Question: Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?

Bei einer Latexallergie reagiert das Immunsystem übermäßig auf den Saft des Kautschukbaumes beziehungsweise auf daraus hergestellte Produkte. Menschen, die häufig Kontakt mit solchen Produkten haben, sind daher besonders häufig davon betroffen.

Wie äussert sich eine Kondomallergie?

Die Latexallergie kann sich als Kontaktallergie herausbilden. Das bedeutet, sie löst bei Kontakt mit latexhaltigen Produkten (z.B. Kondome) eine allergische Reaktion (z.B. Juckreiz, Schnupfen) aus. Diese tritt entweder sofort nach der Berührung mit dem Allergen auf oder mit bis einigen Stunden oder Tagen Verzögerung.

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Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?

Immer wieder verbessert, ist es auch heute noch der meistgenutzte Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? für die herausnehmbare Prothetik und Kieferorthopädie und trotz aller Unkenrufe bei Millionen Menschen sehr erfolgreich im Einsatz.

Insbesondere die chemoplastische Variante ist leicht zu verarbeiten und lässt sich ohne aufwendige Maßnahmen mit frischem Material unterfüttern bzw. Wozu brauchen wir also alternative Kunststoffe? Ein wichtiger Aspekt ist die bequemere oder erfolgreichere zahntechnische Verarbeitung moderner Kunststoffe, der hier jedoch nicht das Thema ist. Hier soll es um klinische Gründe für die Verwendung alternativer Kunststoffe gehen: Für spezielle Indikationen sind auch spezielle Kunststoffeigenschaften nötig.

Hierzu gehören einige sehr interessante Materialien. Patienten mit massiv eingeschränkter Mundöffnung Mikrostomie profitieren beispielsweise sehr von elastischen Kunststoffen. Ebenso lassen sich zahnfarbene Kunststoffklammern im Modellguss-Design herstellen, deren ästhetischer Wert allerdings diskussionswürdig ist.

Ein weiteres und bisher kaum bestelltes Feld eröffnet sich hinsichtlich der Hygiene. Es wird weltweit an Prothesenkunststoffen experimentiert, die mit antimikrobiell wirksamen Substanzen wie z. Triclosan oder Nano-Silberpartikeln versetzt oder mit ähnlichen Substanzen, z. Allerdings gibt es derzeit noch keine marktreifen Produkte dieser Art, deren Wirkung momentan noch wissenschaftlich diskutiert wird. Die Zahl der bestätigten Allergiefälle ist allerdings sehr viel kleiner. Lediglich in negativ selektierten Gruppen, also in Kollektiven, die mit einem Allergieverdacht zu spezialisierten Einrichtungen überwiesen wurden, liegen die Zahlen geringfügig höher.

Dies hat seinen Grund auch in der diesbezüglich relativ unempfindlichen Mundschleimhaut. Man geht davon aus, dass dort im Gegensatz zu einer Kontaktallergie auf der Haut eine etwa zehn- bis zwölffach höhere Konzentration nötig ist. Dieser sogar in einem Prothetik-Lehrbuch empfohlene Test existiert in der medizinischen Diagnostik gar nicht; dementsprechend gibt es auch keine Bewertungsskala für seine Auswertung.

Die von sogenannten ganzheitlichen Zahnmedizinern immer wieder zitierten extrem hohen Allergikerzahlen von bis zu 40 % der Bevölkerung sind für die Zahnmedizin irrelevant, weil sie sich in erster Linie auf Typ-1-Allergien z.

Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergie beziehen, die zwar für die Betroffenen sehr unangenehm sind, aber nichts mit der Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? Typ 4 auf Dentalmaterial zu tun haben. Träfe dieser Name zu, müssten sie aus Antihistaminika oder Glukokortikoiden bestehen — eine lustige Vorstellung. Hinter dieser Bezeichnung steckt eine andere gemeinsame Eigenschaft fast aller dieser so unterschiedlichen Alternativen: Sie sind chemisch sehr inert und setzen deutlich weniger Eluat frei.

Damit sind sie sowohl für die wenigen Allergiker als auch für die vielen Phobiker besser geeignet. Hier hilft uns erstens nur eine behutsame Aufklärung. Deren wichtigster Punkt sollte der Hinweis sein, dass die beklagten Beschwerden auch nach einer alternativen Neuversorgung bestehen bleiben können, weil die Materialien offenbar nicht ursächlich verantwortlich waren. Zweitens hilft hier nur die konsequente Meidung der angstauslösenden Substanz, soweit dies technisch umsetzbar ist. Restmonomer Ein wesentlicher Nachteil ist die unvollständige Polymerisation, woraus sich — je nach Aushärtungsvariante — der durchaus erhebliche Anteil von ca.

Auf der Suche nach einem diesbezüglich guten Material können Studienergebnisse und auch Herstellerangaben helfen; dabei sollte man Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? nicht durch unterschiedliche Maßeinheiten verwirren lassen: Der Gehalt an Restmonomer wird in der Regel in Gewichtsprozent ausgedrückt — man findet diese Angabe für etwa die Hälfte der marktgängigen Produkte im Dental-Vademecum. Die klinisch eigentlich viel wichtigere Freisetzungsrate wird in?

Allgemein werden die Heißpolymerisate wegen ihres im Durchschnitt etwa nur halb so großen Restmonomergehaltes für besser gehalten als die Kaltpolymerisate. Dabei wird jedoch vergessen, dass der chemische Umsatz in kalthärtenden Materialien auch nach der technischen Fertigstellung der Prothese noch weiterläuft. Dadurch sinkt der Gehalt an Restmonomer kontinuierlich etwas weiter ab und das Monomer wird nicht komplett in seine wässrige Umgebung eluiert.

Die Freisetzung eluierbarer Kunststoffbestandteile ist ein entscheidendes Kriterium der Biokompatibilität! Die letztgenannte Methode hat sich als die wirksamste erwiesen. Eine stark irritative Reaktion wird auch von Hautärzten oft als Allergie missdeutet. Es wäre daher gut, es gar nicht mehr zu testen, um die Zahl der vermeintlichen, also falsch positiven Allergiker nicht noch weiter zu steigern. Eine regelrechte Testindustrie lebt mittlerweile recht gut davon.

Dabei erwies sich unter verschiedenen chemischen und physikalischen Methoden lediglich die nachträgliche Polymerisation über zwei Stunden bei 100 °C im Trockenschrank als wirksam. Um bei diesem Prozess unerwünschte Dimensionsänderungen der Prothese zu verhindern, sollte die Prothese stets auf einem Gipsmodell sitzen. Dadurch ändern sich die Dimensionen der Werkstücke und damit wandern auch Mikroorganismen in den Kunststoff ein.

Also gilt es, diese Aufnahme zu minimieren. Die Wasseraufnahme ist materialabhängig und nicht durch klinische oder labortechnische Maßnahmen zu beeinflussen. Mechanische Festigkeit Alle Materialien für den intraoralen Einsatz müssen, damit sie möglichst lang verwendbar sind, bestimmte mechanische Werte aufweisen, z.

Je dünner die Prothesen zumeist auf Wunsch der Patienten gefertigt werden, desto bruchanfälliger sind sie. Die häufig vorgenommene Verstärkung mit Metalleinlagen verschärft streng genommen das Problem, indem sie den Querschnitt des Kunststoffs weiter minimiert.

Die Prothesen sind damit noch schwächer, es kommt jedoch anstelle Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? Brüchen zunächst eher zu Sprüngen. Nur eine Silikatisierung und Silanisierung dieser Metalleinlagen z. Also sind auch Unterfütterungen und Reparaturen schwierig, weshalb in solchen Fällen eine komplette Rebasierung nötig werden kann, will man nicht auf spezielle chemoplastische und damit eluierbare Verbundsysteme zurückgreifen.

Ein Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? Problem der Alternativen existiert eher auf der kommunikativen Ebene: Wenn sich Zahnarzt und Zahntechniker über die Eigenschaften und Inhaltsstoffe dieser Materialien informieren wollen, bekommen sie vom Hersteller oder Vertreiber nur hübsch gestaltete Werbung.

Dies könnte auf dem Bestreben beruhen, Firmengeheimnisse zu wahren. In Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich aber wohl um eine Marketingüberlegung.

Es ist ein merkwürdiger Trend, dem Verbraucher durch die Angabe einer nicht enthaltenen Substanz die besonders geringe Toxizität oder besonders hohe Verträglichkeit eines Materials suggerieren zu wollen, gleichzeitig aber auf die Nennung der vorhandenen Inhaltsstoffe weitgehend zu verzichten. Wir als die Ver- und Bearbeiter dieser Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?

sollten uns das nicht länger bieten lassen, bei mangelhafter Deklaration von der Verwendung Abstand nehmen und dies auch den Herstellern mitteilen. Um den schwarzen Schafen der Branche einmal öffentlichkeitswirksam die Meinung zu sagen, sind übrigens Dentalmessen der ideale Ort. In feinstofflichen Untersuchungen trotzdem gefundene geringe Restmengen dieser Substanzen weniger als 0,5 % stammen aus dem industriellen Herstellungsprozess und sind durch eine Wärmebehandlung praktisch auf null reduzierbar.

Ihr Nachteil ist der fehlende Verbund mit frischem Kunststoff, z. Deshalb kann in solchen Fällen eine komplette Rebasierung nötig werden, wenn man nicht auf dazu lieferbare chemoplastische und damit eluierbare Verbundsysteme zurückgreifen will. Zu dieser Gruppe Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?

Materialien wie Polyan und bre. Alle Thermoplaste erfordern für das Schmelzen und Einbringen in die Form einen höheren technischen Aufwand als Chemoplaste. Puran ® sowie lichthärtende Varianten Eclipse, Versyo. Dadurch aber verändern sich die Eigenschaften deutlich, was auch am Geruch feststellbar ist. Bei Patienten mit hochempfindlicher oder vorgeschädigter Mundschleimhaut sollten direkt polymerisierende Kunststoffe grundsätzlich mit Vorsicht besser gar nicht verwendet werden.

Bekanntestes Produkt für Prothesenbasen ist das Luxene, welches sich durch sehr gute mechanische Werte und eine sehr geringe Wasseraufnahme auszeichnet. Allerdings ist seine Verarbeitung durch die Mischung aus Schmelzpressen und Heißpolymerisation aufwendig. Da es erst bei Temperaturen um 200 °C zur Depolymerisation kommt, ist die Angst vor dieser Grundsubstanz unbegründet. Trotzdem sollte das Material bei Formaldehydallergikern aus juristisch-forensischen Gründen vorsichtshalber nicht genutzt werden.

Was passiert bei einer Allergie

Eine Verbindung mit anderen Kunststoffen kann durch heiße Säurebehandlung Beizen ermöglicht werden, eine mittelfristig kaustabile Reparatur mit dem Material selbst scheint unmöglich. Produkte auf dem deutschen Markt sind z. Nach ersten misslungenen Versuchen mit Polyamid-6 wird für Prothesen heute das Polyamid-12 genutzt, dessen Wasseraufnahme deutlich reduziert ist. Für das Produkt Valplast wurden Werte von 10,1?

Der immer wieder geäußerte Vorwurf der erhöhten Wasseraufnahme durch die Polyamide trifft also auf Polyamid-12 nicht zu! Dieses Material ist gegen viele organische Lösungsmittel, gegen Alkalien, verdünnte Mineralsäuren und die meisten organischen Säuren beständig. Starke Säuren, die im Haushaltsmilieu jedoch nicht vorkommen, bewirken einen hydrolytischen Abbau.

Die Restmonomerfreisetzung in Wasser liegt praktisch bei null. Der Verbraucher sollte hier genau hinsehen: Oft werden auch die Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? in einer Methanollösung angegeben, die immer deutlich höher liegen, für die klinische Situation aber irrelevant sind!

Polyamide weisen eine Eigenschaft auf, die sie vollkommen von den anderen Prothesenkunststoffen abgrenzt: ihre Elastizität. Diese Prothesen kann man sichtbar elastisch verformen.

Damit verstoßen sie gegen eine bisher eisern geltende Regel, nach der Prothesen möglichst starr zu sein hätten. Für die Annahme, dass starre Prothesen den Kieferknochen am besten schützten, gibt es jedoch keine echten Beweise. Und diese Eigenschaft öffnet den Polyamidprothesen eine vollkommen neue Indikation: Für Patienten mit massiv verkleinerter Mundöffnung Mikrostomiewie sie regelmäßig bei Sklerodermie auftritt, sind elastische Kunststoffe oft die einzige Möglichkeit, einen herausnehmbaren Zahnersatz ein- und ausgliedern zu können Abb.

Es bedurfte vieler Operationen, bis aus der durch massive Vernarbung nahezu Strohhalm-kleinen Öffnung wenigstens ein zur Nahrungsaufnahme und Mundhygiene halbwegs geeigneter Mund wurde. Auch hier war kein Abformlöffel Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?, aber die Polyamid-Prothese konnte der Patient einfach benutzen Abb.

Man kann aus diesem Material auch Auflagen ähnlich den Modellgussklammern fertigen; dann sollten sie etwas raumgreifender gestaltet werden Abb.

Für Metallphobiker und echte Allergiker bietet sich mit diesen elastischen Materialien eine völlig neue Dimension, weil man daraus inzwischen auch gut funktionierende Teleskopprothesen herstellen kann.

Als Innenkronen dienen vollkeramische Käppchen, die Polyamid- Sekundärkronen werden mit der Prothese in einem Stück hergestellt und gleiten nahezu abriebfrei mit ausreichender Haftkraft auf den Primärkronen. Polyamid-12 ist für den Zahnarzt allerdings ungewohnt schwierig zu bearbeiten: Das bei den anderen Kunststoffen übliche normal- bis hochtourige Schleifen und Fräsen führt hier nicht zu einem Spanabtrag, sondern zur lokalen Erhitzung und Schlierenbildung.

Es ist also nicht einfach, eine zu breit geratene Kunststoffklammer zu reduzieren. Ein weiteres Problem liegt in der Überschätzung der Elastizität solcher Halteelemente, die weit in unter sich gehende Bereiche des Kiefers hineinragen. Hier ist der Zahnarzt in der Pflicht, die Konstruktion exakt anzuzeichnen, um Druckstellen bzw.

Zu dieser Materialgruppe gehören Produkte wie bre. Es handelt sich um teilkristalline Thermoplaste, die zwar lange schon weltweit genutzt werden, aber erst jetzt Eingang in die Zahnmedizin finden, z. Ihre Wasseraufnahme ist mit 0,05 % sehr gering. Da sie ebenso elastisch sind wie die Polyamide, gilt das im Abschnitt 2.

Kann man gegen Kautschuk allergisch sein?

Naturgemäß liegen noch keine weitergehenden klinischen Erfahrungen vor. Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? dentale Anwendungen kann dieser Thermoplast aus einem Block gefräst Kronen- und Brückengerüsteaber auch im Spritzgussverfahren für Prothesenbasisteile geformt werden.

Damit ergibt sich ein neuer Indikationsbereich der metallfreien herausnehmbaren Prothetik: die Verstärkung konventioneller Prothesenbasen. Es ist gegenüber allen Alltagschemikalien resistent. Auch Kann man gegen Kautschuk allergisch sein? kann es noch keine seriösen Daten zur klinischen Bewährung geben. Zum Schluss: Wer berät bei der Kunststoffauswahl? Es ist ganz klar: Der Zahnarzt ist gesetzlich verpflichtet, das jeweils zu verwendende Material festzulegen, und steht damit auch juristisch in alleiniger Verantwortung gegenüber dem Patienten.

Das betrifft die verwendeten Füllungen und Zemente ebenso wie die verordneten Prothesenkunststoffe, obwohl deren Verarbeitung heutzutage fast ausschließlich in den zahntechnischen Laboratorien stattfindet.

Deshalb ist auch der Zahntechniker oft Anlaufstelle für fragende Patienten. Dabei aber ergibt sich ein rechtliches Problem, denn Patientenberatung ist eindeutig ein Teil der Zahnheilkunde und darf daher nur von approbierten Zahnärzten ausgeübt werden.

Ist dies nur Ausdruck eines eifersüchtigen Beharrens auf der eigenen Kompetenz? Ein Versuch, sinnvolle Information des Patienten vor Ort zu verhindern? Bei der Auswahl sind aber die klinischen Befunde und Befindlichkeiten! Allerdings ist die Kompetenz des Technikers auf seinem ureigensten Gebiet gefragt, nämlich bei der Beratung zu der Frage, welche technischen Möglichkeiten mit den verschiedenen Materialien bestehen.

Hierbei ist jeder Zahnarzt auf das Wissen und die Erfahrung der Techniker angewiesen. Br Dent J 161, 444-447 1986. Med Dent Diss Halle 2003. Dent Mater 24, 1602-7 2008. Dent Mater 27, 322-328 2011. Quintess Zahntech 23, 665-672 1997. Med Dent Diss, Halle 2007. Dtsch Zahnärzteblatt 16, 283-288 1962. Measurement of their residual monomer output and cytotoxicity.

J Orofacial Orthop 61, 246 2000. Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit: Umweltforschungsplan Bericht 299 61 219 2004. J Orofac Orthop 65, 48-59 2004. Med Dent Diss Ulm 2005.

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