Question: Warum gibt es Gothic?

Das Basiselement, das die Entwicklung der Gothic-Kultur ermöglichte, war das Zusammenwirken von Musik (Gothic Rock), Faszination für Themen wie Tod und Vergänglichkeit sowie einer daraus resultierenden Selbstinszenierung.

Wann ist man ein goth?

Goth ist keine Religion, und du brauchst keiner bestimmten zu folgen, um als goth angesehen zu werden. Goth-Mode beinhaltet manchmal religiöse Symbole, aber es braucht nicht über ein Mode-Statement hinauszugehen.

Dieser Artikel erläutert den Warum gibt es Gothic? Kern der Gothic-Szene. Zur umgangssprachlichen Verwendung von Gothic im subkulturellen Kontext siehe. Die Gothic-Kultur ist einedie Anfang der 1980er Jahre aus dem - und -Umfeld hervorging und sich aus mehreren Splitterkulturen zusammensetzt.

Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der -Bewegung und bildete bis zur Jahrtausendwende den Knotenpunkt der sogenannten. Das Basiselement, das die Entwicklung der Gothic-Kultur ermöglichte, war das Zusammenwirken von MusikFaszination für Themen wie Tod und Vergänglichkeit sowie einer daraus resultierenden.

Wesentlichen Einfluss nahmen hierbei Literatur und Filmderen Thematik das Erscheinungsbild der Szene zum Teil maßgeblich prägte. Die Anhänger der Gothic-Kultur werden länderübergreifend als Goths bezeichnet, obgleich diese Bezeichnung innerhalb der Szene eher selten Anwendung findet, bei vielen Szene-Angehörigen gar auf Ablehnung stößt und häufig hinterfragt wird. Gründe hierfür finden sich im Versuch der Wahrung der eigenen Individualität. Im deutschen Sprachraum ist unter anderem auch die Bezeichnung Grufti e gebräuchlich.

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts erfuhr die Bezeichnung Gothic eine Zweckentfremdung als Vermarktungsetikett durch dieaber auch durch die kommerziellen Medien, wodurch sich ein weiterer Grund für die Ablehnung als Szene-Name entwickelte.

So wurden immer häufiger Bands szenefremder Musikkulturen, wie, oderals Gothic vermarktet, während das Zentrum der Gothic-Bewegung schrittweise ins Abseits geriet.

Demgemäß existierte zwischen der Gothic-Szene und der Gotik-Epoche bzw. Nur kurze Zeit später formierte Ian Astbury aus The Southern Death Cult die Band und absolvierte 1983 einen Auftritt in Berlin. In den Jahren 1983 und 1984 festigte sich in Großbritannien die Bezeichnung für eine neue Jugendkultur allmählich und fand in der Zeitschrift The Face in einem Special über den Londoner erneut Erwähnung.

Konträr dazu wurde sie mit Beginn des neuen Jahrtausends weitgehend aus dem szeneinternen Sprachgebrauch verdrängt. Außenstehende verwenden sie noch heute, inzwischen größtenteils ohne negative Konnotationen. Im Gegensatz zu anderen Warum gibt es Gothic? der 1980er gab es vielerorts keine reinen Gothic-Szenen. Diese unterteilte sich — zumeist bedingt durch die musikalischen Präferenzen — in einzelne Teilkulturen, von denen die Kultur der Goths nur eine Komponente von vielen darstellte.

Gothic wurde somit der Dark-Wave-Bewegung untergeordnet. Diese Unterteilung ist im Namen des erhalten geblieben und findet sich in diversen Zeitschriftentiteln der 1990er Jahre wieder zum Beispiel The Gothic Grimoire — Musikmagazin für Dark Wave und Life Style.

Positive Punk war in der ersten Hälfte der 1980er Jahre eine Alternativbezeichnung für den Gothic Rock und wurde erstmals 1983 in einer Februar-Ausgabe des verwendet. Bereits 1984 findet sich eine Erwähnung in deutschen Musikzeitschriften, wie etwa dem Düsseldorfer Punk-Fanzine Ohne Euch wäre es nicht passiert. Doch die Banshees waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, inzwischen wohl auch zu groß und zu wichtig, um sich eingehender mit Friedhofsphilosophie abzugeben.

Ferner waren in der und in Teilen Berlins Bezeichnungen wie Ghouls oder Darks gebräuchlich. Letztere Bezeichnung findet sich auch in Ländern wie Italien, Mexiko oder — in der sprachlich angepassten Form Darkeri — in Kroatien wieder. Goth, in der Mehrzahl Goths, hat sich bis heute in vielen Teilen der Welt etabliert. In Deutschland ist daneben die entsprechende Übersetzung Goten sowie die grammatikalisch inkorrekte Bezeichnung Gothics verbreitet.

Die Szene Die Szene im Überblick Sozialstatistik Über den Umfang der Gothic-Bewegung ist bisher wenig bekannt. Eine Marktstudie aus den späten 1990er Jahren geht — bezüglich der Szene in Deutschland — von etwa 60. Hierbei findet eine Vermarktung statt, die mit den Neigungen der Teenager durchaus geschickt taktiert. Stattdessen wurde bereits Ende der Warum gibt es Gothic? in vielen Regionen eine sukzessive Rückbildung angenommendie dem Niedergang der und -Musik zugrunde liegt. Die meisten Größenstatistiken beruhen auf der Grundlage von Festivalveranstaltungen und Zeitschriftenverkäufen, weshalb keine geeigneten Daten vorliegen.

Denn nicht jedes Mitglied der Szene fährt zu den Festivals und nicht jeder Festivalbesucher ist zwangsläufig ein Goth. So liegt beispielsweise die Besucherzahl des in Leipzig derzeit bei etwa 18. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass speziell die großen Veranstaltungen international besucht sind. Warum gibt es Gothic? Größenschätzung des deutschen Publikumanteils ist aus diesem Grund nicht möglich.

Die Geschlechterverteilung innerhalb der Szene ist sehr ausgewogen, der Frauenanteil liegt somit deutlich über dem vieler anderer Subkulturen.

Szenemerkmale Die Gothic-Szene gilt als ästhetisch orientierte Subkultur, deren Mitglieder als friedlich, aber auch als unnahbar, elitär oder wirklichkeitsfremd wahrgenommen werden. Sie ist eine retrospektive Kultur mit einer enormen Bandbreite Warum gibt es Gothic? modischen Formen.

Die Durchschnittsbevölkerung wird von Teilen der Gothic-Kultur negativ kritisiert, etwa als konservativ, konsumorientiert, intolerant, egoistisch und vom Gesetz der sozialen Bewährtheit geleitet. Aus der Ablehnung dieser Eigenschaften resultiert eine demonstrative Distanzierung zur Gesellschaft.

Warum gibt es Gothic? charakteristischedie alle Angehörigen der Gothic-Kultur miteinander teilen, gibt es nicht. Zwar werden philosophische, religiöse sowie politische Fragen unter Goths thematisiert, allerdings nicht einheitlich beantwortet. Diese ist jedoch überwiegend auf eine selbstbezogene, passive und teils resignative Grundhaltung zurückzuführen.

Die Gothic-Kultur ist keine politisierte Bewegung. Sie verfolgt weder Ziele noch folgt sie einer gemeinsamen Ideologie. Dennoch ist die Gothic-Szene keine Warum gibt es Gothic?. So gibt es etliche Goths, die sich primär an mystischen und okkulten Inhalten erfreuen und versuchen, diese Seite ihrer Persönlichkeit auszuleben. Melancholische und introvertierte Eigenheiten sind somit zwar verbreitet, diese lassen sich jedoch aufgrund der Heterogenität der Szene und ihrer Ausdrucksformen nicht verallgemeinern.

Ebenso sind humoristische Wesenszüge vorhanden, was vor allem teils selbstkritische Grufti- verdeutlichen. Die Auseinandersetzung mit dem Tod und dessen Akzeptanz als natürlichen Bestandteil des Lebens wird häufigdas heißt sowohl auf ernsthafte als auch ironische Weise, nach außen getragen. Vereinzelt lässt sich ein Hang zur erkennendie neben dem auch die Erkenntnis über die Warum gibt es Gothic?

und die damit assoziierte Sinnlosigkeit des Lebens einbezieht, aus der sich wiederum negative Gemütszustände wie Gleichgültigkeit, Resignation oder Todessehnsucht entwickeln können. Damit verknüpft ist häufig eine Vorliebe für literarische Gattungen und Perioden, speziell für die und für diedie zugleich bedeutenden Einfluss auf das Erscheinungsbild der Szene ausübten. Eine der Grundeigenschaften der Szene ist somit nicht, wie häufig angenommen, eine Rückbesinnung auf das -Zeitalter, sondern — — auf das 18.

Jahrhundert, das Zeitalter der Schauerromane. Ferner ist eine Sehnsucht nach dem Mittelalter und seinen Mythen und Sagen anzutreffen. Dabei handelt es sich jedoch um ein Bild des Mittelalters, das viele Goths vor Augen haben und eine Flucht vor der realen Welt ermöglichen soll.

Die negativen Aspekte dieser Zeit, wie tödliche Seuchenhohe Sterblichkeitsrate und Armut, werden zumeist ausgeklammert. Die Beweggründe, sich der Gothic-Bewegung anzuschließen, sind unterschiedlicher Natur und unterscheiden sich nur unwesentlich von denen anderer Subkulturen. Neben den musikalischen Vorlieben zählen hierzu speziell im Jugendalter die Identitätssuche, alternative Lebensentwürfe, Protest und Abgrenzung gegenüber dem Elternhaus und der Gesellschaft, aber auch ein depressives Lebensgefühl, das häufig durch Sinnleere und Unverstandensein hervorgerufen wird.

Dabei zieht die Entscheidung, sich der Gothic-Szene anzuschließen, oft viele private, schulische und berufliche Konflikte nach sich. In Einzelfällen kann diese Entscheidung die Bindung an die Eltern oder andere Familienangehörige komplett zerstören, zum Beispiel dann, wenn das Familienleben schon vorher stark belastet und unharmonisch war. Diese Schwierigkeiten werden jedoch keineswegs als Beweggrund angesehen, sich von den eigenen Idealen, einer Weltanschauung oder einem Lebenswandel zu distanzieren.

Viele Goths pflegen ein starkes Traditionsbewusstsein und behalten ihren Lebensstil oder die damit verbundenen Vorlieben unter anderem für Musik und Kleidungsstil weit bis ins Erwachsenenalter bei. Im Unterschied zu klassischen entsteht so ein altersübergreifender Dialog. Rund 60 % gehen gerne aus Partys, Kino usw.

Rund 40 % fotografieren, malen oder reisen gerne. Vor allem weibliche Goths widmen sich dem bildnerischen Gestalten. Nur 20 %—30 % zeigen sich jedoch naturverbunden. Auch ohne Berücksichtigung der Szene in Deutschland bleiben die Ergebnisse im Vergleich annähernd identisch.

Auffallend ist allerdings, dass nur etwa 30 % der im Ausland Befragten ihre Freizeit mit Freunden verbringen, was auf einen höheren Anteil von Einzelgängern schließen lässt. Erscheinungsbilder Ein zentrales Merkmal der Gothic-Kultur ist das Styling, das von vielen ihrer Angehörigen als Mittel der Abgrenzung, der Zugehörigkeit und des Ausdrucks eingesetzt wird. Sie ist Ausdruck von Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit, einer Faszination an mystisch-okkulten Inhalten, aber auch von Hoffnungslosigkeit und Leere, Melancholie, Trauer und Tod.

Konträr dazu wird sie als einfaches, modisches Element verwendet. Aber auch Blau, Violett, Weiß oder Bordeaux-Rot sind Warum gibt es Gothic? Haar- bzw. Diese werden hauptsächlich zur Akzentuierung eingesetzt. In Anlehnung an die Wurzeln im werden Kleidungsstücke, wie oderabsichtlich mit Rissen oder Löchern versehen. Ebenso orientieren sich etliche Frisuren an der Punk- und -Kultur Warum gibt es Gothic?

1980er Jahre, wodurch sich die Gothic-Bewegung auch heute noch optisch im -Milieu verorten lässt. Die Bekleidungsstrategie der frühen Gothic-Szene zeigte sich jedoch nicht wie bei den Punks als Ästhetisierung des Hässlichen oder bei den New Romantics als des Glamourösen vergangener Zeiten, sondern als Inszenierung des Horrors. Insbesondere bei den galt es lange Zeit als modisch, die Vergänglichkeit Warum gibt es Gothic?

menschlichen Daseins gezielt durch ein totenähnliches Auftreten zu versinnbildlichen. Der glamouröse Warum gibt es Gothic?, wie ihn spätere Gothic-Generationen seit den 1990ern kennen, spielte dabei zunächst nur eine nebensächliche Rolle. Viele Goths grenzen sich allerdings auch bewusst vom Erscheinungsbild der Punk-Kultur ab. Elemente aus Kleidungsstilen der sind ebenso präsent wie ein an das oder an den angelehntes Outfit.

Dabei sind die jeweiligen Kleidungsstile jedoch nur selten in reiner Form anzutreffen. In der Regel handelt es sich um einzelne Kleidungskomponenten unterschiedlicher Epochen, die eklektisch miteinander kombiniert werden.

Gelegentlich werden neben dem Warum gibt es Gothic? verbundenen Kleideraufwand auch hohe Kosten in Kauf genommen, um sich beispielsweise ein stilechtes -Kostüm schneidern zu lassen. Einige dieser Kleidungsformen werden als Relikt der -Szene angesehen, andererseits gelten die Darsteller romantischer Vampirfilme als modische Vorbilder. Viktorianische Ästhetikhervorgehoben durch dunkle wie bspw. Seit den 1990er Jahren sind bei Frauen vermehrt Frisuren vergangener Epochen anzutreffen, vereinzelt auch überschulterlange Haare bei Männern.

Jahrhunderts; Kleider aus Samt, Spitze und Chiffon, häufig im Floral-Design; Pikes und Schwarzromantik- bzw. Für eine genaue Stilbeschreibung gibt es zu viele Kleidungskombinationen, die auch das von Kleidungselementen szene-fremder Subkulturen, wie der -Kultur oder der -Szene, mit einschließen.

Zudem kann ein Goth auch infolge beruflicher Zwänge optisch nicht auf Anhieb der Gothic-Bewegung zugeordnet werden. Gelegentlich kommt es aufgrund der Kleidung zu Verwechslungen zwischen Goths und Angehörigen der - oder der -Bewegung. Zu weiteren Verwechslungen führte in den vergangenen Jahren der -Trend, der indirekt und ausschließlich modisch bedingt mit der Gothic-Bewegung in Zusammenhang steht.

So treffen sich aufgrund musikalisch breit gefächerter Festivalprogramme immer häufiger Angehörige der Visual-Kei-Szene auf Veranstaltungen wie dem. Bevorzugte Musikformen Impulsgeber für die Entstehung zahlreicher Jugendsubkulturen ist die Musik. Sie wird emotional Warum gibt es Gothic? und dient dabei als Ventil für angestaute Emotionen wie Wut, Trübsinn oder Angst, als Fluchtmöglichkeit aus dem grauen Alltag und zugleich als Ausdrucksform jugendlichen Protests, der meist optisch durch ein entsprechendes Erscheinungsbild unterstrichen wird.

Musikerleben und Körperinszenierung bilden auf diese Weise eine untrennbare Einheit. Diese wiederum dient — je nach Bevorzugung eines Künstlers oder Genres — als Übermittler eines bestimmten Lebensgefühls.

Daneben wurde eine Reihe verwandter Spielarten favorisiert, die sich — abgesehen von Stilen wie — primär im -Umfeld entwickelten. Viele der bevorzugten Musikformen bewegten sich folglich innerhalb der - und -Peripherie und sind — unabhängig von der Art des verwendeten und von der Klangerzeugung — durch klassische Punk-Rock-Nuancen geprägt.

Ein Beispiel hierfür ist die Gruppedie sowohl Gitarren als auch analoge Synthesizer zum Einsatz brachte. Zwischen Anfang und Mitte der 1990er Jahre starb ein Großteil dieser Musikformen aus und wurde stufenweise durch szene-fremde Musikstile abgelöst, sodass die Gothic-Bewegung in den nachfolgenden Jahren Warum gibt es Gothic?

bis auf wenige Nischenbands über keine eigenständige Musikszene verfügte. Erst die zunehmende Verbreitung des Internets ermöglichte im neuen Jahrtausend die Herausbildung einer Untergrundszene, die über Plattformen wie kommuniziert. Daneben gibt es zahlreiche retrospektiv ausgerichtete Goths, die sich auf das musikalische Spektrum der 1980er und frühen 1990er Jahre beschränken und von außen initiierten Trends eher kritisch gegenüberstehen.

Paar- oder Gruppentänze sind dieser Kultur fremd. Noch in der Entwicklungsphase der frühen Gothic-Szene war der als Tanzstil weit verbreitet. Dieser wurde direkt aus dem Punk-Umfeld übernommen und konnte mit dem nach der Jahrtausendwende erneut Bedeutung erlangen.

Hierbei bewegt sich der Tänzer drei Schritte vor, beugt seinen Oberkörper — nach links oder rechts geneigt — nach unten und bewegt sich mit ebenso vielen Schritten zurück zum Ausgangspunkt. Mit der Umsetzung des Tanzes entsteht häufig der Eindruck, der Tänzer würde auf der Tanzfläche ein Grab schaufeln. Wohnraumgestaltung Da der Wohnraum oft als Wohlfühl- und Rückzugsort genutzt wird, spielt bei vielen Goths die Wohnraumgestaltung eine wesentliche Rolle. In den 1980er Jahren war es üblich, die Wände und Zimmerdecken mit zumeist schwarz gefärbten Stoffen und Tüchern auszuschmücken und mit Accessoires wie Rosenkränzen, Kreuzen, Plastikrosen oder Grabschärpen zu dekorieren.

Auch die Zimmereinrichtung bestand häufig aus schwarzen Möbeln und friedhofstypischen Gegenständen wie Kerzenleuchtern, Grableuchten oder Totenschädeln. Nachdem sich die Gothic-Szene im Verlauf der 1990er Jahre aus dem Status als Jugendkultur herauslöste, verschwanden diese — inzwischen größtenteils als klischeehaft geltenden — Formen der Wohnraumgestaltung allmählich und wurden durch weniger makabere Gestaltungsformen abgelöst, etwa im Stil desdes oder der oder auch in einem zeitgemäßen, schlichten und neutralfarbenen.

Nahezu ausschließlich in Teilen der -Kultur sind Gestaltungselemente der 1980er Jahre wie zerrissene Textilien, Spinnennetze, Schädel oder Fledermaus-Attrappen Warum gibt es Gothic?

ironische Anspielungen erhalten geblieben. Insbesondere die Herausbildung neuer musikalischer Substile in den 1980er Jahren siehe hierzu den Artikel förderte das Szenewachstum und prägte die Vielfalt der Gothic-Kultur bezüglich ihrer Weltanschauungen und modischen Erscheinungsformen grundlegend. Das Ende dieses Entwicklungsprozesses lässt sich auf die Mitte der 1990er Jahre datieren. So kann ein Angehöriger der Batcave-Szene eine völlig andere Geisteshaltung vertreten als beispielsweise ein Endzeitromantiker.

Zwei Charakteristika, die jedoch alle Splitterkulturen miteinander vereinen, sind die Verwurzelung in der - und -Bewegung und die thematische Verknüpfung mit den bzw. Batcaver auch Goth Punk oder Gothic Punk genannt, bezeichnet die Angehörigen der frühen Gothic-Szene, wie sie hauptsächlich in England vorzufinden war. Sie waren die ersten, die etwa 1983 als Goths bezeichnet wurden. In Bezug auf Outfit, Frisur und Ideologie noch stark vom Punk geprägt, erlebten die Batcaver mit der Jahrtausendwende ein Revival mit aktiver Vernetzung zur amerikanischen -Szene.

Bevorzugte Musik:,Beispiele:,Grufti auch Gruftie genannt, bezeichnete die Angehörigen einer Jugendkultur in Mitteleuropa, die als Parallelbewegung zur Batcave-Kultur in England entstanden ist und bezüglich ihrer morbiden Eigenheiten in den 1980er und frühen 1990er Jahren für Schlagzeilen sorgte. Konträr zur Batcave-Szene waren Gruftis, sowohl musikbezogen als auch outfitmäßig, deutlich stärker im -Umfeld verwurzelt und ließen einen ausgeprägten Hang zum Weltschmerz und zur Realitätsflucht erkennen.

Inzwischen gilt die Grufti-Bewegung, deren Anhänger sich primär innerhalb des bewegten, als erloschen. Bevorzugte Musik:, Beispiele:, frühefrühe Endzeitromantiker Die Endzeitromantiker bilden eine Splitterkultur, die erstmals zu Beginn der 1990er Jahre Erwähnung findet. Sie entwickelte sich stufenweise aus der Grufti-Bewegung, von der ein Teil des Erscheinungsbildes, wie ausrasierte und toupierte Haare, Silberschmuck usw.

Markante Merkmale sind weiß geschminkte, oftmals mit filigran ausgearbeiteten Ornamenten versehene Gesichtspartien, Kleidungsstücke aus Samt, Brokat, Spitze, Chiffon und Seide sowie Accessoires wie Rosenkränze,Broschen,Samthalsbänder, reich verzierte Faltfächer und Spitzenhandschuhe.

Den Endzeitromantikern ist eine Vorliebe für Philosophie, Literatur besonders PoesieMalerei, Friedhöfe und alte, verfallene Bauten wesentlich stärker zu eigen, als es in Teilen der Grufti-Szene der 1980er der Fall war.

Bevorzugte Musik:Beispiele:frühefrühe, frühe Schwarzromantiker auch Dark Romantic oder Romantic Goth genannt, bezeichnet den Anhänger einer Splitterkultur, die sich etwa parallel zu bzw. Konträr zu den Endzeitromantikern sind punk- und wave-typische Merkmale, wie ausrasierte, toupierte Haare, Piercings oder toten-ähnlich geschminkte Gesichtspartien, kaum bis gar nicht vorhanden. Die Grenzen zwischen beiden Splitterkulturen sind hinsichtlich der Interessen und der Kleidung Warum gibt es Gothic?

fließend. Schwarzromantiker sind eine länderübergreifende Erscheinung und, mit unterschiedlichen Titulierungen wie Romantic Goth und Romantigoth, auch in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien oder Brasilien zu finden. Bevorzugte Musik:, Beispiele:, früheSonstige In der zweiten Hälfte der 1980er entstand mit der wachsenden Popularität von Bands wie The Sisters of Mercy, The Mission oder Fields of the Nephilim eine Fangemeinschaft, die sich von den äußeren Merkmalen aller zuvor genannten Splitterkulturen stark unterscheidet.

Dabei dominieren vor allem lange Haare Warum gibt es Gothic? Kleidungselemente der Hard-Rock-Szene. Obwohl sich dieses Erscheinungsbild von den anderen deutlich abhebt, fällt es in die Zeit der 19. Jahrhundert und ist durch diese vorgeprägt vom 13. Bevorzugte Musik:Artverwandtes Beispiele:, Innerhalb einer Splitterkultur lassen sich stilbestimmende Gemeinsamkeiten erkennen, die sich auf das gesamte Lebensumfeld erstrecken und sowohl die musikalischen Präferenzen und persönlichen Warum gibt es Gothic?

als auch das Erscheinungsbild und die Wohnraumgestaltung einschließen. Das Verwandtschaftsverhältnis zwischen diesen Komponenten wird in der Sozialwissenschaft als bezeichnet.

Warum gibt es Gothic?

Fixpunkt der Orientierung stilistischer Praktiken sind — wie bei anderen Jugendsubkulturen auch — die speziellen Musikstile.

Sein Wohnraum ist mit antiken Einrichtungsgegenständen möbliert, mutet aristokratisch oder gar folkloristisch an und strahlt eine verträumte, weltentrückte oder feenhafte Atmosphäre aus. Das kulturelle Umfeld eines Goths, der überwiegend gothic-rock-orientierte Dark-Wave-Gruppen wie Bauhaus, Siouxsie and the Banshees und favorisiert, wird hingegen primär durch die Post-Punk-Bewegung der frühen 1980er bestimmt. Sein Umfeld ist somit noch deutlich durch die Punk-Kultur geprägt siehe Batcaver.

Die äußeren Attribute, wie Kleidung, Frisur und Wohnungseinrichtung, sind in der Regel Ausdruck einer Geisteshaltung oder eines die jeweilige Splitterkultur bestimmenden Lebensgefühls. Nicht alle Goths gehören einer Splitterkultur an.

So gibt es auch verschiedene Mischformen, die sich vor allem im Erscheinungsbild und in den musikalischen Vorlieben widerspiegeln. Pseudonyme Ein hervorstechendes Merkmal der Gothic- und Dark-Wave-Bewegung war lange Zeit die Nutzung vondie Warum gibt es Gothic? der zweiten Hälfte der 1980er weite Verbreitung erfuhren. Anfangs noch deutlich von der Punk-Kultur beeinflusst, wurde die Bandbreite an Pseudonymen recht früh um Namen erweitert, die den Bereichen Film, Musik, Literatur und Mythologie entstammten und zugleich auf die Interessen ihrer Namensträger verwiesen.

Dazu gehörten Namen wie,Moonchild,Luctus, Necrophorus,Châtelaine, oder. Dark Angel 666wie sie vorwiegend von Sympathisanten und Szeneneueinsteigern verwendet werden, galten und gelten als einfallslos und sind in der Szene verpönt. Mit der Verbreitung des Internets erreichte die Nutzung von Pseudonymen letztlich ihren Höhepunkt.

Szenemedien Zeitschriften Warum gibt es Gothic? die Gothic-Szene erschienen primär Anfang bis Ende der 1990er nur in geringer Auflage. Letzteres ist infolge seiner Schwerpunktverlagerung bis heute aktiv. Es widmet sich Warum gibt es Gothic? dem Themenspektrum der gesamten und weit darüber hinaus, sodass es den Status als Gothic-Magazin in der zweiten Hälfte der 1990er verloren hatte.

Außerhalb Deutschlands waren das Naked Truth aus Glasgow, das Gothic Chapter aus Paris, das Propaganda Magazine aus New York, das Under the Black Rose Magazine aus sowie Alma Mater und Sturm und Drang aus Barcelona und Maldoror aus Madrid federführend. Ein weiteres, schlicht mit Gothic Mag betiteltes Magazin erschien in Griechenland.

Typisches Fanzine-Motiv: -Darstellung Tanz der Gerippe, ein Holzschnitt von 1493, verwendet für einen -Bericht in einem Fanzine von 1982 Report 2. Viele der seit den 1980er Jahren herausgegebenen und Musikmagazine, wieZigZag, Glasnost,Strange Ways, PopNoise,Inquisita oder Epitaph, beinhalteten stets eine breite Auswahl unterschiedlicher Genres der - und -Bewegung und waren somit nicht ausschließlich für die Gothic-Kultur bestimmt.

Diese wurden mittels oder vervielfältigt und durch einfache Heftklammern oder Schnüre zusammengehalten. Zur Ausschmückung der Heftseiten fanden unter anderem hoch kontrastierte Bandfotografien, -Motive oder Abbildungen von und Tierschädel Verwendung.

Ferner wurde, etlichen Gothic- und Dark-Wave-Alben entsprechend, auf Fotos Warum gibt es Gothic? Grabskulpturen zurückgegriffen Fotos von Gräbern in und finden sich beispielsweise auf den Werken von Joy Division und Dead Can Dance.

Die Verwendung solcher Fotografien in gothic-orientierten Magazinen erreichte in den 1990ern ihren Höhepunkt. Im Vergleich zur -Bewegung wurde der Gothic-Kultur im Fernsehen nie ein Platz für szenespezifische Musiksendungen eingeräumt.

Auch Hörfunksendungen, die sich exklusiv mit dem musikstilistischen Output aus dem Gothic-Umfeld beschäftigen, wurden bis heute nicht realisiert. Vereinzelt gab es Sendungen, die wiederholt Gothic-Bands in ihr breit gefächertes Independent-Programm aufnahmen, wie John Peel's Music aufdie auch in Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen, West- und Ost-Berlin über den britischen Soldatensender empfangen werden konnte, und ab 1984 auf. Charakteristischer Bestandteil von John Peel's Music waren die Peel Sessions, für die unterschiedliche Bands ins Studio eingeladen wurden, um ohne aufwändige Produktion in kurzer Zeit einige Stücke live einzuspielen.

Viele dieser Peel Sessions wurden auf Tonträger veröffentlicht zum Beispiel The Cure, Joy Division, Xmal Deutschland, Clan of Xymox. Verhältnis zu anderen Subkulturen Ein freundschaftliches Verhältnis verbindet Teile der Gothic-Szene mit der - und -Kultur. Ein Grund hierfür findet sich vor allem in den musikalischen Vorlieben, die sich diese Jugendkulturen teilen. Seit den Anfängen Warum gibt es Gothic? Szene lassen sich zudem Berührungspunkte mit der -Bewegung erkennen so bspw.

Demgegenüber kam es häufiger zu Konflikten mit Anhängern der -Szene, die sich überwiegend in den westeuropäischen,und oder im Osten Deutschlands abseits der entwickelte und sich mit der -Attitüde und dem androgynen Erscheinungsbild, das in Teilen der Gothic-Kultur vorherrscht, nicht anfreunden konnte.

Für sie stand martialisches Auftreten und körperbetonte Härte als Zeichen von Männlichkeit im Vordergrund. Als eines der größten Feindbilder der Gothic-Kultur galt lange Zeit die -Szene. Dieser Feindseligkeit, die von beiden Subkulturen ausging, wirkten in den 1990er Jahren hauptsächlich Künstler aus dem musikalischen Umfeld, wie, oder — ganz gezielt — Warum gibt es Gothic?

Metal-Formation in Zusammenarbeit mitentgegen. Sie stößt vor allem bei traditionell ausgerichteten Vertretern sowohl der Gothic-Kultur als auch der auf Ablehnung.

Ferner sind seit der Mitte der 1990er Jahre verstärkt Überlagerungen mit der -Szene sichtbar. Sie werden von den Goths allerdings nicht grundsätzlich positiv bewertet, sondern bisweilen als Unterwanderung empfunden. Deutliche Abgrenzungsversuche bestehen gegenüber der -Bewegung. Speziell japanischen Goths ist die Visual-Kei-Szene ein Dorn im Auge, da viele Vertreter dieser Szene sogenannte -Bands von den Massenmedien fälschlich als Gothic präsentiert und international als japanische Gothic-Bands missverstanden werden.

Weiterhin besteht ein Warum gibt es Gothic? Verhältnis zur -Kultur. Auch ein Bezug zu Themen ist der Cyber-Kultur fremd. Weltanschauung Religion Die Zugehörigkeit einer Person zur Gothic-Kultur ist unabhängig vonund Religionszugehörigkeit. Goths beschäftigen sich in Grundzügen mit dem Thema und ziehen individuelle Schlüsse, wodurch eine nähere Bestimmung nicht möglich ist. Einige Teile der Szene sind dem zugeneigt und lehnen die Institution Kirche, beispielsweise aufgrund ihrer Verfehlungen im Laufe der Geschichte, völlig ab.

Bei manchen Goths herrscht eine Sehnsucht nach den Ursprüngen des Glaubens und dem vor, das im Verlauf der gewaltsam zerstört wurde. Das drückt oftmals den Wunsch nach den eigenen Ursprüngen und Wurzeln aus.

Es lässt sich darüber hinaus ein Interesse an oder Inhalten bspw. Anders als im ist Satanismus kein Warum gibt es Gothic? Bestandteil der Gothic-Kultur. Obwohl sich etliche Angehörige der Gothic-Bewegung vom distanzieren und ein völlig anderes Lebensgefühl auszudrücken versuchen, werden sie aufgrund ihrer äußeren Erscheinung oft mit diesem in Verbindung gebracht und von Außenstehenden belächelt oder Warum gibt es Gothic? als potentiell gefährlich eingestuft. Zwar gab es in der Grufti-Szene der 1980er Jahre Szeneangehörige und Jugendcliquen, die sich oberflächlich mit dem Thema Satanismus auseinandersetzten.

Den meisten Gruftis war Satan jedoch kein Anliegen. Ihr Erscheinungsbild und ihre Eigenheiten entsprangen vielmehr einer morbiden, teils geprägten Grundstimmung, die das einigende Element der Grufti-Szene darstellte. Der vornehmliche Glaubensinhalt der Gruftis war somit nicht, wie in den Medien häufig behauptet, der Glaube an den Satan oder an einen Gott, sondern an den Tod als eine übergeordnete Macht, der jeder Mensch unterworfen ist.

Dieser Glaubensinhalt verweist wiederum auf eine atheistische Grundhaltung. Sie mögen gerade bei jüngeren Personen, die in die Szene hineinwachsen, die Ansicht verstärken, eine Ablehnung des christlichen Glaubens oder gar eine Hinwendung zum Satanismus sei Voraussetzung, um als Szeneangehöriger anerkannt zu werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Andererseits werden sie als Ausdruck von Kirchen- und Religionskritik verwendet.

Oftmals ist es jedoch die in der Szene verbreitete Faszination an der Mystik, die Goths zum Tragen okkulter und religiöser Symbole bewegt. Ein kleiner Teil der Szene ist christlich geprägt.

Ein Beispiel hierfür liefert der Schwarze Gottesdienst, der jährlich zum in der stattfindet. Politik Eine eindeutige politische Ausrichtung ist nicht feststellbar.

Im Vergleich zu anderen Subkulturen, die sich im Umkreis der bewegen, nimmt Politik innerhalb Warum gibt es Gothic? Gothic-Bewegung einen nebensächlichen Stellenwert ein, wodurch oder rechtstendierende Ideologien seltener anzutreffen sind. Einige Goths interessieren sich für linksalternative Politikansätze. Andere wiederum nehmen eine primär unpolitische Haltung ein — seit den 1990ern mit steigender Tendenz.

Baal: Sänger der Gothic-Rock-Band1999 und werden in der Gothic-Kultur weitgehend abgelehnt. Dieser Umstand machte sich vor allem in den 1990er Jahren bemerkbar. Zeitschriften wie das Bonner Musikmagazin Gothic Press wiesen 1992 in einem Rundschreiben auf die Gefahr des Rechtsextremismus hin und sprachen sich gegen rechtsextreme Gewalt aus. Gleichzeitig distanzierte sich jedoch ein Großteil der Szene von jeglichen politischen Ideologien und sah Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit als selbstverständlich an.

Mehrfach wurden durch die Medien und linksradikalen Organisationen, wie etwa Splittergruppen derBezüge zwischen der Gothic-Kultur und Künstlern hergestellt, denen eine rechtsextreme Gesinnung nachgesagt wird. Viele dieser politisch umstrittenen Künstler, wie,oderstammen jedoch aus dem - und -Umfeld. Sie bewegen sich vornehmlich im Randbereich der Schwarzen Szene und verfügen über nur wenige Berührungspunkte mit der Gothic-Kultur. Reine Gothic-Events gab es bis in die späten 1990er Jahre hinein kaum.

Diese vielseitigen Independent-Veranstaltungen waren notwendig, da sich ein Event für nur eine Musik- und Szene-Richtung aufgrund der anfallenden Kosten nur schwer verwirklichen ließ. Zu dieser Zeit teilten sich Goths mit nur wenigen Warum gibt es Gothic?, wie der Elektro-Szene, die Tanzfläche. In den darauf folgenden Jahren wandelte sich das Publikum drastisch. Dies äußerte sich speziell durch den enormen Zulauf von Angehörigen der -Szene, vor allem aber der -Kultur, deren Mitglieder nach dem Abflauen der Techno-Welle verstärkt in die Schwarze Szene abwanderten.

Ein Warum gibt es Gothic? hierfür ist die Präsenz Warum gibt es Gothic? unter anderem oder technoid geformter unter anderem Klänge, die immer mehr das Veranstaltungsprogramm der prägen und damit bereits 1996 in Kernregionen wie die ersten szeneinternen Konflikte auslösten. Da es landesweit und international zunächst keine einheitlichen Programm-Entwürfe gab und sich die Warum gibt es Gothic?

von Stadt zu Stadt unterschiedlich gestaltetenmachte sich dieser Wandel in anderen Regionen erst einige Jahre später bemerkbar.

Wave

Insbesondere die dance- und techno-lastige Musik, die während dieser Zeit von Teilen der -Szene bevorzugt wurde, Warum gibt es Gothic? im neuen Jahrtausend die Herausbildung der -Kultur, die in mehreren Gebieten Europas beispielsweise im gegenwärtig das Hauptpublikum in den Diskotheken bildet, und führte dazu, dass sich zahlreiche Goths von den herkömmlichen Events abwandten und gothic- dark-wave- bzw. Friedhöfe in Ein weiterer bedeutsamer — wenn auch umstrittener — Treffpunkt und Aufenthaltsort für Goths ist der Friedhof.

In den 1980er Jahren wurde der Friedhof hauptsächlich aufgrund jugendlicher Abenteuerlust aufgesucht. Zu Beginn der 1990er wich der Nervenkitzel an den nächtlichen Besuchen einer Faszination an der Ästhetik alter Gräber.

So avancierte der Friedhof zu einem beliebten Besuchsziel mit ruhiger, romantischer und mystischer Ausstrahlung. Damit knüpfen viele Goths — oftmals auch unbewusst — an die Gepflogenheiten zur Zeit der an. Jahrhundert waren Friedhöfe nicht nur Begräbnisstätten und Sammelstellen für Leichname, sondern öffentlich und gern besuchte Plätze, die von ihren Besuchern Warum gibt es Gothic?

Orte der und aufgesucht wurden. Jahrhunderts entwickelte sich der Friedhof zu einem tabuisierten Ort, der insbesondere von den jüngeren Generationen gemieden und aus dem Leben verbannt wird. Goths enttabuisieren den Friedhof und machen ihn zu einem alltäglichen bzw. Sie werden jedoch häufig von Vertretern der Gothic-Kultur aufgesucht. Speziell das Wave-Gotik-Treffen, das ursprünglich als Treffpunkt für und Goths ins Leben gerufen wurde, Warum gibt es Gothic?

mittlerweile durch ein vielseitiges Angebot das Interesse der gesamten ab. Das Zillo Festival lockte zudem zahlreiche Anhänger anderer -Kulturen beispielsweise an. Das Publikum zeigte sich infolgedessen weniger homogen. Einfluss auf die Kunst Warum gibt es Gothic?

Gothic-Kultur hat verschiedene Künstler beeinflusst, nicht nur Musiker, sondern auch Maler, Fotografen und Schriftsteller. Allen gemein ist die Hinwendung zu mystischen, morbiden und romantischen Themen. Dabei wird wahlfrei auf Stilmittel verschiedener Epochen zurückgegriffen, beispielsweise auf die deutsche und englische. So facettenreich sich die Gothic-Kultur präsentiert, so vielseitig erscheinen auch die von ihr beeinflussten Kunstformen: In der Fotografie und Malerei reicht das Spektrum von unaufdringlichen Porträts über erotische Aufnahmen bis hin zu Darstellungen von Märchen- Götter- und Fantasie-Gestalten.

In der Literatur dominieren die Thematikenund. Präsent ist die Vorliebe für dunkle Farben und Stimmungen, ähnlich denden oder den Malern des. Unter den Zeichnern sind Natalie Shau, Rachael Huntington, Myka Jelina, Gerald Brom sowie die amerikanischen -Künstler und zu nennen.

In Teilen der englischsprachigen Gothic-Szene sehr beliebt ist die amerikanische Autorin. Im Bereich des Films sind besonders die Werke des amerikanischen Regisseurs hervorzuheben, dessen Arbeiten zum Teil durch die Gothic-Ästhetik beeinflusst sind.

Etliche Musiker und Wegbereiter der frühen britischen Gothic-Bewegung ließen sich darüber hinaus von Gothic-Horror-Klassikern und dem inspirieren, wodurch sich schon früh eine Wechselbeziehung zwischen Filmkunst und Musikkultur abzeichnete.

Ein Beispiel hierfür bietet der Horrorfilm engl. The Hunger von Regisseurin dem — neben in der Hauptrolle — auchSänger der Gothic-Rock-Bandmitwirkte. Einige dieser Filme erfreuen sich auch heute noch bei Angehörigen der Gothic-Kultur großer Beliebtheit. Darstellung der Gothic-Szene in den Medien Das negative Image, das der Gothic-Szene anhaftet, wurde und wird zu einem Großteil durch die kommerziellen Medien aber auch durch die Szene selbst geprägt.

Berichte über Satanismus, Grabschändungen oder schwarze Messen bilden den Inhalt zahlreicher Publikationen und nehmen starken Einfluss auf die Betrachtungsweise der Bevölkerung.

Viele dieser Berichte, deren Inhalt über zwei Dekaden hinweg nahezu unverändert übernommen und vervielfältigt wurde, repräsentieren das Bild einer aufmüpfigen Jugendszene, die bezüglich ihrer Geisteshaltung und Lebensart als längst erloschen gilt. Tatsächlich kam es in den 1980er Jahren in Teilen der -Szene vereinzelt zu Friedhofsvandalismus, dem die spätere Gothic-Bewegung jedoch ablehnend gegenübersteht. Hierzu zählten unter anderem das Umstoßen von Grabsteinen oder das Entwenden von Grabschmuck wie Kränzen, Grableuchten, Vasen oderdie als Dekoration für die eigene Wohnstätte dienten.

Dahinter standen vermutlich weniger antireligiöse Beweggründe als jugendliche Unbekümmertheit, und der Nervenkitzel beim Spiel mit Tabus. Zudem Warum gibt es Gothic? die gesammelten Gegenstände die unmittelbare Nähe zum Tod, die zur damaligen Zeit noch eine zentrale Stellung einnahm. Warum gibt es Gothic? Sorglosigkeit vieler jugendlicher Gruftis wirft dabei selbst Jahrzehnte später noch einen Schatten auf die gesamte Gothic-Bewegung.

Das kontinuierliche Aufgreifen derartiger Geschehnisse durch die kommerziellen Medien, besonders durch - und -sendungenbegründet sich überdies oftmals nicht in der Absicht einer seriösen Berichterstattung, sondern zielt überwiegend auf die Sensationsgier der Bevölkerung ab, die in den alten, häufig übertrieben dargestellten Delikten ihre Vorurteile gegenüber der heutigen Gothic-Kultur bestätigt sieht.

Es finden sich auch viele Artikel, die diese Subkultur mit großer Sympathie schildern. Solcherlei Berichterstattung kann man in der Regel seriösen Tageszeitungen entnehmen. Die wirklich schädigenden Berichte müssen zum größten Teil der Boulevard-Presse zugeschrieben werden. Die Darstellung ist dabei auffällig realitätsnah. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Grufti-Szene als reine Jugendbewegung konstituiert war, von der ein Teil ihrer Anhänger versuchte, mithilfe abenteuerlicher, morbider Geschichten Warum gibt es Gothic?

den Medien Aufmerksamkeit zu erregen und vor allem szeneintern Respekt und Anerkennung zu erlangen. Die Kultur entwickelte sich als Reaktion zu dem als verlogen empfundenen, friedvollen Idealismus und Optimismus der wie auch gegen das politische auch gegen die und vertrat eine anti-bürgerliche Lebensweise.

Im Vordergrund stand die Provokation der von ihr abgelehnten Gesellschaft, sowohl durch das Aussehen, das vor allem das Hässliche betont wie zerrissene, häufig mit Parolen und umstrittenen Symbolen versehene oder anderweitig modifizierte Kleidung, auffällige Sonnenbrillen, Piercingsals auch durch das Verhalten.

Durch die Zuspitzung des Kalten Krieges, die und der damit verbundenen Massenarbeitslosigkeit entpuppten sich fehlende Zukunftsperspektiven, Identifikationsprobleme und wachsender Groll der Jugend auf die deutlich konservativen Moralvorstellungen der Obrigkeit und der Kirche.

Jedoch gingen nicht alle Angehörigen der Punk-Bewegung in gleicher Art und Weise mit den vorhandenen Problemen um. Schon früh zeigten sich in der Szene verschiedene Charaktere, Warum gibt es Gothic?

sich denen innerhalb der Gothic-Kultur stark ähneln: Neben gesellschaftskritischen und orientierten Punks, deren Hauptintention es war, den Weg in den Untergang zu feiern, entwickelte sich parallel dazu ein introvertierter Ableger, der sich überwiegend in der Attitüde des widerspiegelt.

Die Musik der frühen Punk-Bands war eine rohe und primitive Form des als Gegenpol zum perfektionierten und der oberflächlichen und kommerziell ausgerichteten -Kultur. Den Grundstein für den Punk legten Bands wie,oder auchals Keimzelle der Bewegung gilt der Club in.

Als sich der Punk Ende der 1970er Jahre in verschiedene Genres aufspaltete, gingen daraus der und der hervor; Punk-Bands wie The Stooges und übten auf die Entwicklung der Gothic-Musik wesentlichen Einfluss aus. Entgegen mancher Aussagen war Gothic jedoch keine gezielte Abspaltung vom Punk. So verstanden sich viele Gothic-Bands selbst noch als Teil der Punk-Bewegung und nicht als Initiatoren eines neuen Genres. Sowohl äußerliche Merkmale wie derzerrissene Netzhemden und Strumpfhosen als auch ideologische Aspekte flossen in die Gothic-Bewegung ein.

Warum gibt es Gothic? Übergang vom Punk zum Gothic war jedoch fließend und wurde zunächst kaum wahrgenommen. So war auch unter Punks ein dunkler Kleidungs- und Schminkstil verbreitet, der bereits in den 1980ern farbenfroheren Outfits wich. New Romanticism, war eine jugendkulturelle Szene, die sich Ende der 1970er Jahre innerhalb der -Bewegung als Reaktion auf den entwickelte.

JahrhundertHüten oder,Rüschenhemden, Spitzenkleidern, -Kostümen, Gehstöcke und indianischen Schmuckgegenständen sowie extrem aufgetragenem Make-up und bizarren Haarstilen auf, mit dem sie sich bewusst von dem als schmuddelig empfundenen Punk-Look abzugrenzen versuchten. Musikalisch bewegten sich die New Romantics zwischen New Wave, undbevor szene-eigene Bands wie,und ins Rampenlicht traten und Warum gibt es Gothic?

Bewegung außerhalb Englands bekannt machten. In Mitteleuropa wurde New Romantic jedoch überwiegend mit Bands wieund assoziiert, wodurch eine Bedeutungsverschiebung auf das -Umfeld erfolgte. Aus diesem Grund existierte auf dem europäischen Festland vielerorts keine der britischen Szene entsprechende New-Romantic-Bewegung. Inwieweit New Romantic die Gothic-Kultur in ihrer Entwicklung beeinflusste, ist unklar.

Tatsächlich glaubten in Deutschland viele Gruftis, die Gothic-Bewegung habe sich auf der Grundlage der New-Romantic-Szene entwickelt. Um 1982 erreichte die New-Romantic-Bewegung in Großbritannien ihren kulturellen Höhepunkt. So diente der in London, der als Entstehungsort der Gothic-Szene in England gilt, zunächst als Treffpunkt für New Romantics, Punks und verwandte Jugendkulturen, ehe er sich zum Prototyp Warum gibt es Gothic?

Gothic-Clubs wandelte. Damit ging ein Teil der New Romantics nahtlos in die Gothic-Bewegung über, wodurch diverse Kleidungs- Schmink- und Haarstile auf die Entwicklung der Gothic-Mode Einfluss ausübten. Jahrhunderts, die von dem italienischen Literaturwissenschaftler in seiner Studie La Carne, la Morte e il Diavolo nelle Letteratura Romantica dt. Titel: Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik von 1963 ausgiebig untersucht wurde und sich sowohl den Abgründen menschlicher Existenzmorbide Neigungen wie als auch antichristlichen, nihilistischen und gespenstischen Themenkreisen zuwandte.

Bedeutsame Autoren dieser Strömung derals deren Wegbereiter Mario Praz begreift, waren,undaber auch, und. Essentieller Bestandteil der Schwarzen Romantik waren die sogenannten. Im englischen Sprachraum erfreuten sich die Gothic Novels, mit ihren schaurigen Handlungsplätzen wie Friedhöfen, Spukschlössern und Ruinen, großer Beliebtheit.

Der Warum gibt es Gothic? dieser Romane im Rahmen der aufkommenden im 18. Jahrhundert war eine Reaktion auf die rationale, entmystifizierende Sicht des und der. Seit den Anfängen der Gothic-Bewegung zeigt sich eine thematische Vernetzung zu den und zurdie sich in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen bis heute erhalten hat.

So gab es viele Bands aus dem - und -Umfeld, wie, oderdie sich intensiv mit dieser Epoche auseinandersetzten. Auch in der Gothic-Kultur ist ein starkes Interesse an der Schwarzen Romantik vertreten. Hierbei wird allerdings nicht nur das Spektrum themenbezogener Romane und Filme rezipiert, sondern versucht, düstere Charaktere wie oder in Szene zu setzen.

Damit nehmen Goths den Platz von ein. Im Rückzug in eine idealisierte Lebensweise findet sich sowohl bei den als auch bei Anhängern der Gothic-Kultur eine Tendenz zur. Entwicklung der Gothic-Szene Anfangsjahre 1981—1989 Die Gothic-Kultur entstand ab den frühen 1980er Jahren europaweit als musikkulturelle Jugendszene. Wie bei anderen Jugendkulturen erfolgte hierbei einder in einer ersten Stufe etwa 1983 abgeschlossen war.

Nicht ganz geklärt ist, ob die Gothic-Szene von England aus Verbreitung fand oder ob sich in anderen europäischen Ländern gleichzeitig Parallelszenen entwickelten. Auch die -Band gab 1980 zwei Auftritte in Köln und Berlin und war demzufolge in Deutschland bekannt. England diente jedoch als Reiseziel sowie als Orientierungspunkt bezüglich Musik und Mode.

Es fand somit ein Austausch auf internationaler Ebene statt. Inspiriert durch weitere Künstler, wie,undentwickelten sich so beispielsweise im deutschsprachigen Raum zunächst kleinere, regionale Gruppierungendie in der - und -Bewegung Westeuropas verwurzelt waren, untereinander jedoch kaum Kontakt hielten. Speziell in den Großstädten standen sich viele der Jugendcliquen infolge von Generationskonflikten feindlich gesinnt gegenüber.

Die frühesten Entwicklungsansätze der Gothic-Bewegung in Deutschland lassen sich seit etwa 1982 in der ehemaligen Mauerstadt finden, die sich in den 1980er Jahren zu einem Wallfahrtsort der westdeutschen Gothic-Szene entwickelte und einen intensiven Austausch mit London pflegte. In Österreich entfaltete sich das in Wien zu einem zentralen Szenetreffpunkt.

Wie sie sich selber nannten, weiß ich nicht. Aber ich erinnere mich an eine so zurechtgemachte Frau, Warum gibt es Gothic? sagte, sie wäre eine »Gothic-Frau«. Diese Gegebenheit schlug sich bald auf die englische Regionalszene nieder, die schon in der Mitte der 1980er Jahre erste Verfallserscheinungen zeigte.

Sie war — ebenso wie Italiens Szene — nur eine kurzlebige Bewegung, die in der Mitte der 1980er abflaute und erst in den 1990er Jahren einen Aufschwung erfuhr. Los Angeles nimmt dabei eine gesonderte Rolle ein. In Kanada bildete das Gebiet um Toronto, Montreal und Québec die kulturelle Kernregion. Die Frisuren und Kleidungsstile der Goths waren zu dieser Zeit stark Warum gibt es Gothic? das Erscheinungsbild der - und -Bewegung angelehnt oder wurden von den musikalischen Leitfiguren übernommen.

Populäre Künstler wie The CureChristian DeathSiouxsie and the BansheesBauhaus oder Jonathan Melton alias Johnny Slut, Specimen sind bis heute Idole der Gothic-Kultur und dienten hierbei als Vorbild. Uns selbst war nicht bewusst, wie wir aussahen.

Nach einer Weile wird man immun gegen die Schockwirkung des eigenen Outfits. Da wird das die Norm. In Gebieten, die durch Industrie geprägt waren, herrschte vielmehr ein punk-lastiger Kleidungsstil vor.

In Regionen, in denen ein historischer Architekturstil dominierte, fühlte sich hingegen ein Teil der Gothic-Szene von Epochen vergangener Tage inspiriert.

So entstanden beispielsweise im süddeutschen Raum unterschiedliche Kleidungsstile, die sich an der Zeit der oder des orientierten. Diese Stile werden Warum gibt es Gothic? auch als Einfluss der englischen -Bewegung gedeutet. Daneben ließen sich unzählige Goths von Filmfiguren aus - und -Klassikern wie, und oder Filmkomödien wie und inspirieren. Obwohl sie sich derselben Kultur zugehörig fühlten, unterschieden sich Goths, die sich an Horrorfilm- und Romanfiguren oder an Teilen der New-Romantic-Bewegung orientierten, schon früh von solchen, die eher dem Punk zugeneigt waren, sowohl was ihr Erscheinungsbild als auch ihre Lebensansichten anbelangte.

In der Mitte der 1980er begannen sich zunehmend Zeitschriften wie die Deutschland und der Österreich für das Jugendphänomen zu interessieren. Schon im Februar des darauf folgenden Jahres startete mit Ratte macht die Fliege eine achtteilige Gothic-Foto-Love-Story. Aufgrund des Mangels an musikalischen Idolen begann jedoch ab etwa 1987 auch die Szene in Deutschland allmählich zu zerfallen. Diesem Verfall wirkten Gruppen wieoder entgegen.

Neben Robert Smith, der sich nach einem Ausflug in kommerzielle Popgefilde auf seine Dark-Wave-Wurzeln zurückbesann, waren insbesondere The Sisters of Mercy und Carl McCoy Fields of the Nephilim führende Musiker dieser Ära. Letztere beeinflussten die Mode einer neuen, speziell in Großbritannien als Bonanzas bezeichneten Splitterkultur nachhaltig, obgleich das für die frühe Gothic-Kultur charakteristische punk- und wave-bezogene Erscheinungsbild weiterhin dominierte.

Zu jener Zeit entwickelten sich Diskotheken wie das indas Abby indas Ohm indas Cräsh in oder das Madhouse in zu wichtigen Szenetreffpunkten in Deutschland. Weiterentwicklung 1990—1995 Fotografin Viona Ielegems im schwarzromantischen Stil 2005 In den frühen 1990er Jahren erlebte die deutsche -Szene einen Aufschwung, durch die und das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland wuchs das Interesse an Musik. Es erfolgte ein Austausch zwischen zwei Kulturen und verschiedene Plattenfirmen und Newcomerbands, wie, oderetablierten sich innerhalb der heranwachsenden Gothic- und -Bewegung.

Verschiedene Treffen wurden arrangiert, so zum Beispiel das Waver-Treffen am 16. Juni 1990 in Köln, Warum gibt es Gothic? am 29. Mai 1992 in Leipzig oder auch das Gothic-Treffen am 6. Zahlreiche Musikmagazine, wie das Glasnost Wave-Magazin, Gothic Press oder The Gothic Grimoire, etablierten sich auf dem deutschen Markt. Speziell das Zillo avancierte zum Sprachrohr der gesamten Independent-Kultur.

Hier erfolgte die regionenübergreifende Kommunikation über einen Kleinanzeigenmarkt. Auf der Basis dieser Austauschmöglichkeiten wuchs im Laufe der Jahre eine Infrastruktur heran, bezüglich der man erstmals von einer landesweit ausgeprägten Gothic-Szene sprechen konnte. Obwohl bereits in den 1980er Jahren entstanden, stieg erst in dieser Dekade die Nachfrage nach verwandten Musikrichtungen aus dem -Umfeld, wie beispielsweise und — aber auch nach mittelalterlich inspirierter Musik.

Warum gibt es Gothic?

Künstler und Ensembles wie, oder genossen einen hohen Stellenwert. Mit der Herausbildung der gewann zunehmend die deutsche Sprache in den Clubs an Akzeptanz. Hier waren es Bands wie oderdie Teile der Gothic- und Wave-Bewegung hinsichtlich ihres Kleidungs- und Lebensstils erneut bestärkten. Gemeinhin sind diese Dark-Wave-Unterarten im Laufe der Zeit derart miteinander verschmolzen oder gingen aus einem früheren Wave-Genre hervor, sodass eine klare Trennung und somit die genaue Zuordnung einer Band fallweise kaum mehr möglich ist.

So sind Spielarten wieEthereal und nicht nur stilistisch verwandt und kulturell ineinander verzweigt. Etliche Gruppen, wie zum Beispiel dieoderlassen sich unter Berücksichtigung ihrer gesamten Schaffensperiode sogar mehreren Substilen zuordnen die Cocteau Warum gibt es Gothic?

zum Beispiel sowohl dem frühen Warum gibt es Gothic? Rock als auch später dem Ethereal; The Frozen Autumn untermalten anfangs ihren mit Gothic-Rock-Gitarren, Vergleichbares war bei den Frühwerken von zu beobachten. Neben Deutschland verzeichneten auch andere Länder einen kleinen Aufschwung, insbesondere Großbritannien, mit Gruppen wie Nosferatu, Vendemmian oder Rosetta Stone, und die Vereinigten Staaten, mit Bands wieThe Wake oder Mephisto Walz.

Einige dieser Gruppen erlangten weltweite Popularität. Eine Leitbildfunktion für das Ausland, vor allem für Österreich, Frankreich, Spanien und Brasilien, übernahm dieses Mal jedoch Deutschland.

Damit ging die musikkulturelle Warum gibt es Gothic?, die Großbritannien in den 1980ern besaß, an Deutschland über. Früher sind wir Deutschen nach England gefahren. Heute fahren Italiener, Franzosen, Belgier und Engländer nach Deutschland, um irgendeine Band zu sehen und zu treffen. Mit dem Verschwinden des Gothic Rock aus den Clubs und dem simultan verlaufenden Ausklingen der -Ära verlor die Bewegung einen Teil ihrer Hauptinspirationsquelle — die Musik.

Besonders zwischen 1996 und 1999 führte dies szeneintern zu einem deutlichen Umschwung; mit jedem weiteren Generationswechsel zog sich die Gothic-Kultur stufenweise aus den Diskotheken zurück und entwickelte sich in vielen Regionen zu einer Randbewegung, die vor allem durch retrospektive Veranstaltungen und durch wenige gothic-nahe Bands, wie, oderam Leben gehalten wurde. In vielen Klein- und starb sie, beispielsweise infolge demografischer, biologischer oder interessensbedingter Veränderungen zum Beispiel Ost-West-Verlagerung, Austritt aus der Pubertät, Rückzug ins Familienlebengänzlich aus.

Save the Wave — Ist die Szene noch zu retten? Doch wann immer man mir berichtete, wie die Abende verliefen, musste ich fast jedesmal erfahren, wie furchtbar ernüchternd und langweilig es gewesen sei. Anscheinend liefen die ganze Zeit meist neuere Sachen, die einfach nur schlecht waren und man direkt dankbar wurde, sobald sich ein altes -Stück eingeschmuggelt hatte. Es scheint eine Menge Bands zu geben, die als Gothic bezeichnet werden, aber es scheint dafür kein Publikum mehr zu geben oder wenigstens eine größere Untergrund-Zuhörerschaft.

Um ehrlich zu sein, bewegt sich Gothic in England auf dem niedrigsten Level, seitdem es überhaupt anfing. Die ebenfalls aus dem Umkreis von Los Angeles stammende Band London After Midnight äußert sich dazu ähnlich und spricht von einem Abwandern in alternative Musik- und Kulturbereiche. Nicht zuletzt aus diesem Grund legten Bands wie Mephisto Walz,oder in der Mitte der 1990er Jahre langjährige Veröffentlichungspausen ein.

Gothic, Punk und Independent im weitesten Warum gibt es Gothic? — das sollte hauptsächlich Euer Themengebiet sein. Für Metal gibt es Metal-Zeitschriften. Warum über solche Gruppen auch noch im Zillo berichten? Das Problem an dieser Sache ist, dass das heutige Publikum einfach nicht mehr die Warum gibt es Gothic?

der Schwarzen Szene kennt. Auf den größten Teil der Leute wirkt Gothic Rock, wie zum Beispiel vonScreams for Tina,oderangestaubt und langweilig, wohingegen sie sich dann bei den wöchentlichen Club-Veranstaltungen ihre Köpfe zuund schütteln. Tonangebend bei diesem wiederholten Aufschwung waren Labels wie DeutschlandWarum gibt es Gothic?

und Frankreich. Anders als in den 1990ern, ist dieses Revival jedoch nur auf wenige Ballungsräume, wie Berlin, Leipzig, Westfalen, Los Angeles oder London, beschränkt und knüpft kulturell direkt an die 1980er Jahre an. Damit teilt die Gothic-Kultur das Schicksal anderer -Szenen, wie unddie sich vornehmlich in den Großstädten verfestigt haben. Eine hohe Anzahl provinziell verteilter Szeneangehöriger nutzt aus diesem Grund das Internet als Kommunikationsmedium.

So ermöglicht es zum Beispiel die Bekanntgabe kleinerer Gothic-Veranstaltungen, die in den großen Medien kaum Erwähnung finden würden. Ebenso sind der Verbreitung und Präsentation szene-relevanter Musik auch der eigenen über Plattformen wie, oder kaum Grenzen gesetzt. Entwicklung von Parallelszenen Vermarktung Ende der 1990er Jahre setzte eine partielle der ein, von der die Gothic- und Dark-Wave-Kultur jedoch weitgehend unberührt blieb.

Diese Warum gibt es Gothic? begann insbesondere mit dem Hype um -untypische Musikgruppen wie,,oderdie von den kommerziellen Medien darunter inzwischen auch Musikzeitschriften wie Orkus, Zillo und Sonic Seducer mit der Gothic-Kultur in Verbindung gebracht werden, und gipfelte in dem Versuch der Musikindustrie, Retorten-Bands wie als Gothic-Acts zu vermarkten. Für die Gothic-Kultur und deren Musik sind sie jedoch nicht repräsentativ. Sie stellen keine Weiterentwicklung der szene-eigenen Musik dar, sondern bedienen sich überwiegend fremder Stilmittel.

Andere hingegen, wiegreifen nur geringfügig Stil-Elemente der Gothic-Musik auf oder werden lediglich aufgrund ihrer äußeren Erscheinung schwarze Kleidung, dunkles Make-up als Gothic-Bands vermarktet zum Beispiel.

Obgleich die auf der Grundlage dieser Kommerzialisierungsform neu entstandenen Jugend- und Fankulturen zumeist von Außenstehenden der Gothic-Szene zugerechnet werden, handelt es sich dabei jedoch um Parallelbewegungen, denen der Bezug zur Gothic-Bewegung oftmals Warum gibt es Gothic?. Folgen Mit der zunehmenden Entfaltung dieser Parallelbewegungen wurde die clubspezifische Infrastruktur der Gothic-Szene in vielen Städten nahezu vollständig zerstört. Infolgedessen fielen seit den späten 1990er Jahren zahlreiche Diskotheken als essentielle Begegnungs- und Kommunikationsräume der Gothic-Kultur weg siehe hierzu auch den Absatz.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass man, wenn man sich der ursprünglichen Bewegung zugehörig fühlt, heute sehr verloren ist. Ich meine, es hat in der Steinzeit mit solchen stumpfen, hämmernden Klängen angefangen und jetzt sind wir wieder dort angelangt. In Berlin haben wir aber noch ein anderes Problem: Den streng kommerziell arbeitenden Club K17, der mit Gratis-Events mit bis zu fünf Floors hier in den letzten Jahren viel Untergrundkultur kaputt gemacht Warum gibt es Gothic?

und damit leider auch besagte Schrott-Bands massiv etabliert hat. Das Alter der Szenemitglieder bewegte sich zwischen 14 und 23 Jahren und entspricht ungefähr den Angaben zur heutigen Szene.

Weitere Zentren waren,und. In den Kleinstädten herrschten hingegen weniger homogene Strukturen vor. Hier solidarisierten sich Gruftis Warum gibt es Gothic?

oder. Dieser Umstand machte einen Austausch zwischen den Anhängern der ostdeutschen Wave- und Gothic-Bewegung nur erschwert möglich. Dadurch wuchs die Gemeinde jedoch nur noch stärker zusammen und hatte somit einen familienartigen Charakter, der seine Eigenheiten bezüglich des Westens aufwies.

Dies äußerte sich durch die leistungsunabhängige Vergabe schlechter Noten oder durch das Verbot, höhere Schulabschlüsse wie Abitur zu belegen. Unter Anwendung dieser Maßnahmen wurden viele Gruftis, deren Wunsch nach individueller Entfaltung als Angriff auf das politische System fehlgedeutet wurde, aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und daran gehindert, einem angemessenen Berufsleben nachzugehen.

Ich habe das nie verstanden, wenn die auf mich zukamen und Druck machten wegen meines Aussehens. Dass ich damit politisch irgendwo anstoße, war mir überhaupt nicht bewusst, das war auch nicht mein Zweck. Das hatte sich dann erst entwickelt, irgend wann aus Trotz heraus, als ich merkte, dass das System, an das ich glaubte, Treue von der Haarfrisur abhängig machte.

Als ein bedeutendes Medium galt hierbei die Sendung Warum gibt es Gothic?, die in der zweiten Hälfte der 1980er vom Jugendradio ausgestrahlt wurde. Mithilfe dieser Radiosendung erlangten Bands wie,und viele andere im Osten Deutschlands schnell Bekanntheit.

Dessen ungeachtet blieb die Anzahl landeseigener Wave- und Gothic-Rock-Bands gering. Viele dieser Tonträger waren angesichts ihrer geringen Stückzahlen und infolge der hohen Nachfrage jedoch schon unmittelbar nach Erscheinen vergriffen und wurden nachfolgend als Sammlerstücke gehandelt. Das Überspielen solcher Schallplatten auf Kassetten und das Horten solcher »Schätze« war beinahe eine Kulthandlung. Hauptsächlich aus der Not heraus wurden viele Gegenstände aus dem alltäglichen Leben Warum gibt es Gothic?.

So wurden unter anderem Gewänder aus kostengünstigem geschneidert oder Metallzugketten von Toilettenspülungen zu tragbarem Schmuck verarbeitet. Für Nietengürtel- und armbänder erwiesen sich vor allem die an der Sohle von angebrachten Metalldornen als optimal.

Zumeist an den Wochenenden reisten Anhänger der Gothic-Szene aus verschiedenen Städten Ostdeutschlands, wie, odernach Berlin und versammelten sich dort in der Nähe der.

Obwohl in den Jahren 1985 bis 1988 zahlreiche Treffen von der Staatsgewalt unterbunden wurden, gelang es ostdeutschen Szeneangehörigen dennoch, spontan und illegal private Partys, wie in oder im Jugendclub Rotkamp, zu organisieren. Größere Veranstaltungen, wie die Silvesterfeste 1987 und 1988 inwaren hingegen selten. Ein Schlüsselereignis in der Geschichte der ostdeutschen Wave- und Grufti-Bewegung war die Walpurgisnacht 1988.

Der zunächst ungestörte Ablauf dieser Zusammenkunft wurde jedoch von den Ordnungskräften des damaligen beendet.

Auch wenn sich nach einigen Schilderungen einige der Jugendlichen ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei lieferten, ist im Allgemeinen von einer stärkeren Präferenz privater Treffen auszugehen, was vor staatlicher Kontrolle jedoch nicht schützte.

Einer der bekanntesten Veranstaltungsorte war der Live-Club inder 1988 im Keller einer Neubauschule eröffnet wurde. August 1990 fanden in Leipzig und Dresden die beiden ersten und einzigen Konzerte von im ostdeutschen Raum statt. Mehrere tausend Festivalbesucher aus Ost und West wohnten den mehrstündigen Konzerten bei.

Abschwung und Auftrieb Im Zuge der erlebte die ostdeutsche Szene einen rasanten Abschwung. Zahlreiche Gruftis und Waver wanderten aufgrund fehlender Zukunftsperspektiven in die alten Bundesländer ab.

Weitere Teile der Bewegung wandten sich infolge ansteigender sozialer Missstände und politischer Orientierungslosigkeit der oder gar der -Szene zu. Gleichzeitig wuchs eine neue Generation von Gruftis heran und initiierte einen kulturellen Auftrieb auf gesamtdeutscher Ebene siehe hierzu den Abschnitt. Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene. Mai 2013 ; abgerufen am 30.

Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher — Eine Szene ohne Namen, S. Düsseldorfer Punk-Fanzine, Ausgabe 2, S. Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher Warum gibt es Gothic?

Gothic Rock, S. Über das Recycling von Theorien und Kulturen. Jugendliche Stammeskulturen in Deutschland — Die Gothics, S. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Existenzphilosophie, S. März Warum gibt es Gothic? ; abgerufen am 30. Jugendkultur in Schwarz — Kleidung, S. Jugendkultur in Schwarz — Kleidungsstil, S. Jugendkultur in Schwarz — Vestimentäre Strategien, S.

Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Einleitung, S. Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher — Inhalte statt Etiketten! Jugendkultur in Schwarz — Tanz, S. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Tanz, S. Jugendkultur in Schwarz — Zimmer- und Wohnungseinrichtung, S. Jugendkultur in Schwarz — Zimmer- und Wohnungseinrichtung, S. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Ästhetische Praktiken und Stile, S.

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Die Mode der Szene: Die Endzeitromantiker, S. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Die Mode der Szene: Die Endzeitromantiker, S.

Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Szeneüberschneidungen, S. Szenemagazin Braunschweig, Winter 1982, S. Warum gibt es Gothic? Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher — Gothic vs. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Einordnung der Studien in die vorliegende Untersuchung, S.

Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Ästhetische Praktiken und Stile, S. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Einordnung der Studien in die vorliegende Untersuchung, S. Jugendkultur in Schwarz — Szeneclubs und Diskotheken, S.

Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Festivals und Events, S. Jugendkultur in Schwarz — Mystisch-romantische Stätten, S. Jugendliche Stammeskulturen in Deutschland — Die Gothics, S.

Jugendkultur in Schwarz — Mystisch-romantische Stätten, S. Jugendkultur in Schwarz — Mystisch-romantische Stätten, S. Jugendliche Stammeskulturen in Deutschland — Die Gothics, S. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Darstellung der Szene in den Medien: Gesellschaftsbild, S. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Die schwarze Musik, S. Jugendkultur in Schwarz — Kleidungsstil, S. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz — Die Entwicklung der Schwarzen Szene, S.

Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher — Eine Szene ohne Namen, S. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Geschichte der Szene, S. Magazine for Underground Culture, Ausgabe 50, S. Magazine for Underground Culture, Ausgabe 51, S. Spielräume düster konnotierter Transzendenz — Die schwarze Musik, S.

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