Question: Kann man unabhängig vom Staat Leben?

Autark zu leben bedeutet sich mit möglichst vielen lebensnotwendigen Dingen selbst zu versorgen. Wer autark lebt ist unabhängig und kann sich Systemzwängen zumindest teilweise entziehen. Vielen ist ein Komplettausstieg eine Nummer zu groß – man kann sein Leben aber auch nur teilweise autark gestalten.

Wo kann man unabhängig Leben?

10 Schritte, wie du deinen Alltag autark gestalten kannstLebensmittel selbst anbauen. ... Nutztiere halten. ... Eigene Versorgung von Trinkwasser. ... Lebensmittel haltbar machen. ... Das Auto gegen ein Fahrrad eintauschen. ... Die Sonnenenergie nutzen. ... Müll und Plastik reduzieren. ... Kompostieren.More items...•Feb 15, 2021

Noch neun Jahre im Job, dann will Oliver Noelting, 31, in Rente gehen - oder wie er es ausdrücken würde: finanziell unabhängig sein. Dabei hat er weder eine Riesensumme geerbt, noch verdient er als Softwareentwickler und Finanzblogger ein Topgehalt. Er lebt einfach als Frugalist. Seit sechseinhalb Jahren spart er den Großteil seines Einkommens, um es zu investieren. Mit 40 Jahren will er zwischen 300. Die besagt: Wenn man das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben angespart hat, hat man ausgesorgt.

Ich kann also jedes Jahr vier Prozent meines Vermögens ausgeben, ohne dass ich pleitegehe. Mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Baby lebt er in einer kleinen Großstadtwohnung, auf 46 Quadratmetern. Er geht nicht shoppen, und frische Erdbeeren sind für ihn ein Luxus - aber Urlaube sind schon mal drin.

Dann klicken Sie oben am Artikelanfang einfach auf Play Kann man unabhängig vom Staat Leben? hören Sie die neue Folge unseres Ideen-Podcasts. Und Kann man unabhängig vom Staat Leben? ersten Euros, die man spart, sind dabei sogar am wichtigsten.

Aber wie setzen wir sie im Alltag um? In diesem Podcast treffen wir jede Woche Menschen, die uns verraten, wie es klappen kann. Ich bin Lenne Kaffka und heute spreche ich mit Oliver Noelting. Ihr Tag hat nur 24 Stunden, aber mit Microsoft 365 haben Sie die Möglichkeit, Ihre Zeit besser zu nutzen. Ein Abonnement mit Office Premium Apps, Cloud-Speicher und vielem mehr, mit dem Sie Ihr Privat- und Familienleben leichter organisieren können.

Und ich binFrugalist und habe das Ziel, mit 40 in Rente zu gehen. Seit sechseinhalb Jahren spart er einen Großteil seines Einkommens und versucht, sich ein Vermögen aufzubauen. Er lebt in einer kleinen Wohnung, hinterfragt seine täglichen Ausgaben und verzichtet auf teure Klamotten. Was dann am Monatsende übrig bleibt, investiert er. Aber natürlich ist das noch nicht alles. Wie sein Lebensplan aufgehen soll, erklärt Oliver auf seinem Blog und heute hier im Podcast. Ich geh arbeiten, Vollzeit, immer von 9 bis 17 Uhr im gleichen Büro.

Am Wochenende mähe ich meinen Rasen, bringr das Auto in die Waschanlage. Und so sieht mein Leben aus, bis ich 67 bin. Und die Vorstellung hat mir überhaupt nicht gefallen.

Kann man unabhängig vom Staat Leben?

Denn ich möchte eigentlich mehr in meinem Leben machen, als es immer nur Kann man unabhängig vom Staat Leben? arbeiten und dann das Geld am Wochenende wieder auszugeben, was ich verdient habe.

Kann man unabhängig vom Staat Leben? habe viele Hobbys: Ich fahre gern Skateboard, programmiere gerne, ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.

Meine Tochter, die ist gerade ein bisschen am Ausrasten. Und ich möchte einfach nicht nur mein Leben mit der Arbeit verbringen, sondern auch Zeit für andere Dinge haben. Und ja, seit ich das entdeckt habe, dieses Prinzip, diese Lebensphilosophie, folge ich dem und habe mir den Plan gemacht, mit 40 ungefähr finanziell ausgesorgt zu haben. Du betreibst viel Aufwand, durchdenkst alles.

Dahinter steckt schon eine richtige Lebensphilosophie, Frugalismus, du hast sie eben schon genannt. Indem man einfach mit seinem Geld sparsamer umgeht und seine Ausgaben optimiert und versucht, effizienter zu gestalten, schaffen es Frugalisten für relativ wenig Geld, ein sehr glückliches und erfülltes Leben zu führen. Das ist auch immer wichtig.

Es geht nicht darum, einfach nur Geld zu sparen, um des Sparens willen oder um dann unbedingt so früh wie möglich in Rente zu gehen, sondern es geht darum, sein bestmögliches Leben zu gestalten, ein möglichst erfülltes Leben zu führen.

Und gleichzeitig es aber zu schaffen, das für wenig Geld zu erreichen oder verhältnismäßig wenig Geld zu erreichen.

Das bekommen Familien vom Staat

Das Geld, was man dadurch spart, das setzt man ein, um sich ja letzten Endes mehr Freiheit und mehr Zeit zu erkaufen. Wie baut man sich innerhalb von wenigen Jahren ein Vermögen auf, das bis zum Lebensende reicht?

Kann man unabhängig vom Staat Leben?

Ich bin einerseits angestellt mit einer 60 Prozent-Stelle, und nebenbei arbeite ich noch ein bisschen als Selbstständiger, also unterm Strich in der Woche vielleicht 30 Stunden. Und dabei verdiene ich so zwischen 2. Meine Ausgaben betragen aber nur 800 bis 900 Euro im Monat.

Nicht, weil ich mich irgendwie ganz stark einschränke und lebe wie ein Mönch im Kloster, sondern einfach, weil ich nicht mehr zum Leben benötige.

Weil das eigentlich schon mein Genugpunkt ist, wo ich sage, ich lebe zufrieden, ich habe alles, was ich brauche, mehr muss ich eigentlich gar nicht ausgeben. Das liegt auch mit daran, dass ich meinen Lebensstil sehr stark optimiert habe. Und dadurch habe ich jeden Monat 1. Das habe ich jetzt schon ein paar Jahre gemacht.

Mit 40 habe ich dann ungefähr zwischen 300. Und dann muss ich nicht mehr für Geld arbeiten gehen, weil das Kapitalvermögen schon meine Ausgaben deckt, und kann dann arbeiten, Kann man unabhängig vom Staat Leben?

und wie viel ich möchte, woran ich möchte und ob ich dabei Geld verdiene oder nicht, ist eben zweitrangig. Wie hoch ist denn die Summe, die du dann brauchst mit 40 und wie errechnest du die? Aber es gibt eine Faustformel in der Frugalisten-Community, und das ist die vier Prozent-Regel. Und die besagt, dass, wenn man das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben angespart hat.

Wenn ich also, sagen wir, 10. Und dann kann von diesem Kapital und dessen Kapitalerträgen leben. Und im Regelfall oder wenn man das geschickt macht, dann reicht das Geld dann auch bis ans Lebensende. Daraus kann Kann man unabhängig vom Staat Leben? mir dann jeden Monat etwa 1. Das ist immer noch 500 Euro mehr, als ich aktuell zum Leben benötige.

Aber unsere Tochter ist eben auch noch sehr klein. Wir gehen davon aus, dass wir eventuell mehr Kinder haben wollen. Aber die Grundidee beim Frugalismus ist ja, ein möglichst erfülltes Leben zu führen. Und zwar nicht erst mit 40, nicht erst in der Zukunft, sondern auch schon im Hier und Jetzt.

Mit 20, 30 gehen natürlich ganz andere Dinge, als man mit 40 machen kann. Wie gesagt, ich fahre Kann man unabhängig vom Staat Leben? Skateboard, das ist mein liebstes Hobby. Und man wird nicht jünger. Und mit 40, 50 ist das sicherlich schwieriger zu bewerkstelligen, da noch große Tricks zu lernen als mit 20, 30. Ja, ich habe für mich so ein bisschen auch versucht, eine Balance zu finden aus dem Sparen fürs Später und aus dem Genießen des Lebens im Hier und Jetzt.

Hast du durch diese Lebensphilosophie auch irgendwas übers Leben gelernt? Hast du vielleicht auch ein paar ganz praktische neue Dinge gelernt? Weil, ich denke, wenn Kann man unabhängig vom Staat Leben? Geld sparen will und sparen muss, musst du wahrscheinlich auch vieles einfach selber machen, oder?

Und das ist auch ein Kerngedanke des Frugalismus. Der Trend geht ja sehr stark zum Outsourcen, dass man selber in seiner Arbeit, seiner Tätigkeit nachgeht und Geld verdient und dann alles andere auslagert.

Was dann passiert, ist, dass man zum Spezialisten wird.

Kann man unabhängig vom Staat Leben?

Man ist dann in seiner eigenen Arbeit gut, aber hat dann zum Beispiel keinerlei handwerkliche Fähigkeiten, kann nicht kochen, weil man immer nur essen geht. Man kann nichts mehr reparieren.

Man versteht die Dinge, die einen umgeben, nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, wie mein Laptop funktioniert. Und Frugalismus versucht, diesen Trend umzukehren, dass ich sage, ich versuche, mich mit den Dingen, die mich umgeben, auch wieder zu beschäftigen. Ich versuche, alles Kann man unabhängig vom Staat Leben? Herausforderung zu sehen und Neues zu lernen.

Wenn etwas kaputt geht, dann rufe ich nicht sofort den Servicetechniker an, sondern versuche, erst mal selber etwas zu reparieren. Nicht unbedingt, um Geld zu sparen, sondern Kann man unabhängig vom Staat Leben? ich davon überzeugt bin, dass mich das glücklicher macht. Und das macht einfach glücklich. Das ist ein wichtiger Bestandteil für ein erfülltes, glückliches Leben. Und das Geld Sparen ist eigentlich nur ein positiver Nebeneffekt.

Auch Oliver musste sich einen Plan erstellen und gewohnte Verhaltensweisen ändern, als er sich entschlossen hat, als Frugalist zu leben. Wie hat er damals angefangen? Was waren seine ersten Schritte? Ich war damals Kann man unabhängig vom Staat Leben?, und ich dachte, klasse, wenn ich meinen Bachelor in der Tasche habe, kann ich mir endlich alle schönen Dinge leisten: Eine große Wohnung, ich habe überlegt, welches Auto ich mir dann als erstes kaufe oder lease.

Und ich wurde dann so ein bisschen umgekrempelt, als ich festgestellt habe, dass das nicht unbedingt der Weg ist, um ein glückliches, erfülltes Leben zu führen. Die ersten Sachen, die ich dann gemacht habe, waren zum einen ein Haushaltsbuch zu führen, und das würde ich auch jedem raten, der sich mit diesem Thema beschäftigen will.

Jemand hat mal gesagt, ein Haushaltsbuch zu führen ist eine Achtsamkeitsübung für mein Geld. Es geht darum, ein Bewusstsein Kann man unabhängig vom Staat Leben? schaffen dafür, wo das Geld eigentlich hingeht, und gar nicht so sehr, sich selber zu kontrollieren oder einzuschränken.

Und dann Kann man unabhängig vom Staat Leben? ich gucken, stehen diese Ausgaben im Einklang mit meinem Lebensziel, mit meinen Vorstellungen von einem glücklichen Leben? Als ich angefangen habe zu arbeiten, wusste ich das ja schon, und ich kannte diese Lifestyle-Inflation. Dieser Effekt, dass sich die Ausgaben immer an die Einnahmen anpassen und konnte das verhindern. Ich habe dann im ersten Job genauso gelebt wie als Student.

Ich habe mir ein altes Fahrrad gekauft für 40 Euro und bin damit zur Arbeit gefahren. Klar, man hat ein bisschen teurere Urlaube gemacht und ich gehe jetzt auch öfter essen, als ich das noch als Student gemacht habe.

Einfach weil mein Kann man unabhängig vom Staat Leben? ja mittlerweile auch aus arbeitender Bevölkerung besteht, aus Leuten, die dann auch mal essen gehen — das war das erste.

Und das zweite war, dass ich mich mal mit dem Thema Investieren beschäftigt habe. Viele Leute haben ja irgendwie von Investieren nur so ein Halbwissen: die Börse das ist irgendwie böse, da kann man nur Geld verdienen, und da muss man sich auskennen. Und so habe ich eben auch gedacht und hab mich dann mal schlau gelesen und mich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt und festgestellt: Es ist eigentlich ganz anders als ich gedacht habe.

Und es kommt gar nicht darauf an, dass man sich irgendwie mit der Börse besonders gut auskennen muss. Ich vergleiche es mal ein bisschen mit Fahrradfahren, das muss man einmal lernen. Am Anfang ist es ein bisschen ungewohnt, oder man muss sich erst mal ein bisschen an die Schwankungen gewöhnen, sowohl am Aktienmarkt als auch beim Fahrrad - aber wenn man es dann erst mal draufhat, dann geht es eigentlich relativ von selbst und ist auch total wenig Arbeit und total unaufwendig.

Der dritte Punkt war dann: Wir versuchen uns immer ein möglichst bequemes Leben zu machen. Und eine Komponente der Frugalisten-Philosophie ist, dass man das auch umdreht und mit Absicht Herausforderungen sucht, mit Absicht aus der Komfortzone ausbricht. Erster Schritt: auf jeden Fall Haushaltsbuch führen, ein bisschen die eigenen Ausgaben überprüfen, überhaupt mal kennenlernen, wie man sein Geld gerade ausgibt.

Dann: sich ein bisschen über den Aktienmarkt schlau machen, schauen, wie kann man investieren, wie funktioniert das? Und drittens, sich auch aus der eigenen Komfortzone rauswagen? Aber ich kenne das ja auch noch von meiner Uni-Zeit. Wenn man studiert, dann lernt man ganz viele Sachen neu, und dann will man die total gut im Beruf anwenden.

Ich kann mir vorstellen, dass du, als du dann angefangen hast, als du dann angefangen hast, mehr Geld zu verdienen, auch dieses Frugalismus-Prinzip total gut anwenden wolltest.

Hast du da vielleicht auch manchmal ein bisschen übertrieben am Anfang? Du hast es schon ganz gut beschrieben. Man kennt das auch von Leuten, die irgendwas Neues kennenlernen — sei es Veganismus oder Yoga. Dass sie sich dann eben gleich sofort reinstürzen und vielleicht ein bisschen übertreiben. So war es bei mir tatsächlich auch.

Da könnte dir meine Freundin noch ein bisschen mehr drüber erzählen. Die Anfangsphase war so ein bisschen davon geprägt, dass ich nichts mehr kaufen wollte. So, weil für mich sozusagen alles Geld, was ich ausgebe, ist dann weg und kann ich dann nicht mehr für meine Freiheit ausgeben.

So hat sich das für mich angefühlt. Und dann habe ich eben erst einmal konsequent wirklich alle Ausgaben gestrichen, hab nichts mehr gekauft und konnte es mir auch nicht mehr ansehen, wie andere Leute was gekauft haben. Also meine Freundin mag zum Beispiel gerne Nagellack und hat sich einen neuen Nagellack gekauft, für 2,50 Euro. Ist jetzt nicht die Welt.

Ich konnte eigentlich mir nicht mehr angucken, wenn irgendwo Geld ausgegeben wird. Das hat sich dann relativ schnell gelegt, weil — wie du auch schon sagst — es ist meistens die Anfangsphase, wo man dann von etwas begeistert ist und sich so reinstürzt. Und mit der Zeit wird man dann ein bisschen ausgeglichener, denkt wieder etwas differenzierter über die Dinge nach. Mir hat tatsächlich auch das Haushaltsbuch dabei geholfen, wieder so ein bisschen klareren Blick auf die Dinge zu bekommen.

Weil, wenn man mal so seine Jahresausgaben sieht und guckt sich dann an: Wie fällt denn jetzt der Nagellack ins Gewicht? Oder vielleicht mal der Döner, den man sich geholt hat das geht unter im Grundrauschen. Der Unterschied macht es erst dann, wenn man sich jeden Tag Nagellack kauft.

Oder wenn man sich jeden Tag Döner holst, weil dann multiplizieren sich die 3,50 Euro mit 365, und dann fällt es eben doch ins Gewicht. Das heißt, an irgendwelchen Ecken musst du ja deutlich Geld einsparen. Was sind denn die Posten, an denen du jetzt gerade am meisten Geld sparen? Die ist 46 Quadratmeter groß — zwei Zimmer, ein sehr geräumiges Wohnzimmer, in Kann man unabhängig vom Staat Leben?

ich gerade sitze. Wir haben auch noch einen schönen Balkon, der nach hinten rausgeht in den Innenhof. Wir zahlen mit allen Nebenkosten pro Person etwa 300 Euro Miete. Das heißt, von meinen 800 Euro Ausgaben sind 300 fürs Wohnen. Dann gebe ich etwa 150 Euro im Monat für Lebensmittel aus. Vielleicht nochmal 40, 50 Euro für auswärts essen gehen.

Dann ist tatsächlich noch ein großer Ausgabenposten Reisen und Urlaube. Ich Kann man unabhängig vom Staat Leben? im Regelfall drei bis viermal im Jahr im Urlaub. Das mag ich sowieso nicht gerne. Wir machen dann lieber Campingurlaub in der Natur. Oder ich war jetzt im Februar mit ein paar Freunden in Dänemark, da haben wir ein großes Ferienhaus gemietet mit zehn Männern, und haben richtig schönen Männer-Urlaub gemacht, so mit ordentlich viel Bier und Playstations und schön draußen im Whirlpool sitzen und Bier trinken.

Und ich muss nicht super weit weg reisen und super teure Urlaube machen, um schönen Urlaub genießen zu können. Das war's dann eigentlich auch fast schon. Ich kaufe selten neue Klamotten oder neue Dinge.

Ich gehe nie shoppen, weil mir das auch keinen Spaß macht, weil ich weiß, dass mir ständige Neuanschaffungen eigentlich nichts zu meinem Leben positiv beitragen. Und dann bleiben noch etwa 300 Euro für Urlaube und Freizeit. Du hast gesagt, zirka 50 Euro Restaurant. Das ist ja jetzt auch nicht viel Geld. Ich habe gelesen, dass du dich ausgewogen und gesund ernähren willst. Worauf ich achte, ist halt nicht so viele industriell verarbeitete Lebensmittel zu kaufen — also die klassischen Sachen, die im Supermarkt in einem bunten Pappkarton kommen, und wenn man hinten drauf guckt, ist da eigentlich nur Salz, Zucker und Fett drin, und es kostet dann 4,99 Euro.

Wir kaufen eben frische, unverarbeitete Lebensmittel, also Brot und Eier und Gemüse und Obst und Reis und Nudeln und Linsen. Und versuchen dann eben frisch zu kochen, eher so Gerichte aus Grundzutaten. Mit dem Prinzip kann man eigentlich schon relativ viel einsparen. Ihr Tag hat nur 24 Stunden, aber mit Microsoft 365 haben Sie die Möglichkeit, Ihre Zeit besser zu nutzen.

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Und wenn ich das Gefühl hätte, mir würde etwas fehlen oder ich würde gerne mehr Geld ausgeben, dann tue ich das auch. Weil für mich ist ja nicht das Geld sparen im Vordergrund, sondern ein möglichst zufriedenes Leben. Und deswegen habe ich auch nicht das Gefühl, auf irgendwas zu verzichten. Ich bin einfach von innen heraus überzeugt, und deswegen brauche ich eigentlich gar keine Disziplin. Ich muss mich gar nicht anstrengen, um so viel zu sparen, weil es so aus mir, aus mir selber heraus kommt, aus dieser inneren Überzeugung.

Ich würde mir nur manchmal wünschen, weil ich glaube, dass die Welt dann besser wird oder dass alle glücklicher werden können, dass alle ihr Geld ein bisschen bewusster ausgeben. Sei es so im Kleinen, dass ich mir Kann man unabhängig vom Staat Leben? im Supermarkt eine für mich relativ teure Packungen Kann man unabhängig vom Staat Leben? kaufe, zum Beispiel. Oder auch mal ein größerer Luxus, dass ich mal einen teureren Urlaub mache. Letztes Jahr waren wir zum Beispiel Segeln. Und das hat mich 1.

einfach teilhaben

Das war der teuerste Urlaub, den ich je gemacht habe. Aber es war ein super Abenteuer, und das hat sich auch echt gelohnt. Ich würde es auch jederzeit wieder tun. Ich versuche darauf zu achten, dass Luxus auch Luxus bleibt und ich mir den jetzt nicht jeden Tag gönne, dass ich mir nicht jeden Tag die teuren Erdbeeren hole im Supermarkt oder jede Woche.

Da schreibt er, dass Genuss nur gleichzeitig mit Verzicht existieren kann. Und diesen Gedanken finde ich ganz interessant, weil, wenn man auf nichts verzichtet und alles permanent da hat, dann kann man es nicht mehr genießen, weil man sich dran gewöhnt an diesen Zustand. Kinder sind ja tatsächlich ein recht großer Kostenfaktor. Wie lässt sich das Frugalisten-Leben eigentlich mit dem Familienleben vereinbaren? Hattest du das immer schon mit eingeplant? Einmal die finanzielle Seite und sozusagen die Lebensstil-Seite.

Was den Lebensstil angeht, bin ich der Überzeugung, dass Frugalismus als Lebensphilosophie für Familien extrem gut passt und eigentlich viel mehr Familien in Deutschland frugalistisch Leben sollten, aus dem Grund, dass genau das, was Familien eigentlich brauchen — mehr Zeit für ihre Kinder, mehr Flexibilität, mehr Freiheit, um Dinge entscheiden zu können, auch mehr finanzielle Freiheit — eigentlich die Dinge sind, die Frugalismus liefert.

Als Beispiel: Wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten und ein großes Haus haben und hohe Ausgaben haben, dann haben sie es viel schwieriger zum Beispiel, wenn Kinder kommen, dass einer auf Teilzeit reduziert, weil dann das Geld knapp wird. Und bei uns ist zum Beispiel so, dass wir eine relativ hohe Sparquote haben. Wir brauchen nur einen Teil unseres Einkommens zum Leben.

Dadurch konnten wir auch sagen, meine Freundin geht eben zwei Jahre in Elternzeit und schon mein Gehalt aus meinem Teilzeitjob reicht eben aus, um alle Ausgaben zu decken. Und deswegen können wir total entspannt sein. Wir haben viel Zeit für unsere Tochter. Dann kommt, finde ich, noch dazu, dass Frugalismus sehr viele Werte vertritt, die ich auch meinen Kindern beibringen möchte.

Ich möchte meinen Kindern ja auch einen vernünftigen Umgang mit Geld beibringen. Ich möchte meinen Kindern beibringen, dass sie Entscheidungen, sei es finanzielle Entscheidungen oder andere Entscheidungen, bewusst treffen, sich Gedanken machen. Wenn ich jetzt irgendwie etwas Neues ausprobiere, zum Beispiel im Garten eigene Tomaten anzubauen oder ich repariere unsere Waschmaschine, dann sind das auch mal wieder Gelegenheiten, den Kindern etwas beizubringen.

Davon trennen muss man jetzt ein bisschen die finanzielle Seite. Klar ist, dass man ohne Kinder schneller in Rente gehen kann. Das merken auch wir jetzt. Nicht unbedingt, weil unsere Tochter jetzt so viel mehr Ausgaben erzeugt, sondern einfach, weil wir Kann man unabhängig vom Staat Leben? arbeiten gehen können. Bei mir ist es jetzt so, dass in meinem Plan, mit 40 weitgehend ausgesorgt zu haben, Kinder auch schon mit eingeplant sind.

Deswegen habe ich auch mit höheren Ausgaben in der Zukunft kalkuliert. Da muss man sich nichts schönrechnen, da muss man sich nichts vormachen. Deshalb hat er auch mit steigenden Kosten kalkuliert. Die Coronakrise hat ihn jedoch genauso unerwartet getroffen wie uns alle.

Was bedeutet die aktuelle Situation für sein Vorhaben, mit 40 in Rente zu gehen? Das heißt, wir sind nicht von Kurzarbeit oder sogar Arbeitslosigkeit betroffen. Auf der Einnahmenseite habe ich eigentlich keine Einbußen durch Corona, auf der Ausgabenseite ist es sogar positiv zu bemerken. Wir haben zum Beispiel in Urlaub gebucht im April am Gardasee, den mussten Kann man unabhängig vom Staat Leben? dann stornieren. Dadurch sind meine Ausgaben eher gesunken. Was viele Leute glauben: Corona hat ja auch einen kleinen Crash am Aktienmarkt hervorgerufen.

Dadurch, dass ja meinen Plan, mit 40 in Rente zu gehen, dann von meinen Kapitalerträgen zu leben, auch auf Aktien-Investitionen basiert, denken eben viele, dass dieser Crash jetzt meinem Plan nach hinten geschoben hat. Aber eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Man muss ja unterscheiden: Befinde ich mich gerade in der Ansparphase — ich spare ja gerade noch für den frühen Ruhestand —, und ich möchte jeden Monat oder mehrmals im Jahr Aktien, Fondsanteile dazukaufen.

Und da profitiere ich ja von niedrigen Preisen. Also eigentlich wünsche ich mir einen Aktiencrash und niedrige Aktienkurse. Anders sieht die Sache aus, wenn ich nachher in Rente gehe und dann kommt so ein Crash. Dann möchte ich ja Aktien verkaufen, um dann von den Erträgen zu leben. Und wenn ich verkaufe, möchte ich natürlich möglichst hohe Kurse. Aber aktuell, in der Ansparphase ist so ein Crash, sind niedrige Kurse, eigentlich sogar sehr günstig für mich.

Das Beste, was mir jetzt passieren könnte, zumindest aus rein mathematischer Sicht, wäre, sei es eine Wirtschaftskrise oder irgendwas, was dafür sorgt, dass die Kurse die Kann man unabhängig vom Staat Leben? acht, neun Jahre niedrig bleiben. Und dann, wenn ich in Rente gehe, dann gehen sie eben nach oben.

Frugalismus heißt ja vor allem, sich erst mal darüber im Klaren zu werden, was für ein erfülltes Leben wichtig ist. Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die immer wieder zu dem Ergebnis kommen, dass der wichtigste Punkt für ein erfülltes Leben soziale Beziehungen sind. Wenn ich alleine durchs Leben gehe, dann ist es wahrscheinlich nie so interessant, wie wenn ich das mit Freunden und Familie mache. Wenn jetzt Egoismus dazu führt, dass ich meine sozialen Beziehungen verschlechtere, dann ist das nicht frugalistisch.

Dann ist das mit Frugalismus nicht vereinbar. Vielleicht kann, und das ist ja unabhängig vom Frugalismus, kann ein bisschen Egoismus an einigen Stellen auch gesund sein. Aber grundsätzlich würde ich sagen: Jetzt eine ganz egoistische Verhaltensweise, wenn man nur auf sich achtet und versucht, auf Kosten anderer zu leben — das ist nicht Frugalismus und das widerspricht auch dem Grundgedanken eines zufriedenen Lebens, weil es auch, denke ich, mich selber nicht glücklich macht.

Also wenn ich das Gefühl habe, ich lebe immer auf Kosten anderer oder versuche, mich selber zu bereichern zum Nachteil anderer Menschen, dann macht mich das ja selber auch unglücklich.

Und dann habe ich unterm Strich auch nichts gewonnen und auch kein zufriedenes Leben. Das heißt ja auch, dass du bisher eigentlich keine Wirtschaftskrise mitbekommen hast, keinen Aktiencrash. Hatte ich das wirklich gar nicht beunruhigt? Bist du wirklich so cool geblieben, wie du jetzt gerade wirkst? Ich hatte bisher eigentlich fast nur steigende Kurse an der Börse mitgemacht, und es war wirklich mal ein interessanter Zeitpunkt zu sehen, wie reagiert man eigentlich darauf, wenn man im Aktiendepot plötzlich große Zahlen Kann man unabhängig vom Staat Leben?, minus 20.

Ich hatte ja schon gesagt, aus finanzmathematischer Sicht ist so ein Crash eigentlich gut. Aber es gibt natürlich auch noch die psychologische Komponente. Wie gut kann man noch schlafen, wenn man weiß, dass die Kurse im Keller stehen? Ist man dann noch so ruhig, wie man sich das vielleicht gedacht hat, als man angefangen hat zu investieren? Und es gibt sicher Leute, die haben festgestellt, dass sie mit den Schwankungen am Aktienmarkt, mit den Kurseinbrüchen doch nicht so gut umgehen können und jetzt ihre Risikotoleranz überschätzt haben und vielleicht ein bisschen weniger in Aktien investieren sollten künftig.

Ich habe aber festgestellt, dass ich da eigentlich recht gut mit umgehen kann, auch weil ich weiß, dass ich auf lange Sicht anlege, dass ich das Geld nicht morgen brauche, sondern frühestens in acht, neun Jahren und dann auch nur einen kleinen Teil und dass ein großer Teil dieses angelegten Geldes für die nächsten 20, 30, 40 Jahre gedacht ist und noch länger.

In 40 Jahren, wird man, so bin ich überzeugt, zurückgucken auf das Jahr 2020 und sagen: Ja, da da war Kann man unabhängig vom Staat Leben? Coronakrise, schlimm, rote Zahlen im Depot — aber jetzt sieht die Sache ganz anders aus und ist vergessen.

Wie wird das Leben in ein paar Jahren aussehen? Und wie viel Geld braucht man dann wirklich, um über die Runden zu kommen? Die wichtigste Frage bleibt aber: Kann man unabhängig vom Staat Leben? macht man denn eigentlich mit seiner Zeit, wenn man mit 40 Jahren schon finanziell ausgesorgt hat? Aber ich habe dann eben noch etwas mehr Zeit als jetzt und noch mehr Optionen und noch mehr Möglichkeiten. Und Kann man unabhängig vom Staat Leben? persönlich habe jetzt gar nicht so den großen Traum, dass ich sage: Ich möchte mit 40 auf Weltreise gehen oder etwas komplett anderes machen.

Aber ich finde es schön und attraktiv, dass ich dann die Wahlmöglichkeiten habe. Also zum einen: Ich mag meinen Job als Softwareentwickler jetzt auch sehr gerne.

Ich arbeite gern, ich lerne auch viel Neues und es ist interessant. Aber ich weiß eben nicht, ob das mit vierzig immer noch so ist. Wenn man dann 15 Jahre den gleichen Job gemacht hat, ob man dann nicht sagt: Mir steht jetzt der Sinn eigentlich mal nach etwas anderem?

Wenn ich dann finanziell frei bin, also die Möglichkeit habe, total unabhängig vom Einkommen zu entscheiden, welcher Tätigkeit ich nachgehe, dann habe ich ja viel mehr Wahlmöglichkeiten. Das ist eigentlich das, was ich mir offenhalten möchte. Was wäre jetzt, wenn dein Plan nicht aufgeht? Das Leben nimmt ja unerwartete Wendungen, wir merken das alle. Wie wäre das für dich? Was würde das wirklich bedeuten?

Hättest du das Gefühl, du hast irgendwas verpasst? Also angenommen, ich bin dann 40, und ich stelle fest, das Geld reicht nicht, weil ich doch weniger sparen konnte oder weil meine Ausgaben höher sind oder weil gerade eine schwere Wirtschaftskrise wütet oder so. Dann habe ich ja trotzdem ein sehr großes Vermögen angespart, was mir im Hier und Jetzt schon Freiheit gibt. Und wenn ich nur 300. Mit jedem Euro, den man zusätzlich Vermögen aufbaut, wird man freier und freier. Deswegen kann eigentlich der Plan gar nicht wirklich scheitern.

Was noch dazukommt: Ich habe ja in der Zeit, wo ich gespart habe, nichts verpasst. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt auf Lebensqualität verzichte oder auf Dinge, die ich gerne machen würde; dass ich mir die verkneife. Aber wenn ich dir jetzt zuhöre, klingt es ja so, als ob ich Kann man unabhängig vom Staat Leben?, auch wenn ich jetzt erst später anfangen würde, zumindest in zehn Jahren ein großes Maß an finanzieller Freiheit mir erarbeiten könnte noch. Also jeder Euro, denke ich, den man spart bedeutet ein Stück mehr Freiheit.

Und die ersten Euros, die man spart, sind dabei sogar am wichtigsten. Wenn ich mir vorstelle, ich habe null Euro Vermögen, dann Kann man unabhängig vom Staat Leben? ich ja auf das nächste Gehalt angewiesen. Das heißt, ein Monat Arbeitslosigkeit würde mich schon ins Schwitzen bringen.

Wenn ich tausend Euro auf dem Konto habe, die ersten tausend Euro, dann hab ich schon mal viel mehr Ruhe.

Ich kann auch ein, zwei Monate vielleicht mal überbrücken, ohne Einkommen oder mit einem reduzierten Einkommen wie beim Arbeitslosengeld. Die letzten tausend Euro, die ich anspare, also von 499. Das heißt, eigentlich ist es sogar so, dass das Erste, was man erspart, eigentlich am wichtigsten ist und am meisten voranbringt. Bei all dem, was wir hier besprechen. Du hast jetzt ja kein schlechtes Gehalt.

Glaubst du, dass auch Geringverdiener die Möglichkeit haben, sich ein gewisses Maß an finanzieller Freiheit zu erarbeiten? Weil: Nicht jeder Geringverdiener kann 50, 70 Prozent des Einkommens zur Seite legen? Klar ist, dass mit 40 in Rente gehen viel einfacher wird, wenn man ein gutes Einkommen hat.

Diese Ziele muss ja jeder für sich selber stecken. Das Ziel, mit 40 in Rente zu gehen, ist auch nur mein individuelles Ziel. Auf der anderen Seite steht dann aber wieder Frugalismus als Lebensphilosophie, als Leitgedanke. Da finde ich auch wieder, dass Frugalismus gerade für Geringverdiener eigentlich wichtig ist. Denn, wenn man wenig Geld zur Verfügung hat, ist es ja noch viel wichtiger aus diesem wenigen Geld das Maximum herauszuholen.

Das heißt auch, wenn bei einem Geringverdiener die Sparquote vielleicht nicht ausreicht, um mit 40 in Rente zu gehen, kann man trotzdem im Hier und Jetzt mehr Lebensqualität dadurch gewinnen, indem man effizienter mit seinem Geld umgeht und vielleicht 100, Kann man unabhängig vom Staat Leben?, 300 Euro im Monat sparen kann.

Das ist eigentlich der Kerngedanke. Und ich möchte, wenn ich später alt bin, mal auf mein Leben zurück gucken und denken: Wow, du hast echt ein gutes Leben gehabt, es hat Spaß gemacht. Du hast viel erlebt, du hast viel gelernt, du hast dich immer weiterentwickelt. Und als Frugalist bietet sich eben die Möglichkeit, viele Dinge im Leben ausprobieren zu können, immer Neues lernen zu können und ein spannendes, aufregendes, erfülltes Leben zu führen, auf das ich als alter Mann im Schaukelstuhl hoffentlich glücklich zurückschauen kann.

Die nächste Folge von Smarter leben gibt's ab kommendem Samstag auf spiegel. Für Anregungen oder Themenvorschlägen einfach eine Mail schreiben an smarterleben spiegel. Diesmal wurde ich unterstützt von Philipp Fackler, Sebastian Spallek und Matthias Kirsch. Tschüss, bis zum nächsten Mal. Sie können »Smarter leben« in allen Podcast-Apps kostenlos hören und abonnieren.

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