Question: Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?

Bei schulischen Problemen sollten sich Eltern immer um ein offenes Gespräch mit dem Lehrer bemühen. Auch Schulsozialpädagogen, wie es sie an vielen Schulen gibt und Vertrauenslehrer können helfen. Mitunter sitzen die Gründe für die Verweigerung so tief, dass psychotherapeutische Hilfe nötig ist.

Was soll ich machen wenn ich Angst vor der Schule habe?

Was können Eltern bei Schulangst tun?Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, unabhängig von Schule und Noten geliebt zu werden. ... Betonen Sie die Stärken Ihres Kindes. ... Reden Sie mit Ihrem Kind über den Schulalltag. ... Machen Sie Schule aber auch nicht zum Hauptthema zuhause. ... Seien Sie ein gute Beispiel.More items...•Jun 2, 2021

Welche Aufgaben sollte ein Klassensprecher haben?

Der Klassensprecher sollte:frei sprechen und gut argumentieren können. einen netten Umgangston haben. ... vertritt die Interessen der Schüler. gibt Anregungen, Vorschläge und Wünsche von Schülern oder der Klasse. ... der verlängerte Arm des Klassenlehrers sein. derjenige sein, der alles alleine machen soll.

Wie kann man sehr schlau werden?

Wer sein Gehirn optimal trainiert, kann schlauer werden – genauer gesagt schlauer als mit nicht optimierten Übungen. ... Mit geeigneten Lern-Übungen und Methoden können Sie nicht nur schneller schlau werden, sondern auch noch andere kognitive Fähigkeiten stärken. Die Intelligenz ist dabei nur ein Aspekt.

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Sie bleiben als Nutzer anonym. Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat? gut bedient mit der Regelschule sind aber sozial Benachteiligte, Kinder mit Eigensinn und mit besonderen Talenten, Kinder mit Lernbedarfen, die nicht mit dem Gleichschritt vereinbar sind, und sehr sensible, verwundbare junge Menschen. Ihnen wird die Schule der Zukunft gerechter werden müssen. All diese schulstrukturellen und -konzeptionellen Faktoren blende ich aus für Interessierte vgl. Ich versuche im folgenden, pragmatisch Hinweise zu geben, wie ein Misslingen der Schülerrolle verhindert werden kann.

Die Lösung aus einer unerträglichen Fehlforderung führt bei einigen jungen Menschen in der Folge nicht in Versagensgefühle und Depression, in Isolation und Selbstbestrafung, ins gesellschaftliche Abseits, in Drogen, in Chancenlosigkeit. Nein, dies war ein Sprung zu einem authentischeren, sinnhafteren Leben jenseits der Regelspur, dass sich der junge Mensch leisten konnte und wollte. Das gelingt eher bürgerlich sozialisierten, besonders starken, von einem Talent oder von einer Leidenschaft infizierten Jugendlichen.

Sie glauben an sich, sie sind letztlich zielbewusst und verfügen personal und sozial über Mittel der Zielerreichung auf ganz eigenen Wegen. Familiale und weitere soziale Netze, Fähigkeiten, Illegalität zu vermeiden bzw. Schulmüde sind verschieden, sind eine farbige Mischung von Einzelwesen, die man schwerlich unter ein Dach bekommen kann. Zeitweise auftretende Schulmüdigkeit ist normal. Fast alle Kinder gehen mal lieber und dann auch wieder lustlos in die Schule.

Aber Eltern sollten sich über die Gründe für solche Stimmungsschwankungen und ihr eigenes Handeln so früh wie möglich Gedanken machen.

Denn je verfestigter die Schulmüdigkeit ist, um so schwieriger ist sie aufzuweichen. In der Folge geht es eher um die verhärteten Formen von Schulverdrossenheit oder gar Schulverweigerung. Schulunlust, -müdigkeit, -verdrossenheit Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat? Formen der inneren Emigration im Unterricht, der gezeigten Lernunlust, der dosierten Nicht-Erfüllung von Lehrererwartungen.

Zunehmend lassen sich allerdings nach T. Diese Varianten sind nicht so sehr personenbezogen entzifferbar und gemeint. Die Lehrkraft ist im Jugendlichenerleben der für die als unerträglich, langweilig oder sinnlos erlebte Situation verantwortlich gemachte Funktionär. Im Rahmen von Störungen können sich viele Arten von Emotionen einstellen: Spaß, Freude, Häme, Wut, Kompensations- Lust am Ärgern, Selbstbestätigung, Muterfahrung … Hier wird Ersatzbefriedigung gefunden für solche Erfahrungen und Gefühle, die sich auch bei Leistungserfolgen ergeben können, wie etwa Stolz, Sinn, Wirksamkeits- und Fähigkeitserleben.

Die häufigsten Botschaften unterrichtlicher Störungen sind nach R. Im Alltag wissen Eltern und Lehrkräfte nicht mehr so recht: Sollen sie widerständiges Schülerhandeln als legitime Rebellion gegen sinnlose Anforderungen oder einfach als frech werten, als Benachteiligung und Milieuschädigung, als für Entwicklungsphasen typische Schulmüdigkeit, als übermütiges Pennälerverhalten, als hinzunehmenden Ausdruck von Lebensfreude?

Vermeidende Schulverweigerung starkes Schwänzen Unregelmäßiger Schulbesuch kann sich vom Fehlen einzelner Stunden und Tage bis hin zu einer längeren Abwesenheit und der totalen Abkopplung erstrecken. Wie die folgenden Bezeichnungen offenbaren, bilden Häufigkeit und Dauer der nicht entschuldbaren bzw.

Der Begriff des Totalausstiegs klassisch: Schulabbruch meint eine eher rational-kalkulierte Verabschiedung aus der Schule nach vergleichsweise nüchterner Analyse mit dem subjektiven Ergebnis der Sinn- und Chancenlosigkeit durch weitere Teilnahme. Insgesamt signalisieren die zweifellos nicht eindeutigen Zahlen aus verstreuten Untersuchungen ein erhebliches schulisches Sinn- Akzeptanz- und Integrationsdilemma bei einer bedeutsamen Minderheit. Die Mehrzahl Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?

Ausstiegsgefährdeten ist 14 oder 15 Jahre alt. Aktive Schulverweigerung beginnt im Alter von etwa zwölf Jahren. An Hauptschulen und Sonderschulen fehlen — regional sehr unterschiedlich verteilt — durchschnittlich zwischen 10 und 20% mehrere Wochenstunden unentschuldigt. Weniger als die Hälfte der Gesamtgruppe holt den Abschluss außerschulisch nach. Soziale Integration und Teilhabe durch Erwerbsarbeit sind durch Misslingen der Schülerlaufbahn hoch gefährdet.

Ausprägungen im Grundschul-Bereich Symptome von Schulmüdigkeit zeigen sich spätestens ab dem Alter von ca. In der Grundschule spielen Ängste vor und in der Schule eine größere Rolle.

Krankschreibungen und Entschuldigungen durch die Eltern wirken verdeckend. Oft gibt es Probleme in der Familie. Die Kinder sind frühzeitig auf sich alleine gestellt. Sie erfahren zu geringe Unterstützung im häuslichen Bereich für die schulischen Belange. Nicht wenige Eltern erleben der Schule gegenüber eine Hemmschwelle. Ausprägungen im Sekundarschul-Bereich — Differenzierung in drei Teilgruppen Ich möchte sehr vereinfachend auf drei größere Gruppen verweisen, die mit Schule große Schwierigkeiten haben.

Zu der einen Gruppe gehören überwiegend Jungen, die schon lange vor dem Fehlen im Unterricht auffällig sind, stören und geringe schulische Leistungen erbringen. Sie besuchen die Schule hauptsächlich, um Gleichaltrige zu treffen. Ihre freie Zeit verbringen sie mit Freunden in der Stadt und geraten dabei immer öfter in Schwierigkeiten, bis sie auch der Polizei bekannt sind.

Da die schulischen Erfolge mehr und mehr ausbleiben, gehen sie gar nicht mehr zum Unterricht und bauen sich eine alternative Tagesstruktur neben dem Schulvormittag auf. Zu einer zweiten Gruppe gehören vorwiegend Mädchen, aber zunehmend auch Jungen. Auch hier beginnt die Schuldistanzierung mit einzelnen Fehlstunden und -tagen. Im Unterschied zu der ersten Gruppe sind sie aber nur wenig auffällig, wenn sie die Schule besuchen. Meist sind sie zum Erstaunen der Lehrkräfte sogar trotz großer Fehlzeiten in der Lage, akzeptable Leistungen zu schaffen, wenn sie die Schule besuchen.

Manche dieser Mädchen und Jungen treffen sich ebenfalls in der Stadt mit Freundinnen oder Freunden, viele verbummeln aber die Zeit irgendwo, damit niemand merkt, dass sie nicht in der Schule waren oder sie bleiben gleich im Bett liegen. Durch die großen Fehlzeiten fühlen sie sich nicht mehr in die Klasse integriert. Sie haben Angst, sich durch schlechte Leistungen und falsche Antworten zu blamieren und lassen schließlich den Versuch ganz sein, wieder in die Schule zu gehen.

Diese Jugendlichen äußern den Wunsch, einen Hauptschulabschluss zu erreichen und eine berufliche Ausbildung zu machen. Oft sind diese fast immer gleichgeschlechtlich bedrohten, gemobbten, beschämten Mädchen und vor allem Jungen blockiert, sich anzuvertrauen bzw. Schulmüdigkeit als ein die Einzelfälle umspannendes Gesamtphänomen ist geprägt von einer Vielzahl von Bedingungs- Auslösungs- und Verfestigungsfaktoren.

Einzelne Variablen werden fast immer von einer großen Zahl anderer beeinflusst. Wechselseitige Aufschichtung und Verstärkung sind wirksam. Ob aus Unlust Schulmüdigkeit und dann sogar Schulverweigerung entsteht, entscheidet sich in der Summe, vor allem aber Potenzierung von Ereignissen und Folgesfolgen.

Kein Schulmüder ist wie der andere: hinsichtlich der Hintergründe und Motive, der Verläufe, des Selbsterlebens, der Zugänglichkeit. Mit Abstand betrachtet ist starke Schulmüdigkeit meist Ergebnis eines langen Weges des Hineinschlitterns mit möglichen Wendepunkten, an dessen Zustandekommen mehrere Systeme beteiligt sind.

Die Frage, ob die Hauptverantwortung in der Schule oder in der Familie zu finden ist, führt in dieser Allgemeinheit nicht weiter. Der Endpunkt, das Verfestigungsstadium Schulverweigerung ist ein Phänomen, das immer mit Schule zu tun hat, aber nur selten ausschließlich durch schulische Vorgänge allein erklärbar ist.

Anders: Der Auftretensort von Problemen ist nicht immer und unbedingt identisch mit dem Entstehungsraum. Im wesentlichen lässt sich Schuldistanz auf fünf zentrale Entstehungsfelder zurück führen: 1. Häufig ist Schuldistanzierung bei den Älteren Endprodukt einer demoralisierenden Schülerlaufbahn mit Leistungsmisserfolgen, Klassenwiederholung, Überalterung, Unterrichtsausschlüssen, Herunterstufung.

Oft passen soziokulturell bestimmte Lebenssituationen nicht zu den schulischen Anforderungen. Hier fehlen Brücken zwischen der Draußen-Welt und der Schulwelt. Nicht selten kollidiert der Wunsch nach erfolgreichem, regelmäßigem Schulbesuch mit familialen Verhältnissen. Manchmal geht es den jungen Menschen darum, in Gegenidentifikation zu den Eltern Eigensinn zu produzieren und zu demonstrieren. Schuldistanzierung kann in Einzelfällen auch unglückliches Ergebnis einer Verkettung sein, an deren Anfang durchaus überschaubare, beinahe normale, lösbare Konflikte und nicht besonders schwer wiegende Probleme standen.

Diese wurden nicht gelingend bearbeitet. Auch stark beeinträchtigte junge Menschen können Umstände besiegen, das Heft des Handelns in die Hand bekommen, über Beschränkungen hinauswachsen.

Kaum ein Schulmüder würde aber z. Ebenso selten würde eine Lese-Rechtschreib-Schwäche als Grund von ihnen benannt werden, auch wenn diese womöglich schwer wiegt. Genannt Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat? oft Anlässe, weniger komplexe und vorbewusste Hintergründe. Jugendliche Selbstauskünfte sind ernst zu nehmen.

Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?

Viele junge Menschen wissen vor allem in der Deutung der schulbezogenen Situation, was ihnen fehlt und was sie brauchen. Aber diese Klarsicht betrifft nur eine Medaillenseite; andere Hintergründe und Motive müssen entdeckt, heraus gelesen, erschlossen Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?. Schulmüdigkeit ist — so gesehen — Folgesymptom, eher eine Auswirkung familial bedingter Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?

und Entwicklungsschwierigkeiten. Nur eine illustrierende Zahl: Beim Gelegenheitsschwänzen gibt es nur ein schwaches Plus von Kindern aus Eineltern-Familien. Der negative Begünstigungszusammenhang steigt aber beim Regel- und Intensivschwänzen auf das Drei- bis Fünffache vgl. Gültige Ergebnisse über den Zusammenhang von Erziehungsstilen und Schulmüdigkeit liegen nicht vor.

In der Außenbewertung hinderliche Erziehungsstile sind u. Befunde deuten darauf hin, dass elterliches Interesse, emotionale und praktische Unterstützung und Kontrolle sowie ein guter Familienzusammenhalt positiv mit Anwesenheit, Schulerfolg und Schulzufriedenheit der Kinder zusammenspielen. Soziale Probleme der Elternhäuser begünstigen Schulmüdigkeit. Es gibt allerdings auch in intakten Familien bzw.

Aber in der Mehrzahl fällt Schulmüdigkeit nicht vom heiteren Familienhimmel. Nachgewiesen hochriskant sind negative Schulerfahrungen der Eltern und daraus resultierende Zwiespältigkeit gegenüber der Schule. Schuldistanzierte Einstellungen der Eltern, elterliche Hilflosigkeit, mit schulischen Erfordernissen schwer vereinbare familiale Lebensverhältnisse sind das breite Hintergrundthema.

Allerdings entwickeln sich Schulmüdigkeit und -verweigerung hin und wieder auch durch Überanpassung von Eltern an Schule in rigiden, leistungsehrgeizigen Familien. Im Zuge ständigen Über- Drucks entstehen ggf. Wenn pädagogische Strategien erdacht werden, ist zu bedenken: Achtung Kontext! Kontexte wie Familie, Jugendamt, Real- oder Förderschule, Heim, Jugendzentrum, Beratungsstelle usw.

Lösungsansätze der einen Seite taugen pur und total nie für das andere System. Unterschiedsbewusstsein ohne Kooperationsverweigerung ist angezeigt. Entscheidungsfrage Zuständigkeit Vorweg: Reagieren Sie so schnell wie möglich. Schon wenige unentdeckte oder seitens der Schule und Eltern nachlässig verfolgte Schwänztage können den Wiedereinstieg für den jungen Menschen massiv erschweren.

Zu klären ist am Anfang: Wer steigt ein? Recherchieren und verstehen, was Sache ist Reagieren Sie nicht spontan-affektiv auf unregelmäßigen Schulbesuch, sondern machen Sie sich zuerst einmal bewusst, welche Emotionen Ärger, Genugtuung, Hilflosigkeit, Sorge… das Schwänzen bei Ihnen auslöst. Versuchen Sie danach, rational zu durchdringen, was der Fall ist. Sprechen mit dem jungen Menschen eventuell ist aufsuchendes Hinterhergehen erforderlich.

Sicherlich können die Motive und Hintergründe genauer bestimmt werden. Entscheidend für die Wirksamkeit sind Interesse und Zuwendung, einbeziehen, Vorgehensweisen miteinander erdenken. Je nach individueller Geschichte, je nach Motiven, Gründen, Umständen können auch Formen des Bedrängens, des Druckausübens — eingebettet in Unterstützungsangebote — letztlich hilfreich Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?.

Generell gilt es, dem jungen Menschen Aufmerksamkeit zu schenken und ihm zu vermitteln, dass er wichtig ist. Die Äußerungen der Rückkehrer sind ernst zu nehmen. Kontrakte haben nur dann für alle eine Bedeutung, wenn jeder die eigenen Ziele und Wünsche unterbringen kann. Behalten Sie den jungen Menschen im Blick, auch wenn erste Verbesserungen eintreten.

Suchen und geben Sie über einen befristeten Zeitraum hinweg noch Rückmeldungen. Hilfreich ist die Grundannahme, dass alle Eltern gute Eltern sein wollen.

Als erfolgreich wird Arbeit mit Familien dann berichtet, wenn es gelingt, neu Stolz der Eltern auf ihr Kind zu wecken und eine Positivspirale anzustoßen. Noch einmal deutlich: Sollten Sie als Eltern den Gesprächsfaden zu Sohn oder Tochter verloren haben Sie merken, ob dies mehr ist als reguläre Ablösungsabgrenzung?! Es ist gut, wenn ein unparteiischer Dritter Erlaubnis erhält, Eltern und ihre Kinder aus den Schützengräben der Verhärtung, Forderungen und Vorwürfe zurück in das direkte Gespräch zu bringen.

Nur wenn man den Jugendlichen in einigen Situationen besser versteht als dieser sich selbst, wenn man etwas hinter den Fassaden und Symptomen entdeckt und wenn man demgemäß etwas Bedeutsames zu sagen hat, was anhörbar und annehmbar ist, wird der junge Mensch Respekt entwickeln, Vertrauen und Hoffnung schöpfen. Meine Mutter gibt nicht auf, lässt mich nicht fallen.

Hier versteht jemand meine Probleme. Was gefällt Dir an diesen? Worin liegt Deiner Ansicht nach das Problem? Oder gibt es gar kein Problem? Wenn ja, was macht Dir daran Spaß? Was geht Dir durch den Kopf, wie fühlst Du Dich: auf Deinem Weg zur Schule, wenn Du im Bett bleibst, bei Deinen alternativen Aktivitäten, beim Einschlafen, wenn Du resümierst?

Hast auch Du aus Deiner Sicht Fehler gemacht? Bitte nicht alle Fragen nacheinander stellen. Suchen Sie sich passende Zugänge aus. Hintergründe und Entstehungsgeschichte, Lösungsideen und Hindernisse sind mit dem jungen Menschen selbst zu klären.

Annehmende, hörend-begleitende Gespräche auf einer Beziehungsgrundlage! Unterstützung, konfrontierende Gegenwirkung, Kontrolle, Nachgehen sind fallspezifisch zu gestalten und zu mischen. Bestimmte Lösungen passen für einige, für andere nicht. Pädagogik ist nie risiko- und nebenwirkungsfrei.

Und in einer Lebenssituation gibt es nie nur eine geeignete Hilfe. Schulschwänzen — macht aus Sicht des Individuums Sinn: Lästiges kann abgewehrt, Selbstwert geschützt, Bedrohliches vermieden werden usw. Wenn Sie ein Verhalten verändern wollen, versuchen Sie also zuerst zu verstehen: Worin liegt der individuelle Sinn und der Gewinn?

Was haben die jungen Menschen davon, zur Schule zu gehen und sich dort anzustrengen? Ist es nur aus Erwachsenensicht ein Gewinn oder auch aus ihrer? Gibt es Entschädigungen für in Kauf genommene Mühsal?

Kein Sex in Beziehungen: Das steckt dahinter, wenn die Lust verschwindet

Streben nach Anerkennung und Erhalt des Selbstwertes, Wünsche nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Sinnerleben dürften wichtige Größen im Motivgeflecht auch von Schulmüden sein.

Wenn Ihre Forderung auf vielen Füßen steht, kann man sie weniger leicht umschmeißen. Aber sie brauchen zugleich auch Personen, an denen sie sich reiben können, die in einer Art widerstehen, ohne dass die jungen Menschen ihr Gesicht verlieren. Verwöhnung, ständiges Anführen mildernder Umstände und Tolerierung von Ausflüchten verringern den Respekt.

Junge Leute brauchen auch ehrliche Rückmeldungen, klare Erwartungen und deutliche Gütemaßstäbe. Erziehung ist dabei nicht darauf angelegt, dass das alles gleich Eins zu Eins im Jugendlichenverhalten umgesetzt wird.

Auseinandersetzungen sind Eltern und jungen Leuten nicht zu ersparen.

Was kann man tun wenn man keinen Bock auf Schule hat?

Konflikte können entgleiten, Kinder erniedrigen oder sie können entwicklungsfördernd wirken. Heftiger Streit mit Mutter oder Vater hilft dem jungen Menschen z. Was Sie anstrengt, kann für den Jungen oder das Mädchen gut sein, auch wenn die Situation unschön für beide ist!

Entscheidend sind die Überschrift und Botschaft einer Herangehensweise, auch wenn das elterliche Handeln dem jungen Menschen nicht schmeckt.

Stimmt die Haltung und gibt es eine Beziehung, kann es auch Zumutungen geben. Da ist doch neben der abgewandten Seite noch etwas, das X in die Schule zieht?!

Endloses Reden ohne Folgen, Predigen, leere Drohungen erschöpfen sich allerdings im oft konsequenzlosen Immer-des-Selben. Sich ganz persönlich Zumuten, beharrliches Hineinsehen von anderen Möglichkeiten, gar aufdringliches Nicht-Aufgeben stehen dafür, in den Kontakt mit dem jungen Menschen kommen zu wollen — und sei es auf seltsame Weise oder an unorthodoxen Orten.

Neben dem Verstehen, was läuft 1 und der praktischen Unterstützung 2ist das ganz persönlich gefärbte elterliche Tun gefragt 3.

Das kann mal die unerwartete Aktion mit Überraschungsmomenten sein, um unproduktive Beziehungsmuster zu unterbrechen Machen Sie etwas anders! Und das muss auch die in Aussicht gestellte Konsequenz, das entschlossene elterliche Tun sein Setzen Sie um, was Sie ankündigen! Die Schlüsselbotschaft lautet: Präsente Eltern suchen Kontakt, Berührung. Auch schulmüde Kinder sollten spüren, dass bei ihren Eltern die Tür offen steht.

Insgesamt brauchen wir nicht auf eine patentierbare Wunder- eine Mega-Methode hoffen. Wahrscheinlich ist es ein entscheidender Faktor mindestens im Nachhinein werden die Jungen und Mädchen das honorieren!

Man muss an Potenziale glauben, sonst findet man weder Zugänge noch Helferzuversicht. Genau so wichtig ist der kühle Blick: Was ist auf Grund der Lebensumstände, des Entwicklungsniveaus, der Belastungsintensität realistischerweise nicht angezeigt?

Pauschale Leistungs- und Anstrengungsappelle schaden. Schulmüdigkeit und Schulverweigerung entstehen an verschiedenen Orten, tauchen an verschiedenen Orten auf und sind an verschiedenen Orten zu bearbeiten. Weder Eltern noch Schule werden bei Schulmüdigkeit und gar verfestigter Schulverweigerung alleine sehr weit kommen.

Und eine gewisse Scheiternsrate in solchen harten Fällen ist selbst bei bestmöglicher Koppelung von Anstrengungen nicht zu vermeiden. Dabei sollte gelten: Weg mit Schuldzuschreibungen und Vorwürfen. Weder Selbstzerfleischung noch Verleugnung können Wege eröffnen. Schule und Elternhaus sind im Prinzip unverzichtbare Partner. Anmerkung 1 Wertvolle Anregungen verdanke ich Prof. Mathias Schwabe von der Evangelischen Fachhochschule für Sozialarbeit in Berlin.

Karlheinz Thimm, Evangelische Hochschule Berlin.

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