Question: Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

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Das Theater der griechischen Antike prägte für nahezu tausend Jahre die Kulturgeschichte Griechenlands und gilt als Ursprung der abendländischen Theaterkultur. Es entstand aus einfachen Chorliedern und Maskentänzen, die mit der Zeit um immer komplexere Handlungselemente ergänzt wurden.

Titelblatt der Erstausgabe von 1751 Die Kunst der Fuge ist ein von komponierter Zyklus von vierzehn und vier 1080. Um die Struktur des Werkes zu verdeutlichen, hat Bach jede Stimme — die meisten vorkommenden Fugen, Doppelfugen, Spiegelfugen usw. Zugleich folgte er damit der alten Tradition, polyphone Tastenmusik in Partitur zu notieren, welche ihre Blüte im 17. Jahrhundert erlebt hatte und Werke namhafter Komponisten wie,und aufweist.

Das fragmentarisch überlieferte Werk Bachs bietet bis heute Anlass nicht nur zu vielfältigen Spekulationen, sondern Wie ist das griechische Theater aufgebaut? auch Gegenstand werkanalytischer, musikgeschichtlicher und quellenkritischer Untersuchungen. Die anhaltende Diskussion thematisiert dabei vor allem die Frage der vorgesehenen Instrumente, der Abfolge der einzelnen Sätze sowie der Unabgeschlossenheit dieses Werkes. Das Hauptthema der Kunst der Fuge Wie die und das Musicalische Opfer ist Die Kunst der Fuge eine Sammlung von Kompositionen über ein bestimmtes Thema, dessen Möglichkeiten systematisch erforscht werden.

So liegen den einzelnen Fugen eine oder mehrere Kompositionsideen Achtel-Bewegung, Überbindung,mit bevorzugten Intervallen, 16-tel-Bewegung usw. Auch das Fugenthema selber ist einigen Veränderungen unterworfen rhythmische Umgruppierungen, eingefügte bzw. Auch die massive Verwendung von Chromatik in einigen Fugen v. Mithilfe all dieser Kompositionstechniken erreicht Bach in der Kunst der Fuge eine Ausdrucksvielfalt, welche der Sicht des Werkes als reines Demonstrationsobjekt Kunst entschieden widerspricht.

Hauptmerkmal dieser Fuge ist das Prinzip der Überbindung schon in Takt 4 des Themas vorgegeben und der darauf folgenden Abstoßung.

Pescara

Dabei wird der überbundene Ton der ersten Stimme von dem Ton der zweiten Stimme dazu bewegt, sich zu einem neuen Ton fortzubewegen, der nun erneut überbunden werden kann. Durch den Einsatz vonwie in Takt 6—7 das gis macht das f zur Dissonanz, und zwingt es über die Sprungnote h zur Auflösung in das e wird dies Verfahren noch intensiviert. Diese Technik Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

damit ein beständiges Fließen der Stimmen. Dadurch bekommt die Fuge einen ziemlich energischen Charakter. Chromatisch geprägte Gegenstimmen durchziehen den Kontrapunkt auch in der Folge. Als Beispiel sei eine Stelle in Takt 55—56 genannt Notenbsp. Dies wird unter anderem durch den an einen sruf erinnernden fallenden Terzsprung erreicht, der das ganze Stück durchzieht siehe Notenbsp.

Takt 54—56sowie durch viele gebrochene Dreiklängsbildungen Takt 23—26 und eine auf die Musik der Klassik Wie ist das griechische Theater aufgebaut? in Vor- und Nachsatz. Zum ersten Mal wird das Thema einer Verwandlung unterworfen. Das Thema in seiner punktierten Form siehe Contrapunctus V erscheint sowohl in Vergrößerung : verlängerte Notenwerte, also doppelt so langsam als auch in Verkleinerung : verkürzte Notenwerte, also doppelt so schnell.

Den Kontrapunkt dazu bildet eine fließende Sechzehntel-Bewegung. Tripelfugen, bei denen 2 bzw. Es ist das erste neue, vom Grundthema wesentlich abweichende Thema des Zyklus und steht in einem gewissen Gegensatz zum zweiten Thema, das von Chromatik und Tonrepetitionen geprägt ist.

Auch wenn man es dem Thema nicht anmerkt, so weist es doch in den ersten drei Takten bis zum Ton f' im Notenbsp. Dieses erscheint als zweites Thema und stellt mit seinen langen Notenwerten einen starken Gegensatz zum ersten Thema dar. Das zweite Thema ist die punktierte Variante des Urthemas, wie sie unter anderem in Contrapunctus V verwendet wurde. Er verarbeitet drei Themen Tripelfuge und ein chromatisches Kontrasubjekt und besticht durch seine Ausdruckskraft. Gegen Ende der Fuge Takt 158 — 167 erklingt das erste Thema gleichzeitig in seiner Urform und der Umkehrung, zuerst in den Oberstimmen, danach in den Unterstimmen.

Damit scheint Bach bereits auf die nachfolgenden Spiegelfugen vorauszudeuten. Unter einer Spiegelfuge wird hierbei verstanden, dass der gesamte Satz anschließend mit umgekehrten Intervallen wiederholt wird das Partiturbild lässt manchmal bei Laien die Vorstellung entstehen, beide Versionen sollten gleichzeitig erklingen. Das Thema besteht exakt aus den Tönen der Grundgestalt, erklingt jedoch hier im Dreiertakt; die rhythmische Gestalt mit Betonung Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

der zweiten Zählzeit in den beiden ersten Takten erinnert an eine. Wahrscheinlich ist die kontrapunktische Komplexität der Aufgabe dafür verantwortlich, dass dieses Stück bzw. Auch dieses Thema ist aus Wie ist das griechische Theater aufgebaut? Urthema abgeleitet. Im weiteren Verlauf wechselt diese Triolenbewegung immer wieder mit punktierten Sechzehnteln ab die nach den Regeln der damaligen Aufführungspraxis rhythmisch an die Triolenbewegung anzugleichen sind. Dieser Satz ist auf dem Cembalo nur spielbar, wenn ein Interpret über eine gewisse Virtuosität hinaus mindestens eine greifen kann Ausnahme: in T.

Den Umfang einer typischen Orgel der Bachzeit wird nach oben hin mit den Tönen d''' und e''' überschritten. Es existiert auch eine Fassung für zwei Cembali, bei der Bach die drei Stimmen durch eine freie vierte Stimme ergänzte. Nach dem Erstdruck beginnt der Abschnitt mit dem Canon per Augmentationem in Contrario Motu, der, wie der Titel sagt, die zweite Stimme in der Umkehrung und einsetzen lässt.

Der Canon alla Decima in Contrapunto alla Terza baut vor allem auf dem Gestaltungsmittel der auf. Ein Wechsel zwischen und Passagen ist das zentrale Moment des Canon alla Duodecima in Contrapunto alla Quinta.

Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

Laut deutet der italienische Titel darauf hin, dass er von den Redakteuren des Erstdrucks, zum Beispielgewählt wurde und nicht von Bach, da dieser in der Kunst der Fuge sonst nur lateinische oder griechische Titel verwende.

Das Fragment beginnt mit einem ersten Abschnitt im typischen Stil eines s, wie es seit dem 16. Die ersten 4 Töne des ersten Themas sind dabei offenbar aus dem Urthema des Zyklus abgeleitet mit einer Durchgangsnote. Das Thema erscheint auch in der Umkehrung z. Von Takt 114 bis 193 Wie ist das griechische Theater aufgebaut? sich ein zweiter Abschnitt über ein in Achtelnoten fließendes Thema an, das stark mit dem ersten Thema kontrastiert und zuerst allein durchgeführt wird, später in Kombination mit dem ersten Thema z.

Nach einer Binnenkadenz in g-moll wird dann in Takt 193 das -Thema ein- und durchgeführt bis T. Nur im Autograph sind weitere sieben Takte erhalten, in denen alle drei bis dahin eingeführten Themen zusammen mit einem Kontrasubjekt im Diskant kombiniert werden, danach bricht das Manuskript in Takt 239 ab.

Seine letzte Krankheit hat ihn verhindert, seinem Entwurfe nach, die vorletzte Fuge völlig zu Ende zu bringen, und die letzte, welche 4 Themata enthalten, und nachgehends in allen Stimmen Note für Note umgekehrt werden sollte, auszuarbeiten. Er wurde von demselben mitten unter der Ausarbeitung seiner letzten Fuge, wo er sich bey Anbringung des dritten Satzes nahmentlich zu erkennen giebet, überraschet.

Es wurde vielfach versucht, die Schlussfuge zu vollenden; Walter Kolneder zählte bereits bis 1977 zwanzig derartige Ansätze. Eine frühe Vervollständigung stammt 1931 von. Neben der Einbindung des Grundthemas versuchte er sich auch an den von Agricola berichteten Umkehrungen, für die er allerdings das erste Thema in der Duodezime durchführen musste, was von Moroney als nicht befriedigend empfunden wird.

Laut Kolneder hat diese Version die Anerkennung gefunden, Daniel bemängelt jedoch einige satztechnische Inkonsequenzen, die sich insgesamt mehr einer spätklassischen Idiomatik als einer barocken annähern.

Diese Version wurde von begeistert aufgenommen, Barschai hat sie jedoch bis zu seinem Tod 2010 immer wieder überarbeitet. Ab der zweiten Durchführung lässt er die Themen in einem Wie ist das griechische Theater aufgebaut? fallenden Permutationsmuster auftreten. So ist sie auf anderem Papier als der vorangegangene Teil Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

und zwar auf der Papiersorte, die Bach normalerweise für Stichvorlagen verwendete, noch dazu mit kalligraphischer Sorgfalt, was ein deutlicher Hinweis auf ein bereits fertiges Werk ist. Die letzten Takte 227—239, nach denen das Manuskript abbricht, sind dagegen auf einer anderen Papierart und das Blatt ist derart nachlässig rastriert, dass es von vornherein nur für wenige Takte brauchbar gewesen wäre.

Wahrscheinlich konnte Bach krankheitshalber die Stichkopie nicht selbst fortführen und die wenigen Takte waren als Vorlage für einen Kopisten gedacht, der ab dieser Stelle auf eine Handschrift mit dem Finale zurückgreifen konnte, die verloren gegangen ist.

Auf Grundlage von Wolffs Erkenntnissen postuliertdass die gesamte Fuge nicht mehr als sechs Seiten umfasst haben wird, während der von Wolff als Stichvorlage identifizierte Teil 5 Seiten umfasst. Aus diesem Umstand und aus den Längenverhältnissen der Fugenabschnitte, welche absteigend immer ungefähr zwei Drittel der Takte des vorherigen Teils enthalten, schlussfolgert er, dass der fehlende Teil etwa 40 Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

betrage. Von Butlers Erkenntnissen ausgehend haben 1989 und 2001 entsprechend kurze Vervollständigungen verfasst. Die Version von Moroney wurde in dessen Notenausgabe der Kunst der Fuge für Cembalo Klavier veröffentlicht. Am Ende der Fuge führt er alle Themen auch in der Umkehrung durch. Außerdem interpretiert er den Nekrolog Agricolas dahingehend, dass nur das hinzukommende Grundthema und nicht alle vier Themen umgekehrt werden sollten, weshalb bei ihm auch nur das Grundthema am Schluss in der Umkehrung auftritt.

Er führt unter anderem mehrere Gründe an, weshalb das Grundthema den Fugenkomplex erst vollkommen macht, zum Beispiel verleiht der grundtönige Beginn dem Komplex eine Stabilität, die er vorher mit beginnendem zweiten Thema nicht hat. Zu einer guten Vervollständigung zählt für ihn unter anderem, dass, nach einer ordentlichen Durchführung der von Bach noch begonnenen Tripelfuge, das Grundthema zuerst eigenständig eingeführt wird. Wie schon einige vor ihm verwendet er das Grundthema nicht in der ersten Version von Contrapunctus 1, sondern in der punktierten Version von Contrapunctus 5.

Hierfür führt er vier Gründe an: Es lasse sich besser engführen, es korrespondiere motivisch zum 1. Thema, es lasse den Quadrupelkomplex weniger statisch wirken. Außerdem bekomme der Quadrupelkomplex durch die zwei zusätzlichen Töne eine zahlenmäßige Ausgewogenheit mit insgesamt 72 Tönen, wobei der Mittelpunkt an einer harmonischen Wendestelle nach dem dritten Takt liegt.

Daniel hält es außerdem für plausibel, dass Bach die gesamte Fuge auf 372 Takte angelegt hat, da die vier Einzelfugen Contrapunctus 1—4die beiden Tripelfugen Contrapunctus 8 und 11 und die Canons ebenfalls exakt 372 Takte umfassen. Am Ende von Daniels Studie steht eine eigene Vervollständigung, die alle von ihm geforderten Kriterien zu erfüllen sucht. Angeblich reiche der Quadrupelkomplex, wie Nottebohm ihn vorschlägt, des Weiteren nicht an die von Bach gewohnte hohe satztechnische Qualität heran.

Um Nottebohm ad absurdum zu führen, führt er mehrere nicht mit der Kunst der Fuge in Zusammenhang stehende Themen auf, die sich genauso gut oder gar besser zu den anderen drei Themen gesellen. Außerdem könne das Grundthema in diesem Quadrupelkomplex nicht ohne Satzfehler im Bass auftreten, was Bach jedoch, wie Büsing an mehreren Beispielen zeigt, gerne und häufig als Effekt am Schluss einer Fuge getan hat.

Daniel hingegen lässt in seiner Vervollständigung ab Takt 353 das Grundthema, wie von Büsing gefordert, am Schluss im Bass auftreten. Die von Büsing monierten angeschlagenen Quarten umgeht er, Wie ist das griechische Theater aufgebaut? er das erste Thema im Alt um eine Quinte erhöht. Aufgrund des Fehlens eines eigenschriftlichen Werktitels hat man den überlieferten Titel angezweifelt; andererseits sprechen zahlensymbolische Überlegungen für die Echtheit der durch Altnikol überlieferten Titelvariante.

Zwei Kantaten — von 1708, und das heute verschollene von 1709 —, die er zum Ratswechsel der Stadt komponiert hatte, waren die einzigen Veröffentlichungen vor der Leipziger Zeit gewesen; ihr Druck ging vermutlich auf die Initiative der Mühlhauser Ratsversammlung zurück. Er versuchte offenbar vor allem einen kleineren Kreis von Spezialisten zu erreichen, daher enthalten die Drucke durchweg Musik für Tasteninstrumente abgesehen von der aus dem Musicalischen Opfer.

Ein Druck von Bachs Leipziger Kantaten der ja ein Stimmendruck sein musste hätte theoretisch interessierten Musikern wenig genützt, da diese Werke zu Bachs Lebzeiten nur unter seiner Leitung zur Aufführung kamen. Darüber hinaus pflegte Bach seinen Ruf als virtuoser Cembalist und Organist, den er auch durch den Druck von technisch außerordentlich schwer zu bewältigender Tastenmusik bestärkte.

Wer das Vergnügen gehabt hat, ihn und andere zu hören, und sonst nicht von Vorurtheilen eingenommen ist, wird diesen Zweifel nicht für ungegründet halten. Und wer Wie ist das griechische Theater aufgebaut? Orgel und Clavierstücke, die er, wie überall bekannt ist, in der grösten Vollkommenheit selbst ausführte, ansieht, wird ebenfalls nicht viel wider den obigen Satz einzuwenden haben.

Bach beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren mit der Komposition, nachweislich seit 1742. Es wird vermutet, dass der Druck als Jahresgabe für die bestimmt war, der Bach 1747 beigetreten war und deren Mitglieder laut Statuten bis zu ihrem 65.

Die rechtzeitige Fertigstellung der Kunst der Fuge zum Juni 1749, die Bachs letzter Beitrag vor der Erreichung des 65. Lebensjahres gewesen wäre, wurde aller Wahrscheinlichkeit nach durch seine zunehmende Erblindung und durch zwei erfolglose Operationen des britischen Chirurgen John Taylor verhindert.

Bach starb vor der Vollendung. Der Contrapunctus 14 bricht ab; allgemein wird angenommen, dass mit diesem Stück die Kunst der Fuge abgeschlossen gewesen wäre. Die traditionelle Vorstellung von der Kunst der Fuge als dem Bachs ist von der Forschung in den letzten Jahrzehnten zunehmend relativiert worden. Wie wir heute aufgrund Untersuchungen wissen, reicht das Werk zu einem erheblichen Teil mindestens bis in die Zeit um 1742 zurück.

Nach einer 1983 veröffentlichten Studie wäre die Kunst der Fuge die Antwort auf jene Herausforderung, die 1739 in seinem mit Blick auf seine eigene Fugensammlung Die wol-klingende Finger-Sprache mit der Hoffnung ausspricht, etwas dergleichen von dem berühmten Herrn Bach in Leipzig, der ein grosser Fugenmeister ist, ans Licht gestellet zu sehen. Diese These eines postulierten Zusammenhangs wird mit anderen Argumenten auch von vertreten. Die vier heute noch bekannten Autographen, von denen keines den Zyklus vollständig enthält, spiegeln meistens einen früheren Stand der Komposition.

Sie liegen sämtlich in der und sind in einem Konvolut zusammengefasst. Bach P 200: Das Hauptautograph, entstanden ca. Es fehlen die Contrapuncti 4, 13 in der Fassung für zwei Cembali, 14 sowie die Kanons in der Dezim und in der Duodezim. Es handelt sich wenigstens zum Teil um ein Kompositionsautograph, d.

Bach P 200, Beilage 1 ca. In das Manuskript hat Bach Hinweise über Zeilen- und Seitenumbrüche für den eingetragen, die der Erstdruck — der sich im Übrigen genau an die Vorlage hält — nur teilweise befolgt. Bach P 200, Beilage 2 ca. Auch dieses Manuskript, obwohl es nicht für den Stich vorbereitet wurde wie Beilage 1, diente als Vorlage für den Erstdruck. Bach P 200, Beilage 3 ca. Erstdruck Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

Anfang des Contrapunctus I Der Erstdruck enthält sämtliche bekannten Stücke der Kunst der Fuge in einer vom Hauptautograph abweichenden Reihenfolge; für drei Contrapunctus 4 und die Kanons in der Dezim und der Duodezim ist er die einzige Quelle. Er ist offensichtlich vom Herausgeber, als der Carl Philipp Emanuel Bach vermutet wird, in aller Eile zusammengestellt worden, da er Doppelfassungen enthält, die höchstwahrscheinlich nicht in die endgültige Sammlung gehören.

Der selige Herr Verfasser dieses Werkes wurde durch seine Augenkrankheit und den kurz darauf erfolgten Tod ausser Stande gesetzet, die letzte Fuge, wo er sich bey Anbringung des dritten Satzes namentlich zu erkennen giebet, zu Ende zu bringen; man hat dahero Wie ist das griechische Theater aufgebaut? Freunde seiner Muse durch Mittheilung des am Ende beygefügten vierstimmig ausgearbeiteten Kirchenchorals, den der selige Mann in seiner Blindheit einem seiner Freunde aus dem Stegereif in die Feder dictirert hat, schadlos halten wollen.

Sie war also eindeutig von Bach nicht für die Kunst der Fuge vorgesehen, sondern ist von den posthumen Herausgebern angefügt worden. Das Autograph hat mehrere Zählungen Seiten, Blätter, Stückedie nicht von Bach stammen. Die Zahlen in der Tabelle beziehen sich auf die Seitenzählung. Weder die Anordnung der Stücke im Hauptautograph noch die im Erstdruck wird als endgültig angesehen: Das Autograph bietet oft nur eine Frühfassung, auch mehrere Fassungen desselben Stücks Contrapunctus 14 ; außerdem enthält es nicht den gesamten Bestand.

Der Erstdruck ist offenbar ebenfalls nicht zuverlässig; auch in ihm stehen Mehrfachfassungen derselben Stücke, die wohl kaum in eine Veröffentlichung hatten eingehen sollen. Im Allgemeinen folgen die Anordnungsversuche dem Erstdruck bis Contrapunctus 11, obwohl dadurch die Contrapuncti 8 und 11, denen dieselben Themen zugrunde liegen Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

die im Autograph daher hintereinander stehen, auseinandergerissen werden auch die Contrapuncti 6 und 7 beziehen sich thematisch aufeinander und stehen sowohl im Autograph als auch im Erstdruck hintereinander.

Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

Uneinigkeit besteht vor allem bei der Anordnung der rectus- und inversus-Versionen von Contrapunctus 13, der Kanons und des Contrapunctus 14, der von manchen Autoren als Schlussstück angesehen, von anderen vor die Kanons gesetzt wird.

Die Frage der Anordnung ist allerdings von untergeordneter Bedeutung. Die Kunst der Fuge ist nicht nach aufführungspraktischen Gesichtspunkten aufgebaut wie etwa einedie als Gesamtheit aufgeführt werden soll und deren einzelne Sätze daher nach den Prinzipien von Kontrast, emotionaler Dramaturgie usw. Vielmehr stellt sie, ähnlich wie oder das eine Sammlung von Einzelstücken zu derselben kompositorischen Problemstellung dar.

Die Kunst der Fuge

Eine Gesamtaufführung würde wohl die meisten Zuhörer überfordern. Deshalb hat Bach die Einzelsätze Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

nach dem Prinzip des Kontrastes zusammengestellt wie in einem zyklischen Werk üblich z. Beieinander stehen Stücke mit ähnlichem thematischen Material die Contrapuncti 6 und 7, die recto- und inverso-Versionen der Contrapuncti 12 und 13 und — im Autograph — die Contrapuncti 8 und 11 und ähnlicher kompositionstechnischer Problemstellung die einfachen Contrapuncti 1—4, die Spiegelfugen 5—7, die Contrapuncti mit mehreren Themen 8—11 — wozu eigentlich auch Contrapunctus 14 gehören würde —, die als ganze gespiegelten Contrapuncti 12 und 13 sowie die Kanons.

Folglich wurde viel über die von Bach vermeintlich intendierte Instrumentalbestimmung spekuliert, starb der Komponist doch vor Abschluss der Drucklegung der Erstveröffentlichung. Heute ist die -These wissenschaftlich nicht mehr ernsthaft umstritten. So führt etwa in seiner 1987 erschienenen Klavierausgabe des Bachschen Werkes aus: — Christoph Wolff Neben der Spielbarkeit für zwei Hände gelten heute als wesentliche Argumente für ein auch stilistische Kriterien, die namentlich herausgearbeitet hat.

Den Standpunkt von Wolff und Leonhardt unterstützt auch ein neuerer Dokumentenfund, ein Subskriptionsaufruf vom 7. Mai 1751, wohl von verfasst. Was man aber für besondere Einsichten in die Setz-Kunst, so wohl in Ansehung der Harmonie, als Melodie, durch Anschauung guter Partituren erlange, bezeigen dieienigen mit ihrem Exempel, die sich darinn hervorzuthun das Glück gehabt haben.

Es ist aber dennoch alles zu gleicher Zeit zum Gebrauch des Claviers und der Orgel ausdrücklich eingerichtet. Man bewunderte diese Form der Komposition zwar noch und empfahl sie dem angehenden Komponisten wärmstens zum Studium.

Einen darüber hinausgehenden musikalischen Wert begann man aber immer mehr in Zweifel zu ziehen. Vom Erstdruck wurden nach Angaben des Sohnes in den ersten fünf Jahren nur dreißig Stück verkauft, was nicht einmal die Kosten für den Druck deckte. Bachs so genannte Kunst der Fuge, ein praktisches und prächtiges Werk von 70 Kupfern in Folio, wird alle französische und welsche Fugenmacher dereinst in Erstaunen setzen; dafern sie es nur recht einsehen und wohl verstehen, will nicht sagen, spielen können.

Wie Wie ist das griechische Theater aufgebaut? es denn, wenn ein jeder Aus- und Einländer an diese Seltenheit seinen Louisd'or wagte? Deutschland ist und bleibet doch ganz gewiß das wahre Orgel- und Fugenland. Jahrhundert im Zuge der Wiederentdeckung des bachschen Werkes langsam. In den Jahren 1801 und 1802 wurden zwei Partiturausgaben, eine davon mit einer Klavierumschrift aus zwei Systemen, in Paris und Zürich veröffentlicht. Die Orchesterschule der studierte 1813 und 1815 das Werk ein, ohne dass es jedoch zu einer öffentlichen Aufführung kam.

Bis 1874 wurden davon 20. Komponisten wie, und besaßen Druckversionen oder Handschriften. Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

entstanden nun auch theoretische Arbeiten zum Werk, wie die von 184118771894. Dennoch gehörte die Kunst der Fuge nie zu den populärsten Werken Bachs. Und dennoch fesselt es denjenigen, der es immer wieder hört.

Es ist eine stille, ernste Welt, die es erschließt. Öd und starr, ohne Farbe, ohne Licht, ohne Bewegung liegt sie da; sie erfreut und zerstreut nicht; und dennoch kommt man nicht von ihr los. Ein Werk, das bisher für Mathematik gehalten wurde. Bach habe zum Teil einen harmonischen Stil verwendet z. Jahrhunderts, mindestens 100 Jahre vor Bachs Zeit entspräche.

Auf der anderen Seite bewunderte Wie ist das griechische Theater aufgebaut? die harmonische Kühnheit in der kontrapunktischen Ausführung, die phasenweise an und darüber hinaus sogar an die Atonalität eines frühenmehr als 150 Jahre später erinnere. Jahrhunderts unangefochten als Klavierwerk, wenngleich als ein solches, das nicht eigentlich zur Aufführung, sondern vielmehr zum Studium bestimmt war.

Seine des Werks für großesunduraufgeführt unter der Leitung des am 26. Juni 1927 in der inhat die Diskussion über die Instrumentalbestimmung der Kunst der Fuge erheblich beeinflusst. Ausführlich im von 1924 begründetging diese Bearbeitung 1932 als Supplementband in die schon abgeschlossene Bach-Gesamtausgabe ein.

Graeser schlug in seiner Ausgabe Streichorchester und Solostreichquartett, Holz- und Blechbläser sowie Cembalo und Orgel vor, die die einzelnen Contrapuncte jeweils in verschiedenen Besetzungen ausführen sollte. Die Reaktion aus den Fachkreisen war zum großen Teil begeistert, zum Teil aber auch recht kritisch. Bis heute wird immer wieder mit den verschiedensten Besetzungen für fast jede denkbare Instrumentalgruppe experimentiert, von Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

aber keine den entspricht. Schleuning hält die Klaviersonate B-Dur op. Er hat Charakteristika anderer Komponisten aufgegriffen und durch Widmungen kenntlich gemacht: 1. Quatuor für Johann Sebastian Bach; 2. Crescendo für Robert Schumann; 3. Strophe des Chorals Vor deinen Thron tret ich hiermit unterlegt und 2005 mit dem Gesualdo Consort Amsterdam aufgenommen. Diese Vielfalt betrifft sämtliche Aspekte der musikalischen Realisierung, angefangen bei Detailfragen wie Artikulation und Phrasierung bis hin zu Instrumentation, Reihung und Tempo.

Seit der Einführung der Compact Disc hat diese Vielfalt an Aufnahmen eine unübersehbare Dimension angenommen. Wichtige Orchestereinspielungen der folgenden drei Jahrzehnte stammen von 1949, 1965unter 1965, 197919581965196619741965 sowie der unter 1974. Unter den unzähligen Aufnahmen neuerer Zeit seien die von 1985und der 19841991und dem 1983 sowie die dynamisch expressive Einspielung von 1988 hervorgehoben.

Die Besetzungsstärke ist dabei nicht einheitlich, und es werden zum Teil auch Cembalo und Klavier hinzugezogen. Vittorio und Vincenzo Ghielmi Il Suonar parlante realisieren 2008 eine Aufnahme mit Cembalo, Hammerklavier und Gamben mit Vollendung der letzten Fuge und abschließendem Choral. In wechselnder Besetzung existieren auch kammermusikalische Einspielungen. Die Bandbreite reicht dabei vom reinenüber diverse Streicherbesetzungen mit und ohne Cembali, Streichern undbis zu exotisch anmutenden Kombinationund.

Eine frühe Aufnahme 1962 stammt vom 4 Streicher und 2 Cembali. In der Folgezeit wurde das Werk von Ensembles wie dem 1985demdem und dem eingespielt. An Aufnahmen an der Orgel seien die von 1956Teileinspielung 196219691974, 19771992 19931995199920002008 und 2008 genannt. Frühe Cembalo-Aufnahmen stammen von 1953 und 19691952 und 1953 und 1967 auf einem Pedalcembalospätere von 19851989den Holländern 1993 und 2002von 1998sowie von 2008. Fabio Bonizzoni realisiert eine Cembalo-Einspielung nach dem Manuskript P 200 stellenweise mit einer 2.

Erste Einspielungen am Klavier stammen von Josef und Grete Dichler 19541967 und Glenn Gould 1967. Später haben etliche Pianisten wie 1982198419901992199519962003Ivo Janssen 20072008200920132014 sowie 2015 das Werk aufgenommen. Außerdem existieren Aufnahmen für 1974, 1990, 200119871975, 1990 sowie klassische 2002. Seit 2006 ist auch eine Aufnahme mit einem Hammerflügel Fortepiano vom Mozart-Typ verfügbar, Pianist ist.

Das Düsseldorfer führte im Rahmen des internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals ido im Jahr 2016 die Produktion Die Kunst der Tanz-Fuge auf, bei der vier Tänzer neben der Originalmusik auch zu einer Teil-elektronischen rhythmisierten Version tanzten Bearbeitung:.

Faksimile-Reihe Bachscher Werke und Schriftstücke, hrsg. Becker, mit einer Studie von Hans Gunter Hoke und einer Handschriftenbeschreibung von H. Frankfurt, Leipzig, New York, London: Edition Peters Nr. Frankfurt, Leipzig, New York, London: Edition Peters Nr. Nach den autographen Quellen hrsg. Leipzig, Wie ist das griechische Theater aufgebaut?

und Kühnel, 1802. Mit einer Diskographie aller zyklischen Aufnahmen. Frankfurt am Main: Buchhändler-Vereinigung 1981. Beiträge zur Musikwissenschaft 25 1983S. Ideologien — Entstehung — Analyse. Wilhelmshaven: Florian Noetzel Verlag 1994. Der Idealplan von Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge. Gedanken und Erfahrungen eines Interpreten, m.

Eschbach: Verlag am Eschbach, 2000. Studie und Wie ist das griechische Theater aufgebaut?, Köln: Christoph Dohr 2010. Siehe: Walter Kolneder: Lübbes Bach-Lexikon, Bastei Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1982, S. Bach - Die Kunst der Fuge. Henle, München 1989, Kritischer Bericht, S. Bitter: Johann Sebastian Bach, Bd. Christoph Dohr, Köln 2010, S. Chandos Records, 2022, abgerufen am 28. Roméo Records, 2018, abgerufen am 1. Figuren und Symbole in den letzten Werken Johann Sebastian Bachs. Stauffer, Johann Mattheson and J.

Bach: the Hamburg connection, in: New Mattheson Studies, Cambridge Massachusetts1983, S. Das Musikalische Opfer und die Kunst der Fuge. Mit einer Diskographie aller zyklischen Aufnahmen. Buchhändler-Vereinigung GmbH, Frankfurt am Main 1981.

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