Question: Was löst das Kindchenschema aus?

Das Kindchenschema ist eine Kombination von Merkmalen, die beim Menschen als Auslöser für den Brutpflegetrieb wirkt. Dabei sind es vor allem die Körperproportionen, die bestimmte instinktive Verhaltensweisen hervorrufen. Zu dem kindlichen Äußeren gehören: große Augen.

Welche Merkmale gehören zum Kindchenschema?

Die wesentlichen Merkmale des Kindchenschemas befinden sich im Kopfbereich: große Augen, hohe Stirn und runde, „Pausbacken“, insgesamt ein rundlicher Umriß des Kopfes. Die dadurch ausgelöste positive Gefühlsreaktion kann sich auch auf Lebewesen richten, die diese Merkmale zufällig zeigen.

Wie funktioniert das Kindchenschema?

Das Kindchenschema geht zurück auf den österreichischen Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Er hat die Gestalt von jungen und älteren Tieren der gleichen Art untersucht und dabei herausgefunden, dass Tiere auf ganz bestimmte Schlüsselreize wie z. B. dem Kindchenschema reagieren.

Was Tiere lieben Werbung?

Katzen und Hunde gehen immer, doch auch exotischere Tiere wie Lama, Faultier und Flamingo oder das Fantasiewesen Einhorn sind zeitweise besonders beliebt, tauchen nicht nur in der Werbung auf, sondern schmücken auch Tassen und T-Shirts. Im Moment sind beispielsweise Lamas und Alpakas schwer angesagt.

Kindchenschema Links Was löst das Kindchenschema aus? Supermodel Kate Moss, rechts ein für unser Kindchenschema-Experiment fotografiertes Mädchen 4 Jahre. Das Gesicht von Kate Moss weist deutlich kindchenhafte Merkmale auf, besitzt aber zugleich auch Reifekennzeichen wie hohe, ausgeprägte Wangenknochen und konkave Wangen, die durch Make-up noch betont werden. Nach Cunningham 1986 macht gerade die Kombination dieser Merkmale ihr Gesicht sehr attraktiv. Doch was heißt typisch männlich oder weiblich bei Gesichtsmerkmalen?

Unterschiede hinsichtlich der Gesichtsproportionen von Bedeutung. Sie entstehen durch den unterschiedlichen Hormonhaushalt in Was löst das Kindchenschema aus? Pubertät, der das Gesichtswachstum beeinflusst.

Bei Mädchen verläuft dieser Wachstumsprozess aufgrund ihres niedrigeren Testosteronspiegels und höheren Östrogenspiegels weniger heftig und stoppt früher als bei Jungen.

Dadurch bleiben die Gesichtsproportionen von Frauen kindlicher als die von Männern Enlow, 1989. Merkmale, die eigentlich für kleine Kinder typisch sind. Auch beim Menschen haben diese Signale eine starke Wirkung, und das sogar artübergreifend. Denn wir finden nicht nur menschliche Babys niedlich und süß, sondern ebenfalls Kätzchen, Hundewelpen, Eisbärbabys usw. Ähnliches gilt für Tiere, die gar keine Jungtiere mehr sind, sondern erwachsen, jedoch aufgrund ihrer arttypischen Eigenschaften dennoch auch als adulte Tiere Kindchenschema-Merkmale aufweisen, z.

Pandabären, Koalabären, Kaninchen oder Hamster. Selbst bei künstlichen Reizen wie Cartoons wirken diese Mechanismen noch. Abgesehen davon, dass kindliche Gesichtsmerkmale bei Frauen ein Merkmal des sexuellen Dimorphismus' also typisch weiblich sind, gibt es noch einen anderen Erklärungsversuch dafür, warum kindlich aussehende Frauen attraktiver seien: Evolutionsbiologen argumentieren, dass es in der Entwicklungsgeschichte des Menschen für Männer ein Vorteil war, junge Frauen als Fortpflanzungspartnerinnen zu bevorzugen, da sie eher gesund seien und noch eine lange Periode der Fruchtbarkeit vor sich hätten.

Dadurch könnten sie ihm besonders viele Kinder gebären, so dass er somit seine Gene an möglichst viele Nachkommen weitergeben könne.

Was löst das Kindchenschema aus?

Die These ist aber nicht unumstritten. Denn auf der anderen Seite ist es auch so, dass sogenannte Reifekennzeichen ein Frauengesicht attraktiv machen.

Die biologische Begründung lautet, dass diese Reifekennzeichen dem Mann signalisieren, dass eine Was löst das Kindchenschema aus? kein Kind mehr ist, sondern geschlechtsreif und damit gebärfähig.

Alle Varianten wurden dann von Versuchspersonen auf ihre Attraktivität beurteilt. Links vier Kinder im Alter von 4 bis 6,5 Jahren; rechts das Kindchenschema, das daraus berechnet wurde.

Anschließend wählten wir mehrere attraktive Frauengesichter aus.

Wann entspricht man dem Kindchenschema? (Frauen)

Jedes dieser Frauengesichter näherten wir mit Hilfe des Morphing-Programms an die Gesichtsproportionen des Kindchenschemas an. Dabei wurde das Gesicht der erwachsenen Frau nur in seinen Proportionen in Richtung Kindchenhaftigkeit verzerrt - die Gesichtsoberfläche wurde nicht neu berechnet. Von jeder erwachsenen Frau erstellten wir sechs Variationen: Gesicht 1 50 % Kindchen 50 % erwachsene Frau Gesicht 2 40 % Kindchen 60 % erwachsene Frau Gesicht 3 30 % Kindchen 70 % erwachsene Frau Gesicht 4 20 % Kindchen 80 % erwachsene Frau Gesicht 5 10 % Kindchen 90 % erwachsene Frau Gesicht 6 0 % Kindchen 100 Was löst das Kindchenschema aus?

erwachsene Frau Die Versuchspersonen sollten für jede Frau angeben, welche Variation sie am attraktivsten finden. Die Ergebnisse dieses Experiments zeigen eindeutig, dass bei Frauengesichtern kindliche Merkmale große, rundliche Augen, eine große, gewölbte Stirn, sowie kleine, kurze Ausprägungen von Nase und Kinn stark attraktivitätserhöhend sind.

Die meisten bevorzugten Frauengesichter, denen ein Kindchenanteil von 10 - 50 % beigemischt war Näheres siehe! Dies bedeutet: Selbst die attraktivsten Frauen werden noch schöner, wenn man ihre Gesichtsproportionen kindlicher macht.

Was löst das Kindchenschema aus?

Interessant dabei ist, dass die Frauen, die bei diesem Experiment am attraktivsten beurteilt wurden, in der Realität nicht existieren. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass für die Attraktivitätssteigerung durch kindliche Merkmale bei Frauengesichtern vor allem der kleine, zierliche Unterkiefer entscheidend ist - ein Merkmal, das sich ebenso wie eine kleine, zierliche Nase nicht beeinflussen lässt.

Am häufigsten versuchen Frauen, ihre Augen durch Schmink-Tricks optisch größer wirken zu lassen. Damit wird zwar ein sehr wichtiges Merkmal des Kindchenschemas verstärkt, jedoch haben für die Attraktivität große Augen bei Weitem nicht denselben Effekt wie ein kleiner, zierlicher Unterkiefer. In unserem können Sie mit weiteren Frauengesichtern Ihren eigenen Geschmack testen und mit den Attraktivitätsurteilen anderer vergleichen.

Eine leicht zu lesende, empfehlenswerte Einführung der renommierten amerikanischen Attraktivitätsforscherin.

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