiert werden und ein klar benennbares Feindbild für die schlechte Lage verantwortlich gemacht werden.

Extreme Positionen und Spiritualität Eine weitere Tendenz ist erkennbar, die erkennbar ist: Je mehr Personen sich extremen politischen Positionen zuwenden, desto mehr neigen sie auch dazu, Verschwörungstheorien zu glauben.

Häufig hängt der Glaube an Verschwörungstheorien auch mit Vorurteilen gegenüber ethnischen oder religiösen Minderheiten zusammen. Weiterhin scheinen auch religiöse Menschen oder Personen mit einem Hang zu Esoterik und Spiritualismus einen größeren Hang hin zu Verschwörungstheorien aufzuweisen. Die Ergebnisse zeigen: Verschwörungstheorien sind selten keineswegs nur als ein Symptom von psychischen Störungen zu betrachten.

Die Ursachen für den Glauben an Verschwörungstheorien sind vielfältig und je nach Mensch unterschiedlich. Faktoren wie Bildungsstand, Arbeitstätigkeit oder Geschlecht scheinen aber tatsächlich nur eine zweitrangige Rolle zu spielen. Tatsächlich ist es nicht pathologisch, an Verschwörungstheorien zu glauben. Die meisten Menschen, die zu einer Verschwörungsmentalität neigen, gelten nicht mal als psychisch erkrankt.

Viele Menschen assoziieren das mit Psychosen, aber das trifft in der Regel nicht zu. Zudem gibt es in der Gesellschaft auch teils relativ große Gruppen, die an verschiedene Theorien glauben. Die lassen sich in der Regel nicht alle als psychisch krank abtun.

Quelle: Das wohl größte Problem bei Verschwörungstheorien ist das festgefahrene Weltbild, das nur schwer zu durchbrechen ist. Wer Warum schreibt man unter Pseudonym? einmal in der Welt der Verschwörungstheorien verloren hat, ist häufig kaum noch mit rationalen Argumenten zu überzeugen.

Wer durch Fakten gegen diese Weltsicht argumentiert oder aufklären will, wird ignoriert oder selbst zum Teil der Verschwörung erklärt. Für sie ist alles Offizielle, was aus der Wissenschaft, den Medien oder den Behörden kommt, automatisch gelogen. Oft ist das dann auch ein Selbstläufer: Alles, was von offiziellen Institutionen kommt, muss also folglich falsch sein.

Typisch dafür sind zum Beispiel die Klimaskeptiker, die den menschengemachten Klimawandel leugnen und die alle wissenschaftlichen Fakten ignorieren. Dasselbe trifft aber auch in Teilen auf die Gruppe von Impfgegnern zu: Sie trauen gängigen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht Warum schreibt man unter Pseudonym?

verlassen sich lieber auf vermeintliche alternative Heilmethoden, die wiederum selten wissenschaftlichen Erkenntnissen standhalten oder überhaupt nicht überprüft wurden. Verschwörungstheorien als Angst- und Panikmacher Durch ihren negativen Grundcharakter erzeugen Verschwörungstheorien Ängste bei den Betroffenen, die sich verheerend auswirken kann. Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die Eigen- und Fremdgefährdung, die von Verschwörungstheorien ausgehen kann.

Da man ständig im Glauben Warum schreibt man unter Pseudonym?, von allen und jedem angelogen zu werden, glaubt man irgendwann auch nicht mehr Meldungen aus den Nachrichten, Warnhinweise der Polizei oder Empfehlungen von Ärzten. Ein populäres Beispiel sind die Impfgegner, die im Impfen eine Verschwörung der Pharmalobby sehen. Je nach Auffassung soll Impfen demnach zu Autismus, Epilepsie, Krebs bis hin zur Geisteskontrolle durch die Eliten führen. Alle bisher gesammelten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Warnungen werden bewusst ignoriert.

Eltern, die sich weigern, ihre Kinder zu impfen, gefährden allerdings nicht nur das Wohl ihres eigenen Nachwuchses, sondern auch der Allgemeinheit. Dazu gehören etwa chronisch Kranke oder Neugeborene, die nicht geimpft werden können. Sie sind darauf angewiesen, dass genug Menschen geimpft sind, damit die Warum schreibt man unter Pseudonym?

und ansteckenden Krankheiten keine Gefahr mehr darstellen. Vermeintliche Dauerbelastung durch Chemtrails Als weitere Folge sind Verschwörungstheoretiker einer enormen psychischen Dauerbelastung ausgesetzt. Ein Beispiel hierfür ist die Chemtrail-Verschwörungstheorie, die von einer permanenten Vergiftung durch Kondensstreifen am Himmel ausgeht.

Obwohl diese Theorie offensichtlich widerlegt wurde, sehen sich die Betroffenen dazu gezwungen, ihr Leben radikal umzustellen.

Sie verlassen kaum noch ihr Haus, haben ständig Angst, vergiftet zu werden Warum schreibt man unter Pseudonym? geben ihr Geld für sinnlose Produkte aus, die angeblich vor den Chemtrails schützen sollen. So kann sich selbst etwas, was es nicht gibt, negativ auf den Alltag und die Gesundheit von Menschen auswirken. Der Tübinger Amerikanist und Experte für Verschwörungstheorien Michael Butter sieht insbesondere eine Gefahr bei Theorien, die bestimmte Menschengruppen stigmatisieren, etwa Migranten oder Juden.

Das könne dazu führen, dass solche Menschen körperlich angegriffen werden. Aber auch andere Theorien können potentiell gefährlich werden. Zum Beispiel suchte im Jahr 2016 ein Mann mit Waffe eine Washingtoner Pizzeria auf, wo er mehrere Schüsse abfeuerte. Demnach soll es ein geheimes Pädophilennetzwerk in einer Washingtoner Pizzeria geben, das angeblich von Hillary Clinton betrieben wird.

Der Mann gab zwei Schüsse ab, wurde jedoch nicht fündig. Verbale und körperliche Bedrohungen in Ämtern und Gerichten sind mittlerweile keine Ausnahmen mehr und es kam schon zu Schießereien mit Sicherheitskräften, die teilweise zum Tod führten. Auch in Baden-Württemberg zog ein Reichsbürger bundesweit die mediale Aufmerksamkeit auf sich.

Vorwurf war die Gründung einer Terrorzelle, bei welcher der vermeintlich harmlose und verworrene Druide beteiligt war. Seit dem Frühjahr 2016 habe die bundesweit vernetzte Zelle geplant, bewaffnete Angriffe auf Repräsentanten des Staates, Asylsuchende und Juden auszuführen. Spätestens seit diesen Fällen werden Reichsbürger längst nicht mehr als eine verschrobene Randerscheinung verwirrter Einzelpersonen angesehen, sondern als ernsthafte Bedrohungen für den Staat und seine Bürger. Deshalb werden Reichsbürger seit 2016 auch vom Verfassungsschutz beobachtet.

Bei der Szene handelt es sich allgemein um Gruppen, aber auch Einzelpersonen, die aus unterschiedlichsten Motiven die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnen. Begründet wird dies unter anderem unter Berufung auf das historische Deutsche Reich, das 1945 nicht untergegangen sei, auf verschwörungstheoretische Argumentationsmuster oder auf ein selbstdefiniertes Naturrecht. Oftmals agieren Reichsbürger wie die sogenannten Selbstverwalter, die seit 2010 vom Verfassungsschutz der Szene zugeschrieben werden.

Deutschland sei nach wie vor von den Alliierten besetzt und habe weder eine gültige Verfassung noch einen Friedensvertrag. Für die These, dass das Grundgesetz keine richtige Verfassung sei, wird oft Art.

Das Grundgesetz gelte demnach zunächst nur für die westdeutschen Bundesländer und verliere seine Gültigkeit, wenn eine neue Verfassung vom gesamtdeutschen Volk beschlossen werde. Mit der Wiedervereinigung wurde jedoch das Grundgesetz beibehalten und der Art. Anstelle einer neuen Verfassung wurde das Grundgesetz beibehalten.

Trotz des provisorischen Charakters vor der Wende spricht nichts dagegen, dem Grundgesetz die Rolle einer Verfassung zuzugestehen. Völkerrechtlich ist eine Verfassung die Gesamtheit der geschriebenen und ungeschriebenen Rechtssätze über den Aufbau eines Staates, seine Organe und die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Staat. Das Grundgesetz erfüllt alle diese Anforderungen. Januar 1958 wurde deutlich gemacht, dass die Werteausrichtungen der deutschen Verfassung im Grundgesetz zu finden Warum schreibt man unter Pseudonym?

Quelle:. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Siegermächte mehrere Rechte behalten, um auf Deutschland einzuwirken. Auch ein Friedensvertrag wurde offiziell nicht abgeschlossen.

Erst im Jahr 1990 verzichteten die ehemaligen Siegermächte auf diese Rechte. Der Wiedervereinigung Deutschlands stand damit nichts mehr im Weg. Somit erfüllte der Vertrag alle politisch geforderten und rechtlich erforderlichen Bedingungen für eine Friedensordnung. Der Zwei-Plus-Vier-Vertrag hat also de facto die Funktion eines Friedensvertrags eingenommen, wurde aber nicht so bezeichnet.

Auch hätte Deutschland völkerrechtlich noch eventuell ausstehende Reparationszahlungen an einzelne Drittstaaten tätigen müssen. Schadensersatzforderungen aus Staaten wie Griechenland, die im Zweiten Weltkrieg unter dem Einmarsch der Nazis Zerstörung und Gräueltaten erleiden mussten, wurden damit abgewiesen.

Deutschland sei also kein Staatsgebilde, sondern eine Firma. Wir, die Bundesbürger, seien demnach lediglich Warum schreibt man unter Pseudonym?

Personal dieser GmbH. Anders als oft behauptet wird, entscheidet die Agentur nicht selbstständig und hat klar definierte und beschränkte Aufgaben, die sie für den Bund erfüllt. Dazu gehört vor allem der Schuldenabbau durch Ablösung alter und Aufnahme neuer Kredite sowie die gewinnbringende Anlegung von überschüssigem Geld am Markt.

Der Personalausweis zielt also nicht darauf ab, die Träger als Angehörige des Personals zu betiteln, sondern enthält dessen persönliche Daten. Das zeigt sich in den zahlreichen Gruppierungen, die sich die unterschiedlichsten Titel und Bezeichnungen gegeben haben. Reichsbürger akzeptieren dasaktuelle politische System nicht oder fühlen sich nicht mehr ausreichend durch die Politik vertreten. Die Motive dafür sind unterschiedlich, sie sind in Studien aber noch zu wenig erforscht.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes konnten 2019 insgesamt 19. Im Vergleich zur bundesweiten Gesamtbevölkerung erscheint die Zahl zunächst marginal. Vor allem im Internet und in den sozialen Warum schreibt man unter Pseudonym? sind sie sehr aktiv, bilden untereinander Gruppen und verbreiten Warum schreibt man unter Pseudonym? Ideologie. Nach Angaben des Verfassungsschutzes befinden sich unter schätzungsweise 24.

Besonders dort ist antisemitisches und völkisches Denken stark präsent Quelle: Wer versucht, gegen Verschwörungstheorien zu argumentieren, wird häufig von der Gegenseite mit dem berechtigten Einwand konfrontiert, dass einige Verschwörungstheorien sich in der Vergangenheit als wahr erwiesen haben.

Unwissenden Probanden wurden halluzinogene Drogen verabreicht, die aber nicht zu den erwünschten Ergebnissen führten. Bush den Irak-Krieg unter anderem mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen des Saddam-Regimes. Später hat sich das als bewusste Lüge erwiesen.

Auch die Ausspähung der Bevölkerung durch westliche Geheimdienste galt lange Zeit als etwas, was sich nur Verschwörungstheoretiker ausdenken könnten.

Beispiele wie diese haben dazu geführt, dass manche Menschen eine gewisse Grundskepsis in sich tragen. Einige Verschwörungstheorien weisen auch tatsächlich einen wahren Kern auf, da sie sich auf eine Mindestzahl an nachprüfbaren Fakten stützen. Zweifel an Warum schreibt man unter Pseudonym? Versionen von Ereignissen sind oft durchaus angebracht. Verschwörungstheoretiker hinterfragen aber im Unterschied zu Journalisten ihre eigenen Annahmen selten und setzen ihre Theorie als wahr voraus.

Einzelne Fakten werden nicht objektiv geprüft, sondern so ausgewählt und zusammengestellt, dass sie zur Verschwörungshypothese passen. Hinzu kommen mögliche Falschinformationen, welche die These stützen sollen.

Fakten, welche der Theorie widersprechen, werden dann bewusst ausgeblendet. Soziale Netzwerke wie Twitter, Instagram oder Facebook personalisieren Inhalte. Der Nutzer sieht fortwährend Inhalte, die ihn interessieren, und wird dadurch in seinem Denken permanent bestätigt. Er bewegt sich nur noch in einer eingeschränkten Welt, in einer Filterblase. Dafür gibt es keine Belege. Grund war politisches Kalkül: Die Destabilisierung des Assad-Regimes.

Die Geschichte hat gezeigt, wie fatal derartige Verschwörungstheorien sein können. Warum sind auch heute ausgerechnet Juden in den meisten Verschwörungstheorien immer noch das Feindbild Nummer Eins? Die lange Geschichte der Judenfeindlichkeit Kaum eine andere Gruppe wurde in der Geschcihte der Menschheit so oft für Verbrechen, Seuchen und Unheil aller Art verantwortlich gemacht wie Menschen jüdischen Glaubens.

Schon in der vorchristlichen Zeit lässt sich Judenfeindlichkeit finden. Damals wurden den Juden in erster Linie die Selbstliebe und die Missachtung anderer Religionen vorgeworfen.

Mit der Ablösung des Christentums vom Judentum spitzte sich der Konflikt zu. Es entstand ein Konkurrenzkampf zwischen beiden Religionen um Anhängerschaft und Anerkennung. Die Ausgrenzung der Juden wurde im Mittelalter konsequent weitergeführt.

Auf kirchlichen Synoden und Konzilen wurden zahlreiche Gesetze erlassen, wie etwa ein Heiratsverbot zwischen Juden und Christen, die Vorschrift einer äußeren Kennzeichnung, die auf den jüdischen Glauben aufmerksam machen sollte, oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch gesonderte jüdische Viertel. Da die jüdischen Gemeinden als Folge dieser Restriktionen in der mittelalterlichen Gesellschaft nur wenig integriert waren, fiel es leicht, sie als Sündenböcke zu instrumentalisieren.

Weit verbreitet war auch die Ritualmordlegende. Als Feinde der Christenheit sollen Juden im Mittelalter hin und wieder Christen entführt und ermordet haben, um ihr Blut für magische oder medizinische Zwecke zu missbrauchen.

Vor allem Kinder sollen angeblich ein beliebtes Opfer dieser rituellen Handlungen gewesen sein. Als Folge dieser Vorwürfe waren Menschen jüdischen Glaubens einer ständigen Existenzbedrohung ausgesetzt — Judenpogrome, bei denen Gewalt gegen Juden bis hin zum Mord ausgeübt wurde, setzten sich bis ins 20.

Besonders in Deutschland hatte es der Antisemitismus aufgrund der historischen Verantwortung des Landes schwer, wieder Fuß zu fassen.

Jedoch hat der Antisemitismus — vor allem im Netz in Verbindung zu Verschwörungstheorien — in den vergangenen Jahren wieder stark zugenommen Quelle:. Wie äußert sich dieser neue Antisemitismus?

Zunächst gibt es eine Veränderung der Sprache. Vorbehalte gegen Juden werden nicht mehr direkt geäußert. Es werden stattdessen andere Begriffe verwendet, die aber auf ähnliche Vorstellungen hinauslaufen. Diese bezeichnet man als Chiffren oder Codewörter, die den Antisemitismus verschleiern sollen. Häufig verbindet sich Antisemitismus auch mit Antiamerikanismus und vermeintlicher Kapitalismuskritik.

Antisemitische Verschwörungstheorien sind deshalb sowohl auf dem rechten als auch auf dem linken politischen Spektrum zu finden. Eine weitere Erscheinungsform des neuen Antisemitismus ist die israelbezogene Judenfeindlichkeit. Israel sei nach den Verschwörungstheorien kein normaler Staat wie jeder andere, sondern habe eine Sonderstellung in der Welt. Durch angebliche Verbindungen zu den mächtigsten Akteuren der Welt habe Israel einen so großen Einfluss auf die Weltpolitik, die es sie Warum schreibt man unter Pseudonym?

maßgeblich bestimmen würde. Der israelbezogene Antisemitismus findet sich in allen Gesellschaftsschichten wieder, ist aber vor allem in islamisch geprägten Gesellschaften sehr präsent.

Besonders in islamischen Verschwörungstheorien dient Israel und das damit assoziierte Judentum als das Feindbild Nummer Eins. Nicht für jeden ist sofort erkennbar, was tatsächliche legitime Kritik am Finanzsystem oder an der israelischen Politik ist und was Antisemitismus ist.

Kontrovers diskutierte und auch schwer zu durchschauende Themengebiete machen es Verschwörungstheoretikern und ihrer Komplexitätsreduzierung leichter, ihre antisemitischen Verschwörungsideologien zu verbreiten. Der moderne Antisemitismus ist deshalb kein ausschließliches Problem von strammen Neonazis und Holocaust-Leugnern, sondern reicht vom rechten und linken Spektrum bis Warum schreibt man unter Pseudonym? die Mitte der Gesellschaft hinein. Die Universitäten in Bielefeld und Leipzig untersuchen seit Jahren die Verbreitung antisemitischer Einstellungen in Deutschland.

Und 25 Prozent verglichen die israelische Politik mit jener der Nazis. Die erste Version des Buches aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammt aus dem russischen Kaiserreich und soll angeblich eine Mitschrift des Zionismus-Kongresses von Basel aus dem Jahr 1897 sein. Demnach sei dort ausgiebig diskutiert worden, mit welchem Plan eine geheime jüdische Weltherrschaft herbeigeführt werden könne. Die Nazis nutzten die Schrift später für ihre Propaganda und als Rechtfertigung für den Holocaust.

Auch für die Entstehung des Staats Israel wurde das Werk als Erklärungsgrundlage herangezogen. Dort wird das Buch in erster Linie als Propagandainstrument gegen Israel eingesetzt. Wer das Buch verbreitet, wird wegen des Aufrufs zur Volksverhetzung strafrechtlich verfolgt. Für bundesweites Aufsehen sorgte im Jahr 2016 der Fall des Abgeordneten Wolfgang Gedeon im Landtag von Baden-Württemberg.

Der Politiker der Partei Alternative für Deutschland AfD hatte in seiner Vergangenheit Publikationen mit antisemitischem Gedankengut veröffentlicht, von denen er sich nicht distanzierte. Diese Ausführungen lassen sich kaum anders deuten, als dass der Autor an die Existenz einer jüdischen Weltverschwörung glaubt. Im Gegensatz zum Vorgängerwerk wurde das Buch unter Gedeons Klarnamen veröffentlicht. Nach diesem Satz meint Gedeon die Autoren der Protokolle zu kennen, nennt aber keine Belege.

Werke, auf die sich Gedeon in seinen Publikationen bezieht, sind zudem eindeutig dem rechtsextremistischen Spektrum zuzurechnen. Patzelts Einschätzung ist Gedeons Position ausdrücklich antizionistisch, und zwar darin, dass er das Handeln des Staates Israel sowie jüdischer Netzwerke als abträglich für Deutschland und die internationalen Beziehungen ansieht Quelle:. Als Reaktion auf die Antisemitismusvorwürfe veranlasste der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Meuthen ein Fraktionsausschlussverfahren gegen Gedeon.

Allerdings konnte die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit in der Fraktion nicht erreicht werden. Noch im selben Jahr trat Gedeon aber freiwillig aus der ursprünglichen AfD-Fraktion aus. Mittlerweile sind beide Fraktionen wiedervereint. Erst im März 2020 hat das Bundesschiedsgericht der AfD entschieden, Wolfgang Gedeon aus der Partei auszuschließen.

Mit seinen antisemitischen Äußerungen habe er das Ansehen der Partei stark beschädigt, hieß es in der Begründung. Gedeon ist seitdem einzelner und parteiloser Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg Quelle:.

In Krisenzeiten haben Verschwörungsmythen Konjunktur. Einzelne oder Gruppen werden zu Sündenböcken für negative Entwicklungen erklärt. Die Gerüchteküche wird im Netz angeheizt. Hier finden noch so abstruse, meist anonyme Unterstellungen und Schuldzuschreibungen eifrige, teils fanatische Follower. Die Corona-Krise leistet einer solchen Mythenbildung Vorschub. Besorgniserregend ist, wie überlieferte antisemitische Stereotopyen sich regelmäßig in die wild wuchernden Debatten mischen.

Michael Blume ist Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und Experte für Verschwörungsmythen. Oftmals stecken andere Interessen dahinter, die nicht auf den ersten Blick zu sehen sind. Verschwörungstheorien als politische Propaganda In der politischen Auseinandersetzung halten Verschwörungstheorien schon jahrhundertelang als bewährtes Mittel der Propaganda und Desinformation.

Jahrhundert wurde während der Französischen Revolution zum Beispiel die Ermordung von politischen Gegnern durch die Guillotine durch Verschwörungstheorien der Jakobiner gerechtfertigt.

Ein anderes Beispiel ist die Dolchstoßlegende, die am Ende des Ersten Weltkriegs in deutschnationalen und völkischen Gruppen verbreitet wurde. Neben der jüdischen Weltverschwörung diente die Theorie als argumentativer Wegbereiter für die Nationalsozialisten. Vor allem autoritäre Staaten setzen bevorzugt auf Verschwörungstheorien, um innere Stabilität zu gewährleisten. Die Außenwelt wird als bedrohlich gezeichnet, weil sie von Mächten mit bösen Absichten beherrscht werde.

In Russland gehört der Glaube an Warum schreibt man unter Pseudonym? antirussische Verschwörung des Westens beispielsweise schon lange zum Mainstream.

Versammlungsfreiheit gilt auch für Palästinenser

Befeuert wird diese Verschwörungstheorie durch ein Netzwerk an kremltreuen Journalisten, Historikern und Politikberatern. Ähnliche Vorgänge sind in der Türkei zu beobachten, wo auch die Vermutung einer Verschwörung des Westens staatlich geäußert wird. So kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass Trump ein erheblicher Antreiber zu Falschmeldungen bezüglich der Pandemie ist.

Forscher der Cornell University im Bundesstaat New York haben 38 Millionen englischsprachige Artikel über die Corona-Pandemie aus dem Zeitraum vom 1. Sie fanden dabei rund 1,1 Millionen Beiträge - rund drei Prozent - die Fehlinformationen enthalten. In fast 38 Prozent der Falschmeldungen findet Donald Trump Erwähnung. Quelle: Verschwörungstheorien werden nicht nur in der Politik zur Agitation genutzt, um das Publikum zu manipulieren.

Warum schreibt man unter Pseudonym?

Ein oft unterschätzter Faktor ist der wirtschaftliche Aspekt von Verschwörungstheorien. Sie sind ein gewaltiger Markt, auf dem sich Umsätze in Millionenhöhe machen lassen. Die Reichweite des Texaners, der aufgrund seiner Wutausbrüche häufig Gegenstand von Internet-Memes ist, ist nicht zu unterschätzen.

Täglich erreicht Jones mit seiner Radiosendung ein Millionenpublikum, wo er seine Thesen verbreitet: Der Klimawandel sei eine Lüge, Politik, Wirtschaft und Medien seien in eine okkulte Weltverschwörung verstrickt und der Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School im Dezember 2012 sei von Schauspielern inszeniert gewesen, um die Waffengesetze zu verschärfen. Für 70 Dollar pro Flasche wird ein Potenzmittel zur Steigerung der Männlichkeit angeboten.

Das Bücherangebot des Verlags beschränkt sich ausschließlich auf verschwörungstheoretische, pseudowissenschaftliche und esoterische Inhalte.

Themen sind unter anderem Ufologie, Prä-Astronautik Kreationismus oder Astrologie. Allerdings finden sich dort auch zahlreiche Bücher, die rechtspopulistisches bis rechtsextremes Gedankengut aufweisen. Sie dienen als Vorbereitung für den angeblich bevorstehenden Bürgerkrieg in Deutschland, der durch die Flüchtlingsströme und Eliten des Landes bedingt sei.

Mit dieser Methode wird mit Ängsten Geld gemacht. Die Vermarktung von Verschwörungstheorien Eine wichtige Rolle bei der Vermarktung spielt auch die Präsentation der Verschwörungshypothesen. Verschwörungstheoretiker versuchen, sich selbst einen seriösen und wissenschaftlichen Warum schreibt man unter Pseudonym? zu geben, um bei ihrem Publikum glaubwürdig auftreten zu können. Seriös sollen auch die Publikationen, Websites, Filme und Magazine wirken, die professionell vertrieben werden.

Nicht immer ist auf den ersten Blick sichtbar, dass es sich um ein reines Geschäftsmodell handelt, das mit Desinformation und der Erzeugung von Angst sein Geld macht. Verschwörungstheorien sind kein Phänomen Warum schreibt man unter Pseudonym? 21. Jahrhunderts, aber gerade durch das Internet scheinen Verschwörungstheorien so populär wie noch nie zuvor zu sein.

Warum schreibt man unter Pseudonym?

Sichtbarkeit Es ist umstritten, wie stark die Verbreitung von Verschwörungstheorien durch das Internet zugenommen hat. Eines ist aber sicher: Das Internet hat Verschwörungstheorien deutlich sichtbarer gemacht, als es bisher der Fall war. Verschwörungstheorien hat es in westlichen Gesellschaften schon immer gegeben, aber es gibt einen wesentlichen Unterschied: Wer sich heute für Verschwörungstheorien interessiert, wird im Internet schnell fündig.

Während man vor der Zeit des Internets viel Zeit für die Recherche investieren musste, braucht es heute nur ein paar Sekunden und Klicks, bis man die gewünschten Ergebnisse findet. Das Internet bedient eine der Grundannahmen der Verschwörungstheorien perfekt: Alles ist miteinander verbunden.

Im weltweiten Netz, wo die Regierung Chemtrails am Himmel sprüht, der Mossad hinter allen Attentaten der Welt steckt und die New World Order den Ton Warum schreibt man unter Pseudonym?, erscheint mit der passenden Suchanfrage alles möglich. Vernetzung Ein weiterer wichtiger Faktor ist die globale Vernetzung durch das Internet: Jeder kann theoretisch mit jedem in Kontakt treten, was die Verbreitung von Verschwörungstheorien befördert.

Während man zuvor seine Verschwörungstheorien nur einem sehr begrenzten Kreis an Zuhörern mitteilen konnte und vielleicht als Spinner galt, kann man sich mittlerweile mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt austauschen. So werden Überzeugungen geteilt und womöglich sogar noch bestärkt. Gerade die am irrsten wirkenden Verschwörungstheorien wie die Chemtrails, die vermeintlich flache Erde oder die Reptiloide konnten erst durch das Internet eine größere Anhängerschaft und Popularität verzeichnen.

Beide Begriffe können erklären, warum ausgerechnet das Internet und soziale Medien den Glauben an Verschwörungstheorien so bestärken können. Der Begriff der Filterblase wurde im Jahr 2011 durch den Internetaktivisten Eli Pariser geprägt.

Die Algorithmen von Suchmaschinen und sozialen Medien sind so aufgebaut, dass Informationen nach unserem bisherigen Suchverlauf und Interessen gefiltert und aussortiert werden. Als Folge sehen wir bei den Warum schreibt man unter Pseudonym?

Vorschläge von Seiten oder Inhalten, die eher unseren Präferenzen entsprechen. Wer sich im Internet für das Backen interessiert, wird vermehrt Kochrezepte bei seinen Vorschlägen finden. Auf der anderen Seite wird auch Warum schreibt man unter Pseudonym?, der sich für konspirative Inhalte interessiert, irgendwann nur noch Verschwörungstheorien angezeigt bekommen. So entsteht langsam eine Isolation gegenüber Informationen, die nicht der Meinung des Benutzers entspricht.

Nachdem die Inhalte gefiltert wurden, befindet sich der Benutzer in der sogenannten Echokammer. Dort befindet er sich Warum schreibt man unter Pseudonym? Austausch mit Gleichgesinnten, welche die eigene Meinung und Weltsicht bestätigen und sogar verstärken können. In diesen geschlossenen sozialen Räumen kann schnell ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl mit elitärem Gruppenbewusstsein entstehen. Dadurch wird die psychologische Eigenart gefördert, widersprüchliche Informationen kategorisch abzublocken.

Hinzu kommt, dass Menschen schon von sich aus dazu neigen, bei ihrer Suche nach Wissen nur Informationen auszuwählen und so zu interpretieren, dass sie den eigenen Erwartungen entsprechen. Im Fall der Filterblasen und Echokammern muss allerdings erwähnt werden, dass die Wirkung in der Wissenschaft noch relativ unerforscht und umstritten ist.

Trotzdem kann das Konzept einen guten Erklärungsansatz bilden, um den Erfolg von Verschwörungstheorien zu erklären. Eine alternative Warum schreibt man unter Pseudonym? im Netz Als Folge der Filterblase und der Echokammer informieren sich Verschwörungsgläubige immer nur bei denselben Quellen im Internet. Dort scheint sich eine alternative Szene herausgebildet zu haben, die gezielt mit Verschwörungstheorien Stimmung gegen alle Medien macht, die deren Auffassung widersprechen.

Auf den verschiedenen Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter lassen sich unzählige verschwörungstheoretische Inhalte finden. Die Akteure dahinter scheinen sich untereinander zu vernetzen und nutzen Warum schreibt man unter Pseudonym? geschickt die Algorithmen der jeweiligen Plattform aus. So können hohe Aufrufzahlen erreicht werden, sodass die Inhalte in den Trends, also bei den beliebtesten Inhalten, angezeigt werden, was wiederum neue Reichweite verspricht.

Da vor allem Jugendliche und Kinder sehr aktiv in sozialen Netzwerken oder auf Plattformen wie YouTube sind, können sie bei gering ausgebildeter Medienkompetenz sehr anfällig für diese Inhalte sein. Der unterrichtete Umgang mit Falschinformationen und Verschwörungstheorien im Internet ist daher mittlerweile eine notwendige Voraussetzung für eine zeitgemäße politische Bildung.

Die Frage, ob sogenannte Fake News auch als Verschwörungstheorien bezeichnet werden können, ist nicht eindeutig geklärt. Nicht alles, was im Internet als Falschmeldung verbreitet wird, muss gleichzeitig auch eine Verschwörungstheorie sein.

Wird sie aber in eine größere Erzählung als Teil einer Verschwörung eingebettet, dann übernimmt sie die typischen Charakteristika einer Verschwörungstheorie. Das Aufklären gegen Verschwörungstheorien im Sinne von Verschwörungsideologien ist nicht einfach und erfordert einiges an Vorkenntnissen. Wer dies versucht, erreicht aber oft das Gegenteil: Die ideologischen Weltanschauungen werden nicht geschwächt, sondern sogar bestärkt.

Widersprüchliche Informationen führen zu Ungereimtheiten im vertretenen Weltbild, was wiederum zu einem emotionalen Unwohlsein führt. Anstatt das neue Wissen aufzunehmen und das Weltbild zu modifizieren, werden die Fakten stattdessen abgelehnt und die eigene Weltanschauung transferiert. Deshalb sind direkte Konfrontationen nicht in allen Fällen immer die beste Lösung.

Oft ist es sinnvoller, gerade im eigenen, nahen Umfeld, Menschen Fähigkeiten zu vermitteln, die es ihnen ermöglicht, selbst zwischen konspirationistischen und nicht-konspirationistischen Erklärungen zu unterscheiden.

Das betrifft vor allem die Medienkompetenz. So fehlt es vielen Anhängern von Verschwörungstheorien oft an grundlegenden Kenntnissen über das Internet und soziale Netzwerke sowie die Fähigkeit, seriöse von unseriösen Nachrichten darin zu unterscheiden.

Quelle: Michael Butter: Nichts ist wie es scheint Verantwortungsvoller Umgang Aufgrund dieses Umstands müssen auch andere Wege in Betracht gezogen werden, um gegen Verschwörungstheorien aufzuklären. Wichtig im Umgang mit Verschwörungstheoretikern ist auch: keine Abgrenzung. Forscher warnen, dass es zu einem Teufelskreis kommen würde, wenn Personen mit Verschwörungsglauben sich immer mehr ausgegrenzt fühlen.

So kann es der Fall sein, dass sie als Folge der Abgrenzung noch stärker an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und ihre Verschwörungsideologien sich noch weiter radikalisieren. Deshalb ist es wichtig, dass der Dialog auf Augenhöhe stattfindet und die Person mit Verschwörungsglauben nicht herablassend behandelt wird.

Wichtig ist aber stets die Distanzierung von ideologischen Inhalten der Verschwörungstheorie. So darf nicht die vereinfachte Gut-Böse-Einteilung übernommen werden, sondern es muss auf die Zwischenstufen eingegangen werden. Ziel muss sein, auf die extremistischen, antisemitischen oder rassistischen Elemente der Verschwörungstheorie einzugehen und diese aufzudecken.

Kritischer Umgang mit Informationen In der Praxis hat sich gezeigt, dass vor allem die Herausbildung von analytischem Denken gegen Verschwörungsglauben präventiv wirken kann. Anstatt sein Gegenüber mit Fakten zu konfrontieren, muss die innere Logik von Verschwörungstheorien hinterfragt werden. Warum sind hier nur Ausschnitte angegeben? Wieso gibt es verschiedene Darstellungen in den Medien?

Widerspricht sich die Verschwörungstheorie nicht selbst? Diese Fragen müssen an jede Information gestellt werden. Gerade die Quelle der Information spielt dabei eine wichtige Rolle. Aus welchem Grund wird etwas gesagt?

Was ist der Anspruch der Quelle? Steht dieser einer politischen Strömung besonders nahe? Was machen, wenn wir mit diesem Hinterfragen auf Ungereimtheiten stoßen? Dann folgt der eigentliche Schritt des Informierens: das Vergleichen verschiedener Informationen von verschiedenen Quellen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass zwischen seriöser Recherchearbeit und auf Behauptungen beruhender Stimmungsmache unterschieden wird.

Hier hilft die Frage weiter: Werden Belege angeführt? Der Weg von Falschinformationen zu Verschwörungstheorien ist nicht weit. Denn auch Verschwörungstheorien beinhalten Fehlinformationen und vor allem Fehldeutungen.

Denn die Aussage, dass führende Nationalsozialisten auf sogenannten Reichsflugscheiben an den Südpol geflüchtet sind und nun dort im Exil auf ihre Rückkehr warten, kann auch als Information aufgenommen werden. Deshalb braucht es eine gewisse Grundlagenkenntnis über Verschwörungstheorien.

Sie alle folgen ähnlichen Mustern, die bereits erläutert wurden: Ein allumfassendes Erklärungsmuster, bei dem keine Fragen offen bleiben, eine einfache Gut-Böse-Einteilung und die Annahme, dass es keine Zufälle gibt. Wenn einige dieser Merkmale in der plausibel erscheinenden Information vorkommen, ist mindestens Skepsis und besondere Vorsicht geboten. Deshalb sollte man sich bei der Recherche immer auf mehrere Quellen mit verschiedenen Standpunkten beziehen, um Informationen auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Didaktische Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien Für die pädagogische Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien ist es wenig sinnvoll, die Theorien lediglich mit Fakten zu widerlegen.

Wichtig ist vor allem, auf die Funktions- und Wirkungsweisen von Verschwörungstheorien hinzuweisen und darüber zu diskutieren. Es gilt also zu ergründen, was Verschwörungstheorien für so viele Menschen attraktiv macht und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Welche Rollen spielen Gefühle von Macht und Ohnmacht oder die Warum schreibt man unter Pseudonym?

nach Identität? Die gemeinsame Analyse kann helfen, Verschwörungstheorien begreifbar und gegebenenfalls politisch-historisch verortbar zu machen. Darüber hinaus ist es wichtig, beim verantwortungsvollen Umgang mit Informationen kritische Medienkompetenz zu vermitteln. Insbesondere beim alltäglichen Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien kann dazu beigetragen werden, dass Verschwörungstheorien, darunter auch Fake News, Gerüchte oder böse Hetze, leichter erkannt und nicht weiterverbreitet werden.

Durch eine Stärkung der Widerspruchstoleranz kann dazu beigetragen werden, dass die Welt nicht durch eine Komplexitätsreduzierung oder durch Vorurteile und Ressentiments erklärt wird. Idealerweise wird vor der Nutzung des Online-Kursraums eine Einführungsstunde zum Thema Verschwörungstheorien vorgenommen.

Der Online-Kursraum ist offen zugänglich und kann ohne Registrierung durch einfaches Anklicken genutzt werden. Fake News und Verschwörungstheorien — früher und heute Fake News und Verschwörungstheorien sind kein neues Phänomen.

Vielmehr haben sie eine lange und folgenschwere Geschichte. Ein weiter Bereich weißt auf die Gefahren von diesen hin und es gibt Tipps zum Umgang mit Verschwörungstheorien und Fake News. Politik — einfach erklärt Fake News — ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt! Und wie geht man mit Fake News um? Butter zeigt im Artikel unter anderem die Nähe von Verschwörungstheorien zu Populismus auf und wie sich Verschwörungstheorien im digitalen Zeitalter im Vergleich zur Zeit vor dem Internet entwickelt haben.

Für den Politikunterricht, aber auch in benachbarten Fächern bei Themen wie Migration, Frieden oder Nachhaltigkeit, kann und soll die Auswahl eine Fundgrube sein: Warum schreibt man unter Pseudonym? den Einsatz einer Methode, die zu den beliebtesten zählt. Indem Karikaturen bewusst zuspitzen, oft einseitig oder parteiisch sind, und zuletzt auch Tabus brechen, fordern sie in besonderer Weise das Urteilsvermögen von Schülerinnen und Schülern heraus. Die Folgen von Polarisierungen und des Streits über die Frage, wo die Grenzen der verfassungsrechtlich verbürgten Meinungs- und Kunstfreiheit liegen, rücken dabei fast von selbst in den Vordergrund der Diskussionen.

Hier finden sich gebündelt Downloads zum Thema Verschwörungstheorien: Videos, Stundenablauf, Ideen für den Unterricht und vertiefende Informationen. Unter wurden sechs Filme produziert, die in der Machart den typischen Verschwörungsvideos im Warum schreibt man unter Pseudonym?

entsprechen. Als satirische Auseinandersetzung mit dem Thema machen sie auf die wirklichkeitsverzerrenden Argumentationsmuster und fehlende Logik von Verschwörungstheorien aufmerksam. Unter anderem wird behandelt, welche Fakten tatsächlich hinter den populärsten Verschwörungstheorien stecken, wo die Gefahren bei Verschwörungstheorien liegen und welche Theorien sich in der Vergangenheit bewahrheitet haben. Modul 1: Wie erkennt man Verschwörungstheorien?

Modul 2: Was macht Verschwörungstheorien attraktiv? Modul 3: Welche Folgen haben Verschwörungstheorien? Modul 4: Wie kann man mit Verschwörungstheorien umgehen? Ein weiter Bereich weißt auf die Gefahren von diesen hin und es gibt Tipps zum Umgang mit Verschwörungstheorien und Fake News. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, eine komfortable Nutzung diese Website zu ermöglichen. YouTube von den jeweiligen Anbietern vorausgesetzt und von diesen gesetzt.

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