Question: Wie fühlt sich eine Spirale an?

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Das Gefühl während der Einlage ist vergleichbar mit dem Ziehen bzw. Drücken im Unterleib während der Monats- blutung. Die meisten Frauen sagen, dass es sehr gut zu tolerieren ist – zumal die Einlage selbst nur wenige Sekunden dauert.

Thomas Nürnbergers letzte Reise nach Xian war aufreibend. Vier Wochen brauchte der Manager, um von Mulfingen in Baden-Württemberg die Großstadt in Zentralchina zu erreichen. Die Behörden verordneten ihm erst drei Wochen Quarantäne, dann eine weitere Woche Heimisolation. Als Nürnberger schließlich weiterreisen durfte, fuhr er über gespenstisch leere Autobahnen, an jeder Ausfahrt ein Checkpoint des Militärs.

Ein Land, in dem er 15 Jahre gelebt hat. China war für den Mittelständler lange Wie fühlt sich eine Spirale an? Wachstumstreiber, der Hoffnungsmarkt, seit den neunziger Jahren ist die Firma im Land aktiv. Neben dem Werk in Xian betreibt sie noch ein weiteres in Shanghai — in beiden arbeiten je rund 900 Angestellte. Zwischen 15 und 17 Millionen Euro hat das Unternehmen zuletzt pro Jahr in China investiert, die Produktion dort immer weiter ausgebaut.

Das soll sich perspektivisch auszahlen. Doch ob das gelingt, ist fraglich. Der Corona-Schock lähmt Chinas Wirtschaft. Schätzungen zufolge waren allein im April 400 Millionen Menschen im Land im Lockdown. Menschen, die zusammen für eine jährliche Wirtschaftsleistung von 7,2 Billionen Dollar stehen. Fast die Hälfte dessen, was China in einem Jahr erwirtschaftet. Es ist, als wäre ein Teil der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schlicht eingefroren.

Inländische wie ausländische Firmen können nur eingeschränkt produzieren. Ihnen fehlen Arbeiter und Teile, die Logistikketten brechen ein, vor dem Hafen in Shanghai stehen die Containerschiffe in der Warteschleife. Fast alles ist on hold. China, bis vor Kurzem das Wirtschaftswunderland deutscher Konzerne, wird zum Problemfall.

Die anhaltende Immobilienkrise im Land und das strikte Vorgehen der Regierung gegen Techkonzerne verschärfen die Lage. Der Aktienmarkt ist eingebrochen, der Konsum ebenso, der Export nach Deutschland gesunken. Das alles kostet Wachstum und Wohlstand.

Schon jetzt steigen in deutschen Geschäften die Preise, weil Waren nicht ankommen, Teile fehlen. Dabei trifft die Krise hier mit Verzögerung ein: Acht bis neun Wochen braucht ein Schiff von Shanghai nach Hamburg. Bislang sind das also nur die Ausläufer eines Sturms, dessen volle Wucht in Deutschland erst noch spürbar wird. Gegen das Virus, gegen die Wirtschaft Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose fürs Weltwachstum bereits gesenkt.

Der Grund auch hier: die Lockdowns in China. Denn während andere Länder die Corona-Regeln aufheben, riegelt Peking ganze Städte ab. Machthaber Xi Jinping hält strikt an seiner Null-Covid-Strategie fest. Anfangs ist er damit sogar gut gefahren. Die ersten Lockdowns waren hart, aber kurz und im Wesentlichen auf die Region um Wuhan begrenzt. Noch dazu fielen sie in die Zeit des chinesischen Neujahrsfests, zu dem Firmen ohnehin zwei bis drei Wochen Ferien machen. Deshalb waren die wirtschaftlichen Folgen überschaubar — im ersten Jahr der Pandemie war China das einzige große Land, dessen Wirtschaft trotz Covid gewachsen ist.

Shanghai, die wichtigste Wirtschaftsmetropole des Landes, ist seit Anfang April abgeriegelt: Wohnanlagen sind mit Stahlschlössern gesichert, ganze Straßenzüge mit Holzzäunen verbarrikadiert. Eine knappe Woche sollte der Lockdown dauern, nun ist immerhin von einer schrittweisen Öffnung bis Anfang Juni die Rede. Über eine Auslastung von 15 Prozent aber kommt er trotzdem nicht hinaus. Was harmlos klingt, wäre nach europäischen Arbeitsstandards unvorstellbar: Seit Wochen leben die Angestellten auf dem Werksgelände, ohne ihre Familien sehen zu dürfen.

Und bei anderen deutschen Firmen in China sieht es nicht besser aus. Bei werden die Werksangestellten mit Filmabenden und Fitnesskursen bei Laune gehalten. Mit einer Abkehr Pekings von der Null-Covid-Strategie rechnet kaum jemand — jedenfalls nicht vor dem Parteitag der Kommunistischen Partei im November. Für die Wirtschaft hat das Folgen. Fast 40 Prozent der deutschen Firmen in China berichten von Mitarbeitern, die das vorhaben.

Er ist Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking, wo er seit Ende der 80er Jahre lebt. Waren die Deutschen zu lange zu naiv? Allein die deutschen Autobauer wären ohne China heute nicht da, wo sie sind. Fast 40 Prozent ihrer Pkw haben sie 2021 dort verkauft. Kein Automarkt der Welt reicht an den chinesischen heran. Inzwischen ist er gut achtmal so groß wie der deutsche. Volkswagen ist zum Beispiel schon seit den achtziger Jahren in China, also kurz nachdem sich das Land langsam geöffnet hatte.

Noch im vergangenen Jahr stand er in China auf Platz zwei der meistverkauften Autos. Denn die wachsende Wohlstandsschicht im Land legt Wert auf eine teure Ausstattung.

Und gerade an der verdienen die Konzerne besonders gut. Nun aber machen die Chinesen ihnen Konkurrenz. Eben diese Abhängigkeit aber wird jetzt zum Problem. Die Produktion stockt, die Kunden sind im Lockdown, denken gar nicht daran, ein neues Auto zu kaufen. So nennt man das, wenn ein Markt oder ein Land für einen Konzern zu wichtig wird.

So zeigt die Autoindustrie, vor welchem Dilemma deutsche Konzerne Wie fühlt sich eine Spirale an? der Volksrepublik stehen.

Wie fühlt sich eine Spirale an? Milliarden Euro waren es damals, heute sind es drei.

Haspiror

Ein Grund dafür: Längst sind im Schatten der deutschen Automarken starke chinesische Konkurrenten entstanden, die ihnen nun selbst auf dem Heimatmarkt Europa Konkurrenz machen wollen. Xpeng etwa verkauft seine elektrische Mittelklasse-Limousine schon jetzt in Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden.

Konkurrent ist bereits in Norwegen aktiv und will im Herbst in Deutschland starten. Seinem Gründer Li Shufu gehören auch rund zehn Prozent an Mercedes-Benz. So drückt es China-Experte Markus Taube aus. Vorbei sind diese Zeiten auch deshalb, weil Unternehmen auf einmal eine politische Verantwortung tragen. Aus Russland etwa haben sich nach dem Angriff auf die Ukraine etliche Konzerne zurückgezogen.

Und was ist mit China, fragen da nun viele. Niemand weiß, ob oder wann das Land nicht doch Taiwan überfallen könnte. Spätestens dann stünden Deutschlands Konzernchefs auch in China vor einer schwierigen Entscheidung. Fragen zu Menschenrechten im Land stellen ihnen ihre Kunden schon jetzt. Akut leidet auch der Wie fühlt sich eine Spirale an? aus Herzogenaurach unter den Lockdowns. Allein in Shanghai sind alle Läden dicht.

Dabei hat er noch ein zweites, womöglich gravierenderes Problem im Land: Selbst wenn die Läden geöffnet wären, kämen viele Kunden wohl nicht. Adidas leidet wie andere westliche Marken unter Wie fühlt sich eine Spirale an? Boykott chinesischer Verbraucher. Los ging das im vergangenen Frühjahr, als der Westen Chinas Umgang mit den Uiguren anprangerte.

Die muslimische Minderheit lebt in Xinjiang. Aus der Region im Nordwesten des Landes kommt ein Fünftel der weltweiten Baumwollproduktion. Peking aber streitet alles ab. Auf einmal gab es Aufrufe zum Boykott, Chinas Verbraucher sollten die Westmarken meiden.

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Seitdem sitzen Unternehmen wieoder Adidas zwischen den Stühlen. Auch in ihren Heimatländern werden sie vor allem von jüngeren Konsumenten kritisch beäugt. Sie erwarten von ihren Lieblingsmarken, die vollmundigen Werbeversprechen einzuhalten.

Adidas etwa behauptet, Sport habe das Zeug dazu, die Welt zu verbessern. In China hingegen wird das Konsumverhalten immer wieder zum politischen Loyalitätsbeweis. Neben den Boykottaufrufen habe das auch mit einem wachsenden Nationalstolz zu tun. Für Adidas bedeutet all das nichts Gutes.

Die Seidenstraße verbindet Deutschland und China — sie trennt der Umgang mit Menschenrechten Oliver Betz hat derweil ganz andere Sorgen. Der Firmenchef wird seine Waren in China zwar weiterhin los — hat aber Schwierigkeiten, sie ins Land zu bekommen. Das zeigt schon, wo das Gewicht liegt.

Wie fühlt sich eine Spirale an?

Auch die meisten seiner Kunden sitzen in China. Weil es Wie fühlt sich eine Spirale an? um empfindliche Sensorik geht, fliegt er seine Geräte und Vorprodukte ein. Doch das ist in den letzten zwei Jahren immer teurer geworden. Verfünffacht hätten sich die Kosten. Und in den letzten Wochen ging dort kaum noch etwas. Fehlendes Bodenpersonal in Shanghai, meint Betz. Nun weicht er auf Shenzhen aus, nimmt einen Umweg von über 1000 Kilometern in Kauf.

Per Schiff ist das gerade nicht so sicher. Shanghais Containerhafen, der größte der Welt, ist dicht. Im Hafen läuft zwar vieles automatisiert, doch es fehlen unter anderem die Lkws für den Abtransport. Viele Fahrer sitzen im Lockdown fest. Andere weigern sich, den Job zu übernehmen — zu groß ist die Gefahr, in Quarantäne zu müssen oder unterwegs tagelang in der Fahrerkabine eingesperrt zu sein.

Lieferketten außer Kontrolle Die Folgen kann Markus Bangen im Duisburger Hafen beobachten. Er braucht nur aus dem Fenster seines Büros zu schauen.

So heißt das riesige Infrastrukturprojekt, mit dem Peking Europa und Asien verbindet. Ein Drittel aller Waren, die nach Europa geliefert werden, kommt hier an. Sie schauen gen China und fürchten um ihren Nachschub. Also kaufen sie Teile auf Vorrat. Weil ihnen aber der Lagerplatz fehlt, bleibt die Lieferung in Duisburg stehen. Im Schnitt 16 Tage, achtmal länger als normal, stünden die Kisten nun bei ihm herum, sagt Bangen.

Die zur Abschreckung gedachten Strafzahlungen nehmen die Firmen in Kauf — Produktionsausfälle wären teurer. Duisport aber stellt das vor Probleme. Und wir können nicht anhalten, es kommt immer weiter neue Ladung an. Gleichzeitig geht er in den Nahkampf mit Unternehmen, damit sie ihre Container bei ihm abholen.

Denn im fernen China, das weiß Wie fühlt sich eine Spirale an?, baut sich eine gewaltige Welle auf. Auch wenn in Fernost weniger produziert wird — irgendwann laufen die Bänder wieder, irgendwann werden die Containerschiffe beladen und gen Westen gehen. Treffen sie auf bereits verstopfte Häfen. Ein kompletter Rückzug aus China aber ist für ihn kein Thema.

Deshalb versucht er es mit dem Prinzip Chamäleon: Trikots und Turnschuhe für China sollen künftig in China entworfen werden.

Wie fühlt sich eine Spirale an?

Auch für ihn ist der chinesische Markt viel zu wichtig — 75 Prozent der hier produzierten Geräte verkauft er im Land. Es geht nicht mit China, aber erst recht nicht ohne.

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