Question: Wie kann Ekel sein?

Beim Ekel werden physiologische Reaktionen ausgelöst: Der Körper wehrt sich und stößt Substanzen wie Urin, Stuhl, Schweiß, Erbrochenes, Speichel und Blut ab. Erlebt ein Mensch Ekel, so empfiehlt ihm sein Körper, der ekelerregenden Situation zu entfliehen.

Wieso Ekel ich mich vor meiner Mutter?

Im Zusammenhang mit Trauma entsteht Ekel durch Grenzüberschreitung. Das heißt, wenn uns etwas zu nahe kommt, in welcher Form auch immer, kann in uns Ekel ausgelöst werden. ... Durch diese Form von Grenzüberschreitung entsteht ebenfalls Ekel, weil Du nicht regulieren konntest, wie nahe Dir Deine Mutter kommen durfte.

Pflegende mit einer Nähe zu den Gepflegten, Wie kann Ekel sein? im Durchschnitt eine starke Intimität zu den Gepflegten mit sich bringt, kommen immer wieder in Berührung und Kontakt mit Ekel erregenden Ausscheidungen, Gerüchen, Anblicken, Situationen, die unmittelba r Ekel erzeugen.

Das ist von Person zu Person und von der Intensität her verschie-den. Kann eine Gewöhnung an solche Zustände erfolgen? Was macht den Ekel so ekelhaft?

Wie kann Ekel sein?

Warum will man sich abwenden? Wie kann man praktisch mit diesem Gefühl in der Pflege umgehen? Unsere Autorenperspektive ist die von in der Intensivpflege Tätigen. Ekelerregende Situatio-nen, der Umgang mit Ausscheidungen, Erbrochenem und Sputum gehören dort zur Tages-ordnung.

In dieser Arbeit werden sich drei Teile mit dem Ekel beschäftigen: - Der erste Kap. Kapitel werden Lösungsvorschläge für den Umgang mit Ekel angeboten. Neben der Konsultation einer Auswahl verschiedener Fachlexika wird in der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Ekel Mennighaus 1999 immer wieder zitiert wer-den.

Seine breitgefächerte und detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema, seiner Geschichte und der Reflexion Wie kann Ekel sein?

den Schriften der klassischen Philosophen der Neuzeit konnte der folgenden Ausarbeitung viele wertvolle Anregungen Wie kann Ekel sein?.

Wie kann Ekel sein?

Des weiteren dienten als Quellen für die theoretische Auseinandersetzung wie auch für die pflegepraktische die Werke der sog. Ein gemeinsames Fazit soll die theoretischen und praktischen Punkte dann noch einmal zusammenfassen und einen Ausblick geben auf weitere Fragestellungen im Zusammenhange mit diesem Thema, die im Rahmen dieser Arbeit nicht erörtert wurden.

Wenn in den weiteren Ausführungen von dem oder der Pflegenden oder dem Gepflegten gesprochen wird, so sind doch immer die Vertreter beiderlei Geschlechts gemeint.

Ekel

Eine geschlechtsspezifische Differenzierung unterschiedlicher Ekel-Wahrnehmung und darausfolgenden Verhaltens wäre ein noch zu liefernder interessanter Exkurs für die Pflege, der aber den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen würde. Hier geht es um die Frage von Nähe und Distanz.

Von den Antworten der Psychologen und Philosophen wird dabei die Rede sein. Erst wird nach den Ursachen des Ekels gefragt, dann werden die Symbolik des Gefühls, die Metapher, Synonyme genauer untersucht.

Die Frage nach den persönlichen, sozialen und kulturellen Dimensionen des Ekels wird im Mittelpunkt stehen. Nach und nach haben sich Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete mit diesem Thema auseinander gesetzt. Trotzdem kann man im Vergleich zu anderen Themen feststellen, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Ekel immer noch nur vereinzelt stattfindet.

Ekel als ein Tabuthema in der Pflege

Vor der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Ekel soll eine Begriffsklärung die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Erklärungsansätze in Wörterbüchern und Lexika lenken, um zu schauen, wie Ekel von den verschiedenen Professionen verstanden wird.

Diese Begriffserläuterungen sollen in diesem Zusammenhang hinterfragt und diskutiert werden. Eine weitere der Hauptquellen dieses Kapitels ist die Bearbeitung des Themas von Menninghaus 1999. Annähern möchte ich mich an den Begriff unter folgenden Gesichtspunkten: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. Diese Bedeutung weist zugleich darauf hin, dass nicht nur Dinge wie Ausscheidungen Ekel erregen können, sondern auch Verhaltensweisen.

Eine zweite Bedeutung ist die des Wie kann Ekel sein?. Immer, wenn im Wie kann Ekel sein? vom Ekel die Rede ist, dann soll damit das Gefühl Ekel gemeint sein. Fündig wurde ich bei Arnold, Eysenck, Meili 1980Bd. Er ist wie die Scham keine angeborene Reaktion, sondern das Ergebnis der kulturbedingten Erziehung.

Es gibt einen psychischen E. Das kleine Kind ekelt sich nicht. Die Ekelgrenze ist sehr labil, zugleich individuell und je nach der Situation verschieden. Ein Ekelgefühl kann, wenn es notwendig ist, leicht abgewöhnt werden Chirurg, Metzger usw. Eher könnte man nach einer offenen Auseinandersetzung mit dem Thema dieses nicht mehr als Tabu einstufen und einen nicht-destruktiven Umgang damit gefunden haben.

Ekel ist in seiner Verschiedenheit ein Ergebnis kulturbedingter Erziehung, und doch gibt es globale Parallelen. Zu bezweifeln ist die Aussage, dass man sich das Gefühl des Ekels abgewöhnen kann. Anzunehmen wäre eher, dass es sich dabei um eine Reaktion der Unterdrückung und auch der Gewöhnung Adaption und Konditionierung handelt, wobei in diesem Zusammenhang unter Gewöhnung eher das Heraufsetzen der Ekelschwelle zu verstehen ist.

Wie kann Ekel sein?

Darwin den Code der Ekelunterscheidung vielmehr schlicht in ungewohnt vs. Ekel Wie kann Ekel sein? an der Bruchstelle, ja als die Bruchstelle von Natur und Kultur ebd. Freud wird von Menninghaus als einer der herausragendsten Vertreter der Psychologie gesehen, welche sich mit dem Ekel beschäftigten S. Menninghaus 1999 in der Literatur erst im 17.

Darstellung eingetretener oder drohender Erniedrigung. In der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ekels ist zu bedenken, dass die hygienischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte den Ekel nicht ausrotten konnten, sondern eher gestärkt haben. Wenn man den reich illustrierten Ausführungen Alain Corbins 2005 Glauben schenken darf, so Wie kann Ekel sein?

es schon, dass der Ekel in der Diskussion erst in der anbrechenden Neuzeit eine Rolle spielt, in welcher die geruchsmäßige oder besser gesagt gestanksmäßige Belästigung durch Fäkalien und Seuchen in den Städten zunehmend der Vergangenheit angehört. Ein anderes Moment des Ekels wuchs aber in der Neuzeit: das der gesellschaftlichen Differenzierung, welches vgl. Corbin 2005 sich unter anderem in einer wachsenden Bedeutung von Parfüms und Raumdüften niederschlug.

Ekelgefühle während der Durchführung pfleger. Maßnahmen sind häufig, sie sollten in geeignetem Rahmen Supervision geäußert und der Bearbeitung zugänglich gemacht werden.

Hinweise zum Umgang mit dem Ekelgefühl werden ebenfalls gegeben. Insgesamt jedoch ist diese Definition recht knapp, sogar zu knapp gehalten, wenn davon ausgegangen wird, dass Ekel in der Pflege auch heute noch kein Randproblem ist.

Auch das Springer Lexikon Medizin 2004 bringt zu diesem Begriff keinen Eintrag. Ekel ist kein medizinisch verwertbarer Begriff. In der Kunst der Ästhetik ist es eher das Ziel, das Schöne, das Erhabene, das Wie kann Ekel sein? darzustellen. Das Ekelhafte steckt in jeder dieser Darstellungsziele unwillkürlich als Antonym. Die Darstellung des Schönen lebt davon, die Darstellung des Ekels zu negieren, sich aber doch der Existenz dessen bewusst zu sein.

Wobei aber eine uneingeschränkte Darstellung des Schönen zum anderen wiederum den Übermaß-Ekel — s. Eine Darstellung des Ekelhaften, des Ekels kann andererseits nie die Intensität und Intimität des Ekelgefühls.

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