Question: Wann kann man sich künstlich befruchten lassen?

Das Paar muss verheiratet sein. Es dürfen nur Ei- und Samenzellen der Ehepartner verwendet werden. Beide Ehepartner müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Die Frau darf zum Zeitpunkt der künstlichen Befruchtung noch nicht 40 Jahre alt und der Mann noch nicht 50 Jahre alt sein.

Wann ist eine künstliche Befruchtung sinnvoll?

Eine In-vitro-Befruchtung eignet sich für Paare, bei denen andere Behandlungen der Unfruchtbarkeit, etwa Inseminationen, nicht zum Erfolg geführt haben. Auch beschädigte Eileiter, zum Beispiel nach einer Operation, oder eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit des Mannes rechtfertigen eine In-vitro-Fertilisation.

Was kann bei einer künstlichen Befruchtung schiefgehen?

Bei der Punktion kommt es selten (in weniger als einem Prozent der Fälle) zu Komplikationen, vor allem zu Blutungen, und ganz selten zu einer Verletzung des Darms. Die Übertragung mehrerer Embryonen birgt immer auch das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft (etwa 20 bis 30 Prozent bei IVF und ICSI).

Tina weiß früh, dass sie Mama werden will.

Wann kann man sich künstlich befruchten lassen?

Doch der passende Partner lässt auf sich warten. Daher entscheidet sie sich, alleine ein Kind zu bekommen. Tina ist 15 als sie zum ersten Mal Tante wird. Für sie steht fest: Das will sie auch. Mit dem Älterwerden kamen Partner, aber hundertprozentig passte es nie. Endlich, mit 32 die große Liebe.

Single mit Kinderwunsch: Wie ich mich künstlich befruchten ließ

Ein ehemaliger Kommilitone tritt wieder in ihr Leben. Mit Pauken und Trompeten verliebt sie ich. Das ist er, der Vater ihrer Kinder. Der Plan: Erstmal ein wenig zusammenleben und dann Familiengründung. Sein Plan sah anders aus. Nach dem Höhenflug, folgt der Totalabsturz. Es reißt Tina den Boden unter den Füßen weg, als er sie verlässt.

Das war es dann wieder mit den großen Träumen. Die Lebensplanung zurück auf Null gesetzt. Bis ihr eine ältere Ausgabe des Stern wieder in die Hände fällt.

Tina beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema und es wird ganz schnell klar: Als alleinstehende Frau hat man Anfang 2000 in Deutschland nicht die Möglichkeit, ein Kind durch eine Samenspende zu bekommen. Es sei denn man hat einen Freund, der seinen Samen spendet, unterschreibt und dafür geradesteht.

Ich bin dann dort hingefahren und habe mir aus einem Katalog einen Spender ausgesucht. Neben Alter und Größe werden ihr beispielsweise Kinderfotos des Spenders gezeigt, außerdem sein ganzer Stammbaum und seine komplette Krankengeschichte.

Zuhause bestimmt sie mithilfe von ihren Eisprung. Als der positiv ist, steigt sie ins Auto und fährt nach Dänemark. Doch mit dem ersten Spender klappt es leider nicht, mit dem zweiten auch nicht.

Als wieder eine Freundin erzählt, dass sie ein Baby bekommt, trifft es sie sehr. Alle haben einen Partner und können jeden Monat probieren. Ich habe keinen Partner und muss auf das Portemonnaie schauen.

Ihrer Mama wollte Tina so gern noch zeigen, dass ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen würde. Also wandte sie sich an eine andere Klinik in Dänemark, um sich künstlich befruchten zu lassen und nahm dabei in Kauf, dass der Spender anonym ist und auch bleibt — dass ihr Kind also niemals seinen Vater würde kennenlernen können, wie es bei der möglich gewesen wäre. Auch bei der Wahl des Spenders hatte Tina kein Mitspracherecht.

Einzig auf die Übereinstimmung der Augenfarbe wurde bei der Auswahl des Spenders Rücksicht genommen, damit das Kind auch zu 99,9 Prozent die ihrige hätte. Die Hormone kommen Nachdem Tinas Zyklus dokumentiert und ein Plan erstellt wurde, bekommt sie ein Rezept für ein Medikament, das sie sich umständlich aus Frankreich schicken lassen muss.

In Deutschland bekäme sie das nämlich Wann kann man sich künstlich befruchten lassen? einfach. Dieses Medikament soll durch Hormone ihren Zyklus so aufbauen, dass möglichst viele Follikel produziert werden. Gleichzeitig muss das medizinisch überwacht werden, das heißt, Tina braucht eine:n Gynäkolog:in in Deutschland, der:die die Einnahme kontrolliert.

Die nächste Hürde wie sich herausstellt. Ihren Namen darf Tina nicht nennen, denn Frauenärzt:innen machen sich hier zu Lande strafbar. Weil sie wissen, was sie da tun, müssten sie nämlich normalerweise für den aufkommen.

Rechtlich gesehen hat sie an der Entstehung mitgewirkt. Und dann ging das los, was man mit Kinderwunschbehandlungen in Verbindung bringt Hormonspritzen, Ultraschall, Follikelaufbau. Alle Daten gingen nach Dänemark, die wiederum gaben Bescheid, wann Tina kommen sollte.

Nicht ohne 12 Stunden vorher ihren Eisprung ausgelöst zu haben. Dort sollten sie erstens selbst zueinanderfinden und zweitens sich mindestens zweimal teilen. Je symmetrischer Wann kann man sich künstlich befruchten lassen? Teilung ist, desto perfekter. War es nicht perfekt, wurde es auch nicht eingesetzt. Zwei Tage danach der Anruf: Tina konnte vorbeikommen. Von den 12 befruchteten Eiern, eigneten sich sechs.

Mal gucken, ob es sich festsetzt. Ein kleines Mädchen, sechs Wochen zu früh, aber gesund. In der neunten Woche sollte Tina noch einmal zum Abschlussgespräch vorbeikommen. Was passiert mit den anderen vier Eizellen?

Wann kann man sich künstlich befruchten lassen?

Will ich noch ein weiteres Kind? Ein Gedanke, mit dem sich Tina recht schnell auseinandersetzt. Schließlich lagen da noch vier weitere befruchtete Eizellen im Tiefkühler. Fünf Jahre wurden diese aufgehoben.

Doch die Frist sollte gar nicht verstreichen, bevor sie das erste Mal Post bekam: Der Spender hat eine Autoimmunerkrankung des Darms und durfte nicht mehr spenden. Die Eizellen könnten ihr nur auf eigene Gefahr hin eingesetzt werden, sagte man ihr. Tina macht sich auf den Weg zum Humangenetiker, lässt sich und ihre Tochter testen.

Kinderwunsch

Bahnfrei für die Eizellen, ein zweites Kind und eine unbeschwerte, zweitedie hoffentlich auch neun Monate dauern sollte. Also geht es für sie wieder nach Dänemark, wo die Eizellen bereits aufgeweckt und zwei Tage beobachtet wurden. Acht Tage nach dem Einsetzen der Eizelle war Tina Wann kann man sich künstlich befruchten lassen?

schwanger. Auch ihr Sohn macht sich zu früh auf den Weg, auch diese Schwangerschaft verläuft nicht komplikationslos. Aber mit ihren beiden Kindern ist Tina überglücklich und hat ihre Entscheidung keinen Tag bereut. Alles alleine machen: Ist das nicht hart? Insofern empfinde ich das gar nicht als so anstrengend. Ich hatte aber auch das Glück, absolut entspannte Babies zu haben, die auch super geschlafen haben, was es natürlich noch einfacher macht, als wenn ich Schreibabys gehabt hätte.

Ich mach das zu 99,9 Prozent alleine, aber wir hatten schon ein paar Notfälle und dann weiß ich einfach, dass sie da sind. Heute sind die beiden schon neun und fünf Jahre alt. Vor allem ihre Tochter weiß ganz genau, wie sie entstanden ist. Tina hat es möglichst kindgerecht erklärt. Also habe ich im Krankenhaus nachgefragt und da konnte mir ein Arzt helfen. Das erzählt sie auch ganz frei, wenn jemand sie fragt.

Klar sehen die beiden, dass andere Kinder einen Papa haben, vermissen tun sie es bis heute allerdings nicht. Sie kennen es eben nicht anders, daher fehlt ihnen der Vater auch nicht. Was ihnen vielleicht fehlt, ist dieses männliche, körperliche Toben und Gerangel, sagt Tina, denn das könne sie nicht bieten. Ich habe zwei gesunde, fröhliche Kinder, die Wann kann man sich künstlich befruchten lassen? haben, was sie brauchen.

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