Question: Wie äußert sich eine Ich Störung?

Bei einer Ich-Störung verschwimmt die Grenze zwischen der Umwelt und dem „Ich“. Betroffene erleben sich selbst und ihre Umwelt als unwirklich und fremd. Eigene Handlungen können nicht mehr als zusammengehörige Einheit der Person erlebt werden und die Unterscheidung zwischen Eigenem und Fremden ist gestört.

Wie wird depersonalisation behandelt?

Heilung im Sinne von völliger Symptomfreiheit ist bei einer schwachen Depersonalisation am wahrscheinlichsten. In schweren Fällen ist das Ziel, die Symptome zu mildern oder die Phasen, in denen die Depersonalisation auftritt, zu verkürzen. Die Methode der Wahl zur Behandlung ist die Psychotherapie.

Hier fängt das Problem an, eine solche Störung zu fassen. Norm bedeutet erst einmal nur, dass eine solche Norm gesetzt wird. Was aber eine Gesellschaft als normal ansieht, ist historisch und kulturell Wie äußert sich eine Ich Störung? unterschiedlich. Würden wir es im Westen zum Beispiel als gestörtes Verhalten ansehen, wenn sich eine Frau in Saudi-Arabien den Niqab vom Gesicht reißt?

Homoerotik und sexuelle Promiskuitivität zum Beispiel galten in Deutschland noch vor wenigen Jahrzehnten als gestörtes Verhalten — als abnormal. Dabei widersprachen diese Spielarten der Körperlichkeit lediglich den Moralvorstellungen einer verklemmten Gesellschaft und sind keinesfalls Störungen, sondern Ausdruck des weiten Spektrums sexueller Vielfalt von Menschen. Der Leidensdruck Sinnvoll ist es hingegen, wie bei allen psychischen Störungen, vom Leidensdruck auszugehen. Leiden die Betroffenen und leiden Andere unter ihrem Verhalten?

Haben sie deswegen Probleme, sich in sozialen Beziehungen und Gruppen zu integrieren? Bei heute psychiatrisch anerkannten Verhaltensstörungen trifft zu, dass diese die Betroffenen und ihre soziale Umwelt belasten: Auffällige Störungen sind unberechtigte Aggressionen gegen Menschen und Tiere, absichtliches Zerstören von Gegenständen, hyperaktives Ausagieren, extreme Ängstlichkeit, unverhältnismäßige Reaktionen, unkontrollierte Wutausbrüche, Schreien, Einnässen in fortgeschrittenem Alter oder obszönes Verhalten.

Unterschiedliche Verhaltensstörungen Die Störungsbilder nehmen vielerlei Gestalt an. Generell lassen sich vier Formen unterscheiden, die allerdings ineinander übergehen. Diese äußern sich durch außerordentliche Aggressionen, und zwar sowohl verbal wie körperlich. Die Betroffenen streiten sich wegen Nichtigkeiten, zerstören Gegenstände, geraten wegen nichtigen Anlässen in Wutanfälle, bedrohen Andere und kommandieren sie herum.

Gerade umgekehrt sind pathologische Hemmungen: Die davon Betroffenen ziehen sich zurück, reagieren überempfindlich, sind überängstlich, weinen häufig und leiden unter extremen Gefühlen von Minderwertigkeit. Dann gibt es Störungen im Verhalten, die dem Alter unangemessen, aber in einem jüngeren Alter normal sind. Dazu gehört am deutlichsten das Einnässen, aber auch das Leben in einer magischen Welt, wenn die Kleinkindphase, in der das Kind Realität und Fantasie nicht trennt, längst vorbei ist.

Wenn Wie äußert sich eine Ich Störung? ein Dreijähriger in der Trotzphase zum Beispiel auf den Boden wirft, weint und schreit, um seinen Willen durchzusetzen, ist das keine Störung, sondern im Gegenteil eine gesunde Entwicklung. In diesem Alter begreift der Mensch sich selbst nämlich als Individuum, das sich von seiner Umwelt und anderen Individuen Wie äußert sich eine Ich Störung? Er entwickelt eine Theory of Mind. Diese ist für das Anpassen der eigenen Bedürfnisse an die Umwelt sogar lebensnotwendig.

Wenn also ein 14jähriger, der seinen Willen nicht bekommt, sich auf den Boden wirft, heult und schreit, dann deutet das auf eine Verhaltensstörung hin. Das auffällige Verhalten bestimmter Persönlichkeitsstörungen ist eine Folge der nicht gelungenen Anpassung der frühkindlichen Bedürfnisse an soziale Beziehungen und die Außenwelt.

So gehört es zu den Merkmalen des -Syndroms, dass die Betroffenen Bezugspersonen in absolut Gut und absolut Böse aufspalten und daran scheitern, sich selbst und andere Menschen in ihrer Komplexität zu verstehen. Auffälligkeiten im Verhalten zwischen rasender Wut und symbiotischer Anpassung, Gefühlsausbrüchen, die die Betroffenen selbst nicht erklären können und Phasen von Apathie Wie äußert sich eine Ich Störung? eine direkte Folge der Entwicklungsdefizite — die Kranken haben keine stabile Identität entwickelt und kein Selbstbild, aus dem heraus sie das Selbst von Anderen von dem eigenen Selbst unterscheiden könnten.

Die vierte Form ist die sozialisierte Delinquenz. Die Betroffenen bilden Banden, schwänzen häufig die Schule, begehen mit anderen Delinquenten zusammen Diebstähle oder Einbrüche. Die Verhaltensmuster üben sie in Gruppen ein, erlernen sie zugleich durch Nachahmung wie direkte Verstärkung. Ob hier Störungen vorliegen, hängt indessen vom sozialen Kontext ab. Wenn Jugendliche in Slums, die keine soziale Perspektive haben, ihren Lebensunterhalt durch Drogenhandel oder Einbrüche sichern, handelt es sich nicht um ein gestörtes Verhalten, sondern um eine Überlebensstrategie.

Der Situation unangemessen Eine Verhaltensstörung muss strikt getrennt werden von dem, was ein Milieu, eine Klasse, eine politische Weltanschauung oder Religion als gesellschaftlich nicht opportun ansieht. Kennzeichen einer Störung ist hingegen, dass das Verhalten keinen angemessenen Umgang mit der jeweiligen Situation darstellt, und auch aus der Sicht des Betroffenen nicht zum Ziel führt. Es handelt sich in der Regel also gerade nicht um ein gezieltes Überschreiten von Normen und Regeln.

Verhalten, das dazu dient, Menschen, deren Normen die Betroffenen kritisieren, zu provozieren, ist keine Störung. Indessen gibt es auch Menschen mit signifikanten Störungen, die diese als Provokation oder Protest rationalisieren, und die Übergänge lassen sich schwer voneinander trennen. Menschen, die unter einer Verhaltensstörung leiden, überschreiten die Regeln und Grenzen normalerweise nicht gezielt. Oft liegen die Wurzeln in der Familie: Dazu gehören psychische Erkrankungen der Eltern Wie äußert sich eine Ich Störung?

allem der Mutterder Eltern, psychischer, physischer und sexueller Missbrauch im Elternhaus, Verlust wichtiger Bezugspersonen, abwesende Väter, lieblose Eltern, familiäre Verwahrlosung oder eine kriminelle Karriere der Eltern. Die davon Betroffenen weigern sich un- oder halb bewusst, den Kommandos von Eltern und Lehrern zu folgen.

Wie äussert sich eine Psychose?

Sie sind aber intellektuell nicht in der Lage oder durch die Situation gezwungen, ihren Unmut als konkrete Kritik zu äußern. Stattdessen protestieren sie durch ungewolltes Verhalten. Sie verweigern sich in der Schule, lassen das von der Mutter geschmierte Pausenbrot verschimmeln, machen ihre Hausaufgaben nicht, oder ziehen in der Klasse den Mantel nicht aus.

Selbst Einnässen kann eine Protestform darstellen. Psychische Störungen Gestörtes Verhalten kann durch ernsthafte organische oder psychische Schäden bedingt sein: Dazu gehören Hirnschäden, Traumatisierungen und verschiedene Erkrankungen.

Viele Kinder gelten als gestört, bis sich herausstellt, dass ihr ungewöhnliches Benehmen Symptom einer Basiserkrankung ist. Zu den psychischen Störungen, die untrennbar mit Verhaltensstörungen verbunden sind, gehören Bipolarität, Depressionen, das Borderline-Syndrom, diesowie das gesamte Spektrum der autistischen Störungen. Hinzu kommen affektive Störungen, dasdasdas und alle Arten der Wahnerkrankungen, von über Größenwahn bis zu. Substanzmissbrauch Verhaltensstörungen sind außerdem ein typisches Anzeichen von Substanzmissbrauch: Alkoholismus, Heroin- oder Kokainsucht, der exzessive Gebrauch von Amphetaminen, Halluzinogenen, Extasy etc.

Vielen dieser Störungen liegen Erziehungsfehler zugrunde. Vereinfacht gesagt: Kinder, die autoritären Eltern ausgesetzt sind, die nichts dürfen und keinen Raum haben, sich zu entfalten, laufen Gefahr, überängstlich zu werden. Kinder, die der Gewalt ihrer Eltern hilflos ausgesetzt sind, setzen Gewalt ebenfalls ein und entwickeln aggressives Verhalten. Kinder, deren Eltern an Borderline-Erkrankungen leiden oder extrem narzisstisch sind, lernen, verbindlichen Aussagen generell zu misstrauen und suchen nach dem Haar in der Suppe.

Kinder, die zu Hause gewalttätigen Eltern ausgeliefert sind, entwickeln oft selbst aggressives Verhalten. Schnitte im Unterhautgewebe sind bei weitem die verbreitetste Form dieser selbst verursachten Wunden. Die Betroffenen verletzen sich an jedem Teil des Körpers, aber meist an den Armen und Handgelenken. Die Schwere der Handlungen variiert von oberflächlichen Wunden bis zu solchen, die dauerhafte Entstellungen hinterlassen.

Begonnen wird mit dem in der Regel in den späten Teenagerjahren oder im frühen Erwachsenenalter. Manche Betroffene fügen sich nur einige Male Wunden zu, während andere diese Handlung als Teil des Alltags etablieren und es ihnen schlecht geht, wenn sie sie zeitweise einstellen. Direkt nach dem Ritzen fühlen sie, wie psychischer und körperlicher Druck nachlässt. Wenn dieses Gefühl abebbt, tritt Scham und Schuld an seine Stelle, gefolgt von der Wiederkehr der quälenden Emotionen, die den Menschen dazu trieben, sich selbst zu Wie äußert sich eine Ich Störung?, um ihnen zu entfliehen.

Die intellektuelle Leistung leidet, weil die Betroffenen von einem Thema zum nächsten springen und so nicht nachhaltig Wissen abspeichern, das sie später umsetzen könnten; dazu verschlechtern sich die schulischen Leistungen.

Hyperaktive Kinder haben Probleme in der peer group und den Familienbeziehungen. Da sie in sozialen Beziehungen mit ihrem Verhalten anecken, entwickeln sie Ängste und Depressionen. Auch Aggressivität kann die Folge sein. Hyperaktive Kinder geraten häufig in Schwierigkeiten in ihren Beziehungen Wie äußert sich eine Ich Störung?

Erwachsenen, später in Partnerschaften und am Arbeitsplatz. Es fehlt ihnen an emotionaler Selbstkontrolle, um ihren Antrieb und ihre Motivation zu organisieren. Die Hyperaktivität fördert Beeinträchtigungen im Gedächtnis, einen Mangel an räumlichen Fertigkeiten und der Sprachfertigkeit.

Bekommen die Betroffenen die Symptome nicht in der Griff, häufen sich in späteren Lebensjahren die Probleme. Im Beruf können sie nicht kontinuierlich an einem Thema haben, sie werden zur Last für sich selbst und für ihre Kollegen. Was ihre Kollegen in Wochen erarbeitet haben, machen sie durch ihre Unfähigkeit, zuzuhören und sich zu konzentrieren, zunichte. Sie halten sich Wie äußert sich eine Ich Störung? an Absprachen noch gehen sie auf das ein, was ihre Kollegen Zeit und Mühe kostet.

Manche versuchen sich zum Beispiel mit Cannabis selbst zu behandeln, was aber zur Falle wird. Zu der psychischen Störung kommt jetzt noch die psychische Abhängigkeit von der Substanz, zur Konzentrationsschwäche jetzt noch die rauschbedingte Unfähigkeit, klare Gedanken zu bilden.

In jeder Firmenstruktur, die auf Kooperation und Verbindlichkeit angewiesen ist, werden derart Gestörte zu einer Zumutung für alle Beteiligten — auch für sich selbst. Sie machen kaputt, was andere aufbauen. Diese Störung bleibt häufig unbemerkt und wird deshalb oft zu spät diagnostiziert, das heißt, in einer Zeit, in der die Betroffenen bereits massive Entwicklungsdefizite aufweisen.

Von diesem Typ sind prozentual mehr Mädchen betroffen als von den beiden anderen. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, Gehörtes aufzunehmen, und sie achten nicht auf Details. Sie sind desorganisiert, vergessen und verlieren Dinge. Diese Schüler zeigen hyperaktives und impulsives Verhalten, aber können ihre Aufmerksamkeit fokussieren.

Erkennbare Zeichen von Hyperativität und Impulsivität umfassen lautes Reden, das Problem, auf einer Stelle zu sitzen und ruhig zu spielen. Außerdem unterbrechen die Betroffenen andere, rennen und klettern auf gefährliche Weise, reden, ohne nachzudenken, und haben Probleme, ihre Emotionen zu zügeln und zu warten, bis sie an der Reihe sind. Das Asperger-Syndrom Dieses Syndrom gehört zum autistischen Formenkreis. Im Unterschied zum klassischen sind den Betroffenen soziale Beziehungen zu anderen Menschen wichtig, doch zu ihrer Störung gehört, dass sie soziale Kommunikation in wesentlichen Punkten nicht verstehen.

Das führt zu einem Verhalten, das es ihnen erschwert, Freundschaften aufzubauen. Sie finden dann keine Verbindung zu Altersgenossen wegen ihrem Mangel an sozialen Fähigkeiten. Sie haben Probleme, mit anderen Kindern zu reden oder an Gruppenaktivität teilzunehmen.

Wie äußert sich eine Ich Störung?

Das kann Kinder mit Asperger erschüttern, denn sie wollen sich intensiv mit ihren Altersgenossen verbinden. Einige Betroffene haben jedoch kein Verlangen, Freundschaften zu schließen und ziehen es vor, allein zu sein. Junge Kinder mit zeigen bisweilen selektiven Mutismus. Das heißt, sie sprechen zum Beispiel nur frei, wenn sie mit den Anwesenden vertraut sind und verstummen gegenüber Fremden.

Unmittelbare Familienangehörige sind normalerweise nicht betroffen, weil sich das Kind wohl dabei fühlt, mit ihnen zu reden. Deutlich zeigt sich dieses Vermeidungsverhalten in der Schule und der Öffentlichkeit, und einige Kinder weigern sich von einem sehr frühen Alter an, mit Fremden zu sprechen.

Dies verschwindet manchmal von selbst, bei anderen Kindern hilft eine Therapie. Betroffenen fällt es oft schwer, sich in andere einzufühlen. Wenn sie älter werden, lernen sie indessen, wie andere auf sie reagieren.

Sie lernen es, aber sie fühlen es nicht.

Wie äußert sich eine Ich Störung?

Wenn Kinder mit Asperger-Autismus sich weigern, mit fremden Menschen zu sprechen, kann eine Therapie helfen. Wenn sie auf dieses Verhalten angesprochen werden, antworten diese Kinder dann, das, was sie gesagt hätten, sei wahr, und sie verstünden das Problem nicht.

Menschen, die unter Asperger leiden, finden es oft schwierig, Augenkontakt mit ihren Gesprächspartnern herzustellen. Manche glauben, dieses Verhalten resultiert aus einem Mangel an Vertrauen.

Andere vermuten, Augenkontakt lässt die Betroffenen unwohl fühlen. Es gibt sogar die Theorie, dass Asperger-Patienten nicht verstehen, wie wichtig dieser Blickkontakt ist und warum, weil sie soziale Kommunikation nicht begreifen. Das kann sogar zum umgekehrten Problem führen, wenn Betroffene Augenkontakt erzwingen und andere Menschen damit verunsichern.

Depressionen Depressive leiden unter Niedergeschlagenheit. Sie sind antriebslos, ständig müde, und ihre Gedanken kreisen umHoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Sie verlieren die Freude an Dingen, die ihnen Spaß machten, sie stumpfen ab Emotionslosigkeitund sie werden lethargisch. Typisch ist der Grübelzwang, die Betroffenen können nicht abschalten Wie äußert sich eine Ich Störung? ihre Gedanken drehen sich. Manche entwickeln wahnhafte Ideen: Sie fühlen sich schuldig, sehen sich als Versager und leiden an objektiv unbegründeten Ängsten.

Eine äußert sich auch körperlich durchKopf- Rücken- undVerlust des Appetits, Menstruationsprobleme und dem Fehlen sexuellen Begehrens.

Zwangsstörungen Zwänge sind auch Verhaltensstörungen, in denen die Betroffenen ein bestimmte Verhaltensweise zwanghaft ausführen: Unbewusst versuchen sie damit, Wie äußert sich eine Ich Störung?, Impulse oder Handlungen ungeschehen zu machen, die für sie mit Schuld besetzt sind.

Wer Zwangsstörungen behandelt, sollte zuerst Gedanken und Realität der Patienten trennen. Zwangsgestörte reagieren meist erleichtert, wenn sie begreifen, dass ihr Denken allein keine Folgen hat. Affektive Psychosen Affektive Psychosen bezeichnet affektive Störungen, in denen die Stimmungsschwankungen so außer Kontrolle geraten, dass die Betroffenen die Realität nicht mehr prüfen können — bzw. Unbewusstes und äußere Wirklichkeit nicht trennen.

Dazu gehören die irrealen Ängste bei Depressiven und Bipolaren ebenso wie der Größenwahn von Manikern. Wie äußert sich eine Ich Störung?

Mensch in einer manischen Phase, der glaubt, er sei die Wiedergeburt von Mutter Theresa, ist nicht nur manisch, sondern auch psychotisch.

Bipolare Störung Die kennzeichnet ein Wechsel zwischen euphorischem Größenwahn Manie und tiefster Niedergeschlagenheit Depression. Die Manie zeigt sich als ständige überschwängliche Stimmung, die mehr als eine Woche andauert. Die Leitsymptome sind eine Fehlwahrnehmung eigener Grandiosität, ein gesenktes Schlafbedürfnis die Betroffenen sind bisweilen über 48 Stunden unterwegsextreme Gesprächigkeit bis hin zu Redezwang, und außerdem Ideenflucht.

Die Manie Das gestörte Verhalten zeigt sich als Redefluss ohne inhaltlichen Zusammenhang, die Ideen überschlagen sich, die Gedanken rasen, soziale Tabus spielen keine Rolle; Manische überschätzen sich, lassen sich leicht ablenken, ihre Handlungen wechseln ständig; sie benehmen sich rücksichtslos und sexuell getrieben. Sie essen kaum noch und schlafen wenig.

Sie verlieren die Distanz zur Umwelt ebenso wie ihre Selbstkritik. In der reizbaren Variante sind die Gestörten extrem aggressiv: Sie fühlen sich unentwegt provoziert, beleidigen, und sie greifen andere Menschen an — körperlich wie verbal. Ein Auslöser ist, dass andere ihre Luftschlösser nicht ernst nehmen. Schwere Manien gehen in eine Psychose über: Die Betroffenen haben Wahnvorstellungen. Sie sind zerstreut, sie haben tausend grandiose Ideen, denken diese aber nicht zu Ende.

Da die Maniker die Grenzen anderer überschreiten, sind Konflikte mit Mitmenschen, der Polizei, Ladenbesitzern etc. Als manische Phase gilt diese Stimmungsstörung dann, wenn sie den Alltag der Patienten deutlich beeinträchtigt, Wie äußert sich eine Ich Störung? Berufsleben Schaden nimmt oder soziale Beziehungen stört. Sie erfordert einen Aufenthalt in einem Krankenhaus, um zu verhindern, dass die Patienten sich oder andere schaden. Wesentlich für die Unterscheidung ist, dass dieses Verhalten nicht Folge von Drogenmissbrauch, Medikamenten oder medizinischen Behandlungen ist, bzw.

Die depressive Phase Auf diese Manie folgt die depressive Phase. Die gedrückte Stimmung hält mehrere Tage hintereinander fast den ganzen Tag an, die Betroffenen erscheinen wehleidig und klagen über innere Leere. Sie leiden unter Schlaflosigkeit oder umgekehrt unter einem gesteigerten Bedürfnis, zu schlafen. Ihre Bewegungen erscheinen wie in Zeitlupe, gleichzeitig sind die Patienten innerlich unruhig.

Typisch ist das Gefühl der. Die Betroffenen empfinden sich als wertlos und Schuldgefühle plagen sie. Sie können sich schlecht konzentrieren und sind unfähig, Entscheidungen zu treffen. Ihre Gedanken kreisen um den Tod und Suizid, ohne aber konkrete Pläne zu schmieden. Wir müssen differenzieren zwischen einer kulturübergreifenden Verhaltensstörung und einer kulturbedingten Interpretation von Verhalten. Auch wertet die Psychologie vieles heute mitnichten als gestört, was vor wenigen Jahrzehnten noch als dieses galt.

Heute ist indessen belegt, dass Selbstgespräche, die nicht aus einem Wahn herrühren, dazu dienen, Fragen zu reflektieren, ins Bewusstsein zu bringen und Lösungen zu erarbeiten. Auch extreme Verhaltensformen müssen nicht auf eine Störung hindeuten, wenn sie in einer Gesellschaft etabliert sind: Wenn sich zum Beispiel Schiiten zur Feier des Märtyrers Hussein in die Haut schneiden, um sein Märtyrium zu reinszenieren, mag zwar der kulturfremde Betrachter den Kopf schütteln, ein solches etabliertes Verhalten ist aber nicht als Störung zu werten.

Diagnosen Der Diagnoseschlüssel unterscheidet organische und symptomatisch-psychische sowie wahnhafte, neurotische und affektive Störungen, Verhaltensstörungen aus Überlastung oder als Folge von Persönlichkeitsstörungen.

Des weiteren gibt es gestörtes Verhalten als Folge einer Entwicklungsstörung und in Folge eingeschränkter Intelligenz, frühe sowie erworbene Störungen.

Dabei sind die Unterschiede gewaltig, zwischen beginnenden Auffälligkeiten und ausgewachsenen psychischen Krankheiten. Wann sprechen wir von Verhaltensstörungen? Für eine Störung ist also nicht entscheidend, ob der Gartennachbar, der den Rasen mit der Nagelschere schneidet, spielende Kinder frech findet, sondern ob bestimmte extreme Verhaltensmuster in außergewöhnlich hohem Maß auftreten, mindestens sechs Monate lang und in verschiedenen Bereichen des Lebens.

Ob eine Störung vorliegt, hängt davon ab, in welcher Form auffällige Wie äußert sich eine Ich Störung? auftreten und wie lange diese anhalten. Egal ob ein Kind nämlich unter Wie äußert sich eine Ich Störung? Konzentrationslosigkeit leidet, extrem schüchtern ist, oder sich bereits früh durch kriminelles Verhalten auszeichnet — immer bringt es sich selbst dadurch ins Abseits.

Psychosoziale Symptome bei Kindern — Das Kind hält sich nicht an vereinbarte Regeln und verletzt die Rechte anderer Menschen, ohne Reue zu zeigen dissoziale Störung — Das Kind verhält sich übermäßig aggressiv gegenüber anderen Menschen. Ursachen und Ressourcen Heute spielt ein Ansatz, der sich an den Ressourcen des Patienten statt an den Ursachen seines Verhaltens orientiert, eine immer wichtigere Rolle.

Das heißt, es geht nicht mehr nur darum, warum ein Mensch sich problematisch verhält, sondern vor allem darum, welche Fähigkeiten er hat, an diesem Verhalten konstruktiv zu arbeiten. Da das Verhalten das Hauptsymptom ist, lässt sich, unabhängig von der Ursache, die Gesamtsituation des Patienten verbessern, wenn er dieses ändert. So können Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten Deeskalationsstrategien entwickeln.

Jene lassen sich am besten erarbeiten, wenn der Kontext bekannt ist, in dem es zu dem schädlichen Verhalten kommt. Behandlung und Therapie Gesprächs- und Verhaltenstherapien versprechen die besten Aussichten auf Heilung. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen erstens ihre Verhaltensweisen ändern wollen und zweitens wissen, welche sie ändern sollen.

Das gilt zunächst einmal unabhängig von der tieferen Ursache: Ein Traumatisierter, der deutliche Auffälligkeiten entwickelt, wenn Trigger sein Trauma aktivieren, kann lernen, diese Auslöser zu vermeiden; zeigt ein Kind auffälliges Verhalten nach der Trennung der Eltern oder weil ein Elternteil latent psychisch krank ist, dann hilft vermutlich eine Familientherapie.

Wie äußert sich eine Ich Störung?

Bei der Diagnose geht es erst einmal darum, zu erkennen, wann der Betroffene sich auffällig verhält. Eine Störung zeichnet sich aus durch ein generelles Verhalten der Betroffenen. Das bedeutet: Jemand, der extrem aggressiv auftritt, fällt immer wieder auf, weil er sich schlägt, andere beleidigt oder angreift — unabhängig von der Situation Zeigt sich ein Kind jedoch nur gegenüber einem bestimmten Lehrer aggressiv, nicht aber gegenüber seinen Mitschülern, seinen Eltern oder Altersgenossen, dann liegt mit ziemlicher Sicherheit ein Antipathie gegenüber dem Lehrer vor, nicht aber eine Störung.

Auch wenn viele Eltern und Lehrer es nicht gerne hören: Trotz, Ungehorsam oder mangelnde Aufmerksamkeit sind auch Teil zu einer völlig normalen Entwicklung.

SI

Wer beim todlangweiligen Unterricht eines pädagogisch ungenügenden Lehrers Papierflugzeuge faltet, der verhält sich nicht gestört, sondern der Situation angemessen. Neben einer Therapie, die bei jeder Verhaltensstörung angebracht ist, unterscheidet sich die Behandlung je nach Basiserkrankung.

Bei psychischen Krankheiten, die mit einem gestörten Hormonspiegel oder einher gehen, helfen entsprechende Präparate, bei Bipolaren Lithium, bei Schizophrenie Antipsychotika, bei familiär bedingten Fällen eine Familientherapie.

Bei Alkohol- oder Substanzmissbrauch empfiehlt sich eine Suchttherapie. National Library of Medicine: Child Behavior Disorders Abruf: 06.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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