Question: Wieso gibt es Tierrechte?

Den konkreten Schutz von Tieren definiert das Tierschutzgesetz. Dort heißt es: „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Können Tiere Rechte haben?

Auch wenn Tiere nicht mehr als Sachen gelten, haben sie keine eigentlichen Rechte und Pflichten, die juristisch durchsetzbar sind. ... Die sogenannte Rechtsfähigkeit kommt nach wie vor ausschliesslich Menschen und juristischen Personen zu.

Tierversuche dienen in den meisten Fällen der Beantwortung einer wissenschaftlichen Wieso gibt es Tierrechte?. Diese betreffen insbesondere diedie Untersuchung und Behandlung von Krankheiten bei Menschen und Tieren sowie von Medikamenten und Chemikalien. Darüber hinaus gibt es Tierversuche, die nicht direkt mit einer wissenschaftlichen Fragestellung verbunden sind. Dazu zählen Eingriffe oder Behandlungen an lebenden Tieren für Aus- Fort- und Weiterbildungszwecke beispielsweise in der versuchstierkundlichen Wieso gibt es Tierrechte?

und in der Veterinärmedizin sowie die Herstellung und Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen, wenn diese für die Forschung benötigt werden wie Antikörper oder Parasiten.

Töte Forschende hingegen ein Tier, um ihm Organe, Zellen oder Gewebe für wissenschaftliche Zwecke zu entnehmen, zählt das laut Tierschutzgesetz nicht als Tierversuch. Die wichtigsten Gründe sind die Grundlagenforschung, um Lebensvorgänge und Erkrankungen besser zu verstehen, neue Medikamente und Heilverfahren zu entwickeln, und die Prüfung der Sicherheit von Medikamenten und anderen Stoffen mit denen der Mensch in Berührung kommt.

Nur dadurch können sie verstehen, welche Prozesse im Körper ablaufen, wenn er erkrankt ist. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, neue Medikamente und Therapien entwickeln oder verbessern zu können. Auch die Vitalfunktionen lassen sich in vielen Fällen gut vergleichen, so zum BeispielSehvermögen,Atmung oder Verdauung. Bereits anhand von Mäusen lassen sich die komplexen Strukturen unseres Organismus untersuchen, so zum Beispiel das Nerven- und Immunsystem. In welchen Anwendungsgebieten finden Tierversuche statt?

Zahlreiche Krankheiten tauchen sowohl beim Mensch als auch beim Tier auf. Diese Erkenntnisse können wiederum die Ausgangslage für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien sein. Tierversuche werden gebraucht, um neue Medikamente und Therapien zu entwickeln und zu testen. Bis heute sind darauf zahlreiche zurückzuführen. Ohne Tierversuche gäbe es heute beispielsweise keine Herzschrittmacher oder Hüftprothesen. Auch zahlreiche Operationstechniken wurden zunächst am Tier erprobt.

Diese Untersuchungen sind in vielen Fällen. Darüber hinaus werden im Tierversuch weitere Informationen über die Wirksamkeit und richtige Dosierung eines Wirkstoffs gewonnen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Video: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht jedes Jahr die.

Laut der jüngsten Erhebung aus 2019 wurden in Deutschland rund 2,9 Millionen Tiere für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Am häufigsten wurden 2019 Mäuse eingesetzt ca. Wieso gibt es Tierrechte? Weiteren wurden rund 197.

Zum Vergleich: weitere Versuche wurden an 1. Weitere Hintergründe zu den aktuellen Versuchstierzahlen finden Sie. Die meisten Versuchstiere für Forschungszwecke wurden 2019 in der 35 Prozent und der 10 Prozent verwendet. Weitere Tierversuche wurden für die Erhaltung der Art und den Umweltschutz 6 Prozentzu Aus- Fort- und Weiterbildungszwecken 2 Prozent und zur Erhaltungszucht von genetisch veränderten, belasteten Tierkolonien 7 Prozent gemacht.

An diesen Tieren wurden somit keine Tierversuche durchgeführt. Im ist festgelegt, dass Tierversuche nur von Personen geplant und durchgeführt werden dürfen, die über die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

Sie müssen außerdem in zusätzlichen Spezialkursen einen amtlich anerkannten Sachkundenachweis erwerben. Tierversuche ohne Operationen dürfen außerdem Wissenschaftler mit einem abgeschlossenen naturwissenschaftlichen Studium durchführen, sofern sie ausreichende Kenntnisse dafür nachweisen können. Auch andere an einem Tierversuch beteiligte Personen müssen über Sachkunde für ihre jeweiligen Aufgaben verfügen.

Dazu werden von Organisationen und Einrichtungen spezielle Kurse angeboten. Der Nachweis dieser Qualifikationen ist eine Voraussetzung für die Genehmigung eines Tierversuchs und wird von der zuständigen Behörde überprüft.

Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, wenn sie von den zuständigen Behörden genehmigt worden sind. Sie müssen erläutern, welche neuen Erkenntnisse mit dem Tierversuch gewonnen werden, dass die Fragestellung neu ist und noch nicht durch einen Tierversuch bereits geklärt worden ist. Insbesondere muss schlüssig dargelegt werden, dass das Ziel des Vorhabens nur mit einem Tierversuch erreicht werden kann.

Dies setzt voraus, dass der Antragstellende sich gründlich auf das Forschungsthema vorbereitet und auch die mögliche Belastung der Tiere in seiner Begründung berücksichtigt hat. Zur trägt auch der Nachweis bei, dass im Sinne derder Versuch nicht durch Replacement ersetzt werden kann, die Zahl der eingesetzten Tiere auf ein Minimum verringert wird Reductionund dass die so gering wie möglich gehalten wird Refinement. Zu welchem Zweck sind Tierversuche zulässig? Wieso gibt es Tierrechte?

muss dem Genehmigungsantrag eine Stellungnahme des Tierschutzbeauftragten beigefügt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Antrag hohen Qualitätsansprüchen genügt, schon bevor er zur Genehmigung eingereicht wird. Mehr über die Aufgaben eines Wieso gibt es Tierrechte? erfahren Sie in unserem Video: Die Genehmigungsbehörde überprüft dann, ob der Antrag vollständig und das Forschungsvorhaben nachvollziehbar sind.

Dabei wird sie von einer unabhängigen beratenden Kommission unterstützt. Sie beraten die Genehmigungsbehörde bei der Entscheidung über einen Antrag, indem sie eine Empfehlung abgeben weitere Informationen über die Tierversuchskommission finden Sie.

Der Genehmigungsprozess soll laut innerhalb von 40 Tagen abgeschlossen sein. Kommt die Behörde zu dem Schluss, Wieso gibt es Tierrechte? alle Voraussetzungen erfüllt sind, genehmigt sie den Tierversuch. Das kann sowohl ohne als auch mit Auflagen geschehen Änderung in der Anzahl der Tiere oder der Wahl der Methoden.

Weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren finden Sie. Für jeden Tierversuch gibt es sowohl interne als auch externe Kontrollinstanzen. Interne Kontrollen Jedes Forschungsinstitut und jede Behörde, Wieso gibt es Tierrechte? Tierversuche durchführen, müssen einen oder mehrere berufen. Während dieses Prozesses stehen sie in engem Austausch mit einem Tierarzt. Erst wenn der Tierschutzbeauftragte dem Antrag zustimmt und eine Stellungnahme verfasst hat, wird er an die zuständige Genehmigungsbehörde weitergeleitet weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren gibt es.

In Deutschland sind die Tierschutzbeauftragten zwar von der jeweiligen Behörde oder dem Forschungsinstitut angestellt, aber per Gesetz ihrem Arbeitgeber gegenüber nicht weisungsgebunden. Mehrmals im Jahr führen zudem die zuständigen Veterinärämter Kontrollen durch, die auch unangekündigt sein können.

Das Tierschutzgesetz sieht explizit vor, dass die Genehmigungsbehörde einen Tierversuch genehmigen muss — vorausgesetzt der Antrag ist vollständig und alle Fragen, wie zum Beispiel nach der oder der Unerlässlichkeit, sind plausibel beantwortet worden. Wenn dies jedoch nach Ansicht der Behörden oder der Tierversuchskommission nicht der Fall ist, kann die Behörde — statt den Antrag direkt abzulehnen — vom Forschenden Änderungen am Antrag verlangen.

Zwischengeschaltet ist dabei immer derder den Antrag auch schon im Vorfeld prüft.

Wieso gibt es Tierrechte?

Solche Rückfragen müssen dann vom Antragstellenden nachvollziehbar beantwortet werden. Sind Behörde oder Kommission nicht überzeugt, kann es zu weiteren Rückfragen kommen. Zudem wird eine Genehmigung gegebenenfalls mit Auflagen erteilt. So kann sie beispielsweise an die Bedingung geknüpft sein, dass der Forschende die Zahl der Tiere reduziert oder eine weniger belastende Methode anwendet. Eine Ablehnung erfolgt nur dann, wenn der Antragstellende die Rückfragen nicht zufriedenstellend beantwortet, oder die Auflagen aus z.

Weiter Informationen zum Genehmigungsverfahren finden Sie in diesem Video: Für die von Versuchstieren gibt es strengeunter anderem zur Raumgröße, Temperatur, Belüftung, Geräuschbelastung und Beleuchtung. Zudem muss die ständige Betreuung der Tiere durch geschultes Personal gewährleistet sein. Ob die Vorschriften eingehalten werden, wird regelmäßig kontrolliert Wieso gibt es Tierrechte? sowohl intern von einem als auch extern durch die zuständige Veterinärbehörde.

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Zu einer tiergerechten Haltung gehört es auch, den Tieren eine Umgebung zu bieten, die auf ihre sozialen und psychologischen Bedürfnisse abgestimmt ist. So brauchen beispielsweise Ratten und Mäuse Rückzugs- und Schutzmöglichkeiten, Vögel erfreuen sich an Spiegeln und kleineren bunten Spielobjekten. Um die guten Haltungsbedingungen für Versuchstiere zu optimieren, wird auch auf diesem Feld die Forschung stetig vorangetrieben. Das wurde 1959 von den britischen Wissenschaftlern William Russel und Rex Burch postuliert.

Drei Jahre später wurde diese mit dem novellierten und der auch in Deutschland in geltendes Recht umgesetzt. Für die Praxis bedeutet das: Jeder Forschende, der einen Tierversuch plant, muss in seinem Genehmigungsantrag folgende Fragen schlüssig und nachvollziehbar beantworten: Kann der Versuch auch mit durchgeführt werden?

Replace Der Forschende muss darlegen, warum er seinen Versuch zwingend an Tieren durchführen muss. Dazu gehört vorab eine intensive Recherche nach vorhandenen.

Hier gilt die Pflicht zur Beschränkung auf das unerlässliche Maß. Das heißt: Nur wenn es keine Alternativmethoden gibt, hat der Antrag Aussicht auf Wieso gibt es Tierrechte?. Im nächsten Schritt wird der Antrag der Genehmigungsbehörde vorgelegt. Sie bewilligt den Antrag Wieso gibt es Tierrechte?, wenn der Forschende plausibel und glaubwürdig erklärt hat, dass er sein Ziel nur mit Tierversuchen erreichen kann. Wie lässt sich der Einsatz von Versuchstieren auf ein Minimum reduzieren?

Reduce Im Antrag muss der Forschende genau darlegen, welches notwendige Minimum an Tieren er für seine Forschung benötigt. Es gilt das Prinzip: So wenig Tiere wie möglich, so viel wie nötig. Gegebenenfalls muss der Forschende die beantragte Anzahl der Tiere mit einem statistischen Gutachten begründen. Begleitende tierversuchsfreie Maßnahmen können dem Forschenden zusätzlich dabei helfen, die Zahl der Versuchstiere möglichst gering zu halten.

In der Praxis bietet die Anwendung der 3R durchaus Konfliktpotential, beispielsweise wenn der Forschende folgende Wahl hat: Entweder er reduziert die Anzahl der Versuchstiere bei einer erhöhten Belastung für das einzelne Tier oder aber er reduziert die individuelle Belastung für die Versuchstiere durch eine höhere Anzahl von Versuchstieren.

Eine schwierige Entscheidung, die oftmals zugunsten der letzteren Variante gefällt wird. Das individuelle Leiden zu reduzieren wird meist wichtiger bewertet als die Anzahl der Versuchstiere zu senken. Wie lässt sich die Belastung für die Tiere so gering wie Wieso gibt es Tierrechte? halten? Unter diesen Punkt fallen verschiedene Aspekte, denn nicht nur der Wieso gibt es Tierrechte? an sich, sondern auch Haltung und Umgang können sich belastend auf die Tiere auswirken.

So fühlen sich die Tiere wohler, wenn der Forschende die natürlichen sozialen Strukturen der Tiere bei der Tierhaltung berücksichtigt und die Gehege tiergerecht einrichtet. Der Einsatz sogenannter non-invasiver, bildgebender Verfahren gehört dazu, aber auch die Beschränkung, bestimmte Versuche nicht mehrfach am selben Tier durchzuführen.

Je weniger Belastungen die Tiere erfahren, umso bessere, weil typischere Daten liefern sie im Versuch. Welche Belastungskategorien unterscheidet das Tierschutzgesetz bei Tierversuchen? Diese Aspekte des werden durch die zuständigen Landesbehörden kritisch auf Grundlage des Wieso gibt es Tierrechte? aktuellen Wissenstandes überprüft, bevor sie eine Genehmigung für die tierexperimentelle Arbeit erteilen.

Der Forschende muss außerdem nachweisen, dass seine wissenschaftliche Fragestellung neu ist und noch nicht in einem Tierversuch erprobt wurde. Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn die Narkose für das Tier zu belastend wäre.

Wieso gibt es Tierrechte?

Darüber hinaus muss der Forschende vorab in seinem Genehmigungsantrag die Folgen für das Tier einschätzen. Er setzt voraus, dass der Eingriff ordnungsgemäß vorgenommen wird. Jedoch schließt diese prospektive Einschätzung eine engmaschige Überwachung nicht aus, da einzelne Tiere anders als vor Versuchsbeginn angenommen reagieren können. Wieso gibt es Tierrechte?

verschiedene Eingriffe kombiniert, ist beispielsweise von einer höheren Belastung auszugehen. Auch die Versuchsdauer, die Häufigkeit der Eingriffe sowie die Intensität können die angenommene Belastung des Tieres wesentlich beeinflussen.

Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn bei einem Tier Organe entnommen werden, an denen Untersuchungen durchgeführt werden sollen oder um Zellkulturen auch für die Entwicklung und Anwendung von Alternativmethoden anzulegen.

Schweregrad 1 — geringe Belastung: Als gering belastend werden Eingriffe bezeichnet, wenn keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Wohlergehens und des Allgemeinzustands auftreten oder wenn zu erwarten ist, dass nur kurzzeitig geringe Schmerzen, Leiden oder Ängste verursacht werden.

Solche Behandlungen würden auch beim Menschen in der ärztlichen Praxis ohne Anästhesie oder weitere Schutzmaßnahmen erfolgen. Hierunter fallen beispielsweise Injektionen oder kleinere Blutentnahmen. Auch die Ohrlochmarkierung oder das Entfernen der Schwanzspitze zur genetischen Bestimmung von Mäusen fällt in diese Kategorie.

Schweregrad 2 — mittlere Belastung: Verfahren, die nach menschlichem Ermessen unangenehm sind, werden als mittlere Belastung eingestuft. Hierbei werden sowohl das Befinden als auch der Schmerz des Tieres soweit wie möglich berücksichtigt. Auch Verfahren, die lang anhaltende geringe Schmerzen verursachen werden als mittlere Belastung eingestuft. Operative Eingriffe unter Narkose mit geringen Folgebelastungen, wie zum Beispiel das Legen eines Dauerkatheters, fallen hierunter.

Weitere Beispiele umfassen etwa chronische Giftigkeitstests, die nicht zum Tod führen, sowie alle chirurgischen Eingriffe unter Vollnarkose, die trotz angemessenen Schmerzmittels mit postoperativen Schmerzen verbunden sind z.

Schweregrad 3 — schwere Belastung: Hierbei handelt es sich um Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie bei den Tieren starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste verursachen sowie Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie eine schwere Beeinträchtigung des Wohlergehens oder des Allgemeinzustands der Tiere verursachen.

Auch wenn ein Verfahren nur mittelstarke Schmerzen, mittelschwere Leiden oder Ängste verursacht, diese dann aber lang anhalten, wird es als schwere Belastung eingestuft. Beispiele dafür sind Giftigkeitstest, die zum Tode führen oder die vollständige Isolation von geselligen Tieren z. Hunde für einen längeren Zeitraum. Auch das Wieso gibt es Tierrechte? Auslösen von Krebstumoren, die dann zum Tod führen, fällt in diese Kategorie.

In sind zudem besonders belastende Tierversuche geregelt. Dazu zählen Versuche, die voraussichtlich zu länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden führen. Versuche dieser Art benötigen eine Sondergenehmigung, Wieso gibt es Tierrechte? Wieso gibt es Tierrechte? in Ausnahmefällen von der zuständigen Behörde erteilt wird. Der Anteil an Tierversuchen mit mittlerer Belastung lag bei etwa 24 Prozent, 5 Prozent der Versuchstiere waren einer schweren Belastung ausgesetzt.

Bei etwa 6 Prozent der Versuchstiere wurde die Lebensfunktion nicht wieder hergestellt, d. Die Umsetzung des und damit auch die Forschung nach Alternativmethoden besitzen heute einen sehr hohen Stellenwert. Wieso gibt es Tierrechte? 3R wurden inzwischen in verschiedenen nationalen und internationalen Codizes sowie in Gesetzen verankert.

So zum Beispiel in der zum Schutz von Versuchstieren und im. Auf dieser Grundlage sind nationale, internationale und überstaatliche Gremien entstanden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Entwicklung von Alternativmethoden und ihre Anerkennung durch Gesetze zu fördern. Mit der Unterzeichnung der Basler Deklaration haben sich zudem inzwischen rund 4. Dazu zählt unter anderem — und sofern möglich — der Einsatz von Alternativmethoden. So lässt sich durch zwar überprüfen, wie sich ein Medikament auf eine Zellkultur auswirkt, nicht aber wie es auf andere Zelltypen wirkt oder ob es Abbauprodukte verursacht, die womöglich die Organe schädigen.

Weitere Beispiele sind die Wirkungsweise des zentralen Nervensystems, die Verarbeitung von Sinnesreizen oder das Zusammenspiel des Kreislaufsystems. Auch die Verknüpfung von Organen und Gewebe kann heute noch nicht künstlich nachgestellt werden.

Häufig sind Tierversuche daher gerade für die Erforschung komplexer lebensbedrohlicher Krankheiten unersetzbar — wie Krebs, oder. Um sich einen Überblick über alle aktuell bewährten verschaffen zu können, gibt es verschiedene Anlaufstellen. Dazu zählt auf europäischer Ebene das Europäische Zentrum zur Validierung alternativer Methoden in Rom. An der Entwicklung hat unter anderen das deutsche mitgewirkt, zu dem auch das gehört. Dieses hat zum Ziel, Forschung mit Versuchstieren auf ein Minimum zu beschränken, den Versuchstieren einen optimalen Schutz zu garantieren sowie den wissenschaftlichen Dialog zu fördern.

Die oberste Maxime des Instituts bei dieser Arbeit ist somit die Einhaltung der sogenannten. Die Einrichtung erforscht und entwickelt außerdem tierversuchsfreie Methoden und engagiert sich dafür, dass diese internationalen sicherheitstoxikologischen Prüfrichtlinien gerecht werden.

Dies ist in vielen Fällen bereits gelungen — ein erfolgreiches Beispiel ist ein tierversuchsfreier Test auf phototoxische Hautschädigungen, der heute weltweit eingesetzt wird. Er ersetzt inzwischen bei der Sicherheitsprüfung von Arzneimitteln und Chemikalien Tierversuche an Mäusen, Ratten, Meerschweinchen und Kaninchen. In vielen Studiengängen sowie in einigen Ausbildungsberufen sind Versuche an Tieren fester Bestandteil der Ausbildung. Diese ausbildungsbedingten Tierversuche sind vielfach der Ausgangspunkt für kontroverse Diskussionen.

Das Studium solle die Studierenden auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten, daher müssten sie das Operieren zunächst an Tieren üben, bevor sie am Menschen praktizieren dürfen.

Tierversuche gehören an den späteren Arbeitsstellen der Studierenden womöglich zu ihren Aufgaben. Daher sei es eine Voraussetzung für die weitere berufliche Laufbahn, die Studierenden darin sehr gut zu schulen. Gegner halten dem entgegen, dass während des Studiums und der Ausbildung auch auf ausreichend Alternativmethoden zurückgegriffen werden könnte.

Zudem kritisieren sie die Zucht von Versuchstieren für Hochschulen und plädieren für den Gebrauch von Tieren, die auf natürliche Art und Weise verstorben sind. Fakt ist, dass heute auch eine Ausbildung ohne Tierversuche möglich ist. Immer mehr Hochschulen bieten ein Studium an, in dem Tierversuche gänzlich durch alternative Methoden ersetzt werden.

Wieso gibt es Tierrechte?

Das heißt: Die Studierenden und Auszubildenden arbeiten an Tieren, die auf natürliche Weise gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten. Zu den weiteren Alternativen zählen Lehrvideos oder auch Computersimulationen. Mithilfe von Silikonmodellen können die Studierenden beispielsweise das Blutabnehmen oder Operieren üben.

Daneben ersetzt die Forschung anhand von Zell- und Gewebekulturen inzwischen in vielen Fällen Tierversuche. Die Hochschulen, an denen mit Versuchstieren gearbeitet wird, müssen nach strengen Kriterien überprüfen, ob es gibt. Mäuse machen Wieso gibt es Tierrechte?

rund 70 Prozent den größten Teil der in Deutschland eingesetzten Versuchstiere aus, gefolgt von Ratten mit 9,3 Prozent. Die Gene der Maus lassen sich relativ leicht verändern oder abschalten. Deshalb eignet sich diese Tierart besonders gut, um die genetischen Grundlagen von Lebensvorgängen und Erkrankungen zu entschlüsseln. Da die Gene der Maus bis zu 95 Prozent mit denen des Menschen übereinstimmen, können auf diesem Weg wichtige Erkenntnisse für den Menschen gewonnen werden.

Das schlägt sich auch in der Anzahl genetisch veränderter Mäusen nieder: Die Zahl sank von 92 Prozent in 2018 auf 89 Prozent in 2019 an. Der Einsatz steigert die wissenschaftliche Aussagekraft.

So sind diese Tiere beispielsweise unverzichtbar bei der Erforschung der Alzheimer Krankheit; auch in der Krebsforschung kommt ihnen ein hoher Stellenwert zu: Tierversuchen mit Mäusen ist es zu verdanken, dass viele Krebspatienten heute eine bessere Überlebenschance haben.

Was ist eine genetisch modifizierte Maus? Weitere Informationen zum Thema finden Sie. Am Beginn dieses Prozesses stehen etwa 5. Davon schaffen es rund zwölf Substanzen bis in die vorklinische Entwicklung.

Sie testen unter anderem, ob der Wirkstoff krebserregend ist, Embryonen schädigt, Veränderungen des Erbguts hervorruft und ab welcher Dosierung er schädlich ist. Für einige Wirkstoffe ist es dennoch unerlässlich, deren Auswirkungen auf den Gesamtorganismus zu untersuchen. Das lässt sich mit Alternativmethoden nur sehr schwer umsetzen, da diese das komplexe Zusammenspiel des Körpers nicht umfassend genug abbilden.

Für bestimmte Versuche sind diese sogar an mindestens zwei Tierarten gesetzlich vorgeschrieben. Bis zum Ende Wieso gibt es Tierrechte? vorklinischen Tests vergehen im Schnitt mehr als fünf Jahre. Neun Wirkstoffe haben bis dahin die Hürde geschafft. Im nächsten Schritt werden klinische Studien am Menschen durchgeführt. Diese durchlaufen drei Phasen: In Phase I wird der Wirkstoff an wenigen Gesunden erprobt. Rund die Hälfte der Wirkstoffe fallen in den klinischen Studien am Mensch durch.

Wie läuft die Entwicklung eines neuen Medikaments ab? So ist beispielsweise im Tierversuch nur schwer zu erkennen, ob ein Medikament Kopfschmerzen verursacht.

Im Schnitt sind am Ende dieser Phase noch zwei Wirkstoffe übrig. Der Wirkstoff wird auch Wieso gibt es Tierrechte? darauf überprüft, ob er allen Anforderungen genügt oder gegebenenfalls der Beipackzettel angepasst werden muss. Das zeigt: In jeder Phase werden zahlreiche Subtanzen aussortiert — weil sie nicht die erwünschten Effekte zeigen oder zu starke Nebenwirkungen auftreten.

Das trifft nicht nur auf die vorklinischen Tests an Tieren zu, sondern auch auf die Wirkstoffe, die in Phase I der klinischen Tests am Menschen zunächst als wirksam eingestuft wurden.

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