Question: Wird das Einkommen des Partners bei einer Privatinsolvenz angerechnet?

Ausnahmen bestehen bei Steuerschulden sowie bei den Verfahrenskosten für die Privatinsolvenz. Darf der andere – nicht insolvente – Ehegatte sein Einkommen behalten? Ja, bei der Privatinsolvenz darf der Ehepartner sein Einkommen in der Regel behalten.

Wird bei der Privatinsolvenz das Einkommen des Partners?

Ist mein Ehepartner oder Lebenspartner von meiner Privatinsolvenz betroffen? ... Die Privatinsolvenz hat keine unmittelbaren Folgen für den Ehepartner. Ausnahmen bestehen bei Steuerschulden und je nach Höhe des Einkommens bei den Verfahrenskosten für die Privatinsolvenz.

Wie viel darf man bei Privatinsolvenz verdienen?

Grundsätzlich liegt der bei einer Privatinsolvenz anzusetzende Freibetrag für Personen, die keinen Unterhalt zahlen müssen, bei 1.259,99 Euro netto. Liegt der Lohn bzw. das Einkommen unter dieser Grenze für den Selbstbehalt, findet demnach keine Pfändung statt und der Schuldner muss kein Geld an die Gläubiger abgeben.

Ist meine Frau eine Unterhaltspflichtige Person?

Wenn Ihr Ehegatte ein eigenes Einkommen hat, erfüllen Sie Ihre gesetzliche Unterhaltspflicht zum Familienunterhalt (§ 1360 S. 1 BGB), indem Sie zum Haushalt beitragen.

Wann haftet Ehefrau für Schulden des Ehemannes?

Nach einer Trennung der Eheleute kann eine Verpflichtung aus einem Haushaltsgeschäft nicht mehr entstehen. Für die Schulden des anderen Ehegatten haftet der Ehegatte also grundsätzlich (siehe Ausnahme oben) weder in der Ehe, noch nach einer Trennung und auch nicht im Falle der Scheidung.

Was bleibt mir zum Leben bei Privatinsolvenz?

Mindestens 1079 Euro des Nettolohns dürfen die Schuldner behalten; wer weniger verdient, bleibt erstmal unbehelligt. Zahlt man Unterhalt an Kinder, Partner oder Ex-Partner, erhöht sich der Freibetrag um rund 300 Euro pro Person. Von dem, was darüber hinausgeht, muss man etwa zwei Drittel abgeben.

Wann ist ein Ehepartner unterhaltsberechtigt?

Ein Ehepartner ist und unterhaltsberechtigt, solange und soweit ihm wegen Krankheit, Gebrechen oder Schwäche seiner geistigen oder körperlichen Kräfte keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann. Diese Situationen muss zum Zeitpunkt: der Scheidung bestehen.

Werden Schulden auf den Partner übertragen?

Es haftet derjenige, der die Schulden vor der Ehe gemacht hat. Dies sind alleinige Schulden. Sie gehen nicht automatisch bei Eheschließung auf den Partner über - egal ob Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung. Bringt Ihr Partner zum Beispiel Schulden durch einen Kredit mit in die Ehe, muss er allein dafür haften.

Die Anzahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland zurückgegangen Wird das Einkommen des Partners bei einer Privatinsolvenz angerechnet?

Wird das Einkommen des Partners bei einer Privatinsolvenz angerechnet?

2018 etwa 89. Auch wenn diese Entwicklung positiv ist — für die Betroffenen stellt eine Privatinsolvenz einen starken Einschnitt dar. Doch welche Folgen hat die Privatinsolvenz für den Ehepartner oder die gemeinsam genutzte Immobilie?

Was jeweils gilt und was zu tun ist, erfahren Sie hier. Eine Privatinsolvenz ist für alle Beteiligten problematisch und mit großen Sorgen um die finanzielle Zukunft verbunden.

Wird das Einkommen des Partners bei einer Privatinsolvenz angerechnet?

Wenn für einen der Ehegatten als letzter Ausweg nur noch die private Insolvenz möglich ist, stellt sich die Frage, inwiefern auch der andere Ehepartner davon betroffen ist.

In der Regel werden bei der Privatinsolvenz in einer Ehe zwei Szenarien unterschieden: Zugewinngemeinschaft Sofern vertraglich nicht anders vereinbart, bilden Ehepartner eine Zugewinngemeinschaft. Jeder ist dabei für das eigene Vermögen verantwortlich. Kreditschulden hat, so haftet auch nur er für diese.

Zählt Unterhalt als Einkommen?

Eine Ausnahme liegt vor, wenn beide Partner einen gemeinsamen Kreditvertrag unterschrieben haben oder der eine für den anderen Ehegatten eine Bürgschaft abgibt. Gleiches gilt für die Privatinsolvenz: Wenn eine Zugewinngemeinschaft vorliegt, darf nur das Vermögen und Einkommen der von der Insolvenz betroffenen Person gepfändet werden. Das Vermögen des nicht-insolventen Ehepartners ist nicht Gegenstand der Insolvenzmasse.

Gütergemeinschaft Wenn sich die Ehepartner auf den vertraglichen Güterstand der Gütergemeinschaft geeignet haben, sieht die Gesetzeslage anders aus. Bei dieser Form der Ehe werden die Vermögen der Partner grundsätzlich als gemeinschaftliches Vermögen betrachtet. Dieser Sachverhalt wirkt sich auch auf die Frage aus, ob der Ehepartner in der Privatinsolvenz haftet.

Gläubiger haben in diesem Fall die Möglichkeit, das gemeinschaftliche Vermögen zu pfänden.

Privatinsolvenz: Haften Ehepartner?

Dieser Sachverhalt führt dazu, dass beide Partner von der Privatinsolvenz betroffen sind. Wichtig: Wenn beide Ehepartner Privatinsolvenz anmelden müssen, sind unbedingt zwei separate Anträge einzureichen. Wie sieht es mit dem Gehalt der Ehefrau bei Privatinsolvenz des Ehemannes aus? Auch hier gilt: Paare in einer Zugewinngemeinschaft müssen grundsätzlich nicht befürchten, dass auch das Einkommen des nicht-insolventen Partners gepfändet wird.

Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn der nicht von der Insolvenz betroffene Ehepartner eine Bürgschaft abgegeben oder den Kreditvertrag mitunterzeichnet hat.

In diesem Fall ist der nicht-insolvente Ehepartner ebenfalls als Schuldner zu betrachten und kann im Fall einer Privatinsolvenz haftbar gemacht werden. Sonderfall Steuerschulden Wenn das Ehepaar beim Finanzamt gemeinsam steuerlich veranlagt ist, haften in der Regel beide Partner gegenüber dem Fiskus für eventuelle Steuerschulden.

Wenn der Ehepartner Privatinsolvenz anmeldet, kann das Finanzamt also auch gegen den eigentlich unbeteiligten Partner vorgehen.

Auch die Gerichtskosten des Insolvenzverfahrens können geltend gemacht werden, wenn das Einkommen über der sogenannten Pfändungsgrenze liegt. Wenn das Übersteigt das Gehalt der Ehefrau bei Privatinsolvenz diese Grenze, so kann das Insolvenzgericht die Übernahme der Verfahrenskosten verlangen.

Die Frage, was bei einer Privatinsolvenz des Ehepartners mit dem gemeinsamen Haus oder der Wohnung passiert, steht bei Betroffenen häufig im Raum. Grundsätzlich gilt: Die gemeinsam genutzte Immobilie wird in einem Insolvenzverfahren vollumfänglicher Teil der Insolvenzmasse. Es gibt jedoch durchaus Möglichkeiten, das Haus bei Privatinsolvenz des Ehepartners zu behalten. Dazu ist eine sogenannte Freigabe des Insolvenzverwalters erforderlich.

Eine solche Freigabe hat zur Folge, dass die Immobilie aus der Insolvenzmasse herausgelöst wird und damit dem Vollstreckungsverbot gemäß § 89 Abs. Die Freigabe der Immobilie ist Gegenstand von Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter. Dieser ist grundsätzlich daran interessiert, möglichst viele Schulden zu tilgen.

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