Question: Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen?

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Das Umgangsrecht der Großeltern – Oma und Opa haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Nicht nur die Eltern, sondern auch Großeltern haben ein Recht auf Umgang mit dem Enkelkind. ... Der Nachweis, dass die Besuchskontakte dem Kindeswohl dienen, muss von den Großeltern geführt werden.Das Umgangsrecht der Großeltern

Wenn Eltern sich trennen, sind meist die Kinder die Leidtragenden. In dieser Situation ist es besonders wichtig, dass die Kinder Halt und Unterstützung von vertrauten Menschen bekommen — zum Beispiel von den Großeltern.

Umgangsrecht der Großeltern ▷ Rechte & Pflichten

Aber was tun, wenn die Eltern den Kontakt zu den Großeltern unterbinden möchten? Welche Rechte haben Oma und Opa dann? Experte Gilbert Häfner, Präsident des Oberlandgerichts Dresden, hat Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Das Umgangsrecht dient dazu, die Bindungen des Kindes zu denjenigen Personen, die ihm besonders nahe stehen, durch regelmäßigen Kontakt zu erhalten und zu festigen. Neben dem anderen Elternteil, dem ohne weiteres ein Umgangsrecht mit dem Kind zusteht, haben auch Großeltern, Geschwister, Stiefeltern und andere enge Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen?

ein Recht auf Umgang mit dem Kind; dies allerdings nur dann, Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen? der Umgang dem Wohl des Kindes dient. Besteht ein liebevolles Verhältnis zwischen Großeltern und Enkelkind, darf der sorgeberechtigte Elternteil nicht ohne triftigen Grund den Kontakt unterbinden.

Wie unterscheidet sich das Umgangsrecht der Großeltern von demjenigen eines Elternteils? Eltern sind zum Umgang mit ihrem Kind berechtigt und verpflichtet, weil von Gesetzes wegen vermutet wird, dass dieser Umgang dem Kindeswohl dient. Diesen Umgang darf der andere Elternteil nicht eigenmächtig einschränken, und zwar auch dann nicht, wenn er allein sorgeberechtigt ist.

Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen?

Zur Vornahme einer solchen Einschränkung ist ausschließlich das Familiengericht befugt; dabei darf die Einschränkung nicht weiter gehen, als dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

Ein zeitweiliger oder gar dauerhafter Ausschluss des Umgangsrechts eines Elternteils ist sogar nur zulässig, wenn anderenfalls das Kindeswohl gefährdet wäre. Mit dem Umgangsrecht der Großeltern verhält es sich gerade umgekehrt: Sie dürfen nur Umgang mit ihrem Enkelkind haben, wenn dieser dem Kindeswohl dient. Können Großeltern ihr Umgangsrecht gerichtlich durchsetzen?

Großeltern können versuchen, vor Gericht ein Umgangsrecht zu erstreiten. Bildrechte: colourbox Sowohl für Eltern als auch für andere Bezugspersonen des Kindes besteht die Möglichkeit, das Bestehen und den genauen Inhalt des von ihnen geltend gemachten Umgangsrechts gerichtlich feststellen zu lassen.

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Zuständig hierfür ist das Familiengericht; dies ist eine spezielle Abteilung des Amtsgerichts. Zuständig ist in der Regel das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Wie bei allen anderen Konflikten zwischen Menschen gilt aber, dass sich die streitenden Eltern und Großeltern — auch und gerade im Interesse des Kindes, das zur Vermeidung von Entwicklungsstörungen nicht in die Umgangskonflikte der Erwachsenen hineingezogen werden sollte — zunächst außergerichtlich um eine einvernehmliche Lösung bemühen sollten.

Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen?

Dabei kann das Jugendamt um Unterstützung gebeten werden. In welchen Fällen scheitern Großeltern mit ihrem Umgangswunsch bei Gericht?

Der Umgang mit seinen Großeltern dient regelmäßig dann nicht dem Wohl des Kindes, wenn Eltern mit den Großeltern derart zerstritten sind, dass das Kind bei einem Umgang in einen Loyalitätskonflikt geriete.

Gleiches gilt, wenn zu befürchten ist, dass die Großeltern den Erziehungsvorrang der Eltern missachten. Unter solchen Umständen wäre ein Loyalitätskonflikt der Kinder bei Fortsetzung des Umgangs mit den Großeltern unausweichlich. Es kommt dabei nicht darauf, ob hierfür die Eltern oder die Großeltern die Ursache gesetzt haben.

Ein solches Verhalten von Eltern mag moralisch verwerflich sein, die Großeltern können jedoch daraus nichts für ein Recht auf Umgang mit den Kindern ableiten. Ist es nicht ungerecht, dass Eltern den Umgang des Kindes mit seinen Großeltern verhindern können, indem sie selbst das Kind in einen Loyalitätskonflikt stürzen? Der Erziehungsvorrang der Eltern ist im Grundgesetz verankert. Er gilt gegenüber allen anderen Personen, sogar gegenüber dem Staat. Der Erziehungsvorrang ist freilich nicht nur ein Privileg, sondern zuweilen auch eine Last für die Eltern.

Sie tragen sowohl für die positiven als auch für die negativen Entwicklungen des Kindes die Verantwortung und können sich dieser nicht ohne Weiteres entledigen. Gibt es konkrete gesetzliche Vorgaben dazu, wie häufig und wie lange die Großeltern das Kind sehen dürfen?

Das Gesetz trifft keine Bestimmungen über die Ausgestaltung des Umgangsrechts im Einzelfall. Die Häufigkeit und Dauer von Besuchen haben auf das Alter des Kindes, die Enge des Bindungsgrades, die Entfernung zwischen den Wohnorten, die schulische Beanspruchung des Kindes und seine Freizeitaktivitäten sowie andere Umstände Rücksicht zu nehmen, die in der konkreten familiären Situation für das Wohl des Kindes von Bedeutung sind.

Bestandteil des Umgangsrechts sind übrigens nicht nur Besuche, sondern auch alle übrigen Formen des Kontakts, also Telefonate, Briefverkehr, E-Mail-Austausch etc.

Der Telekommunikation kommt insbesondere dann erhebliche Bedeutung zu, wenn die Großeltern weit entfernt wohnen. Inwieweit werden die Wünsche des Kindes berücksichtigt, wenn sich Vater oder Mutter mit den Großeltern vor Gericht über das Umgangsrecht streiten? Großeltern müssen die elterlichen Vorgaben für die Erziehung des Kindes respektieren. Setzen sich die Großeltern über die elterlichen Erziehungsvorgaben hinweg, kann sich das auf ihr Umgangsrecht auswirken.

Eine von den Eltern oder einem Elternteil angeordnete Erziehungsmaßnahme dürfen — und müssen — Großeltern aber ignorieren, wenn diese Maßnahme ersichtlich das Kindeswohl gefährdet. Dürfen Großeltern bei einem Unfall des in ihrer Obhut befindlichen Kindes über die zu ergreifenden medizinischen Maßnahmen entscheiden, wenn die Eltern nicht erreichbar sind? Großeltern sind nicht schon wegen des bestehenden Verwandtschaftsverhältnisses abholberechtigt, sondern brauchen grundsätzlich eine Vollmacht des Sorgeberechtigten, in der Regel also der Eltern.

Soll die Abholung einmalig erfolgen, empfiehlt es sich, den Großeltern eine schriftliche Vollmacht mitzugeben oder vorab den Kindergarten von der Maßnahme zu verständigen. Für regelmäßige Abholungen durch Großeltern oder andere Vertrauenspersonen halten fast alle Kindergärten eine Liste der Abholberechtigten vor. In der Regel Hat die Oma Recht das Enkelkind zu sehen?

die Eltern bereits im Anmeldeformular nach entsprechenden Personen befragt.

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