Question: Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

Bislang gibt es keine einheitliche Definition von Burn-out. Die Grenzen zwischen Burn-out und einer beginnenden Depression sind fliessend. Früher wurde statt Burn-out-Syndrom häufig der Begriff Erschöpfungsdepression verwendet. Es ist fraglich, ob das Burn-out-Syndrom überhaupt eine eigenständige Krankheit ist.

Ist Burnout eine erschöpfungsdepression?

Beim Burnout steht im Mittelpunkt, woher die Erschöpfung kommt. Während eine Depression auch kontextfrei diagnostiziert werden kann, ist der Kontext beim Burnout zentral. So können die einzelnen Phasen der zunehmenden Erschöpfung auch als Erklärungsmodell für die Entstehung angesehen werden.

Wie lange Erschöpfung bei Burn-out?

Erschöpfung Wie Burn-out-Patienten nach der Krise ihren Weg finden. Oft dauert es Monate, manchmal sogar Jahre, sich von einem Burn-out zu erholen.

Julia Dobmeier Julia Dobmeier absolviert derzeit ihr Masterstudium in Klinischer Psychologie. Schon seit Beginn ihres Studiums interessiert sie sich besonders für die Behandlung und Erforschung psychischer Erkrankungen.

Dabei motiviert sie insbesondere der Gedanke, Betroffenen durch leicht verständliche Wissensvermittlung eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen. Burnout beschreibt einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Die Betroffenen konzentrieren sich schlechter, machen viele Fehler. Manche verlieren die Energie für ihr Privatleben. Burnout wird meist auf Überforderung und Stress im Beruf zurückgeführt. Die Ursachen sind aber vielfältig. Wie Sie Burnout erkennen, wie Sie sich schützen und Burnout überwinden, erfahren Sie hier.

Erhebung stressmedizinischer Parameter, Ausschluss anderer Erkrankungen Was ist Burnout? Unter Burnout versteht man einen Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? der emotionalen und körperlichen Erschöpfung.

Burnout ist also keine eigenständige psychische Erkrankung. Meist sind es arbeitsbezogene Anforderungen, die zu Stresssymptomen und dem Gefühl der Überforderung führen. Diese bleiben über Wochen und Monate bestehen und bessern sich auch nicht nach einer gewissen Erholungszeit zum Beispiel Urlaub.

Burnout ist ein Risikofaktor für verschiedene psychische und physische Erkrankungen. Die Störung geht nicht selten mit einer Depression einher, diese muss aber nicht zwingend vorliegen.

Häufiger lässt sich Burnout bei Menschen in helfenden, sozialen Berufen finden. Er kommt jedoch auch bei vielen Menschen anderer Berufsgruppen vor. Was sind die Symptome bei Burnout? Sie äußern sich emotional, psychisch Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? in der geistigen Leistungsfähigkeit, treten aber auch in Form psychosomatischer Beschwerden auf. Jeder Betroffene zeigt ein individuelles Muster von Symptomen und Beschwerden.

Diese verändern sich abhängig von der Phase der Erkrankung. Hauptsymptom von Burnout ist jedoch ein Gefühl tiefer Erschöpfung. Burnout-Symptome in der Anfangsphase In der frühen Phase eines Burnouts steckt der Betroffene meist extrem viel Energie in seine Aufgaben. Das geschieht mitunter freiwillig aus Idealismus oder Ehrgeiz, manchmal aber auch aus der Not heraus — beispielsweise aufgrund von Mehrfachbelastungen, zum Beispiel bei pflegenden Angehörigen oder aus vor Jobverlust.

Ein charakteristisches frühes Anzeichen von Burnout ist, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, abzuschalten. Sie erholen sich nicht mehr richtig, sind weniger leistungsfähig und brauchen immer mehr Kraft, um ihre Aufgaben zu bewältigen. Bald machen sich erste Burnout-Anzeichen einer Erschöpfung bemerkbar. Phase: Reduziertes Engagement Das für die Einstiegsphase typische Überengagement kippt irgendwann zunehmend in eine Anspruchshaltung.

Die Betroffenen erwarten, dass ihnen für ihren großen Einsatz etwas zurückgegeben wird. Werden sie enttäuscht, rutschen sie in eine starke Frustration. Die folgende Beschreibung von Symptome hilft Ihnen dabei, einen drohenden Burnout zu erkennen: Innere Kündigung: Die Betroffenen nehmen längere Pausen als üblich, kommen spät zur Arbeit und gehen zu früh wieder. Der starke Widerwille gegen die Arbeit führt dazu, dass sie — wenn überhaupt — nur noch das Nötigste tun.

Mitgefühl und Anteilnahme für Andere Empathie nehmen ab. Im Umgang machen sich emotionale Kälte und Zynismus breit. Pflegekräfte werten dann beispielsweise ihre Patienten stark ab. Auswirkungen auf die Familie: Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Anzeichen von Burnout wirken sich oft auf das Familienleben aus.

Die Betroffenen stellen immer größere Anforderungen an ihren Partner, ohne etwas zurückzugeben. Sie haben keine Kraft und Geduld mehr, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Emotionale Reaktionen — Depressionen, Aggressionen, Schuldzuweisungen Burnout-Symptome äußern sich auch in emotionalen Reaktionen. Wenn das überhöhte Engagement langsam in Frustration kippt, macht sich häufig Desillusionierung breit.

Die Personen erkennen, dass die Realität nicht den eigenen Wünschen entspricht. Sie geben die Schuld dafür entweder der Umwelt oder sich selbst. Abbau, schwindende Leistungsfähigkeit Die sinkende Motivation und die starke emotionale Belastung schlagen sich nach einiger Zeit in einer schlechteren Leistung nieder.

Die Betroffenen machen häufiger Flüchtigkeitsfehler oder vergessen Termine. Denn differenziertes Denken und Veränderungen erfordern Kraft, die Burnout-Betroffenen sind jedoch nicht mehr in der Lage, diese aufzubringen.

Das Gedankenkarussell auf Kommando abschalten können nur die Wenigsten. Doch gezielte Entspannung kann man lernen. Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind die bekanntesten Techniken.

Oder probieren Sie diese einfache Übung: Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, legen Sie sich flach auf den Boden und atmen Sie bewusst ein und aus. Mit der Zeit werden Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

spüren, wie Ihre Gliedmaßen schwer werden und die Muskeln sich entspannen. Auch wenn Sie wie das weiße Kaninchen von Alice im Wunderland ständig irgendwelchen Terminen hinterher hetzen: Schaufeln Sie sich ganz bewusst ein paar Minuten am Tag frei, die nur Ihnen gehören! Sie werden schnell sehen, wie gut diese Auszeit tut.

Versuchen Sie zum Beispiel, statt abends noch schnell die Wäsche aufzuhängen, zur Abwechslung lieber ein Bad zu nehmen, zu lesen oder Musik zu hören. Nur wer seinen persönlichen, inneren Drill-Offizier kennt, kann ihn in die Schranken weisen. Machen Sie sich klar: Niemand kann immer perfekt sein, denn Fehler gehören zum Leben dazu.

Sie können auch nicht immer allen alles recht machen. Schließlich sind Ihre Bedürfnisse ebenso wichtig wie die Ihrer Mitmenschen. Psychosomatische Reaktionen Die enorme psychische Belastung schlägt sich auch in körperlichen Beschwerden nieder. Solche psychosomatischen Anzeichen tauchen bereits in der Anfangsphase von Burnout auf.

Das Leben scheint in dieser Phase sinnlos, und es tauchen Suizidgedanken auf. Nichts bereitet dann mehr Freude und alles wird einem gleichgültig. Die Betroffenen versinken in einer schweren Burnout-Depression.

Wie erfolgt die Behandlung bei Burnout? Burnout ist eine ernste Erkrankung, die möglichst schnell einer professionellen Behandlung bedarf. Wird ein Burnout zu spät entdeckt und therapiert, verschlechtern sich die Heilungschancen. Darum suchen Sie sich rechtzeitig professionelle Hilfe, wenn Sie Anzeichen von Burnout bei sich feststellen.

Eine Burnout-Therapie setzt sich aus vielen verschiedenen Bausteinen zusammen, die individuell auf die Probleme und Persönlichkeit des Patienten abgestimmt werden.

Neben Stressmedizin und psychotherapeutischer Unterstützung sind Medikamente eine Hilfe bei Burnout — insbesondere, wenn depressive Symptome auftauchen. Wege aus dem Burnout — am Anfang steht die Krankheitseinsicht Die Voraussetzung für jede Therapie ist die Einsicht, dass überhaupt ein Burnout-Problem existiert.

Menschen mit Burnout, die sich ihren Eigenanteil an der Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? nicht eingestehen, gelingt es nicht, das Übel selbst an der Wurzel packen. Die Auseinandersetzung mit anderen Burnout-Betroffenen, beispielsweise in Selbsthilfegruppen oder über Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?, ist hilfreich, um Wege aus dem Burnout zu finden.

Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

Schnelle Krisenintervention Befindet sich der Burnout-Prozess noch in der Anfangsphase, genügt oft schon eine Krisenintervention oder eine Kurzzeittherapie von wenigen Stunden als erste Burnout-Hilfe. Ziel ist es, verbesserte Fertigkeiten zur Konflikt- und Problemlösung zu entwickeln und ein feineres Gespür für die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu bekommen.

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Auch Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind mitunter hilfreich, die Burnout-Behandlung zu unterstützen. Stressmedizin Die Stressmedizin ist ein relativ neues Gebiet innerhalb der Psychosomatik. Sie bezieht mit einem ganzheitlichen Ansatz die Persönlichkeit, das individuelle Umfeld und genetische Aspekte in die Diagnostik und die Therapie mit ein. Auch stressbedingte hormonelle Veränderungen werden mithilfe von Laborwerten betrachtet.

Gemessen werden etwa die Stresshormone,und Noradrenalin. Die Werte geben Auskunft über die Schwere des Burnout und ermöglichen eine Abgrenzung gegenüber anderen mit Stress assoziierten Erkrankungen wie zum Beispiel Depression oder.

In die Stressmedizin fließen Aspekte der Psychologie, Immunologie, Neurologie und des Hormonsystems ein. Psychotherapie Ist der Burnout schon weiter vorangeschritten, ist meist eine Psychotherapie zur Burnout-Behandlung notwendig. Da die Gründe, die zum Ausbrennen führen, ganz unterschiedlich sind, richten sich auch der Therapieschwerpunkt und die Methode individuell aus.

Die nachfolgenden therapeutischen Verfahren gelten als hilfreich. Verhaltenstherapie Mithilfe einer kognitiven Verhaltenstherapie lassen sich falsche Vorstellungen und Verhaltensmuster auflösen, die Burnout-Patienten oft verinnerlicht haben.

Ein Ziel der Burnout-Therapie ist es also, die problematischen Muster zu erkennen und Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? zu verändern. Tiefenpsychologische Verfahren Bei vielen Burnout-Betroffenen steht der Aufbau eines stabileren Selbstwertgefühls im Vordergrund. Mit wachsendem Selbstwertgefühl verringert sich ihre Abhängigkeit von äußerer Anerkennung. Sie ist oft der geheime Motor hinter dem Raubbau Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

den eigenen Kräften. In solchen Fällen sind tiefgreifende seelische Umstrukturierungen notwendig, die sich besser durch tiefenpsychologische Verfahren wie eine Psychoanalyse bewirken lassen. Solche Prozesse sind manchmal langwierig und mitunter zunächst schmerzhaft. In einigen Fällen sind sie aber für eine wirksame Burnout-Therapie unumgänglich.

Gruppentherapie Auch eine Gruppentherapie leistet gegebenenfalls wichtige Unterstützung bei Burnout. Für viele Patienten ist es zunächst ungewohnt, die eigenen Probleme mit einer Gruppe von Fremden zu teilen. Es hat jedoch meistens eine entlastende Wirkung, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Körpertherapie und Sport Viele Patienten mit Burnout haben verlernt, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Bei einer Körpertherapie lernt der Patient, körperliche Verspannungen wahrzunehmen, die Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Ängste und Stress entstehen. Wird die körperliche Anspannung Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? aufgelöst, entspannt sich die Psyche ebenfalls.

Auch körperliche Aktivität unterstützt den Genesungsprozess, zeigen verschiedene Untersuchungen. Sie wirkt sich positiv auf das Körperempfinden und das Selbstbewusstsein aus. Therapieangebot in Burnout-Kliniken Bei schwerem Burnout ist ein Aufenthalt in einer Spezialklinik mitunter sinnvoll. Burnout-Kliniken bieten Patienten ein breites Spektrum an Therapien. Dazu gehören neben tiefenpsychologischen Ansätzen, kognitiver Verhaltenstherapie, systemischer Therapie und Gruppentherapie oft auch Körpertherapie, oder.

Der Therapieplan wird dabei individuell auf den Patienten zugeschnitten. Der stationäre Rahmen ermöglicht Patienten, sich intensiv mit ihrer Problematik auseinanderzusetzen, Ursachen aufzudecken und neue Verhaltens- und Denkmuster einzuüben. Patienten lernen zudem, langfristig besser mit ihren Ressourcen hauszuhalten. Medikamente bei Burnout Spezielle Burnout-Medikamente gibt es nicht. Für Patienten mit ausgeprägten depressiven Symptomen wie Antriebslosigkeit und innerer Leere, sind Antidepressiva ergänzend zur Psychotherapie mitunter eine Option.

Prävention von Burnout Auch für Menschen, die Probleme normalerweise gut bewältigen, besteht bei starkem Stress ein Risiko für Burnout. Die gute Nachricht ist, dass man diesem Prozess nicht hilflos ausgeliefert ist. Durch folgende Strategien lässt sich die Burnout-Prävention unterstützen: Eigene Bedürfnisse wahrnehmen: Versuchen Sie, Ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen.

Was ist Ihnen wirklich wichtig? Soziale Anerkennung, Aufstiegsmöglichkeiten, Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe oder Einflussmöglichkeiten? Gestehen Sie sich zu, dass Ihre Bedürfnisse ebenso wichtig sind wie die ihrer Mitmenschen.

Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

Grundbedürfnisse aufdecken: Burnout entsteht aus einer Frustration heraus. Suchen Sie sich Aufgaben, bei denen Ihre individuellen Grundbedürfnisse befriedigt werden. Kreativität beispielsweise, Reputation, vielfältige soziale Kontakt oder Bewegung. Wichtig für die Wahl eines Jobs ist daher, dass Sie den Alltag im angestrebten Beruf genau kennen.

Stressmanagement und Entspannung: Stress ist ein Burnout-Treiber. Hilfreich für die Burnout-Prophylaxe sind Stressmanagement und Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Selbstaufmerksamkeit: Burnout kommt meist unbemerkt. Befragen Sie sich regelmäßig selbst, wie viel Stress Sie haben und wie zufrieden Sie mit Ihrem Leben sind.

Stresstagebuch: Ein Stresstagebuch hilft aufzudecken, in welchen Situationen und Zusammenhängen Stress auftritt und ob er sich kontinuierlich verstärkt. Wer sich nicht nur auf seine Selbstwahrnehmung verlassen will, bittet am besten Freunde und Familie um Hilfe. Sie spiegeln wider, wenn Sie reizbarer oder weniger motiviert erscheinen als gewöhnlich. Soziale Kontakte: Das soziale Netzwerk ist ein wichtiger Faktor in der Burnout-Prävention.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde und Ihre Familie. Der Kontakt mit Ihnen nahestehenden Menschen bieten Ihnen den notwendigen Ausgleich zum Arbeitsleben. Innere Antreiber entmachten: Menschen, die für Burnout anfällig sind, haben innere Antreiber, die sie in die Überforderung peitschen. Nur wer seine persönlichen inneren Antreiber kennt, ist in der Lage, sie zu entmachten.

Niemand ist perfekt und Fehler gehören zum Leben! Klare Lebensziele definieren: Finden Sie heraus, welche Ziele Ihnen im Leben wirklich wichtig sind. So setzen Sie Ihre Energie gezielt ein. Versuchen Sie auch, sich von Vorstellungen zu verabschieden, die Ihnen andere eingeimpft haben. So verzetteln Sie sich nicht in kräftezehrenden Projekten, die Sie letztlich nicht zufrieden stellen. Stärkung der Selbstakzeptanz: Für Burnout sind vor allem Menschen anfällig, die ihr Selbstbewusstsein überwiegend aus Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

Rolle im Beruf oder Privatleben ziehen: etwa die perfekte Mutter oder die erfolgreiche Managerin. Menschen mit einer starken Selbstakzeptanz haben auch ein Selbstbewusstsein, das von Erfolgen unabhängig ist.

Damit schwindet die Gefahr des Überengagements, und das Gefühl, ausgebeutet zu werden, verblasst. Gesunde Lebensweise: Auch eine gesunde Lebensweise hilft, Burnout vorzubeugen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, vor allem aber regelmäßiger Sport und viel Bewegung — dies hilft beim Stressabbau. Schränken Sie den Konsum von Aufputschmitteln zum Beispiel Nikotin, Koffein oder Genussmitteln zum Beispiel Alkohol, Zucker ein.

Dadurch fühlen Sie sich nicht nur fitter, sondern vermeiden eher, über persönliche Grenzen hinauszugehen. Hilfe suchen: Oft ist es nicht einfach, gute Vorsätze in der Praxis umzusetzen. Falls Sie bei sich über einen längeren Zeitraum ein erhöhtes Stresslevel oder Symptome von Burnout bemerken, wenden Sie sich unbedingt an einen Arzt, Psychotherapeuten oder Psychiater. Je früher ein Burnout erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Burnout vorbeugen — was tun im Job? Da das Burnout-Syndrom oft zusammen mit Unzufriedenheit in der Arbeit entsteht, ist es wichtig, die oben genannten Strategien auch an der Arbeitsstelle anzuwenden. Folgende Punkte helfen Ihnen bei der Burnout-Prävention und verbessern das Arbeitsklima: Autonomie anstreben: Wer sich seine Aufgaben und Arbeitszeit flexibel einteilt, ist weit weniger für Burnout gefährdet.

Versuchen Sie, ein möglichst flexibles Arbeitszeitmodell mit Ihrem Arbeitgeber auszuhandeln. Zeitmanagement: Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? sich in einem anspruchsvollen Job nicht verzetteln und aufreiben will, tut gut daran, sich Strategien fürs richtige Zeitmanagement anzueignen.

Nein-Sagen: Die Fähigkeit, eine angetragene Aufgabe auch einmal auszuschlagen, ist eine wichtige Burnout-Prophylaxe. Sonst halsen Sie sich schnell zu viel auf. Das gilt für Aufgaben, die von außen an Sie herangetragen werden, aber auch für solche, die Sie sich selbst auferlegt haben.

Unrealistische Erwartungen abbauen: Wer sich unrealistisch viel Anerkennung und persönliche Befriedigung durch seine Aufgaben erhofft, wird enttäuscht. Das trifft auf den Krankenpfleger zu, der sich Dankbarkeit von seinen Patienten erwartet, genauso wie auf die Sekretärin, die unliebsame Besorgungen übernimmt und sich dafür Lob und Anerkennung erhofft. Wer es Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout?

schafft, sich angemessene Freiräume und Auszeiten zu gönnen, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, in die Burnout-Falle zu tappen. Karriereplanung: Auch der schönste Job führt möglicherweise nach Jahren in monotone Langweile. Wer Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Karriereziel vor Augen hat, läuft weniger Gefahr, im Alltagseinerlei stecken zu bleiben. Auch Weiterbildungen sind eine gute Methode zur Burnout-Prävention und um Inspirationen für den beruflichen Alltag zu finden.

Um ein Ausbrennen zu verhindern, helfen auch auf Burnout Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Coachs, die Ihnen bei der Umsetzung von Strategien in der Arbeit helfen. Wie ist die Prognose und welche Spätfolgen hat ein Burnout? Laut einer Erhebung einer gesetzlichen Krankenkasse im Jahr 2019 waren 5,9 von 1.

Rechnet man dies auf alle gesetzlich Versicherten in Deutschland um, kommt man für jenes Jahr auf 185. Frauen scheinen etwas häufiger von Burnout betroffen zu sein als Männer. Die Untersuchung zeigte auch eine Steigerung der durchschnittlichen Ausfallzeit aufgrund eines Burnouts: Während im Jahr 2005 13,9 Tage Arbeitsunfähigkeit von 1.

Wie lange man aufgrund eines Burnouts krank ist, lässt sich aber nicht pauschal sagen. In der Regel ist die Ausfallzeit kürzer, je frühzeitiger eine Behandlung erfolgt. Das ist aber nicht der Fall. Allerdings investieren die Betroffenen mehr Energie in ihre Aufgaben, als sie auf Dauer verkraften.

Das hat manchmal seinen Ursprung im Idealismus, erwächst mitunter aber auch aus einer Notlage. Ein häufiges Warnsignal ist, dass die Betroffenen nach der Arbeit nicht mehr abschalten und sich kein Gefühl der Erholung mehr einstellt. In dieser Phase wird ein drohendes Burnout jedoch nur selten erkannt.

Erst wenn die erhoffte Belohnung, beispielsweise in Form von beruflichem Aufstieg oder Anerkennung, dauerhaft hinter den Erwartungen zurückbleibt oder die Kraft nicht mehr reicht, beginnt die Ausbrennphase — das Burnout-Syndrom. Auf die Selbst- Überforderung folgen dann Erschöpfung, Irritation und Frustration. Die enorme seelische Belastung geht am Körper nicht spurlos vorbei. Daher sind psychosomatische Beschwerden, etwa Kopf- und oder Schlafstörungen, Anzeichen für ein Burnout-Syndrom.

Beim Burnout gilt das Gleiche wie bei vielen anderen Krankheiten und Störungen: Je früher das Problem erkannt und angegangen wird, desto besser lässt es sich beheben. Drohende Invalidität Wird ein schweres Burnout-Syndrom über einen längeren Zeitraum nicht erkannt und behandelt, hinterlässt dies meist dauerhafte Spuren. Schon der normale berufliche und soziale Stress ist für viele Betroffene noch Monate und Jahre nach der Therapie eine Überforderung.

Teilinvalidität oder auch vollständige Invalidität infolge eines Burnouts sind nicht selten. Daher sollte ein drohendes Burnout ernst genommen und rasch behandelt werden. Ein solcher Zustand ist prinzipiell bei jedem Menschen möglich und kommt bei Lehrern, Managern, Pflegepersonal oder Alleinerziehenden vor. Aber auch bei Menschen, die keinem Beruf nachgehen, und bei Hausfrauen ist ein Burnout möglich. Zuerst Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? wurde die Krankheit bei ehrenamtlichen Helfern sowie Personen, die in Heil- und Pflegeberufen arbeiten.

Oft arbeiten in diesen Berufen Menschen, die ein hohes Maß an Idealismus mitbringen, sich über die körperlichen und emotionalen Belastungsgrenzen hinaus verausgaben, ohne dafür viel Anerkennung zu erhalten.

Eine Frage der Belastbarkeit Jeder Mensch reagiert anders auf Belastungen. Manche sind schon mäßigem Druck kaum gewachsen. Bei ihnen reicht bereits wenig aus, um die fatale Burnout-Spirale in Gang zu setzen.

Andere kommen selbst mit sehr schwierigen Situationen gut zurecht. Es gibt aber auch Situationen, die objektiv so belastend und ausweglos sind, dass nur wenige Menschen sie ohne Ausbrennen überstehen. Auch sehr widerstandsfähige resiliente Personen sind demnach nicht vor Burnout geschützt. Gefährdet ist man vor allem dann, wenn eine Reihe von frustrierenden Episoden eintritt und die Ressourcen, damit umzugehen, erschöpft sind.

Kurzzeitig anhaltender Stress ist eine normale körperliche Reaktion, wirkt leistungssteigernd und hilft dabei, herausfordernde Situationen gut zu bewältigen.

Hält Stress hingegen über einen längeren Zeitraum an, fehlen dem Körper die dringend benötigten Erholungsphasen. Er ist in ständiger Alarmbereitschaft. Achten Sie auf sich und versuchen Sie, kleine Veränderungen im Alltag einzubauen, die den Stress reduzieren.

Dennoch reagiert jeder anders auf Belastungen. Oft entsteht ein Burnout, wenn sich eine Lebenssituation Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? ändert. Insbesondere Menschen mit einem hohen Leistungsmotiv, viel Engagement und ausgeprägtem Ehrgeiz sind gefährdet.

Aber auch solche, die sehr selbstkritisch oder unsicher sind bzw. Betroffene ziehen sich oft von ihrem Umfeld zurück, aus Angst, zur Last zu fallen oder nicht verstanden zu werden. Üben Sie keinen Druck aus. Gleichzeitig ist es wichtig, Patienten nicht alle Dinge abzunehmen. Die Bedürfnisse und Ziele jedes Menschen sind in ihrer besonderen Konstellation einmalig. Ebenso unterschiedlich ist die Umwelt, in der sie leben.

Diese zwei Typen sind sehr gegensätzlich und haben doch Gemeinsamkeiten. Beide Typen haben Schwierigkeiten, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und einen starken Wunsch nach Anerkennung durch ihre Umwelt. Das ist etwa der Studienanfang, Berufseinstieg, Jobwechsel oder ein neuer Vorgesetzter.

In solchen Burnout-Phasen wird das eigene Selbstbild manchmal empfindlich erschüttert, Erwartungen werden enttäuscht oder gar Lebensziele zerstört.

Umgekehrt leistet manchmal das Ausbleiben einer erhofften Veränderung einen Beitrag zu Frustration und Burnout, beispielsweise, wenn der ersehnte Job an einen anderen Bewerber vergeben wird oder die Beförderung ausbleibt. Wenn erste Symptome wie zum Beispiel anhaltendeErschöpfung oder Schlafstörungen auftreten, suchen Betroffene meist zuerst den Hausarzt auf. Dieser wird in einem Anamnesegespräch den Patienten nach seinen Beschwerden und besonderen Belastungen befragen. Durch weitere Untersuchungen schließt der Arzt körperliche Ursachen für die Beschwerden aus.

Denn Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Müdigkeit und Erschöpfung treten zum Beispiel auch durch eine Fehlfunktion der oder durch andere körperliche Erkrankungen auf. Dies lässt sich unter anderem im Rahmen einer feststellen.

Welcher Arzt ist bei Burnout der richtige Ansprechpartner? Erhärtet sich aber der Verdacht auf Burnout, wird der Hausarzt Sie an einen Spezialisten verweisen. Das ist in diesem Fall ein psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut.

Burnout-Tests Der Psychotherapeut wird in einem klinischen Interview durch Fragen klären, ob Ihre Symptome tatsächlich auf ein Burnout-Syndrom hinweisen. Einige Burnout-Symptome werden in diesem Burnout-Test allerdings nicht berücksichtigt. Beispielsweise das zunächst extrem hohe Engagement, dass sich nach und nach zum völligen Desinteresse verflacht.

ICD

Tedium Measure Burnout Measure Das Tedium Measure, auch Burnout Measure genannt, besteht aus 21 Fragen. Burnout-Tests im Internet Im Internet Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? zahlreiche kostenlose Burnout-Tests zu finden. Ein solcher Burnout-Selbsttest ersetzt jedoch niemals die ärztliche oder psychologische Diagnostik. Der Onlinecheck hilft jedoch eventuell dabei, sich des eigenen Belastungsgrads und seiner Arbeitsfrustration bewusst zu werden.

Ergeben sich daraus Anhaltspunkte für einen Burnout, ist es ratsam, einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen.

Die Symptome von Burnout überschneiden sich mit denen anderer Störungen, zum Beispiel dem chronischen Müdigkeitssyndrom Fatigue. Vor allem aber bestehen Überschneidungen mit der Depression, was die Diagnose erschwert. Manche Experten bezweifeln sogar grundsätzlich, dass Burnout eine eigenständige Krankheit ist. Sie gehen davon aus, dass Menschen mit dieser Krankheit im Grunde an einer Depression leiden. Tatsächlich ist denkbar, dass viele die Diagnose Burnout besser akzeptieren als die einer Depression.

Denn ein Burnout wird gemeinhin Menschen zugeschrieben, die zuvor viel geleistet haben. Eine Depression hingegen wird noch immer fälschlicherweise mit Schwäche in Verbindung gebracht. Viele der Symptome von Burnout, insbesondere die tiefe Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Erschöpfung, sind tatsächlich auch für Depressionen kennzeichnend. Auch Anzeichen wie Interessens- und Motivationsverlust sind gleichfalls Merkmale einer Depression.

Einige wesentliche Symptome von Burnout und Depressionen stimmen jedoch nicht überein. So sind Depersonalisation und Leistungsunzufriedenheit untypisch für eine Depression. Das allgemein angeschlagene Selbstwertgefühl, das viele Depressive belastet, ist wiederum nicht typisch für Menschen mit Burnout. Manche Fachleute sehen Burnout auch eher als einen Risikofaktor für psychische Probleme an, und nicht als eigenständige Erkrankung.

Andere beschreiben die Krankheit als einen Prozess, der, sofern er nicht gestoppt wird, in eine Erschöpfungsdepression mündet. Die Grenze zwischen Burnout und Depression bleibt somit weiterhin unscharf. Schon seit Beginn ihres Studiums interessiert sie sich besonders für die Behandlung und Erforschung Ist eine erschöpfungsdepression ein Burnout? Erkrankungen. Dabei motiviert sie insbesondere der Gedanke, Betroffenen durch leicht verständliche Wissensvermittlung eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen.

Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs.

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