Question: Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?

Bekannte buddhistische Tempel sind unter anderem der Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya (2. Jahrhundert), der Tôdaiji in Japan aus dem 8. Jahrhundert, der Borobudur auf Java aus dem 9. Jahrhundert und die Bagan-Tempelanlagen von Myanmar aus dem 11.

Wie heißen die Tempel der Buddhisten?

„Tempel“ ist das deutsche Übersetzungswort für japanisch: tera — tera 寺 buddhistischer Tempel; das Wort leitet sich von einem koreanischen Begriff her, der ehemals in etwa tyər ausgesprochen wurde; — , jiin — jiin 寺院 buddhistischer Tempel, Kloster; — , -ji — -ji 寺 buddhistischer Tempel; andere Lesung: tera; — , -in — - ...

Wie viele Tempel gibt es im Buddhismus?

Heutzutage schlängeln sich staubige Wege um mehr als 2.000 noch erhaltene Tempel und Pagoden, vom Dhammayangyi-Tempel, dem größten in Bagan, bis zur mit Gold überzogenen Shwezigon-Pagode.

Wo steht der größte buddhistische Tempel?

Borobudur Borobudur (auch Borobodur) ist die größte buddhistische Tempelanlage der Welt. Die kolossale Pyramide befindet sich rund 25 Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf der Insel Java in Indonesien. Borobudur wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Wie heißt das Gebetshaus des Christentums?

Eine Kirche oder ein Kirchengebäude ist ein von einer oder mehreren christlichen Konfession(en) zum Gebet und zum Gottesdienst genutzter Sakralbau. Ausgehend von der etymologischen Bedeutung des griechischen Wortes κυριακή [οικία] (kyriakḗ [oikía], „dem Herrn gehörend[es Haus]“) gelten Kirchen als Gotteshäuser.

Gewalttätige Proteste trotz Gewaltlosigkeits-Prinzip Auch im Buddhismus gibt es Konflikte Stand: 09. Wie passen die gewaltsamen Proteste gegen China ins buddhistische Tibet? Gibt es bei ihnen tatsächlich so wenig Konflikte oder sehen wir sie nur nicht? Michael Zimmermann: Man sollte strikt trennen zwischen buddhistischen Laien und Mönchen.

Laien sind Menschen, die ein normales Leben führen und irgendwelchen Berufen nachgehen. Die Mönchs- und Nonnenorden im Buddhismus unterliegen bestimmten Verhaltensregeln, ähnlich wie christliche Nonnen und Mönche. Die Ethik dieser beiden Gruppen unterscheidet sich stark von der der Laien.

Mönche und Nonnen Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus? relativ strikte Verhaltensregeln und einer der Punkte ist von frühester Zeit an die Gewaltlosigkeit. Bei den Laien wird hier differenziert. Einerseits gibt es da die Individualethik. Da ist ganz klar: Sie sollen keine lebenden Wesen töten. Das bezieht sich nicht nur auf Menschen, wie in unseren westlichen Traditionen, sondern auf alle fühlenden Lebewesen.

Sie dürfen nicht einfach auf den Moskito hauen, der bei Ihnen Blut saugen will. Wenn wir aber jetzt in die gesellschaftliche Perspektive, in die politische Dimension gehen, können Sie sich leicht vorstellen, dass man mit so einer absoluten Haltung der Gewaltlosigkeit nicht sehr weit kommt. Für viele Leute war es unfassbar, dass Buddhismus etwas mit Gewalt zu tun haben könnte. Aber das genau war ja mein Anliegen, zu zeigen: Es gibt auch Fälle, in denen Buddhisten, Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?

Mönche sogar, mit Gewalt reagiert haben. Das darf man nicht leugnen. Aber die Dimension ist eine ganz andere im Vergleich mit der christlichen in Europa. Jemand, der im Hochland von Tibet lebt? Ein Thailänder oder ein Buddhist in Deutschland? Die buddhistische Tradition ist wahnsinnig vielfältig. Insgesamt würde ich die Wirkung des Buddhismus auf eine Gesellschaft nicht überschätzen, besonders bei Fragen zu Konflikten oder Konfliktlösungspotentialen.

Dazu als Hintergrund: Der Buddhismus ist ursprünglich eine Asketen-Religion gewesen. Buddha und seine engsten Vertrauten sind aus der Gesellschaft ausgestiegen.

Es hat überhaupt keinen Wert, sich da noch weiter zu verausgaben. Wir wollen durch den Ausstieg aus der Gesellschaft einen Weg zum Nirwana finden. Sie haben dann wenig Interesse daran gezeigt, die Gesellschaft in irgendeiner Weise zu reformieren.

Zimmermann: Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?, das kann man so sehen. Im Buddhismus ist die Tendenz sich auszuklinken, in ein Kloster zu gehen und da auf die eigene Erlösung zu hoffen, recht stark ausgeprägt.

Insofern hat für mein Geschichtsverständnis der Buddhismus nie eine bedeutende gesellschaftspolitische Dimension entwickelt. Zimmermann: Ja, in gewisser Weise schon.

Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?

Sie können es positiv so sehen. Sie haben sich angepasst, egal welches Regime gerade geherrscht hat. Wie passt das zu den gewalttätigen Olympia-Protesten in Tibet? Zimmermann: Der Ruf ist maßgeblich geprägt durch den Dalai Lama in der zweiten Hälfte des 20.

Wenn man in Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus? Tagen in der Öffentlichkeit über Buddhismus redet, wird damit oft die tibetische Tradition gemeint. Der Dalai Lama selbst sagt, dass Gewaltlosigkeit im Moment der einzige Weg ist. Er sagt aber auch, dass es um die Motivation geht. Es könne Situationen geben, wo es nötig ist, Gewalt anzuwenden.

Wichtig ist die Gesinnung, warum tue ich das? Wenn ich Gewalt anwende aus Hass, aus Ärger, um anderen zu schaden, dann ist es schlecht.

Wenn ich Gewalt anwende, um anderen Lebewesen zu helfen, dann kann das durchaus eine Position sein, die ein Buddhist einnehmen muss. Zimmermann: Klar, wie jede andere Religion auch.

Religionen haben immer, wenn sie über den Individualbereich hinaus gehen, eine gewisse politische Dimension. Ein gutes Beispiel ist Sri Lanka. Da herrscht schon seit über 20 Jahren ein Bürgerkrieg zwischen der singhalesischen Mehrheit und Tamilen im Nordosten der Insel.

Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?

Zimmermann: Ja, das ist wohl so. Aber man darf auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Wenn man die Anzahl der blutigen Kriege betrachtet, die von europäischem Boden ausgehend im Namen des Christentums geführt wurden, dann werden Sie nichts Vergleichbares im buddhistischen Bereich finden.

Und ich habe bisher noch nicht gehört, dass Buddhisten sich untereinander bekriegen, weil man an verschiedene Doktrinen glaubt. Zimmermann: Es gab schon Auseinandersetzungen in Tibet unter verschiedenen Schulen, unter verschiedenen großen Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?. Aber da ging es nicht um Doktrinen wie bei den Christen der Streit um die Jungfrau oder die Dreifaltigkeit. Da ging es um blanke Machtinteressen.

Man hat es akzeptiert, dass Buddha selbst je nach den Umständen, je nachdem mit wem er gesprochen hat, verschiedene Aspekte seiner Lehre hervorgehoben hat.

Also für unterschiedliche Berufsgruppen, Personen aus unterschiedlichen Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus? hat er immer unterschiedliche Metaphern gebraucht. Zimmermann: Ich denke, da spielt das Gebot der Gewaltlosigkeit hinein. Man würde es nicht unbedingt als sehr vorteilhaft betrachten, wenn man eine Religion, die Gewaltlosigkeit groß schreibt, versucht zu verbreiten oder zu behaupten, indem man gewalttätig gegen andere vorgeht.

Es gibt Ansätze, besonders im 20. Aber im Grunde sind Buddhisten sehr entspannt. Du kriegst das schon noch irgendwann mit. Zimmermann: So kann man das sagen. Was man oft hört, dass Buddhisten tolerant sind und dass sie ihre Gedankenwelt, ihre Ideen, ihre Doktrinen relativierend neben andere stellen - das glaube ich nicht.

Wenn du an den Christengott glaubst, aber dabei keine Tiere tötest, nicht stiehlst, usw. Ich würde das nahezu auf den persönlichen privaten Bereich limitieren. Ein Buddhist hat ja spirituelle Werkzeuge, um seinen Geiste und seine Emotionen zu entwickeln. Wir versuchen jetzt schon uns so zu entwickeln, dass es gar nicht zu konfliktträchtigen Situationen kommt.

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Sind sie sich besonders bewusst, dass Menschen emotionsgeladen und nicht perfekt sind? Als ich vor sechs Jahren nach Japan ging - ich war vier Jahre dort - hatte ich auch die Erwartung, dass das alles Buddhisten sind, und dass Konflikte anders gehandhabt werden, als bei uns.

Welche Gotteshäuser gibt es im Buddhismus?

Aber gut, das sind auch nur Menschen und einige tun es so und die Mehrheit schafft es natürlich nicht. Ein fundamentalistischer Christ würde möglicherweise eingreifen.

Weltreligionen Gruppenarbeit

Zimmermann: Da haben sie einen guten Punkt getroffen. So etwas gibt es im Buddhismus nicht. Da ist das immer ein Kreislauf und irgendwann kommen Sie aus diesem Höllenloch wieder heraus, wenn Sie da hineingeboren werden. Das Gespräch führte Anneke Wardenbach.

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