Question: Wer sind Esoteriker?

Das Substantiv „Esoteriker“ ist ab dem frühen 19. Jahrhundert gebräuchlich (erster Beleg 1813); anfangs bezeichnete es eine Person, die in die Geheimnisse einer Gesellschaft oder in die Regeln einer Kunst oder Wissenschaft eingeweiht ist.

Was fällt alles unter Spiritualität?

Der Psychologe Rudolf Sponsel definiert 2006 Spiritualität als mehr oder minder bewusste Beschäftigung „mit Sinn- und Wertfragen des Daseins, der Welt und der Menschen und besonders der eigenen Existenz und seiner Selbstverwirklichung im Leben“.

Heute gibt es weder im wissenschaftlichen noch im populären Sprachgebrauch eine allgemein anerkannte von Esoterik beziehungsweise esoterisch. In einem ähnlichen Sinn unterschieden und zwischen exoterischen und esoterischen Schülern deswobei letztere einen inneren Kreis bildeten und bestimmte Lehren exklusiv empfingen. Wer sind Esoteriker?

bezeichnete mit diesem Wort ein Geheimwissen, das ein Lehrer nur ausgewählten Schülern mitteilt. Im Englischen kommt das Wort erstmals in der 1655—1662 erschienenen History of Philosophy von Thomas Stanley vor. Stanley schrieb, den inneren Kreis der Pythagoreer hätten die Esotericks gebildet.

Im Französischen ist ésotérique erstmals 1752 im bezeugt, 1755 auch in der. Jahrhundert zur Bezeichnung von Lehren und Kenntnissen verwendet, die nur für einen ausgesuchten Kreis Eingeweihter oder Würdiger bestimmt sind, sowie zur Charakterisierung von wissenschaftlichen und philosophischen Texten, die nur für einen kleinen, exklusiven Kreis von Fachleuten verständlich sind.

Jahrhundert gebräuchlich erster Beleg 1813 ; anfangs bezeichnete es eine Person, die in die Geheimnisse einer Gesellschaft oder in die Regeln einer Kunst oder Wissenschaft eingeweiht ist. Nachdem auch andere Autoren diesen aufgegriffen hatten, wurde er 1852 erstmals in einem französischen Universallexikon als Bezeichnung für Geheimlehren aufgeführt. Weithin gebräuchlich wurde das Wort dann durch die einflussreichen Bücher von übervon wo aus es in das Vokabular des Eingang fand.

Seither wurde es wie auch das Wer sind Esoteriker? Wer sind Esoteriker? vielen Autoren und Strömungen als Selbstbezeichnung verwendet, wobei sie es oft in freier Weise neu definierten. Oft handelt es sich dabei um Geheimlehren, entsprechend der ursprünglichen Bedeutung von Esoterik.

In diesem Zusammenhang wird in jüngster Zeit zumeist von westlicher Esoterik gesprochen. Zum Teil wird auch der zeitliche Rahmen noch begrenzt, indem nur in der Neuzeit von Esoterik gesprochen wird; andere Autoren nehmen auch entsprechende Erscheinungen im Mittelalter und Wer sind Esoteriker?

der späten Antike hinzu. Auch bezüglich der exakten inhaltlichen Abgrenzung des Begriffs besteht noch kein Konsens, wohl aber bezüglich der Wer sind Esoteriker?. Dazu gehören in der Neuzeit die Wiederentdeckung der in derdie sogenannte okkulte Philosophie mit ihrem im weiten Sinne Kontext, diederdasdiedie christlicheder und zahlreiche okkultistische und sonstige Strömungen im 19. Jahrhundert bis hin zur -Bewegung. Allerdings gibt es auch Ansätze, bei denen typologische und historische Elemente kombiniert sind.

Pythagoras glaubte — ebenso wie die und Anhänger verschiedener — an die Unsterblichkeit der Seele. Damit verbanden die Pythagoreer und die Orphiker die Vorstellung der Seelenwanderung.

Sie betrachteten den Körper als eine vorübergehende Behausung der Seele, ja als einen Kerker, aus dem sie sich befreien müsse. Diese Erlösung von der körperlichen Existenz strebten sie durch ein sittlich einwandfreies Leben an, das zunächst Wer sind Esoteriker?

einer Wiedergeburt auf höherer Stufe führen sollte, schließlich aber zur endgültigen Befreiung von der Körperwelt durch Beendigung der Reihe der Wiedergeburten. Diese Vorstellungen standen in scharfem Kontrast zu der älteren, von repräsentierten Anschauung, in dessen der Begriff der Seele psyche zwar erstmals nachweisbar auftaucht, aber nur als Attribut der ganz mit dem Körper identifizierten Person.

Zu den Anhängern des Reinkarnationsgedankens gehörten später auch andere bedeutende Philosophen wie und sowie alle antiken. Ein weiteres zentrales Motiv der Esoterik, Wer sind Esoteriker? bei den Pythagoreern erstmals auftrat, ist die Erhebung der Zahlen zu den Prinzipien alles Seienden. Sie betrachteten die Welt als eine nach ganzzahligen Verhältnissen harmonisch geordnete Einheit Kosmosund den Weg der Läuterung der Seele sahen sie in der Unterwerfung unter die allgemeine, mathematisch ausdrückbare Harmonie aller Dinge.

Auch die Idee der musikalisch begründetenbasierend auf einem Vergleich der mit den von den Pythagoreern entdeckten Zahlenverhältnissen der musikalischenhat hier ihren Ursprung. Sogar ein moralischer Aspekt wurde den Zahlen zugesprochen, indem man bestimmten Zahlen sittliche Qualitäten wie Gerechtigkeit oder Zwietracht zuordnete.

Platon, römische Kopie einer zeitgenössischen Büste 427—347 v. Dabei identifizierte er die Seele mit derdie er als prinzipiell vom Körper unabhängig betrachtete. Ihre eigentliche Heimat sei das Reich der unvergänglichen und der reinen Geister, welcher sie entstamme und in welche sie nach dem Tod zurückkehre.

Wie schon bei den Pythagoreern erscheint auch hier der Körper als Gefängnis, dem die Seele in der Reihe der Wiedergeburten durch eine reine Lebensführung entrinnen und in ein rein geistiges Dasein übergehen kann. Unverkörpert kann sie demnach die ewigen Wesenheiten, denen sie selbst angehört, unmittelbar schauen, während dieses Wissen im Körper verdunkelt ist und gewöhnlich nur im Zuge der in sich selbst begründeten Tätigkeit der Vernunft wie eine Erinnerung auftaucht.

Neben den Lebewesen schrieb Platon auch den Gestirnen sowie dem Kosmos als ganzem eigene Seelen und damit Leben zu.

Esoterik

Esoterisch war Platons Philosophie auch in dem Sinne, dass sie auf einen inneren Weg verwies. Das Eigentliche seiner Lehre sei, so Platon, gar nicht mitteilbar, sondern nur der eigenen Erfahrung Wer sind Esoteriker?. Er könne als Lehrer nur Hinweise geben, aufgrund derer wenige Auserwählte in der Lage sein würden, sich selbst Wer sind Esoteriker? insofern esoterische Wissen zu erschließen, das in solchen Fällen plötzlich als Idee in der Seele entspringe und sich dann selbst weiter seine Bahn breche.

Insofern kann von neutestamentlichen Ansätzen einer christlichen Esoterik gesprochen werden, wie der Esoterikforscher es tut.

An Platons Seelenlehre schloss in nachchristlicher Zeit der an, dessen herausragender Vertreter der in Rom wirkende 205—270 n. Noch stärker als bei Plotin trat dieses mystische Element, verbunden mit Praktiken, bei späteren Neuplatonikern wie etwa 275—330 n. Diese Philosophen folgten dem in jener Zeit überhaupt sehr verbreiteten Interesse an mystischer Religiosität, Magie und.

Eine andere in der hellenistischen Antike gestiftete Tradition, die für die Esoterik eine große Bedeutung erlangen sollte, ist diedie sich auf Offenbarungen des Gottes beruft und eine Synthese griechischer Philosophie mit und Magie darstellt. Ein weiteres Grundmotiv der Hermetik wie auch der späteren Esoterik allgemein ist die Vorstellung einer alles verbindenden Sympathie, welche die Entsprechungen zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos begründen sollte.

Später trat das neuplatonische Konzept des Aufstiegs der unsterblichen Seele durch die und der damit verbundenen Erlösung bis hin zum Einswerden Wer sind Esoteriker? Gott hinzu, ermöglicht durch Erkenntnis und durch die Erfüllung bestimmter ethischer Anforderungen. Eine besondere Ausprägung erfuhr der Gedanke der Erlösung der Seele durch höhere Erkenntnis in diversen religiösen Wer sind Esoteriker? der Spätantike, die zusammenfassend als bezeichnet werden.

Diese vielfältige Bewegung entstand im ersten nachchristlichen Jahrhundert im Osten des Römischen Reiches und in Ägypten.

Sie trat in heidnischen, jüdischen und christlichen Spielarten auf. In ihr verbanden sich Elemente der griechischen Philosophie mit religiösen Vorstellungen. Grundlegend war dabei zumeist ein schrofferd. Speziell in der christlichen Gnosis trat noch die Erlösergestalt des und die damit verbundene Vorstellung eines entscheidenden Wendepunktes der Weltgeschichte hinzu.

Die Gnosis stieß auf zunehmenden Widerspruch sowohl von philosophischer Seite besonders Plotin wie auch vonseiten der sich etablierenden und institutionell festigenden christlichen Großkirche, wobei eine scharfe Trennung zwischen der im Entstehen begriffenen kirchlichen Theologie und den heterogenen Spielarten der christlichen Gnosis allerdings kaum möglich war und ist.

Eine wesentliche Differenz zwischen den kirchlichen Kritikern und den von diesen so genannten Gnostikern bestand darin, dass letztere die eigene Erkenntnis griech.

Im Konkreten entzündeten sich die Auseinandersetzungen besonders an Fragen der Astrologie und der Magie. Jahrhundert hinein weitgehend auf die nicht gerade unparteiischen Schilderungen erklärter Gegner wie stützen musste. Desgleichen gilt für den bereits 1930 gemachten Fund vonder die ältesten bekannten manichäischen Originalhandschriften 4. Im aus diesen Schriften rekonstruierten Mythos der synkretistischen Weltreligion werden die Stufen geschildert, wie das Licht in die Welt gelangte und es durch Mitwirkung des Menschen auf dem gleichen Weg wieder zurück in das Lichtreich kehren kann.

Insbesondere solche Lehren, die eine individuelle Erlösung implizierten oder sich auf religiöse Urkunden beriefen, welche keinen Eingang in den biblischen Kanon gefunden hatten, wurden aus dem orthodoxen Christentum ausgegrenzt. Auf der anderen Seite boten innerhalb des letzteren die neu entstehenden Klöster — insbesondere die des 529 gegründeten -Ordens — Raum für die Pflege Mystik, die sich nun auch nach Norden Wer sind Esoteriker?.

Eine große Bedeutung für die mittelalterliche Mystik erlangten einige im 5. Jahrhundert aufgetauchte Schriften, als deren Autor genannt wurde, ein Zeitgenosse des Paulus, den dieser in der erwähnt hatte.

Daneben war Dionysios der Erste, der eine strukturierte Hierarchie derd. Erst etwa tausend Jahre später kamen ernsthafte Zweifel auf, ob der Autor dieser Schriften wirklich der von Paulus Erwähnte sein konnte, und heute gilt als erwiesen, dass sie frühestens gegen Ende des 5.

Der Autor wird daher heute meist als bezeichnet. Jahrhundert konnten sich in Südspanien unter der Herrschaft der in religiösen Dingen sehr toleranten in friedlicher Koexistenz allerlei Spielarten islamischer, jüdischer und christlicher Spiritualität entfalten, unter denen hier vor allem der islamische zu nennen ist. Auch Platon und andere griechische Philosophen wurden von hier aus im westlichen Europa näher bekannt. Die herausragende Gestalt der frühmittelalterlichen Mystik und zugleich der bedeutendste Philosoph seiner Epoche war der im 9.

Jahrhundert lebendeder von Kaiser an Wer sind Esoteriker? Pariser Hofschule berufen wurde. Seine Lehre war stark von Dionysios Areopagita und dem Neuplatonismus beeinflusst, und er legte die ersten brauchbaren Übersetzungen der Werke des Dionysios ins Lateinische vor, wodurch diese auch im Westen ihre Wirkung entfalten konnten. Wer sind Esoteriker? wurden seine Ansichten schon zu seinen Lebzeiten von lokalen verurteilt, und im 13.

Jahrhundert wurden auf Geheiß des Papstes alle greifbaren Exemplare seines Hauptwerks vernichtet. Vertreibung der Katharer aus Wer sind Esoteriker? Jahr 1209 Eine mit der frühchristlichen Gnosis vergleichbare Bewegung sind dieüber die ab der Mitte des 12.

Jahrhunderts Berichte vorliegen, deren Ursprung aber weitgehend im Dunkeln liegt. Der Schwerpunkt dieser sich schnell ausbreitenden spirituellen Bewegung lag in Südfrankreich und Norditalien.

Sie wich in wesentlichen Punkten von der Lehre ab und wurde daher bald massiv bekämpft. Das Katherertum knüpfte vor allem an die Spiritualität des Johannes-Evangeliums an, während es große Teile des Alten Testaments ablehnte. Des Weiteren betrachtete es Christus nicht als Menschen, sondern als einen vom Himmel gesandten Erlöser. Die Erlösung Wer sind Esoteriker? die Katharer darin, dass die Menschenseele aus der als finster betrachteten materiellen Welt in ihre Lichtheimat zurückkehren würde.

Als neue mystische Geheimlehre trat im 12. Jahrhundert in Südfrankreich und Spanien die jüdische auf, die zunächst im Judentum eine große Bedeutung erlangte, später aber auch außerhalb desselben in der Geschichte der Esoterik eine bedeutende Rolle spielen sollte. Ursprünglich auf die Deutung der Heiligen Schrift beschränkt, entwickelte die Kabbala bald auch eine eigenständige theologische Lehre siehedie mit magischen Elementen verbunden war.

Hildegard von Bingen: Buch von den göttlichen Werken, Darstellung einer Vision des Menschen als Teil des Kosmos Bis ins 13. Jahrhundert finden sich auch innerhalb des offiziellen Christentums noch wesentliche Teile dessen, was man später als Esoterik bezeichnen würde, darunter Lehren, das Denken indie und die Idee der spirituellen Transformation.

Beispiele dafür sind in Deutschland die Mystikerinin Frankreich die platonisch ausgerichtete,in Italien der Visionär und diein Spanien die neuplatonisch geprägte, der Kabbala nahestehende Lehre des und in England die Schule von Theosophie des Lichts beiund Astrologie bei. Um 1300 setzte sich jedoch in der Theologie der durch, der den betont und Imaginatives ablehnt. Speziell die Mystik erfuhr allerdings in der ersten Hälfte des 14.

Jahrhunderts einen bemerkenswerten Aufschwung und eine Popularisierung, indem ihre Vertreter Wer sind Esoteriker? Gebrauch der jeweiligen Volkssprache anstelle des übergingen. Am bedeutendsten waren hier die deutschenund ; Vergleichbares gab es jedoch auch in den Niederlanden, in England, Frankreich, Italien und Spanien.

In Eckharts mystischem Denken erreichte die mittelalterliche Mystik einen Höhepunkt; zugleich bildet es aber den Ausgangspunkt für eine neue Richtung der Mystik, die bis in die frühe Neuzeit hinein wirken sollte. Damit knüpfte Eckhart an Johannes Scotus Eriugena, Pseudo-Dionysios Areopagita und den Neuplatonismus an.

Da er sich vielfach der deutschen Sprache bediente, wurde er zum wirkungsmächtigsten Vertreter dieser platonischen Richtung innerhalb der christlichen Theologie, obwohl Teile seiner Lehre posthum als Häresie verurteilt wurden und auch seine allgemeinverständliche Verbreitung schwieriger theologischer Erörterungen auf Kritik stieß.

Wer sind Esoteriker? Praktiken wie die und die waren im Mittelalter verbreitet. Zur Magie gehörte auch die von undwobei die Existenz von Dämonen als gefallener Engel auch in der Theologie anerkannt war. Die erlangte erst im 12. Jahrhundert Wer sind Esoteriker? gewisse Bedeutung, ausgehend von arabisch-muslimischen Quellen in Spanien. Maßgeblich dafür waren die Wiederentdeckung bedeutender Schriftendie Erfindung des mit beweglichen metallenen Lettern, durch den sich ein viel breiteres Publikum erschloss, und auch die Auswirkungen der.

Das Corpus Hermeticum, eine Sammlung von Schriften, die dem nach neuerer Kenntnis Autor Wer sind Esoteriker? Wer sind Esoteriker?, wurde 1463 in entdeckt und gelangte in den Besitz des Mäzens in. Cosimo gab deshalb sofort eine Übersetzung ins Lateinische in Auftrag, die 1471 erschien und großes Aufsehen erregte. Dank des Buchdrucks erlangte es weite Verbreitung, und Wer sind Esoteriker? 1641 kamen 25 Neuauflagen heraus; auch wurde es in verschiedene andere Sprachen übersetzt.

Jahrhundert kamen jedoch Zweifel an der korrekten Datierung dieser Texte auf, und 1614 konnte der Genfer Protestant nachweisen, dass sie erst in nachchristlicher Zeit entstanden sein Wer sind Esoteriker?. Da hatten sie ihre enorme Wirkung jedoch längst entfaltet. Marsilio Ficino, Büste im Dom von Florenz Der Übersetzer des Corpus Hermeticum, 1433—1499übertrug auch die Werke Platons und etlicher Neuplatoniker ins Lateinische und verfasste eigene Kommentare und Einführungen in die platonische Philosophie.

Die Wer sind Esoteriker? wurden dadurch nach langer Vergessenheit überhaupt erst wieder bekannt, und Platon wurde im Wortlaut verfügbar.

Auch das hatte enorme Auswirkungen. Platonisches Gedankengut wurde gegen Wer sind Esoteriker? geprägte Theologie in Stellung gebracht. Ein Aspekt dieser Kontroversen betraf die Wer sind Esoteriker?, wie weit menschliche Erkenntnis reichen kann, womit ein wesentlicher Konflikt aus Zeiten des frühen Christentums wieder auflebte vgl. Manche Neuplatoniker der Renaissance vertraten sogar Positionen, was aus Sicht des Christentums an grenzte.

Ein dritter wichtiger Einfluss auf die Esoterik der Renaissance ging von der aus, indem deren Methoden zur Deutung der religiösen Urkunden auch von Christen übernommen wurden. Im Zentrum der christlich-kabbalistischen stand der Versuch, auch auf der Grundlage der originär jüdischen Überlieferung die Wahrheit der christlichen Botschaft Christus ist der Messias zu beweisen.

Das war teils mit Polemik verbunden die Juden würden ihre eigenen heiligen Schriften nicht richtig verstehenrief aber auf der anderen Seite die auf den Plan, was 1520 in der Verurteilung Reuchlins durch den Papst kulminierte.

Darin unterschied er drei Welten: die elementare, die himmlische und die göttliche Sphäre, denen beim Menschen Körper, Seele und Geist entsprechen. Größte Bedeutung maß Agrippa der Magie bei, die er als höchste Wissenschaft und erhabenste Philosophie auffasste. Paracelsus, 1540 Die neuplatonische Dreiteilung von Mensch und Welt und die Entsprechung von Mikrokosmos Mensch und Makrokosmos liegen Wer sind Esoteriker?

der medizinischen Lehre des 1493—1541 zugrunde. Neben den vier Elementen maß er besonders den drei Prinzipien der Alchemie Sal, Sulfur und Mercurius eine große Bedeutung bei. Der Quintessenz Agrippas entspricht bei ihm der Archaeus, eine organisierende und formbildende Kraft. Für Paracelsus gehörte auch die Astrologie notwendig zur Medizin hinzu, denn der Mensch trage den ganzen Kosmos in sich, Diagnose und Therapie setzten genaue Kenntnisse der astrologischen Entsprechungen voraus, und die Beurteilung des Krankheitsverlaufs und der Wirkung von Medikamenten müsse unter Berücksichtigung der Planetenbewegungen erfolgen.

Zu den bedeutenden Esoterikern der frühen Neuzeit gehört auch 1548—1600. Er schrieb mehrere Bücher über Magie, die er als mit der empirischen Naturwissenschaft vereinbar ansah Magia naturalisund vertrat die Lehre von der. Mit der im Geiste Brunos sich vom kirchlichen Dogmatismus befreienden Naturwissenschaft schienen esoterische Anschauungen dagegen vielfach kompatibel zu sein.

Jakob Böhme: Alle Theosophischen Schriften, 1682 An die Forderungneben der Bibel nur auf einen individuellen Zugang zu Gott zu vertrauen, knüpfte im 16. Deren wichtigster Vertreter war 1575—1624ein Schuster, der im Alter von 25 Jahren nach einer schweren Lebenskrise eine hatte und später darüber schrieb. Dem Zorn steht die Liebe gegenüber, die als Sohn Gottes oder auch als dessen Wiedergeburt angesehen wird. Diese theosophische Lehre Böhmes wurde als eingestuft, und nachdem ein erstes, nicht zur Veröffentlichung bestimmtes Manuskript in die Hände eines Pfarrers gelangt war, wurde der Autor zeitweilig inhaftiert und schließlich mit einem Publikationsverbot belegt.

Jahre Wer sind Esoteriker? ab 1619 widersetzte er sich jedoch diesem Verbot, und seine Schriften trugen in hohem Maß zur Ausbildung eines spirituellen Bewusstseins auf der Grundlage des bei. Johann Valentin Andreae, 1639 In den Jahren 1614 bis 1616 erschienen einige mysteriöse Schriften, die großes Aufsehen erregten.

Ihre anonymen Autoren beriefen sich auf die mythische Gestalt desder von 1378 bis 1484 gelebt haben soll und dessen Hinterlassenschaft sie in seinem Grab entdeckt hätten. Ihre Publikation löste eine Flut von zustimmenden und Wer sind Esoteriker? Kommentaren aus; schon 1620 waren über 200 diesbezügliche Schriften erschienen.

Der angeblich dahinter stehende geheime Orden bestand nach heutigem Kenntnisstand jedoch wahrscheinlich nur aus wenigen Personen an der Tübinger Universität, darunter 1586—1654.

Deren wichtigster Vertreter, 1702—1782war zugleich auch ein bedeutender Propagator der Kabbala im deutschen Sprachraum. Durch die erste deutsche Übersetzung im Jahre 1706 wurde das breiter bekannt und zum Gegenstand wissenschaftlicher Darstellungen. Populär waren Themen wie undund Gestalten wie der oder hatten Konjunktur.

Daneben etablierte sich eine institutionalisierte Esoterik in Form von Geheimen Bruderschaften, Orden und Logen vor allem die und Teile der.

Als Wer sind Esoteriker? etlicher umfangreicher Werke avancierte er bald zu einem der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Mystiker im. In der Aufklärung, zu deren wichtigstem Denker Kant durch seine späteren Hauptwerke avancieren würde, war der Esoterik neben den etablierten Kirchen eine weitere mächtige Gegnerschaft erwachsen.

Aufgrund seines Verständnisses von Vernunft und Wissen Wer sind Esoteriker? Kant, obwohl er in jungen Jahren selbst der angehangen hatte, Lehren wie diejenige Swedenborgs ablehnen, und darin folgte ihm bald die große Mehrheit der Gelehrten.

Zwar könne man, so Kant, nicht beweisen, dass Swedenborgs Behauptungen über die Existenz von Geistern und dergleichen falsch seien, ebenso wenig aber das Gegenteil, und wenn man auch nur eine einzige Geistererzählung als wahr anerkennen würde, würde man damit das gesamte Selbstverständnis der Naturwissenschaften in Frage stellen.

Esoterisch ausgerichteten Orden gehörten im 18. Jahrhundert viele bedeutende Personen an, darunter der preußische Kronprinz und spätere Königallerdings nur bis zu seiner Krönung bestand, weil er damit aus der Sicht der Ordensleitung seinen Zweck erfüllt hatte.

Obwohl auch einige andere Adlige bedeutende Freimaurer waren, spielte das Freimaurertum insgesamt aber eher eine Rolle bei der Stärkung des sich emanzipierenden Bürgertums gegenüber dem Staat. In die Naturphilosophie und Kunst der deutschen floss in erheblichem Maß esoterisches Gedankengut ein. So war 1765—1841 zugleich ein bedeutender Naturphilosoph und der herausragende Theosoph dieser Epoche. In letzterer Hinsicht knüpfte er stark an Böhme an, allerdings in einer äußerst spekulativen Weise.

In der romantischen Dichtung tritt der esoterische Einfluss besonders deutlich bei 1772—1801 hervor, aber auch etwa bei 1749—18321786—1862 und etlichen anderen bedeutenden Dichtern. Novalis fasste die Natur als ein großes lebendiges Ganzes auf, mit dem der Mensch im Zuge einer erkennend verschmelzen kann. Dabei Wer sind Esoteriker? er auch alchemistische und freimaurerische Symbole auf. In der Musik ist vor allem in einem freimaurerischen Umfeld entstandene Oper zu nennen, in der Malerei.

Mesmer verband die alte alchemistische Vorstellung eines alles durchströmenden unsichtbaren Fluidums mit dem modernen Begriff des Magnetismus und mit der Behauptung, damit Krankheiten heilen zu können. Die Fox-Schwestern, hier 1852, gelten als Begründerinnen des Spiritismus. Im deutschen Sprachraum befasste sich der schon genannte damit.

Die Geister sollen antworten, indem sie den Tisch, an dem die Sitzung stattfindet, in Bewegung versetzen. In Verbindung mit dem Reinkarnationsgedanken entwickelte sich daraus eine regelrechte Religion.

Als Begründer des im eigentlichen Sinn in der zweiten Hälfte des 19. Einflussreich war auch das umfangreiche okkultistische Werk von 1865—1916 ; im deutschen Sprachraum ist vor allem 1838—1912 zu nennen. Dieser Okkultismus war eine Gegenströmung gegen die vorherrschende Wissenschaftsgläubigkeit und gegen die Entzauberung der Welt durch den.

Er verstand sich selbst jedoch als modern Faivre nennt ihn eine Antwort der auf sich selbst und lehnte im Allgemeinen den wissenschaftlichen Fortschritt nicht ab, sondern versuchte, diesen in eine umfassendere Vision zu integrieren. Ein Kennzeichen derwelche durch die Aufklärer des 18. Jahrhunderts, aber auch durch den des 19.

Jahrhunderts geprägt wurde, ist die zunehmende Trennung von materiellen und - Bereichen Wer sind Esoteriker? Wirklichkeit. Daraus kann ebenso die Gegenreaktion erwachsen, die Natur, den Kosmos und die materielle Wirklichkeit erneut sakralisieren zu wollen und somit die Trennung zwischen weltlicher und außerweltlicher Sphäre wieder aufzuheben. Da der Glaube an die Berechenbarkeit aller Dinge und die prinzipielle Ergründbarkeit des Kosmos selbst das Ergebnis einer religionsgeschichtlichen Entwicklung sind, nämlich der schon in der alttestamentlichen Schöpfungsvorstellung angelegten Entseelung des Kosmos, kann gerade die moderne Wer sind Esoteriker?

von dieser religiösen Tradition auch eine Abwendung von dem Glauben an die rationale Wissenschaft nach sich ziehen.

Wer sind Esoteriker?

Verschiedene Gruppierungen, die der modernen Esoterik zugeordnet werden können, vertraten genau diese Überzeugung. Initiator und dann auch Präsident dieser Gesellschaft war 1832—1907ein renommierter Anwalt, der sich schon lange für esoterische Themen interessiert hatte und den nahestand. Zur wichtigsten Person wurde jedoch schnell Olcotts Lebensgefährtin 1831—1891.

Im Vorwort der Geheimlehre hingegen behauptete sie, lediglich ein uraltes und bisher geheim gehaltenes östliches Wer sind Esoteriker? das zu übersetzen und zu kommentieren. Der enormen Wirkung ihres Werks tat das jedoch keinen Abbruch. Das Wer sind Esoteriker? Rosenkreuz des Golden Dawn Im Umfeld der Theosophischen Gesellschaft entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe neuer initiatischer Gemeinschaften und magischer Orden, überwiegend in freimaurerischer und rosenkreuzerischer Tradition, darunter der 1888.

Dieser Orden war von der und dem inspiriert, befasste sich mit ägyptischen und anderen antiken Gottheiten und räumte einer zeremoniellen einen erheblichen Raum ein. Für letztere stand vor allem 1875—1947der später dem in Wien gegründeten 1901 beitrat und diesem eine und antichristliche Ausrichtung gab.

Crowley gilt als der bedeutendste Magier des 20. In Deutschland gründete 1886 eine deutsche Abteilung der Theosophischen Gesellschaft und 1888 einen Rosenkreuzer-Orden.

Als Vertreter einer christlichen in Deutschland in der Tradition von und ist im 20. Jahrhundert außerdem 1881—1958 zu nennen. Der populärste Zweig der Esoterik im 20. Sie bedient das Bedürfnis, mit Hilfe des Prinzips der die verlorengegangene Einheit von Mensch und Universum wiederherzustellen. Eine ähnliche Dualität von Praxis und Gnosis liegt Wer sind Esoteriker?

beim vor sowie bei der Unterscheidung von zeremonieller und initiatischer. In dieser Sichtweise wurde die innere Transformation des zum zentralen Inhalt esoterischen Handelns, so u.

Dem liegt ein Konzept der zugrunde, wie es in ähnlicher Form schon bei den antiken und bei -Denkern wie und zu finden war. Der Mensch strebt nach Vollkommenheit, indem er sich in seine eigene Göttlichkeit versenkt, welche im Unterschied zu manchen östlichen Lehren dem Individuum zugeschrieben wird. Jungs aus der Theorie der Archetypen entwickeltes Konzept des gehört auch zu den Ursprüngen derwelche annimmt, dass es Ebenen der Wirklichkeit gibt, auf denen die Grenzen der gewöhnlichen Persönlichkeit überschritten werden können und eine gemeinsame Teilhabe an einer allumfassenden Symbolwelt möglich ist.

Solche Vorstellungen verbanden sich in der von Amerika ausgehenden -Bewegung mit einem großen Interesse an östlichen und an. Die wichtigsten Theoretiker dieser transpersonalen Bewegung sind und.

Sehr populär wurden in diesem Bereich die Prophezeiungen Wer sind Esoteriker? 1877—1945. Weitere bedeutende waren oder sind 1929—19841909—1981 und. Auch die Lehren von wie und sind hierher zu rechnen, und Vergleichbares findet sich im Neo- in der modernen und im.

Allen gemeinsam ist die Überzeugung von der Existenz anderer Welten und von der Möglichkeit, aus diesen Informationen zu erhalten, die in der diesseitigen Welt nützlich sein können. Ein weiteres zentrales Thema der heutigen Esoterik sind ganzheitliche Konzeptionen der Natur, wobei naturwissenschaftliche oder naturphilosophische Ansätze die Grundlage für eine spirituelle Praxis bilden.

Ein Beispiel dafür ist dieeine und radikal gegen den vorherrschenden gerichtete Synthese ethischer, politischer, biologischer und spiritueller Positionendeep ecology, 1973. Das Goetheanum inZentrum der Anthroposophischen Gesellschaft Im Bereich der und des wurden im 20. Jahrhundert zahlreiche initiatische Gesellschaften neu gegründet.

Eine besonders breite Wirkung entfaltete der 1915 gegründete Rosenkreuzer-Orden. Im deutschen Sprachraum ist die mit ihrem Wer sind Esoteriker? in bei Basel am bedeutendsten, was durch den Erfolg der auf anthroposophischer Grundlage arbeitenden noch verstärkt wird. Die zerfiel nach Blavatskys Tod in mehrere Gruppierungen, welche heute in diversen Ländern sehr aktiv sind.

Wie schon in der Romantik, lassen sich auch in der Moderne vielfach esoterische Einflüsse in Kunst und Literatur aufzeigen. Das gilt etwa für Wer sind Esoteriker? Architekturfür die Musikdie Gedichtedie Dramen und das literarische Werkaber auch für Bereiche der neueren wie etwa die -Filmtrilogie von.

Ein bedeutender Einfluss auf die bildende Kunst ging auch von der aus. Beispiele für künstlerische Gestaltung im Dienst der Esoterik sind manche -Blätter und die Illustrationen in manchen esoterischen Büchern. Nicht im eigentlichen Sinn esoterisch beeinflusst, aber beliebte Gegenstände esoterischer Interpretationen waren die Musik und die Gemälde. Jahrhunderts als eigenständiges und zusammenhängendes Feld erkannt. Diesen theologisch ausgerichteten Arbeiten folgten philosophiehistorisch orientierte, zunächst Historia critica Philosophiae 1742—1744in der verschiedene Strömungen behandelt wurden, welche heute der westlichen Esoterik zugerechnet werden, und schließlich Die christliche Gnosis oder die christliche Religions-Philosophie in ihrer geschichtlichen Entwicklung 1835 vonder eine direkte Linie von der antiken Gnosis über Jacob Böhme bis zum zog.

Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden derartige Themen weitgehend aus Wer sind Esoteriker? wissenschaftlichen Diskurs ausgegrenzt, indem man sie als Produkte irrationaler Schwärmerei betrachtete oder als vor-wissenschaftlich einordnete die Alchemie als Proto-Chemie oder die Astrologie als Proto-Astronomie. Erst 1891—1895 legte mit seiner Wer sind Esoteriker? des neueren Occultismus wieder eine bedeutende akademische Studie vor, gefolgt von Les sources occultes du Romantisme von 1927 und achtbändiger History of Magic and Experimental Science 1923—1958.

Eine umfassende Sicht westlicher Esoterik, die etwa der Perspektive heutiger Esoterikforschung entspricht, scheint Wer sind Esoteriker? Erster in seiner 1936 erschienenen Pansophie — ein Versuch zur Geschichte der weißen und schwarzen Magie entwickelt zu haben, die mit und Wer sind Esoteriker? und über Paracelsus und die christliche Theosophie zum Rosenkreuzertum führt. Diese Verbindungen können durch den Menschen erkannt, gedeutet und benutzt werden.

Es lassen sich dabei zwei Arten von Entsprechungen unterscheiden: die in der Natur vorgefundenen Konstellationen mit dem Menschen oder Teilen seiner Psyche oder seines Körpers wie bei der sowie zwischen der Natur und offenbarten Schriften wie bei der.

Ihr können deshalb neben der materiellen Wirklichkeit auch seelische und geistige Eigenschaften zugesprochen werden. Diese zu erkennen und zu beschreiben nimmt einen besonders großen Stellenwert in der Tradition ein. Das Fehlen dieses Merkmals ist für Faivre der wesentliche Unterschied der Esoterik zur.

In der Alchemie wäre dies beispielsweise die Verwandlung von Blei in Gold. Dieser Ansatz Faivres erwies sich als sehr fruchtbar für die vergleichende Forschung, wurde von vielen anderen Esoterikforschern übernommen Wer sind Esoteriker? trat weitgehend an die Stelle des Yates-Paradigmas, stieß aber auch auf vielfältige Kritik. So wurde bemängelt, dass Faivre seine Charakterisierung hauptsächlich auf Untersuchungen des derderder und der protestantischen stützte und damit den Begriff der Esoterik so eng fasse, dass er auf entsprechende Erscheinungen in der Antike, im Mittelalter und in der Moderne sowie außerhalb Wer sind Esoteriker?

christlichen Kultur Judentum, Islam, Buddhismus vielfach nicht mehr anwendbar sei. Wer sind Esoteriker?

Wer sind Esoteriker?

hat das Faivre-Paradigma jedoch entscheidend dazu beigetragen, dass die Esoterikforschung als Teil des ernsthaften Wissenschaftsbetriebs anerkannt wurde. Diesen Lehrstuhl hatte von Wer sind Esoteriker? bis 2002 inne, seit 2002 als neben. Die wichtigste deutschsprachige Fachzeitschrift ist Gnostika.

Zum Themabei dem die Forschung Berührungspunkte und Übereinstimmungen mit der Esoterik sieht, kann man auch nachlesen. Jahrhundert hatten diverse esoterische Strömungen einen erheblichen Einfluss auf die intellektuelle Begründung der und auf die Ausbildung eines Geschichtsbewusstseins. Dabei handelte es sich einerseits um eine romantische Rückbesinnung auf das Ursprüngliche in Ablehnung der Moderne, andererseits um eine progressive Erwartung des Eintretens vorhergesagter Ereignisse.

Beispiele für letzteres sind wieund. Umgekehrt lässt sich zeigen, dass das Fortbestehen frühsozialistischer Ideen, insbesondere des und desnach 1848 essentiell sowohl für die Entstehung des Spiritismus als auch des Okkultismus gewesen ist.

Noch weiter gingindem er sich auch dem zuwandte. Ein Esoteriker, der die Moderne radikal ablehnte und sich dem zuwandte, war. Teile des New Age griffen die Erwartungshaltung des früheren Okkultismus wieder auf. Die christliche Haltung besteht jedoch darin, die Zukunft vertrauensvoll der Vorsehung anheimzustellen und sich jeglicher ungesunder Neugier zu enthalten.

Hinter,Deuten von Vorzeichen undund dem Befragen eines Mediums verbirgt sich der Wille zur Macht über die Zeit, die Geschichte und letztlich über die Menschen, sowie der Wunsch, sich die geheimen Mächte geneigt zu machen. Dies widerspricht der mit liebender Ehrfurcht erfüllten Hochachtung, die wir allein Gott schulden.

Sämtliche Praktiken der Magie und Zauberei, mit denen man sich geheime Mächte untertan machen will, um sie in seinen Dienst zu stellen und eine übernatürliche Macht über andere zu gewinnen — sei es auch, um ihnen Gesundheit zu verschaffen —, verstoßen schwer gegen die Tugend der Gottesverehrung.

Gemeinsamkeiten sah Adorno in einer Abkehr von der Moderne, in Irrationalität, magischem Denken und autoritären Strukturen. Die Religionswissenschaftler Julian Strube und Arthur Versluis kritisieren an Adornos Thesen Intoleranz, Vorurteile und Pauschalisierungen. Unter englischsprachigen Christen fand das Buch The Hidden Dangers of the Rainbow: The New Age Movement and Our Coming Age of Barbarism 1983, deutsch: Die sanfte Verführung der amerikanischen Juristin Constance Cumbey große Aufmerksamkeit.

Cumbey beschrieb das New Age als eine organisierte Bewegung mit der Zielsetzung, eine Weltregierung einzusetzen, und stellte Wer sind Esoteriker?

Bezüge zum her. Daran schlossen weitere Autoren an. Seit den 1990er Jahren werden im deutschen Sprachraum — ausgehend vom linken politischen Spektrum — Tendenzen in der Esoterik verstärkt diskutiert.

Dies wurde maßgeblich Wer sind Esoteriker? durch das zuerst 1992 erschienene Buch Feuer in die Herzen der ehemaligen deutschen -Politikerin. Darin stellte Goodrick-Clarke dar, dass die Ariosophie des frühen 20. Zum Einfluss der Ariosophie auf die Nationalsozialisten schrieb Goodrick-Clarke, dass Hitler diese zwar kannte, aber weitgehend ablehnte.

Historisch betrachtet waren Strömungen wie Spiritismus, Okkultismus oder New Thought eng verflochten mit radikalen politischen Reformbewegungen — die im 19. Die Rolle der Theosophischen Gesellschaft im antikolonialistischen und emanzipatorischen Kontext Südasiens ist wohlbekannt zum Beispiel, seit 1907 Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft, wurde 1917 zur Präsidentin des gewählt.

Jedoch boten einige Elemente, die von bestimmten Esoterikern Wer sind Esoteriker? wurden, Anknüpfungspunkte für rassistische, nationalistische, und antisemitische Ideen.

Esoterik sei aber zunächst an der persönlichen spirituellen Entwicklung interessiert und meist apolitisch. Aus diesem und anderen, ähnlichen angeblichen Widersprüchen zieht Lambeck nun allerdings nicht die Konsequenz, Esoterik abzulehnen. Ihm geht es um die Widerspruchsfreiheit des Lehrgebäudes der Physik und um ihren Anspruch, für ihr Gebiet allein zuständig zu sein. Die Esoterik mache Aussagen, die in diesen Zuständigkeitsbereich fielen, beispielsweise dass alles Wer sind Esoteriker?

der Welt aus zehn Urprinzipien aufgebaut sei laut Lambeck ein grundlegendes Postulat der Esoterik. Dieser Umgang sei oberflächlich, reduziere Spiritualität auf und beraube sie ihres eigentlichen Sinnes. Geheime Geschichte des abendländischen Denkens. Herder, Freiburg im Breisgau 2001. Hanegraaff: Esotericism and the Academy: Rejected Knowledge in Western Culture.

Hanegraaff in collaboration with Antoine Faivre, Roelof van den Broek and Jean-Pierre Brach Hrsg. Kleine Geschichte des geheimen Wissens. In:Band 2, Wer sind Esoteriker? 1972, Wer sind Esoteriker?. Zu anderen Ergebnissen als van der Waerden kommt : Wissenschaft, Philosophie und Religion im frühen Pythagoreismus, Berlin 1997, S. Auflage, Band 5, Oxford 1989, S. Auflage, Band 5, Berlin 2004, S. Siehe auch Pierre Riffard: L'Ésotérisme, Paris 1990, S. Kleine Geschichte des geheimen Wissens, 2004, S.

Siehe auch Helmut Zander: Geschichte der Seelenwanderung in Europa, 1999, S. Esoterisches Christentum von der Antike bis heute, 2007, S. In:Band 2, Basel 1972 und Platons. Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament, Bd. Korintherbrief; Leopold Ziegler: Überlieferung, München 1949, S. Siehe auch und Theo Sundermeier: Die Erfindung des inneren Menschen.

Studien zur religiösen Anthropologie, 1993, und : Philosophie der Esoterik, 1996, S. Siehe auch : Die Gnosis, 2. Wesen und Geschichte einer spätantiken Religion, 3. Siehe auch : Versuchung durch Erkenntnis. Die gnostischen Evangelien, 1987; Michael Allen Williams: Rethinking «Gnosticism»: An Argument for Dismantling a Dubious Category, 1996.

Schätze im Schatten der Pharaonen mit Fotos von Jo Bischof. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2019,S. Siehe auch : Die Kabbalah. Einführung — Klassische Texte — Erläuterungen, 1995; : Ursprung und Anfänge der Kabbalah, 1962. Siehe auch Carsten Colpe, Jens Holzhausen: Das Corpus Hermeticum Deutsch. Übersetzung, Darstellung und Kommentierung Wer sind Esoteriker? drei Teilen, 1997; Hrsg. Yates: Giordano Bruno and the Hermetic Tradition, 1964.

Siehe auch Bibliotheca Philosophica Hermetica Hrsg. Siehe auch Helmut Reinalter Hrsg. Siehe auch Heinz Schott Hrsg. Zum Verständnis von Leben in der modernen Esoterik. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh Wer sind Esoteriker?, S. Orakel — Prophezeiungen — Utopien — Prognosen, 1998, S. Davidson: The Birth of Wer sind Esoteriker? Church, 2003, S. Adorno, Thesen gegen den Okkultismus. Reflexionen aus dem beschädigten Leben.

Berlin, Frankfurt am Main 1951. Ergänzungsband, Wer sind Esoteriker? Olzog-Verlag 2018, S. In: Arthur Versluis, The New Inqusitions. Heretic-Hunting and the Intellectual Origins of Modern Totalitarianism.

Edinburgh University Press, Edinburgh 2004, S. Zwischen Faschismus und neuer Gesellschaft. Leopold Stocker Verlag, Graz 1997, S. Broschüre für das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit, 2017.

Wer sind Esoteriker?

Über alternative Medizin und Esoterik, 2. Lau: New Age Capitalism, Philadelphia 2001.

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