Question: Was versteht man unter dem generischen Maskulinum?

Das generische Maskulinum ist eine Personen- oder Berufsbezeichnung in der männlichen Form. Generisch bedeutet, das Wort soll als allgemeingültiger Oberbegriff dienen: Der Mann als Norm für eine Personengruppe, die sich aus allen Geschlechtern zusammensetzt.

Wie alt ist das generische Maskulinum?

Im soziolinguistischen Diskurs des Deutschen lässt sich eine Lehnübersetzung „generisches Maskulinum“ erst in den 1980er Jahren nachweisen. Anders als im Englischen, wo es fast ausschließlich um Pronomina geht, bezeichnet der Terminus im Deutschen seitdem fast ausschließlich Mehrdeutigkeiten bei Substantiven.

Ist das generische Maskulinum diskriminierend?

Das generische Maskulinum ist nicht diskriminierend, es ist geschlechtsneutral. Es verwendet lediglich ein maskulines Genus, ist jedoch in Bezug auf den Sexus (das biologische Geschlecht) indifferent.

Wann wird das generische Maskulinum verwendet?

„Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text verallgemeinernd das generische Maskulinum verwendet. Diese Formulierungen umfassen gleichermaßen weibliche und männliche Personen; alle sind damit selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen.

Ist das generische Maskulinum gendern?

Das generische Maskulinum ist eine Personen- oder Berufsbezeichnung in der männlichen Form. ... Sie verwendet neutrale Bezeichnungen und Umschreibungen, setzt ein Gendersternchen oder macht das weibliche und männliche Geschlecht mit der Beidnennung deutlich.

Warum es anmaßend vom Duden ist das generische Maskulinum abzuschaffen?

Wörterbuch Warum es anmaßend vom Duden ist, das generische Maskulinum abzuschaffen. ... Der Duden will in seiner Online-Ausgabe nun von diesem gelebten Sprachkonzept abweichen. Ein Politiker sei nun eine männliche Person, die ein politisches Amt ausübt, selbiges gelte bereits für den Arzt oder den Mieter.

Wie neutral ist das generische Maskulinum?

Das generische Maskulinum ist eine Personen- oder Berufsbezeichnung in der männlichen Form. ... Sie verwendet neutrale Bezeichnungen und Umschreibungen, setzt ein Gendersternchen oder macht das weibliche und männliche Geschlecht mit der Beidnennung deutlich.

Was bedeute generisch?

generisch Adj. Geschlecht, Gattung, Herkunft betreffend, sich auf eine Gruppe zusammengehöriger Dinge beziehend, allgemeingültig, gelehrte Bildung (18. Jh) zu lat. genus (Genitiv generis) Abstammung, Geschlecht, Gattung, Art und Weise (s.

Was ist mit generisch gemeint?

Als generisch werden in der Sprachwissenschaft mehrere verschiedene, lose miteinander verwandte Gebrauchsarten von Ausdrücken bezeichnet, bei denen eine verallgemeinernde Bedeutung vorliegt.

Warum eine gendergerechte Sprache?

Das Ziel geschlechtergerechter Sprache ist es, alle Geschlechter auf respektvolle Art und Weise anzusprechen und sichtbar zu machen. Dabei geht sie über die schlichte Benennung von Männern und Frauen hinaus und spricht Trans*- und Inter- sowie nicht-binär verortete Personen an.

Was heißt das Wort generisch?

generisch Adj. Geschlecht, Gattung, Herkunft betreffend, sich auf eine Gruppe zusammengehöriger Dinge beziehend, allgemeingültig, gelehrte Bildung (18. Jh) zu lat. genus (Genitiv generis) Abstammung, Geschlecht, Gattung, Art und Weise (s.

Eine wichtige Debatte der letzten Jahre: Die Frage nach der richtigen Art und Weise schriftlich wie auch beim Sprechen zu gendern. Doch gendersensible Sprache, egal ob gesprochen oder geschrieben, ist nicht für alle Menschen gleich leicht umzusetzen. Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? bedarf Übung und auch einem gewissen Willen, sich mit der Thematik, um gleichberechtigte und gendersensible Sprache auseinanderzusetzen.

Wichtig vorab ist im Rahmen dieser Diskussion, dass auch die allgemein häufig als nicht-gegenderte Sprache betitelte Sprache — also das generische Maskulinum — gegenderter Sprache ist: Wenn das generische Maskulinum verwendet wird, wird nämlich auch gegendert, nur eben in der einen Form.

Gegenderte Sprache ist also nicht identisch mit geschlechtergerechter Sprache. Hier wird deutlich, dass es Raum gibt, zwischen Männlich und Weiblich. Er symbolisiert die Gendervielfalt neben männlich und weiblicher Zuordnung genderfluid, transgender, genderneutraler schließt also nichtbinäre und transgender Personen mit ein.

Beim Schreiben wird der Asterisk bzw. Gerade diese Sprechpause im Reden bedarf etwas Übung, fällt aber bei gewohnten Worten, wie Theater The-ater oder Spiegelei Spiegel-ei recht leicht.

Was versteht man unter dem generischen Maskulinum?

Diese Sprechpause auf neue Konstellationen wie bspw. Neben diesen Möglichkeiten zu gendern gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit sich in Sprache und Schrift genderneutralen Begriffen und Formulierungen zu bemühen z. All dies sind Optionen, wie gendersensible Sprache die Vielzahl als Genderidentidäten nicht nur mitdenken, sondern mitschreiben und -sagen kann.

Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? warum das Ganze eigentlich? Sprache prägt unsere Welt und was wir hören und lesen formt Bilder in unseren Köpfen. Doch die Diskussion um das generische Maskulinum lässt sich nicht so leicht abbügeln. All dies sind schlechte gründe für ein generisches Maskulinum. Denn Gleichberechtigung ist noch immer ein Thema und es existieren mehr als zwei Genderidentitäten.

Was jedoch diskutabel sein kann, ist der Denkweg, der zum generischen Maskulinum als tatsächlich generischer und nicht nur scheinheilig generischer Form führen kann.

Zu dieser Thematik hat in 2020 Wellen geschlagen, in dem zwei mögliche Denkrichtungen zum Umgang mit gendersensibler Sprache aufgezeigt werden. Zunächst, so vielleicht der Gedanke all jener Personen, die sich viel mit gendersensibler Sprache beschäftigen, eine sehr aufmerksame Geste. Doch was dahintersteckt oder dahinterstecken kannso Pollatschek, ist das Hervorheben ihres Geschlechts. Auch das ist gut gemeint, aber es fühlt sich nicht gut an.

Ich fühle Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? in solchen Situationen auf mein Geschlecht reduziert. Ich fühle mich so, weil es de facto so ist. Ihre Herkunft wird nicht besonders betont, auch nicht ihre Religion oder ihr Aussehen. Die Betonung von Herkunft und Religion hat historisch gesehene nie zu Gutem geführt, sondern diskriminierende, rassistische oder antisemitische Strukturen offenbart und gestärkt. Die Betitelung Angelas Merkels als Bundeskanzler in und nicht als Bundeskanzler soll deutlich machen, dass das Amt des Bundeskanzlers eben auch von einer Frau besetzt werden kann.

Der Professor — und so auch Pollatschek in ihrem Beitrag, sehen jedoch im Gendern ein diskriminierendes Moment. Bildet man Analogie zu anderen Identitätsbeschreibungen, so wird dies deutlich dadurch, dass andere Identitätsbeschreibungen oder -merkmale eben nicht mitgesagt oder mitgedacht werden sollen.

Und wir sagen: Nur diese Information muss immer mitgesagt werden. Es ist richtig, auf alle anderen Identitätskategorien nur dann zu verweisen, wenn sie relevant sind, nur das Geschlecht wird immer angezeigt, damit machen wir es zur wichtigsten Identitätskategorie. Das heißt, dass wir aus guten Gründen Identitätsbeschreibungen wie Religion und Herkunft nicht nennen, aber das Geschlecht zur definierenden, immer mitzusagenden Kategorie erheben. Auf der einen Seite steht der deutsche Ansatz der einst der Sichtbarmachung von Frauen und dem Ziel der Gleichberechtigung entsprang, auf der anderen Seite der britische, der gänzlich entgegengesetzt sagt, dass Termini wie actress, lady doctor oder male nurse einer Zeit entspringen, in der bestimmte Berufe nur einem bestimmten Geschlecht offen standen und man daher zu dieser Zeit das andere Geschlecht extra betonen musste.

Heute, wo jedoch Berufe allen Geschlechtern offenstehen, ist diese extra Hervorhebung nicht mehr nötig. Dafür haben sie mit typisch britischer Pragmatik, die Form gewählt, die ihre Sprache sowieso als generisch hergibt. Diese Form ist im Englischen, genau wie im Deutschen, identisch mit der männlichen Form.

Ist letzteres der Fall, so ergibt die britische Variante durchaus Sinn. Die Frage des Genderns ist also in beide Richtungen denkbar. Wollen wir eine Sprache, die Diversität abbildet und dadurch allerdings auch das Geschlecht betont oder wollen wir durch taten und Handlungen Begriffe historisch neu prägen?

In Deutschland haben wir uns derzeit schon vor Jahren dafür entschieden Frauen und nun auch weitere Genderidentitäten sichtbar und auch les- und hörbar zu machen. In Großbritannien wurde sich dazu entschieden, das Geschlecht nicht zu einer Personendefinierenden übergeordneten Kategorie werden zu lassen.

Beide Wege haben durchaus ihren Charme und ihre Berechtigung, entspringen aber auch sehr unterschiedlichen Sprachsystemen. Doch was sie in ihrer Unterschiedlichkeit eint: Sie können nicht bis zum Ende parallel gegangen werden. Man muss sich irgendwann für einen Weg — oder später für einen Richtungswechsel — entscheiden.

Nach bestem Wissen und Gewissen. Und diese Entscheidung scheint gesamtgesellschaftlich gefallen zu sein. Pollatschek bezeichnet das Gendern in ihrem Artikel als sexistisch. Ich sage leider, denn Menschen, die Gendern sind grundsympathisch. Wer gendert, tut das in der Regel, um auf sprachliche Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? gesellschaftliche Ungerechtigkeiten hinzuweisen.

Geschäftsführer VDS über Gendern: „Genderwirrwarr beenden“

Denn sich als Gesellschaft für keinen der Wege zu entscheiden oder einfach im Dazwischen zu verweilen ist keine Lösung. Sichtbarkeit, Berufswahl von Jugendlichen und Berufswünsche von Kindern, Stereotype Zuschreibungen zu Geschlechtern, Transfeindlichkeit, Gleichberechtigung, Gleicher Lohn, Erziehungsurlaub, Care-Arbeit, Teilzeitbeschäftigung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf… das alles sind relevante und wichtige Themen, die eng verwoben mit dem Gender n sind.

Weiterhin müssen wir über Gender n sprechen und uns bestem Wissen und Gewissen eine Strategie überlegen. Diese muss im privaten vielleicht nicht identisch mit derjenigen sein, die als Gesellschaft notwendig ist- Wichtig jedoch ist, aufzuklären, zu reflektieren, zum Nachdenken anzuregen.

Daher werden wir uns auf philosophike in diesem Jahr mit unterschiedlichen Beiträgen zum Thema Gender n mit der Thematik beschäftigen. Wie Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? philosophike die Idee zur tieferen Beschäftigung mit dem Thema Gender n entstand ist übrigens in einem nachzuvollziehen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sowohl das Gendersternchen als auch die Gendergap der Unterstrich nicht wirklich barrierefrei sind.

Vorleseprogramme erkennen diese nicht immer als Zeichen gendersensibler Sprache. Auch Brailleschrift-Displays für sehbehinderte oder blinde Menschen haben diese Mängel.

Daher wird als barrierearm derzeit für beide Programme der Doppelpunkt empfohlen, da dieser in Vorleseprogrammen eine eindeutige Sprachpause erzeugt, wobei auch er nicht problemlos ist. Weissenburger, Peter: Gendern und Barrierefreiheit — Liebe Was versteht man unter dem generischen Maskulinum? Unterstrich innen, Dlf online, 03. Arztdie durchaus auch eine feminine Wortform Ärztin haben, dennoch verallgemeinernd also generisch die männliche form für alle Personen zu verwenden.

Was versteht man unter dem generischen Maskulinum?

Bei der generischen Verwendung des Maskulinums sind dann nicht nur männliche Personen gemeint, sondern auch alle nichtmännlichen Personen. Das generische Maskulinum soll also geschlechtsabstrahierend verwendet werden, vor allem dann, wenn es nicht um eine konkrete Person geht, sondern um eine Gruppe diverser Personen. Pollatschek, Nele: Deutschland ist besessen von Genitalien — Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer, der Tagesspiegel, online, 30.

Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien. Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien. Wenn wir gendern, sagen wir damit, diese Information darf niemals nicht gesagt werden. Ein türkischer, ein behinderter, ein schwuler Autor, Lehrer oder Immobilienmakler kann manchmal auch einfach nur ein Mensch sein, der Bücher schreibt, Kinder ausbildet oder schimmeligen Baumarktstuck als Liebhaberstück verkauft.

Nur eine Frau wird das Frausein niemals los. Und wenn sie sich doch mal als Schriftsteller bezeichnet, erinnert sie ein Kollege. Er erinnert sie daran, dass sie aufgrund ihres Geschlechts niemals Schriftsteller sein kann, sondern immer nur Schriftstellerin, eine Ableitung, eine Form, die eine Grundform braucht, um überhaupt existieren zu können.

Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien.

Was versteht man unter dem generischen Maskulinum?

Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien. Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien. Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien.

Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien. Das Wort war nicht deshalb männlich, weil es sprachlich männlich ist, sondern weil es in der Realität männlich war. Die Realität, also Barack Obama, hat die Sprache verändert. Konkret bedeutet Obamas Präsidentschaft, dass es Jugendliche gibt, die beim Wort Präsident zuerst an einen schwarzen Mann denken, weil der Präsident, mit dem sie aufwuchsen, eben schwarz war. Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien.

Viele Berufsbezeichnungen hingegen sind neutral — weil im Englischen im Gegensatz zum Deutschen Genus eher die Ausnahme als die Regel ist. Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien.

Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien.

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