Question: Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

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Da sein praktischer Nutzen, auch zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten, durchaus einleuchtete, setzte sich das Kondom im 19. Jahrhundert immer mehr durch. Allerdings war Baumwolle alles andere als angenehm, geschweige denn gefühlsecht und schon gar nicht sicher.

Karte des Freistaats Bayern 1920 aus: Freistaat Bayern. Gratisbeilage zu Diercke, Schulatlas für höhere Lehranstalten, Braunschweig 1920. Bayerische Staatsbibliothek, von Die Gesamtfläche Bayerns umfasst im Jahr 2015 rund 70. Damit ist Bayern heute Stand: 2016 mit Abstand das flächenmäßig größte Land der Bundesrepublik Deutschland vor Niedersachsen mit rund 47.

Diese Entwicklung war um 1800 nicht absehbar. Damals setzte ein etwa zwei Jahrzehnte währender Zeitabschnitt ein, in dem sich die Wandlung Bayerns von einem dynastischen Mittelstaat hin zu einem im deutschen Rahmen großen Flächenstaat vollzog. Weite Teile des jetzigen bayerischen Gebietsstandes Stand: 2016 gründen in den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts von 1799 bis 1819. Sie stellen damit nicht nur aus territorialer Perspektive eine gewaltige Umbruchzeit für das Land dar.

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sollten sich allerdings am bayerischen Staatsgebiet noch weitere Veränderungen ergeben. Zu den wichtigsten Veränderungen zählten die Aufnahme Coburgs ins Staatsgebiet sowie die Wiedereingliederung des Kreises Lindau nach Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

Zweiten Weltkrieg, aber auch der endgültige Verlust der Pfalz Mitte der 1950er Jahre. Neuer bayerischer Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? wurde 1756-1825, reg. Er hatte nun sämtliche wittelsbachischen Lande - das aus der Vereinigung der Kurfürstentümer von der Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? und Bayern 1777 hervorgegangene Kurpfalzbayern sowie das Herzogtum - in seiner Hand vereinigt. Allerdings waren die Besitzungen links des Rheins, darunter sein eigenes Stammland Pfalz-Zweibrücken, seit 1791 von Frankreich besetzt.

Die politischen Umstände sollten zudem bald dazu führen, dass diese Besatzung faktisch zu einer Gebietsabtretung wurde: Der nach der Niederlage des Reiches und seiner Alliierten gegen Frankreich im 2. Koalitionskrieg 1801 geschlossene Friede von Lunéville Frankreich besiegelte die Abtretung des linken Rheinufers endgültig.

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Für das Kurfürstentum Pfalzbayern gingen damit die Herzogtümer Jülich, Pfalz-Zweibrücken unddie Fürstentümer Lautern und Veldenz, das Marquisat Bergopzoom, die Herrschaft Ravenstein sowie die übrigen in Belgien und im Elsass gelegenen wittelsbachischen Besitzungen verloren; von der verblieben nur noch die rechtsrheinischen Gebietsanteile mit Mannheim Baden-Württemberg und Heidelberg Baden-Württemberg.

Habsburg hatte bereits im Frieden von Campo Formio 1797 auf seine linksrheinischen Gebiete Verzicht leisten müssen; die Entwicklung war für die Reichsfürsten somit längst absehbar. Dementsprechend hatten diese auch bereits Strategien entwickelt, wie sie für diese Gebietsverluste entschädigt werden könnten. Spätestens seit dem Frieden von Lunéville standen daher Säkularisationen und Mediatisierungen im Raum — die Enteignung kleinerer, insbesondere geistlicher Reichsstände und die staatsrechtliche Einverleibung von deren Territorien in die großen Reichsfürstentümer.

Die jahrhundertealte Rechtsordnung des Alten Reiches, die jedem Reichsstand sein Existenzrecht garantiert hatte, brach somit unter den Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? 1769-1821, franz. Kaiser 1804-1814 verursachten realpolitischen Veränderungen des Machtgefüges zusammen.

Die Verhandlungen über eine Entschädigung der großen Reichsstände fanden im Rahmen einer Reichsdeputation statt, deren Ergebnis im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Bayern erhielt den Zugriff auf umliegende geistliche Reichsstände sowie benachbarte Reichsstädte. Da sich die bayerischen Interessensgebiete mit den österreichischen überschnitten, wogegen Preußen zugunsten von Territorialgewinnen im Norden und Westen des Reiches auf eine Expansion nach Süddeutschland verzichtete, blieb die Stoßrichtung der bayerischen Erwerbungen zunächst nach Westen über den Lech ins Schwäbische sowie nach Norden und Nordwesten ins Fränkische begrenzt; eine Expansion nach Süden und Osten in Richtung des österreichischen Nachbarn war nicht möglich.

Lediglich unmittelbar an das Kurfürstentum Bayern grenzende oder ohnehin als Enklaven umschlossene Gebiete wie das Hochstift Passau oder das salzburgische konnten in dieser Richtung von Bayern erworben werden. Im Einzelnen gelangten durch den Reichsdeputationshauptschluss folgende Territorien an Bayern: Die Hochstifte Augsburg, Bamberg und Freising in ihrer Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?, das Hochstift Würzburg mit einigen Ausnahmen, dazu einzelne Ämter des Hochstifts Eichstätt, das Hochstift Passau links des Inns bzw.

Hinzu kamen die Territorien der und der zwölf Reichsabteien,Wengen, Söflingen,und St. Ulrich und Afra inferner die Gebiete der 15 Reichsstädte,, Bopfingen, Buchhorn, Wangen, Leutkirch und Ravensburg, die beiden Reichsdörfer und sowie das Landgericht der Freien Leute auf der Leutkircher Heide von der bisherigen Landvogtei in Schwaben. Im Gegenzug musste Bayern die noch verbliebenen rechtsrheinischen Teile der Kurpfalz um Mannheim und Heidelberg an Baden abtreten.

Ebenfalls 1803 wurde zur Vereinfachung der Verwaltung in den herrschaftsmäßig teils äußerst zersplitterten fränkischen Hochstifts- und Reichsstadtterritorien verschiedene Tauschverträge, insbesondere der sogenannte Hauptlandesvergleich vom 30.

Juni 1803 mit Preußen, abgeschlossen. Im Tausch für bisher eingestreute preußische Besitzungen in den ehemaligenund einigen reichsstädtischen Gebieten wurden verschiedene bayerisch gewordene Anteile des ehemaligen Würzburger, Bamberger und Hochstiftsgebiets sowie die Territorien der drei Reichsstädteund Dinkelsbühl an Preußen abgegeben.

Damit war von dem wittelsbachisch beherrschten Territorialkomplex am Mittel- und Niederrhein zum Ende des Alten Reiches nur mehr das Herzogtum Berg verblieben. Der Schwerpunkt lag nun ganz auf dem Stammland, das sich Ende 1803 nach Westen und Norden erweitert und durch die Beseitigung verschiedener Enklaven bereits territorial konsolidiert präsentierte.

Bayern auf Seiten Frankreichs 1805-1812 Durch den Wechsel Bayerns auf die Seite Frankreichs 1805 ergaben sich weitere Expansionsmöglichkeiten — diesmal sogar in Richtung Süden und Südosten, also in den Einflussbereich des weiterhin im Lager der Gegner Frankreichs stehenden Österreichs.

Die erste Territorialveränderung nach dem Bündniswechsel hatte jedoch damit noch nichts zu tun: Durch einen Vertrag zwischen Bayern und den wurde deren kleines reichsunmittelbares Gebiet in westlich von Passau gegen ein Territorium an der Grenze zum um spätere Grafschaft Ortenburg-Tambach und eingetauscht und damit eine weitere Enklave im altbayerischen Stammland beseitigt.

Der nach dem dritten Koalitionskrieg geschlossene Friede von Preßburg heute: Bratislava, Slowakei vom 26. Dezember 1805, dessen Bayern betreffende Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? auf dem Vertrag von Brünn heute: Brno, Tschechien vom 10. Dezember 1805 und dem geheimen Zusatzvertrag von Schönbrunn Österreich vom 16. Dezember 1805 basierten, gestand Bayern folgende Gebietsgewinne zu: Die Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? der bislang nur teilweise an Bayern gelangten Hochstifte Eichstätt unddie Markgrafschaftdie Grafschaft Tirol mit den Hochstiften Brixen und Trient, die sieben Herrschaften in Vorarlberg, die im bretzenheimischen Fürstentum Lindau mit dem ehemals gefürsteten Damenstift vereinigte ehemalige Reichsstadtdie Reichsstadtdie Grafschaften Hohenems,Tettnang und Argen sowie Bregenz und Wasserburg.

Im Gegenzug musste Bayern das Fürstentum Würzburg an den Erzherzog von Toskana abtreten. Damit expandierte Bayern erstmals in Richtung Süden und Südwesten, während die nordwestliche Expansion rückgängig gemacht wurde. Allerdings konnte Bayern als französischer Bündnispartner weiterhin auf territoriale Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

hoffen. In einem Tauschvertrag mit Frankreich profitierte Bayern von dem Versuch Preußens, sich an Frankreich anzunähern, dem es das preußische Fürstentum Brandenburg-Ansbach zur Verfügung stellte. Im Gegenzug zur Abtretung des Herzogtums Berg an Frankreich erhielt Bayern im Rahmen eines Ringtausches nun das bislang preußischewomit der Lückenschluss zwischen den schwäbischen und den oberfränkischen Neuerwerbungen angestoßen wurde.

Mit Ansbach gelangten im Übrigen auch die beim Hauptlandesvergleich mit Preußen eingetauschten ehemaligen Reichsstädte Dinkelsbühl und Weißenburg endgültig an Bayern. Mit der im Gegenzug erfolgten Abtretung des Herzogtums Berg rund um die Hauptstadt Düsseldorf dagegen gab Bayern sein letztes Territorium am Rhein endgültig auf. Die Expansion Bayerns, seit 1806 Königreich, war im Kielwasser der militärischen Erfolge Napoleons erst richtig in Fahrt gekommen.

Auswanderung im 19. Jahrhundert

Als sich 1806 unter französischem Protektorat eine größere Zahl süddeutscher Reichsfürsten zum Rheinbund zusammenschloss und in ihren Territorien die der kleineren Reichsfürsten und Reichsgrafen, der Reichsritterschaften und der letzten Reichsstädte vereinbarte, war auch das Königreich Bayern beteiligt.

Die Rheinische Bundesakte vom 12. Juli 1806, die das Ende des Alten Reiches besiegelte, brachte Bayern folgende Territorialzuwächse: Die Reichsstadtdie Fürstentümer,sowie Thurn und Taxis, die beiden gefürsteten Grafschaften die frühere Abtei gelangte 1803 als Grafschaft an den Fürsten Ligne Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

Grafschaften,undferner die Herrschaften die frühere Karthause gelangte 1803 als Herrschaft an den Grafen Ostein, Speckfeld und sowie die Burggrafschaft 1803 aus einem Gebiet der Abtei Ochsenhausen als Burggrafschaft an den Grafen von Sinzendorfschließlich die und und die reichsritterschaftlichen Besitzungen in Franken und Schwaben.

Als einzige Gegenleistung trat Bayern die Herrschaft Wiesensteig an Württemberg ab. Damit waren praktisch ganzund mit Ausnahme des Fürstentums Brandenburg-Bayreuth bayerisch geworden. Ein 1807 zwischen Bayern und Würzburg geschlossener Aufteilungsvertrag diente nur der eindeutigen Abgrenzung verschiedener ehemaliger Reichsritterbesitzungen. Nachdem sich Österreich 1809 vergeblich gegen Napoleon erhoben und schließlich in der Schlacht von Wagram unterlegen war, fielen im Frieden von Schönbrunn im Oktober 1809 große Gebietsteile Österreichs u.

Salzburg, Tirol, Illyrien, West-Galizien an Frankreich, das diese in der Folge an seine Verbündeten, darunter auch an Bayern, übertragen sollte. Zudem wurde die Säkularisation der letzten geistlichen Herrschaft beschlossen, was Bayern die noch übrigen Besitzungen des innerhalb seines Territoriums einbrachte, insbesondere die Ordenskomtureien,unddann einige Besitzungen des Meistertums Mergentheim sowie die Ordenskomtureien und.

In den Pariser Verträgen zwischen Frankreich u. Auch die übrigen Gewinne — das Fürstentum Brandenburg-Bayreuth mit der ehemaligen Reichsstadt und der Exklave Kaulsdorf, das bis dahin dalbergische Fürstentum Regensburg gebildet aus den fünf ehemaligen Reichsständen der Reichsstadt und des Hochstifts sowie der ehemaligen Reichsstifte St.

Emmeram, Obermünster und Niedermünster und schließlich die Ämter Seßlach und — stellten einen hochbedeutenden Zugewinn dar, schlossen sie doch die letzten verbliebenen territorialen Lücken in und in Altbayern Regensburg. Allerdings musste sich Bayern im Gegenzug an einer großen Gebietsbereinigung zwischen den südwestdeutschen Staaten beteiligen.

Nur gegen erhebliche Widerstände trat das Königreich Bayern Teile von Franken und Schwaben ab, darunter Ulm undaber auch Tettnang Baden-WürttembergWangen Baden-WürttembergRavensburg Baden-WürttembergLeutkirch Baden-WürttembergSöflingen Baden-WürttembergGeislingen Baden-WürttembergAlbeck Baden-WürttembergCrailsheim Baden-WürttembergBopfingen Baden-WürttembergGerabronn Baden-WürttembergLkr. Kitzingen und andere kleine Besitzungen.

Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

Insbesondere die von Napoleon verfügte Herausgabe der südlichen Teile Tirols inklusive Brixens und Trients, die an das Königreich Italien abgetreten werden mussten, traf Bayern hart. Die von Frankreich gezeigte Härte bei der Abtretungsforderung an Bayern — erstmals wurden nun mit der Grafschaft Oettingen im Ries, mit dem Gebiet der Reichsstadt Ulm Baden-Württemberg und insbesondere mit der Abtrennung Südtirols auch alte Territorialeinheiten geteilt — erklärt sich auch durch die im Jahr 1805 praktizierte bayerische Unnachgiebigkeit bei der Herausgabe des Fürstentums Würzburg, als an den Grenzsäumen so viel als möglich zurückbehalten worden war.

Dennoch hatte es Bayern als Verbündeter Napoleons geschafft, ein großer Flächenstaat zu werden, dessen Territorium nicht nur eine starke Erweiterung erfuhr, sondern auch Geschlossenheit erreichen konnte: Rund um das altbayerische und Stammland wies das Königreich Erweiterungen nach Ober- und Mittelfranken, nach und Vorarlberg bis Tirol und Salzburg auf. Lediglich nach Osten in Richtung des habsburgischen Böhmens war der ursprüngliche Grenzverlauf unverändert geblieben.

Neuerlicher Bündniswechsel 1813-1819 Nach der Niederlage Frankreichs im Winterfeldzug 1813 gegen Russland, an dem sich das Königreich Bayern mit 30.

Joseph ins Lager der europäischen Verbündeten um - gerade noch so rechtzeitig, dass sich Bayern bei der endgültigen Niederlage Napoleons wiederum auf Seiten der Sieger wiederfand.

Österreich hatte dem Königreich Bayern zur Erleichterung des Bündniswechsels im Vertrag von Ried Österreich vom 8. Oktober 1813 den Besitzstand garantiert. Gemäß dem neuen Kräfteverhältnis konnte Bayern die südlichen Gebietsgewinne, die in der habsburgischen Interessenzone lagen, nicht dauerhaft behalten.

Als einzige Alternative bestand einmal mehr die Erweiterung nach Nordwesten: Bereits in der Pariser Konvention vom 3. Juni 1814 mit Österreich erklärte sich Bayern bereit, im Gegenzug für die nun endgültige Übertragung des Großherzogtums Würzburg sowie des die verbliebenen Teile Tirols ohne das Amt Vils bei Füssen und Vorarlberg ohne Weiler an Österreich abzutreten. Eines der wichtigsten Verhandlungsziele Bayerns war die Wiedergewinnung der Pfalz — jenes Territoriums, das seit dem frühen 13.

Jahrhundert unter wittelsbachischer Herrschaft gestanden und sich damit über viele Jahrhunderte zumindest in einer dynastischen Verbindung mit den bayerischen Stammlanden befunden hatte. Zusammengesetzt aus 43 ehemaligen Territorien, von denen etwa ein Flächenanteil von 60 % den beiden wittelsbachischen Linien der Kurfürsten von der Pfalz und der Herzöge von Zweibrücken unterstanden hatte, blieben die kurpfälzischen Stammlande rechts des Rheins um Mannheim und Heidelberg ausgenommen.

Den neuen Zentralort bildete die ehemalige Reichs- und Bischofsstadt Speyer. Die bayerischen Pläne zielten jedoch nicht nur auf eine Wiedergewinnung der Pfalz, sondern eigentlich sogar auf eine Landverbindung zwischen der rechts- und der linksrheinischen Landmasse und damit auf einen großen Querriegel um Main und Neckar, der westlich an Mittel- und anschließen und letztlich bis ans rechte Rheinufer reichen sollte.

Zwar konnte Bayern beim Wiener Kongress von Österreich die Zusage weiterer Gebietsteile sowie die Unterstützung bei den entsprechenden Austauschverhandlungen mit den betroffenen Staaten erlangen; die konkrete Umsetzung der Pläne wurde jedoch verzögert und schließlich zu keinem Abschluss mehr gebracht. Hingegen verlor Bayern im Münchner Vertrag vom 14. April 1816 das ehemalige ohne Mühldorf, und die Orte südlich bzw.

Im Gegenzug erhielt Bayern nur das kleine, ehemals im Südosten der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth gelegene habsburgische Amt. Allerdings erhielt Bayern mit habsburgischer Unterstützung auf der vertraglichen Grundlage des Territorialrezesses vom 7. Juli 1816 und des Ausgleichvertrages vom 29. Januar 1817 mit dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt sowie des Frankfurter Generalrezesses vom 20.

Juli 1819 neben der linksrheinischen Pfalz Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? die ehemals fuldischen Ämter unddie hessisch-darmstädtischen Ämterund sowie Wertheim und vom Großherzogtum Baden.

Diese Gebietszuwächse im äußersten Nordwesten des Königreichs dienten jedoch mehr dem Lückenschluss bzw. Nachdem Bayern auf Druck der Großmächte mit Österreich 1816 den Münchner Vertrag geschlossen und damit der Herausgabe der bislang noch bei Bayern verbliebenen Interessensgebiete der Habsburger zugestimmt hatte, verblieb lediglich die vage Hoffnung auf einen Erbfall in Baden, im Zuge dessen die Habsburger das badische Neckar- und Taubergebiet an Bayern versprochen hatten.

Da der Erbfall jedoch nicht eintrat, konnte der Erweiterungsplan nie mehr in die Tat umgesetzt werden. Als finanzielle Entschädigung zahlte Österreich daher bis 1918 eine jährliche sogenannte Kontiguitätsabgabe an das Königreich Bayern. Dagegen kam mit dem Wiener Kongress und seinen Folgeverträgen die Phase der dauernden Gebietsveränderungen endgültig zum Abschluss. Bayern hatte weitgehend seine endgültige Form gefunden.

Die im Südosten bereits 1779 vorübergehend etablierte natürliche Außengrenze Bayerns zu Österreich entlang des Inns wurde nun endgültig. Der Inn bildet damit zusammen mit der zwischen und Passauder oberhalb Braunaus bis etwa und der Saalach zwischen Freilassing bis nahe an die längste Flussgrenze Bayerns — deutlich länger als die ebenfalls als Außengrenzen fungierenden Flussabschnitte der etwa ab Höhe bis zur Donaumündung bei Ulmdes bei und bzw.

Weitere Gebietsveränderungen nach 1820-1918 Nach der territorialen Stabilisierung der deutschen Staaten im Zuge des Wiener Kongresses und seiner Folgevereinbarungen folgte auch für das Königreich Bayern eine Phase der Stagnation, die nur durch die Korrektur bzw.

So wurde 1825 in einem Grenzvertrag zwischen Bayern und Frankreich die gemeinsame Grenze in der Pfalz bereinigt. Eine ähnliche Grenzbereinigung fand 1846 mit Österreich Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? den sogenannten Fraischbezirk südöstlich von Lkr.

Tirschenreuth an der bayerisch-böhmischen Grenze statt. Schließlich wurden in einem Staatsvertrag mit dem Kurfürstentum Hessen-Kassel vom 18. Oktober 1860 die bayerischen Kondominatsanteile an Züntersbach gegen die bisher hessischen Kondominatsanteile in und eingetauscht. Einen Gebietsverlust erlitt Bayern im Deutschen Krieg 1866, als es im Berliner Friedensvertrag Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? dem Königreich Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

vom 22. August 1866 das bis dahin unterfränkische Gericht Orb und das Bezirksamt Gersfeld sowie die im thüringischen Gebiet gelegene, zu Oberfranken zählende Exklave Kaulsdorf Thüringen an Preußen abgeben musste. Mit diesem territorialen Zuschnitt wurde das Königreich Bayern 1871 Teil des Deutschen Reiches. Ende Erster Weltkrieg bis Ende Zweiter Weltkrieg Die besiegelte auch in Bayern das Ende der Monarchie.

Im musste das Deutsche Reich als neben auch große Gebietsverluste hinnehmen, von denen auch Bayern betroffen war: In seinen linksrheinischen Gebieten trat es Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? sogenannte — den westlichsten Anteil der Pfalz um die Städte St.

Ingbert SaarlandHomburg Saarland und Blieskastel Saarland — an Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? unter Völkerbundsverwaltung stehende Saargebiet ab; die übrige Pfalz sollte für fünfzehn Jahre von alliierten Truppen besetzt werden.

Damit setzte mit der Umsetzung des Versailler Vertrages die schleichende Abtrennung des achten bayerischen vom rechtsrheinischen Bayern ein. Als entfernte Folge der Revolution erfuhr der Bayern im Jahr 1920 einen unerwarteten Gebietszuwachs in Oberfranken. Das Herzogtum Sachsen-Coburg bis dahin in Personalunion mit Sachsen-Gotha verbunden, aber rechtlich eigenständig hatte sich 1918 im Rahmen der Revolution zum Freistaat erklärt.

Die befähigte die thüringischen Kleinfürstentümer zur eigenständigen territorialen Neugliederung; in schlossen sich diese zu einem gemeinsamen Staat zusammen. Lediglich der votierte Ende November 1919 mit großer Mehrheit u. Dieser wurde durch Staatsvertrag mit Stichtag 1. Nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurden die bis dahin zu Vorarlberg gehörige Gemeinde Mittelberg und damit das Kleinwalsertal, dessen Verkehrsanbindung ausschließlich über bayerisches Staatsgebiet erfolgt, sowie die bis dahin zu Tirol gehörige Gemeinde Jungholz an den bayerischen Sonthofen angegliedert.

Mit der deutschen Kapitulation am 8. September 1945 wurden die beiden Gemeinden wieder an die österreichischen Bundesländer zurückgegliedert. Als Folge des Münchner Abkommens von 1938 verleibte sich das Deutsche Reich Teile des im Böhmerwald gelegenen sogenannten Sudetenlandes ein, die an den damaligen Regierungsbezirk Niederbayern-Oberpfalz grenzten.

Formal erfolgte die Angliederung der drei Landkreise Bergreichenstein, Markt Eisenstein und Prachatitz durch Gesetz vom 25. Die Maßnahme, die ohne Beteiligung des gleichgeschalteten Bayerns auf Reichsebene erfolgt war, wurde formal mit der deutschen Kapitulation 1945 gegenstandslos.

Gebietsveränderungen seit 1945 Politische Übersichtskarte: Bayern 1961.

Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet?

Auch die vorübergehende Abtrennung von an die französische Besatzungszone und damit auch die staatsrechtliche Trennung dieses kleinen Gebietes hing mit dieser Entwicklung zusammen. Dagegen verhalf die amerikanische Besatzungsmacht, in deren Zone sich das übrige bayerische Staatsgebiet geschlossen wiederfand, dem Freistaat zum einzigen echten Gebietszuwachs seit dem Anfall Coburgs: durch Verwaltungsanordnung wurde die bisherige Exklavedie bis dahin zu Thüringen gehört hatte und vollständig von bayerischem Staatsgebiet umschlossen war, in den Freistaat eingegliedert.

Damit war die bisherige territoriale Ausgestaltung zumindest für das früher als Bayern rechts des Rheins bezeichnete bayerische Stammland wiederhergestellt worden.

Der von allen bayerischen Nachkriegsregierungen aufrechterhaltene Anspruch auf die Wiedergewinnung der Pfalz, der mit großem Aufwand betrieben wurde, fand seinen Höhepunkt in einem Anfang 1956 durchgeführten zur Wiedergewinnung der Pfalz, das allerdings bereits an den Hürden zur Durchführung eines Volksentscheides scheiterte.

Bis auf einige durch Grundstückstauschaktionen und Grenzregulierungen mit den benachbarten Staaten und Ländern durchgeführte unwesentliche, da unbewohntes Gebiet betreffende Modifikationen hat der Freistaat Bayern seit der Wiedergewinnung Lindaus seine äußere Form, die er vor allem den Gebietsgewinnen der beiden ersten Jahrzehnte des 19.

Von 1800 bis zur Gegenwart, München 2003. Jahrhundertpubliziert am 25. © Historisches Lexikon Bayerns 2005 - 2022. Die Rechte an den Texten und Bildern dieses digitalen Angebots liegen, Wie hat man im 19 Jahrhundert verhütet? nicht anders angegeben, bei der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Rechte an den anderweitig gekennzeichneten Texten und Bildern liegen bei den genannten Institutionen oder Personen.

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