Question: Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

Caesar beschrieb seine Handlungen nicht in der ersten, sondern in der dritten Person (Er-Form), um den Anschein von Objektivität und Bescheidenheit zu erwecken. Ziel seiner Aufzeichnungen war vor allem, die Notwendigkeit seines Feldzuges vor den römischen Beamten darzulegen und somit seinen Krieg zu rechtfertigen.

Warum spricht Cäsar von sich in der 3 Person?

Das Sprechen in der dritten Person nennt sich Illeismus (vom lat. ... Er erobert ganz Gallien in der dritten Person. „Nachdem er diese Dinge erfahren hatte, machte Caesar den Galliern Mut“, heißt es zum Beispiel im „Gallischen Krieg“, in dem Cäsar durchgehend von sich in der dritten Person schreibt.

Der Familie der entstammend, absolvierte er die Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? gelangte im Jahr 59 v. Kurz vorher oder während seiner Amtszeit schloss er ein informelles Bündnis mit dem reichen und dem erfolgreichen Militärdas. In den folgenden Jahren ging Caesar als in die nördlichen Provinzen und undvon wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v.

Im anschließenden von 49 bis 45 v. Nach seiner Ernennung zum auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius später setzte den als neue des Römischen Reiches durch. Der Caesars wurde zum Bestandteil des Titels aller nachfolgenden des.

In der römischen und im bezeichnete der einen Mitherrscher oder Thronfolger. In den Formen und wurde der Name später auch zum Titel der Herrscher desdesdesdesdes und des.

Auf dem Gipfel seiner Macht 45 v. Caesars Familie war, gemessen am Standard des römischen Adels, nicht reich. Nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik im 5. Für die folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln für die Jahre 267 und 157 v.

Einige Verwandte waren Konsuln und. Caesars Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse bestimmten seine Parteinahme in der vor. So war Caesars Tante mit dem Feldherrn verheiratet, der die und besiegte und als mehrmaliger Konsul die politische Gruppe der populares im römischen anführte.

Seine Schwestern und heirateten Senatoren, die jedoch politisch nicht in Erscheinung traten. Iulia Minor wurde die Großmutter von Gaius Octavius, dem späteren Kaiser. Erste Schritte in die Politik Caesar war 15 Jahre alt, als er von seinem Vater mit verlobt wurde. Nach dessen frühem Tod löste er 84 v. Im selben Jahr wurde er auch zum bestimmt, dem Oberpriester des.

Ob er tatsächlich inauguriert wurde, wird in der Forschung umstritten diskutiert. Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktaturder die konservative Gruppe der vertrat.

Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurück. Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab desdes Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

und Statthalters der Provinz. Um die Belagerung der Stadt auf der Insel zu beschleunigen, wurde Caesar an den Hof von König von entsandt, den er um eine Flotte bitten sollte. Später wurde Caesar nachgesagt, er habe eine Beziehung zu Nikomedes gehabt. Dort blieb er aber nicht lange, da Sullas Tod ihm die Rückkehr nach Rom ermöglichte, wo er seine politische Karriere weiterverfolgte.

Er begann, wie damals üblich, als öffentlicher Ankläger und Mitglied derder untergeordneten Magistratsbeamten der Republik.

Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess wegen Erpressung gegeneinen Anhänger Sullas, große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Trotz seiner Niederlage in diesem Fall war sein Ruf nicht geschädigt.

Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss Caesar sich, Rom erneut zu verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete, um sich als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach unternahm, wo er bei dem Rhetor seine Redekunst verbessern wollte.

Angeblich habe er sie aufgefordert, ein höheres Lösegeld für ihn zu fordern, da er weitaus mehr wert sei als der geforderte Preis. Nach seiner Freilassung organisierte er eine private Seestreitmacht, fing die Piraten und ließ siewie er es ihnen angekündigt hatte, als er noch ihr Gefangener war. Caesars Aufstieg Anfang 73 v. Nach Bekleidung dieses Amtes wurde er in den aufgenommen.

Als Quästor diente er in Spanien unter dem Proprätor. Doch bevor er nach Spanien abreisen konnte, gab es zwei Todesfälle in seiner Familie. Seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia starben kurze Zeit nacheinander. Caesar ließ daraufhin für letztere eine Leichenrede halten, was beim Tod jüngerer Frauen in Rom bis dahin einzigartig war. Porträtkopf, wahrscheinlichaus dem.

Kopenhagen, Nach seiner Rückkehr aus Spanien heiratete Caesareine wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Diese Wahl ist als erster außergewöhnlicher Karrieresprung Caesars anzusehen, da das Amt des Oberpriesters traditionell verdienten Consulares ehemaligen Konsuln vorbehalten war. Er wurde dabei wie schon bei seinen Spielen als Ädil vonder derzeit als reichster Mann Roms galt, finanziell unterstützt, obwohl unklar ist, wie gut das Verhältnis Caesars zu Crassus zu diesem Zeitpunkt war.

Immer wieder gab es Gerüchte, Caesar wäre in die des Jahres 63 v. Obwohl er früher Kontakt zu gehabt hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. In einer großen Rede vor dem Senat, die von in wiedergegeben wird, sprach sich Caesar ganz in popularer Tradition gegen die Hinrichtung der verhafteten Verschwörer aus, die gegen das verstieß.

Der Konsul und dievor allemsetzten sich aber mit Hinweis auf dasden Staatsnotstand, der einige Wochen zuvor erklärt worden war, gegen ihn durch. Schon vorher, im Sommer 63 v. Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft Proprätur in Spanien. Seine Gläubiger drohten, die Abreise zu verhindern; erst als Marcus Crassus mit 830 Talenten für Caesar bürgte, konnte dieser seinen Auftrag wahrnehmen. Caesars aggressive Kriegsführung gegen die im Norden des heutigen Portugal festigte seinen Ruf als fähiger Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner Finanzen.

Damit besaß er die notwendige Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat. Um rechtzeitig zu den Wahlen nach Rom zu gelangen, brach er kurz vor dem Ablauf seiner Amtszeit als Proprätor nach Rom auf.

Mit dem Betreten der Stadt legte er laut römischem Recht seine Amtsgewalt nieder und verzichtete auf einen prestigeträchtigenum sich für das Konsulat bewerben zu können, da eine Bewerbung in absentia verhindert wurde. Triumvir und Konsul Büste des Pompeius in der Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen. Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und eine strategische Partnerschaft ein.

Zur Bekräftigung des Bündnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter. Aufgrund widersprüchlicher Quellenaussagen und unklarer Chronologie ist umstritten, ob Caesar bereits als Konsulatsbewerber das informelle Machtbündnis schuf, weil seine Feinde im Senat den zu wählenden Konsuln unattraktive provinciae zugewiesen haben, ob also Crassus und Pompeius ihm die Wahl zum Konsul für 59 v. Dafür, dass ihn Caesar als vierten Mann für den damals noch nicht geschlossenen Bund gewinnen wollte, er dies aber abgelehnt habe, könnte ein Brief aus dem Dezember des Jahres 60 sprechen.

Allerdings ist auch überliefert, dass das Bündnis zuerst geheim gehalten wurde, vielleicht war Cicero also noch ahnungslos. Caesar war beim Amtsantritt 40 Jahre alt, unterschritt das in Sullas aus dem Jahr 81 festgelegte Mindestalter für das Konsulat von 43 Jahren also deutlich. Weil er auch bei Antritt seiner Prätur zu jung gewesen war, vermutete der HistorikerCaesar sei gar nicht 100 v.

Allerdings erwähnen alle Quellen eindeutig das Geburtsjahr 100, so dass Caesar vielleicht ein Privileg erhalten hatte wie später sein Adoptivsohn Octavian zu Beginn des Jahres 43 v. Caesars Amtsführung als Konsul war im umstritten, vor allem bei dem einflussreichen Optimatender Caesar als Feind der Freiheit betrachtete. Es waren weniger diese Gesetze, die Caesars Gegner vor den Kopf stießen, als vielmehr ihr Zustandekommen: Weil Caesar sich wiederholt mit offenen Rechtsbrüchen über Widerspruch und Obstruktionen eines großen Teils der Senatoren, insbesondere aber über das Veto seines Amtskollegen hinweggesetzt hatte, musste er mit einer Anklage rechnen, sobald er wieder Privatmann wäre — und angesichts der Rechtslage auch mit einer Verurteilung.

Dies verhinderte er vorerst durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit als in und Cis- und Transalpinadie er sich dank Pompeius und Crassus verschaffte. Vor seinem Amtsantritt heiratete er.

Kurz vor seiner Abreise nach Gallien versuchten mehrere hochrangige Senatoren, die Triumvirn mit den Optimaten zu versöhnen, indem alle widerrechtlich zustande gekommenen Gesetze aus Caesars Konsulat nachträglich legalisiert werden sollten. Caesar lehnte dies aber ab, da er fürchtete, in diesem Fall die so wichtige Unterstützung durch Pompeius und Crassus zu verlieren, die seiner dann nicht mehr bedurft hätten. Er wäre der Rache seiner Feinde schutzlos ausgeliefert gewesen.

Einiges spricht dafür, dass mit Caesars Konsulat 59 v. Caesar hingegen wollte sich eben diesem Schicksal um jeden Preis entziehen. Sein Versuch, in Gallien so viel militärischen Ruhm zu erlangen, dass der Senat gezwungen sein würde, ihm zu verzeihen, war aber letztlich zum Scheitern verurteilt. Prokonsul in Gallien Das Ergebnis der römischen Expansion im Jahre 40 v. Caesar hatte sich in der Erwartung, dort sei eher mit einem prestigeträchtigen Krieg zu rechnen, zunächst Illyrien als provincia übertragen lassen; die Statthalterschaft in Gallien kam erst dazu, als der hierfür ursprünglich vorgesehene Promagistrat starb.

Das Prokonsulat in Gallien bedeutete zunächst einen wichtigen Machtgewinn für Caesar. Als Prokonsul konnte er legal Truppen aufstellen, die in dem System der auf ihn persönlich eingeschworen waren. Um Macht und Reichtum auszubauen und seine Rechtsbrüche als Konsul vergessen zu machen, brauchte er einen Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? Krieg außerhalb der Grenzen des Imperiums, den er bei den zerstrittenen Stämmen Galliens fand, unter denen es seit einigen Jahren größere Unruhen gab.

Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

Als dieein Stamm aus der heutigen Schweiz, die Nordgrenze des gefährdeten, sah Caesar einen Anlass, militärisch einzuschreiten. Sofort hob er weitere Legionen aus seinen Provinzen aus und schlug die Helvetier bei zurück, wobei er die Überlebenden der Schlacht zurück in ihr voriges Heimatland sandte, um dort eine Pufferzone zu den eindringenden zu bilden.

Danach zog er gegen Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? schon seit einiger Zeit unter in Gallien eingefallen waren, und schlug sie über den zurück. Im zweiten Jahr konnte Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

diedie als das tapferste Volk unter den Stämmen Galliens galten, im Norden Galliens erst nach heftigen Kämpfen unterwerfen. Das Triumvirat erneuerte er während der Winterpause durch Verhandlungen mit Pompeius und Crassus in Ravenna und Luca.

Die drei verabredeten ein gemeinsames Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? von Crassus und Pompeius für das Jahr 55 v. So konnte er insgesamt zehn Jahre 58—49 v.

Viele Stämme riefen ihn sogar gegen andere Stämme zu Hilfe, wobei sie als Resultat häufig selbst vom ambitionierten Prokonsul erobert wurden.

Ein Feldzug gegen die Stämme der und dagegen scheiterte, da sich diese ständig in die Wälder zurückzogen. Caesar begann Verhandlungen mit ihnen, um sie als romfreundlichen Brückenkopf auf dem rechtsrheinischen Gebiet der anzusiedeln. Während eines Waffenstillstands kam es zu einem militärischen Zwischenfall zwischen den Germanen und Caesars gallischen Hilfstruppen. Caesar nahm dies als Vorwand, die germanischen Häuptlinge, die mit der Bitte um Entschuldigung in sein Lager gekommen waren, festzunehmen und die führerlosen Germanen größtenteils niedermetzeln zu lassen.

Die Reste der Usipeter und Tenkterer wurden über den Rhein zurückgedrängt. Nach Caesars eigenen Angaben kamen dabei 430. Auch in Rom war man entsetzt: Cato beantragte im Senat, Caesar an die Germanen auszuliefern und konnte die Einsetzung einer Untersuchungskommission durchsetzen.

Nach dem Ende der Usipeter und Tenkterer sah Caesar sich genötigt, den Rhein nach Germanien zu überschreiten, um eine Strafexpedition gegen die Germanen zu führen. Im selben Jahr brach er auch nach auf, wo er aber nicht lange blieb, da seine Flotte durch einen Sturm Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

wurde und der Winter begann. Im darauffolgenden Jahr führte er einen weiterenin dem er bis an die Themse vordrang, sich aber wieder zurückzog.

Diese Unternehmen sorgten in Rom, vor allem im Senat, für Aufsehen: Als erster römischer Feldherr führte Caesar Militärexpeditionen in diese den Römern weitgehend unbekannten Regionen durch, verzichtete jedoch auf eine dauerhafte Eroberung Germaniens und Britanniens. Nach ersten Unruhen bei den linksrheinischen unter ihrem König im Spätherbst 54 v. Stämme wie die und erhoben sich gegen Caesar, wobei sie anfangs einige Erfolge hatten, schließlich aber endgültig niedergeworfen wurden.

In ihm erwuchs Caesar ein gefährlicher, militärisch ebenbürtiger Gegner. Seine brachte Caesar in ernste Schwierigkeiten. Vercingetorix schnitt die Nachschubwege Caesars ab und konnte ihn erstmals bei schlagen. Nach seinem Sieg gab Vercingetorix seine erfolgreiche Defensivtaktik auf und griff die Truppen Caesars an, doch musste seine schlecht organisierte Reiterei eine Niederlage gegen jene Caesars hinnehmen, worauf er sich nach zurückzog. Caesar begann sofort, die Stadt mit einem etwa 35 Kilometer langen Wall zu belagern, doch war ein gallisches Entsatzheer auf dem Weg, um Vercingetorix zu befreien.

In der darauffolgenden Schlacht, in der Caesar den Ausbruchsversuch des Vercingetorix abzuwehren und gleichzeitige Entlastungsangriffe zurückzuschlagen hatte, blieb er gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Gallier siegreich. Der gallische Widerstand war endgültig gebrochen, Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

Caesar konnte mit diesem Sieg über die gallische Koalition die Herrschaft Roms über Gallien für Jahrhunderte sichern. Vercingetorix, der sich nach der verlorenen Schlacht Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: Er wurde sechs Jahre später, nach Caesars 46 v.

Noch im folgenden Jahr musste Caesar einige Aufstände in Gallien niederwerfen, wobei er mit großer Brutalität vorging, vor allem bei der Eroberung der Stadt. Dort wurden allen Gefangenen die Hände abgeschnitten und damit eines der grausamsten Exempel des gesamten Krieges statuiert. Die gewaltige Kriegsbeute und die der Unterworfenen nutzte er zur Finanzierung seiner Armee und für den politischen Machtkampf in Rom.

Caesar berichtete in den selbst über seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele Details aus dem besetzten Land, diente aber vor Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? der Rechtfertigung seiner Feldzüge. Zudem stellte Caesar erstmals Gallier und Germanen als zwei verschiedene Völkerschaften heraus und charakterisierte sie einzeln, wobei er als Grenze zwischen beiden Völkerschaften im Wesentlichen den Rhein ansah.

Zuvor galten die Germanen noch als ein keltischer Teilstamm. Auch führt er die Stämme der und der an, deren Namen in den späteren lateinischen Gebietsbezeichnungen der und der fortleben. Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? hatte sich Pompeius dem Senat angenähert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig geworden war.

Von großer Bedeutung für die Stabilität ihrer Beziehung war Caesars Tochter gewesen, die 54 v. Das politische Bündnis verlor am Ende der 50er Jahre für Pompeius den Nutzen.

Caesar war der Ansicht, man könne erst für 48 einen neuen Prokonsul nach Gallien schicken, um ihn abzulösen, und wollte sich vermittels seiner Beliebtheit im Volk rechtzeitig für 48 zum Konsul wählen lassen, um weiterhin gegen Anklagen immun zu sein. Die Optimaten im Senat wollten ein zweites Konsulat Caesars hingegen unbedingt verhindern, um ihn ohne die Immunität eines Amtsträgers endlich vor Gericht stellen zu können. Es gelang, Caesar durch politische Winkelzüge auszumanövrieren, so dass er das Kommando über die gallischen Legionen früher als geplant verlieren sollte.

Nun forderte der Senat von Caesar, seine insgesamt zehn Legionen aufzulösen. Caesar weigerte sich, wenn nicht gleichzeitig auch Pompeius sein Heer auflöse. Tatsächlich hatte im Senat zuletzt eine überwältigende Mehrheit für den Vorschlag von Curio gestimmt, dass beide, Caesar und Pompeius, ihre Macht niederlegen sollten.

Der Consul des Jahres 50 v. Wie Caesar selbst angab, schritt er, allein um seine persönliche dignitas, seine Würde, zu wahren, zum Staatsstreich: Um nicht vor Gericht gestellt zu werden, müsse er sich an seine Soldaten um Hilfe wenden.

Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen, überquerte er daher am 10. Pompeius, der erst kürzlich vom Senat zum Verteidiger der Republik ausgerufen war, hatte sich gerühmt, dass er nur mit den Füßen auf den Boden zu stampfen brauche, und schon würden sich Truppen aus dem Boden erheben: Er bezog sich damit auf seine treuen Veteranen aus den Ostfeldzügen.

Doch dies entsprach angesichts des schnellen und entschlossenen Handelns Caesars keineswegs der Realität. Schnell musste Pompeius einsehen, dass er in kurzer Zeit nicht genügend Truppen in Italien aufstellen konnte. So entschloss er sich, Rom zu räumen und nach Griechenland auszuweichen, um dort den Krieg gegen Caesar zu organisieren.

Dieses sachlich richtige Vorhaben stieß bei einigen Senatoren, allen voran bei Cato, auf heftigen Widerstand. Doch auch Cato musste die Aussichtslosigkeit der Lage einsehen.

Caesar brachte in Eilmärschen ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen die wichtigsten Städte Norditaliens unter Kontrolle und erreichte Rom; Pompeius aber hatte Rom schon mit den meisten caesarfeindlichen Senatoren geräumt und war nach geflohen.

Bevor Caesar ihn erreichen konnte, setzte er nach Griechenland über. Caesar beschloss, weil er keine Flotte besaß, um Pompeius zu folgen, zuerst die pompeianischen Legionen in zu besiegen, um sich danach dem Kampf gegen Pompeius zu widmen. Über Südgallien, wo er belagerte, fiel er in Spanien ein und schlug die sieben Legionen des Pompeius unter dessen Legatenund in kürzester Zeit. Als Caesar aus Spanien zurückkehrte, erreichten ihn schlechte wie gute Nachrichten.

Der größte Teil seiner Offiziere hatte in ihnen zugewiesenen Aufgaben versagt. Nur Decimus Brutus errang in der Adria einige Erfolge gegen die Flotte des Pompeius. Pompeius und die Republikaner hatten die Zeit unterdessen genutzt, um eine große Armee aufzustellen. Er überquerte mit etwa 15. Auf dem Weg dorthin plünderte er einige Städte und verband sich mit dem Rest seines Heers, das mit Marcus Antonius über die Adria gekommen war.

Pompeius wurde anschließend, trotz seiner angeblich doppelt so starken Armee, am 9. August desselben Jahres in der entscheidend geschlagen, nachdem er von den ihn begleitenden Senatoren zum Kampf gedrängt worden war; er selbst entkam mit knapper Not. Nach diesem entscheidenden Sieg kontrollierte Caesar den größten Teil des östlichen Mittelmeers und war de facto Alleinherrscher im Römischen Reich. Viele der caesarfeindlichen Senatoren flohen in andere Teile der römischen Welt, um dort den weiteren Aufstand gegen Caesar zu organisieren, andere wurden von Caesar begnadigt.

Pompeius floh nach seiner Niederlage nachwo er auf Befehl der Ratgeber des Königs ermordet wurde. Büste der Kleopatra im Caesar folgte Pompeius nachwo man ihm den Kopf seines Rivalen und ehemaligen Verbündeten überreichte. Caesar ließ jedoch, als Zeichen seinerder Milde gegenüber dem Gegner, die sterblichen Überreste in allen Ehren überführen, was nicht zuletzt auch politischen Zweckmäßigkeiten geschuldet war. In Alexandria wurde er in die dortigen politischen Streitigkeiten hineingezogen.

Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für Unruhe sorgte. Caesar wurde in Alexandria eingeschlossen und in die Defensive gedrängt. Die neuere Forschung geht inzwischen nicht mehr davon aus, dass während der Belagerung auch die berühmte abgebrannt ist. Nachdem Caesar sich mit dem durch herangeführten Entsatzheer vereint hatte, wurden die Truppen des Achillas in die Flucht geschlagen.

Ptolemaios ertrank auf der Flucht im. Kleopatras Machtposition wurde danach bestätigt. Mit Kleopatra hatte Caesar ein Kind mit dem Namen. Anschließend wandte sich Caesar gegen vonder die römischen Provinzen in plünderte. Nach nur fünftägigem Feldzug wurde Pharnakes geschlagen und aus Kleinasien vertrieben.

Cato beging nach der militärischen Katastrophe in seiner Festung Selbstmord, und Caesar löste das Königreich auf, das die Pompeianer unterstützt hatte. Nach kurzem Aufenthalt in Rom zog er nach Hispanien und schlug dort 45 v.

Somit waren die letzten Pompeianer bzw. Republikaner ausgeschaltet und die Republik faktisch am Ende. Diktatur Caesar war der Erste, den man zu Lebzeiten auf römischen Münzen abbildete. Bereits vor dem endgültigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeitum das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren.

Er plante eine Kodifizierung und Überarbeitung der Gesetze, die Anlage einer umfangreichen Bibliothek, den Bau eines neuen Senatsgebäudes und große Bauvorhaben auf dem sowie die Trockenlegung der. Zudem führte er mit dem nach ihm benannten einen verbesserten Kalender ein und hatte durch seine die Städte und wiederbelebt, die ein Jahrhundert zuvor von den Römern zerstört worden waren.

Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zwischen dem 9. Februar 44 zum dictator perpetuo Diktator auf Lebenszeit ernannt. Insbesondere dieser letzte, nicht verfassungskonforme Titel sowie der Auftritt als dictator perpetuo in der alten Königstracht am am 15.

Februar 44 erweckten den Verdacht, dass Caesar eine Monarchie errichten wolle. Die Leute müssten allmählich erst nachdenken, wenn sie mit ihm redeten, und seine Worte als Gesetz betrachten.

Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnügen wollte, beschäftigt die Historiker bis heute auch im Zusammenhang mit seiner. Sicher ist, dass Caesars Stellung königsgleich war, er aber keinen Weg fand, mit Zustimmung der Römer die Monarchie einzuführen. Wie um den toten Punkt zu überwinden und auch, um sich zusätzlich Legitimation zu verschaffenmutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an, auf dem die unterworfen werden sollten.

Inzwischen hatte sich im Senat unter den Anführern und heimlich eine recht große Gruppe gebildet, die entschlossen war, Caesar zu töten. Viele dieser Senatoren, auch Brutus, hatten in den Jahren zuvor zu den Anhängern und Günstlingen Caesars gezählt.

Sie glaubten jedoch seit seiner Ernennung zum dictator perpetuo nicht mehr daran, dass er, wie einst Sulla, plante, die Republik lediglich umzugestalten: Da Caesar sich nun unbestreitbar als Tyrann entpuppt Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?, müsse er sterben, um Rom die Freiheit zurückzugeben.

Dass dies zugleich bedeutete, gegen römische Grundwerte wie pietas und amicitia zu verstoßen, nahmen die Attentäter, die vielfach persönlich in Caesars Schuld standen, in Kauf. Obwohl über 80 Senatoren in den Anschlagsplan eingeweiht waren, gab es keinen Verräter. Ermordung Rekonstruktion desin dem Caesar erdolcht wurde Caesar wurde am 15. An der Tat waren über 60 Personen beteiligt. Noch am Morgen des Tages erwog Caesar, der Senatssitzung fernzubleiben, weil seine Frau die Katastrophe aufgrund von Alpträumen vorausgeahnt haben soll.

Decimus Brutus wurde deshalb entsandt, um das Scheitern des lange geplanten Vorhabens zu verhindern und den Diktator umzustimmen. Durch geschickten Spott über den vermeintlichen Einfluss von auf Caesars Handeln gelang dies angeblich auch. Hierbei ist aber zu bedenken, dass Kleopatra in Rom war, weshalb zweifelhaft ist, ob Caesar die Nacht überhaupt zu Hause verbracht hat.

Caesar konnte der Senatssitzung jedoch letztlich nicht fernbleiben. Zum einen plante er, bald in den Partherkrieg zu ziehen, weshalb ihm als Konsul nachfolgen sollte. Ein weiterer zu besprechender Punkt war Gerüchten zufolge die Erteilung der Erlaubnis an Caesar, außerhalb Roms und Italiens den Titel rex zu führen, da gemäß einer Weissagung nur ein König die Parther besiegen könne. Vor dem Senatsgebäude traf Caesar auf seinen Freund und Mitkonsulder von abgelenkt wurde.

Auch eine unterwegs erhaltene Schriftrolle des griechischen Philosophielehrers Artemidoros, die Details zur Verschwörung enthielt, vermochte Caesar nicht zu warnen, denn er überreichte sie einem Mitglied des Stabs, um sie später zu lesen.

Vermutlich waren aber seine Verletzungen durch die zahlreichen Dolchstiche zu schwer, um noch ein Sprechen zu ermöglichen. Den Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? an Caesar bezeichnet man deshalb auch als. Maßnahmen nach Caesars Tod Kompromiss In der Nacht vom 15. März erhielt Antonius von die Aufzeichnungen Caesars und dessen Privatvermögen, die er in sein Haus bringen ließ.

März überredete Antonius die treuen Anhänger Caesars, unter ihnen undvon einer Rache abzusehen. März kamen die ranghöchsten Senatoren in das Haus des Antonius, um sich mit ihm abzusprechen.

Am nächsten Tag wurde von ihm ein Kompromiss bewirkt: Der Senat segnete alle vergangenen und in den Aufzeichnungen Caesars zu findenden geplanten, aber noch nicht durchgeführten Vorhaben samt und sonders ab. Hierfür sprach sich auch aus. Im Gegenzug erhielten die eine. In einer weiteren Senatssitzung am nächsten Tag wurde Antonius als Verhüter eines Bürgerkrieges geehrt und Caesars Testament anerkannt.

Die Eröffnung des letzten Willens erfolgte am 19. März und Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? für die Überraschung, dass zum Haupterben und posthumen Adoptivsohn Caesars wurde. Ferner hatte Caesar bestimmt, dass jedem Römer eine Geldsumme hinterlassen wurde, zudem erhielt die Stadt Caesars Gärten jenseits des Tiber.

Die Aufnahme des Testaments durch die unberechenbare Plebs, die Caesar vor dessen Ermordung noch seinen Disput mit den Volkstribunen übelgenommen hatte, war absehbar, auch für die Caesarmörder, welche sich vor der Bestattung zum Teil nach in Sicherheit brachten. Bestattung Die Organisation des Begräbnisses fielder Nichte Caesars, zu. Caesars Bestattung verlief am 20. Die kaiserzeitlichen Quellen berichten, dass Antonius durch seine Leichenrede, die durch Bearbeitung Berühmtheit erlangt hat, die stadtrömische Plebs aufgeputscht habe: Hierzu zählenund.

Daneben berichtet Sueton von der Inszenierung des Leichenbegängnisses, welche die Plebs aufwühlte: Vor der auf dem sei ein verkleinertes Modell des von Caesar errichteten Tempels der aufgestellt worden, von der Caesar angeblich abstammte; darin wurde die blutgetränkte Kleidung des Diktators gezeigt; die Errichtung des Scheiterhaufens auf dem habe mehrere Tage in Anspruch genommen, da allzu viele Menschen noch Totengaben darauf legen wollten.

Zweihundert Jahre nach den Ereignissen wurde daraus schließlich die von Appian kolportierte Version, man habe dem Volk ein realistisches Wachsbild des Ermordeten auf einem schwenkbaren Gerüst präsentiert.

Jedenfalls wurden aufwendige Leichenspiele veranstaltet, die auch emotional aufrüttelnde Inszenierungen von Tragödien umfassten. Es war also vielleicht eher die Inszenierung der Bestattung durch die Familie Caesars als die Rede des Antonius, die zu den Unruhen führte.

Die Bevölkerung riss während der Leichenfeier den aufgebahrten Toten an sich, errichtete spontan einen neuen Scheiterhaufen aus Möbeln, Kleidern und den Waffen von Caesars Soldaten und äscherte den geliebten Diktator auf dem Forum ein. Im Anschluss versuchte derdie Häuser der Caesarmörder zu stürmen, um sie zu lynchen. Der Volkstribun und Dichter wurde vom Pöbel auf offener Straße totgeschlagen, weil man ihn aufgrund seines Namens mit verwechselte, der sich kurz zuvor abfällig über den Toten geäußert hatte.

Brutus, Cassius und die anderen Verschwörer, die eigentlich damit gerechnet hatten, als Befreier und Wiederhersteller der Republik gefeiert zu werden, hatten sich bereits vorher in Sicherheit gebracht.

Weitere Entwicklung Dem Tod Caesars folgten weitere innere Wirren und Bürgerkriege, die bis zum Jahr 30 v. In der in Griechenland besiegten Antonius und Octavian die Verschwörer um Brutus und Cassius. Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten aus. Seinen ehemaligen Partner Marcus Antonius, der Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

Ägypten mit Kleopatra eine Romanze führte, konnte Octavian in der besiegen. Er wurde ab 31 v. Er folgte der politischen Konzeption des Pompeius wie die Übertragung weitreichender Befugnisse durch den Senat und bezeichnenderweise nicht der seines Adoptivvaters Caesar, behielt dabei aber alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand. Unter dem Ehrennamen der Erhabeneder ihm vom Senat verliehen wurde, begründete er das Römische Kaiserreich und trug die endgültig zu Grabe.

Unter seiner Regierung, die als Goldenes oder augusteisches Zeitalter bezeichnet wird, erlebte das römische Reich eine Blüte. Bereits zu Beginn des zweiten Triumvirats wurde Caesar als zum offiziellen Gott erhoben und die Triumvirn gelobten einen Tempel am Ort von Caesars auf dem Forum zu errichten. Caesar als Schriftsteller Commentarii de Bello Gallico et Civili. Gemeinsame Ausgabe Caesars wichtigster Schriften von 1783.

Sueton gibt einen interessanten literaturhistorischen Abriss über Caesars schriftstellerisches Werk. Caesar verfügte über eine umfangreiche literarische und rhetorische Schulung und zeichnete sich sowohl als großer Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

wie als Schriftsteller aus. In seiner Jugend wurde er von seiner hochgebildeten Mutter Aurelia und seinem Großonkel literarisch vorgeprägt. In dieser frühen Lebensphase war sein Grammatiklehrer.

Auf Rhodos empfing er später Unterricht zur Verbesserung seiner Redekunst beim Rhetorder den asianischen Stil ablehnte. Nahezu vollständig erhalten sind Caesars autobiographisch-historische Abhandlungen über seine ab 58 v.

Die sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache der Wortschatz beschränkt sich auf etwa 1300 Wörter ein Standardwerk für die im schulischen Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen während der ersten sieben der neun Jahre, in denen er die gallischen Stämme vernichtete, die Widerstand leisteten.

Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den Lebensverhältnissen der Gallier, Germanen und Britannier. Ein achtes Buch über die letzten beiden Kriegsjahre stammt nicht mehr von Caesar, sondern von seinem Offizier. In dem Werk Commentarii de bello Gallico beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit.

Den einen bewohnen dieeinen anderen dieund den dritten die, die sich selbst nennen, in unserer Sprache aber Gallier heißen. Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk über die erste Phase des Bürgerkrieges, diedie ebenfalls eine Rechtfertigungsschrift darstellen und die Vorgänge im Sinne Caesars auslegen. Die übrigen Schriften Caesars sind lediglich fragmentarisch erhalten. In seiner Jugend verfasste er mehrere Gedichte, so ein Lob des Hercules Laudes Herculis und eine Tragödie Oedipus.

Er stellte auch eine Sammlung von Apophthegmata zusammen. Alle diese Werke durften auf Anordnung von Caesars Adoptivsohn und Nachfolger nicht publiziert werden, so dass sie heute gänzlich verloren sind. Während des Bürgerkrieges schrieb Caesar Ende 46 v. Laut reimte Caesar auch Liebesgedichte.

Entweder 55 oder 54 v. Einige Fragmente daraus, die etwa Angaben zur Rechtschreibung, Flexion oder der richtigen Wortwahl enthalten, haben und spätere Grammatiker bewahrt. Ein im Zuge der Kalenderreform 46 v. Buch der des fand, dürfte kaum von Caesar selbst stammen, sondern nur unter seinem Namen ediert worden sein; der eigentliche Autor war wohl der alexandrinische Astronom.

In einem deutlichen Understatement seiner Redekunst bat der Diktator darin, seine grobe, soldatische Ausdrucksweise nicht kritisch mit der bezaubernden Sprache eines begnadeten Redners zu vergleichen. Sueton kannte Schreiben Caesars an den Senat, ebenso Sammlungen privater bisweilen Briefe Caesars an seine engeren Bekannten und an Cicero.

Sechs solcher Briefe sind in der Korrespondenz Ciceros mit dessen Freund Atticus erhalten. Aus diesen ist ersichtlich, dass Caesars Briefstil knapp und bündig war. Er betonte in ihnen auch seine Nachsicht mit politischen Opponenten und bemühte sich liebenswürdig, sich Cicero freundschaftlich zu verbinden. Um die Bewahrung eines Corpus seiner Reden kümmerte Caesar sich nicht und gab nur wenige von ihnen schriftlich ausgearbeitet selbst heraus.

Cicero gab ein schmeichlerisches Lob über Caesars rhetorische Fähigkeiten ab. Es zirkulierten auch unechte Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? Caesars; Augustus hielt etwa eine seinem Adoptivvater zugeschriebene Ansprache An die Soldaten in Spanien für nicht authentisch. Die Caesar von antiken Geschichtsschreibern in den Mund gelegten Worte sind freilich nicht echten Reden entnommen, geben aber doch mitunter inhaltlich seine Haltung richtig wieder.

Die 2007 gefundene umstrittene Büste Das einzige inschriftlich gesicherte Porträt Caesars, das zu Lebzeiten entstand, ist auf Münzen überliefert, die in seinem letzten Lebensjahr geprägt wurden. Sie zeigen eine hagere Person mit hoher Stirn und langem, faltigem Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?. Auf der Grundlage der Münzabbildungen wurde ein in Tusculum gefundener, jetzt in Turin befindlicher Kopf aus Marmor als zeitgenössisches Porträt Caesars identifiziert.

Postume Darstellungen finden sich wiederum auf Münzen des Jahres 42 v. Das Porträt ist deutlich idealisierter als die zu Lebzeiten entstandenen. Die Idealisierung der Darstellung des divus Iulius setzte sich in augusteischer Zeit fort. Eigenständig ist der sogenannteein Porträtkopf aus grünem Schiefer in derdessen Herkunft aus Ägypten diskutiert wird.

Im Oktober 2007 wurde auf dem Grund der in der Nähe des 46 v. Die Identifizierung wird von anderen Fachleuten bestritten. Er bekam früh eine Glatze, Körperhaare ließ er ausrupfen. Außerdem litt Caesar an nicht unbedingt mit der heutigen zu deutender epilepsia. Caesars Kahlköpfigkeit war auch Thema von zeitgenössischen Spottliedern vgl.

Dies hat allerdings nichts mit einem heutigen zu tun, denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel, das Kind zu retten, als vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können. Es wäre dann anzunehmen, dass ein früher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich daraus der Name ableitet. Eine andere These geht davon aus, dass der Name Caesar mit dem verlorengegangenen Wort für in Zusammenhang steht.

Einer von Caesars Vorfahren hat sich demnach in den diesen Beinamen verdient. Dafür spricht, dass Caesars der Elefant ist, der auch auf den Rückseiten der mit seinem Gesicht geprägten Münzen abgebildet ist.

Das -ar ist im lateinischen Namenskontext ansonsten völlig unbekannt. Leicht variiert wurde er in vielen Sprachen ein Titel des Herrschers. Das deutsche Wort und das slawische sind von Caesar abgeleitet. Caesarchiffre Die ist ein einfaches Text-Verschlüsselungsverfahren, welches von Caesar benutzt worden sein soll. Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt, der eine bestimmte Anzahl, zum Beispiel 3, Stellen später im Alphabet steht.

Dabei stützte er sich wahrscheinlich auf Berechnungen des Astronomen.

Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

Der nach ihm benannte galt in den katholischen Ländern bis ins 16. Jahrhundert, als er von dem genaueren abgelöst wurde. Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei, das orthodoxe Russland sogar bis 1918. Rezeption Der Tod des Caesar von 1798 Beide zeigen, wie sich Maler im 18. Jahrhundert die Ermordung Caesars vorstellten. Zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben Caesar als Thema von Bildern, Dramen und Romanen gewählt.

In werden Brutus und Cassius, die beiden Verschwörer gegen Caesar, den ersten gottgewollten Kaiser, nebendem Verräter anim innersten Kreis der gequält. Am bekanntesten dürfte das Theaterstück von sein. Caesars Leben wird — mit einigen Ausschmückungen — in Günstlinge der Götter, Caesars Frauen, Rubikon und Das Erbe Caesars nacherzählt.

Der seit 1935 und der seit 2002 sind nach ihm benannt. Wertvolle Informationen bieten unter anderem auch die diversen Reden und Briefe. Der Bürgerkrieg wurde auch von in seinem Werk Pharsalia behandelt. Ausführliche antike Biographie aus der Sammlung der Kaiserbiographien von Caesar bis. Zahlreiche Ausgaben, beispielsweise mit deutscher Übersetzung in: Gaius Suetonius Tranquillus: Sämtliche erhaltene Werke. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, Einführung. Beck, München 1994, Darstellung des Caesar-Bildes seit der Antike in Wissenschaft und Kunst.

Beck, München 2001,S. Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates. Schöningh, Paderborn 2005, sehr gut lesbare Biografie, die ein sehr kritisches Caesarbild vermittelt. Franz Steiner, Stuttgart 2008, Neudruck der Ausgabe von 1983; zuerst 1921; klassische, aufgrund der Nähe zu den Quellen noch heute wertvolle Darstellung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1976, ausführlicher Forschungsbericht, der rund 2000 Untersuchungen aus 50 Jahren verarbeitet.

Habelt, Bonn 2017, Gegenentwurf zum herkömmlichen Narrativ rund um den Militärputsch. The Life of a Colossus. Franz Steiner, Stuttgart 1996 befasst sich mit der Zeit unmittelbar nach Caesars Ermordung und der Entwicklung, die Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich?

dieser geführt hatte. Cambridge University Press, Cambridge; New York 2018. In:Annette Simonis, Linda Simonis Hrsg. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980. Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk. Beck, München 2016, behandelt anschaulich die Intentionen im literarischen Werk Caesars.

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz.

Warum redet Gott von sich in der dritten Person?

Theiss, Darmstadt 2016, befasst sich minutiös mit dem Mord an Caesar, den Folgen und den vorigen Entwicklungen. Primus, Darmstadt 2009, Reihe Gestalten der Antike. Philipp von Zabern, Mainz 2010, S. Juli verschoben, da am Festtag des laut einem keinem anderen Gott gehuldigt werden durfteRömische Geschichte. Der Politiker und Staatsmann, 6. Ob es zur Eheschließung gekommen ist, lässt sich anhand der Quellen nicht entscheiden. In: Classical Philology 36, 1941, S.

Die Mitglieder der Priesterschaften und das sakrale Funktionspersonal römischer, griechischer, orientalischer und jüdisch-christlicher Kulte in der Stadt Rom von 300 v. Die Mitglieder der Priesterschaften und das sakrale Funktionspersonal römischer, griechischer, orientalischer und jüdisch-christlicher Kulte in der Stadt Rom von 300 v. Cato minor ; Cassius Dio, Römische Geschichte ; siehe Luciano Canfora: Caesar.

Personen die von sich selber in der 3. Person reden

Der demokratische Diktator, München 2001, S. Gruen: Caesar as a Politician. Gruen: Caesar as a Politician. Consul — Proconsul — Staatsfeind. Die Politik der Jahre 44 und 43 v. Der demokratische Diktator, München 2001, S. A World History of Genocide and Extermination from Sparta to Darfur, New Haven u. Consul — Proconsul — Staatsfeind. Die Politik der Jahre 44 und 43 v.

Der Politiker und Staatsmann, 6. In: Historia 33, 1984, S. In:Elke Stein-Hölkeskamp Hrsg. Große Gestalten der römischen Republik, München 2000, S. Spätere Texte vermerken, dass Caesar 23-mal getroffen worden sei; siehe Plutarch, Caesar ; Sueton, Divus Iulius ; Appian, Bürgerkriege. In: David Braund, Christopher Gill Hrsg. Studies in honour of T. Consul — Proconsul — Staatsfeind. Die Politik der Jahre 44 und 43 v.

Dass diese Episode nicht erfunden ist, zeigt Cicero, de divinationedem sie ebenfalls bekannt ist. Nikolaos von DamaskusPlutarch, Caesar und Appian, Bürgerkriege erwähnen keine letzten Worte. Die Politik der Jahre 44 und 43 v. In: Historia 55, 2006, S. In: Historia 29, 1980, 315—334. Cicero, Ad Atticum 14,7,1 vom 15. Der nächste Brief 14,8,2 vom 16. Civil War and the Emergence of the Roman Empire, Cambridge 2006.

Übersetzung aus: Gaius Julius Caesar: Der Gallische Krieg. In: Freiburger Universitätsblätter 163, 2004, S. In: Freiburger Universitätsblätter 163, 2004, S. In: Freiburger Universitätsblätter 163, 2004, S. Verlag Antike, Frankfurt am Main 2007,S. Sie selbst spricht Warum spricht Caesar in der dritten Person von sich? wegen der Ausführung für eine ägyptische Arbeit aus. Hierfür spreche auch das typisch ägyptische Material. März 2009 im In: timesonline. A New Diagnosis, Barnsley 2017.

Band 1, München 1964, Sp. Der Politiker und Staatsmann, 6. Die große Welt des kleinen Galliers, München 2001, S. In: Historische Zeitschrift 230, 1980, S. In: Historische Zeitschrift 260, 1995, S.

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